emscher:zukunft – Das NeueEmschertal

Wenn gleich diese Kategorie zunächst einmal ‚emscher:zukunft‘ heißt, dann ist dies mehr der Semantik von ‚Zukunft der Emscher und des Emschertals‘ gewidmet als der Typographie des Titels eines Masterplans der Emschergenossenschaft zum Umbau des 83 Kilometer langen Flusses, der mitten durch die Metropole Ruhr fließt.

Einst war dieser Fluss sogar über 100 Kilometer lang. Er nahm das Abwasser einer stetig wachsenden Bevölkerung auf, überflutete aber auch die entstehende Industrieregion, was regelmäßig zu allerhand Problemen führte. Schließlich wurde der Fluß in ein Betonbett gezwängt und vor der Mündung in den Rhein ein Klärwerk errichtet. Nicht nur die Emscher war davon betroffen, sondern auch alle in sie hineinfließenden Gewässer: meiste im Ruhr-Jargon ‚Köttelbecke‘ genannt. Manche Köttelbecke war aber mal ein mäandrierender Bach. Die Zukunft der Emscher und ihrer Zuflüsse soll wieder „zurück zur Natur“ gehen. Ganz wird dies aber nicht möglich sein, steht dem doch heute viel entstandene Bebauung im Wege und gilt es ein rückwärtsgewandtes Fließen aufgrund bergbaubedingter veränderter Topographie zu verhindern.

Die Zukunft der Emscher und des Emschertals ist aber nicht allein im Umbau eines Flussbettes zu finden. Das NeueEmschertal – so der Name einer Arbeitsgemeinschaft von Regionalverband Ruhr und Emschergenossenschaft – will daran anschließende Projekte verwirklichen, so soll am Wasser auch wieder gewohnt werden. Auch gibt es Überschneidungen zur Kultur – zu Kulturlandschaft und Industriekultur. Die städtebauliche Bedeutung der Emscher und ihres Tals hat dann auch Anknüpfungen zum Kulturhauptstadt Projekt Ruhr.2010.