Europäische Kulturhauptstadt Linz’09: Ars Electronica Center

Das Ars Electronica Center (AEC) findet sich in Linz in Österreich. Elektronik um Einsatz für die Kunst und die Anwendung für das menschliche Leben stehen in diesem interaktiv angelegten Museum im Mittelpunkt. Die elektronische Kunst und das Themenfeld Hören, Beschallung und Ruhe bilden zwei Schwerpunkt des Kulturhauptstadt-Projektes Linz’09 der oberösterreichschen Metropole.  Zwei Nachmittage haben mich in das Museum geführt. Zunächst im Rahmen einer FÜhrung, um eine Übersicht über die Ausstellungsräume des Museums zu gewinnen und an den Installationen teilzuhaben, bei denen ein Museumsführer assistieren muss. Es widerstrebt mir bereits für das AEC  das Wort Museum zu verwenden, Museumsführer trifft es noch weniger. Sie bezeichnen sich selber als Infotrainer. Die Installationen oder Erfahrungsstationen sind sehr personalintensiv. An jeder zweiten Station wird ein Infotrainer benötigt, um die Handhabung von Geräten zu erläutern oder deren Steuerun zu übernehmen. Nachfolgend eine Video (2’15“):

Die Erfahrungen, die gewonnen werden können, sind reichlich. Computer und Elektronik vermitteln dabei stets Bilder bzw. Abbildungen einer sichbar gemachten Realität, die ohne sie nicht machbar wären. Dies beginnt bei einem Blick auf die eigene Netzhaut, blicken in das (vermeintlich) eigene Körperinnere und reicht bis zu 3D Bildern des Universums sowie dem Steuern von Prothesen und Computern über Muskelnkontraktionen und Blicke. Die sichtbar gemachte Realität ist ein Konstrukt, die Elektronik ihr Medium.

Linz’09 hat auch das Thema Licht und Lichtverschmutzung aufgegriffen. Das AECbildet mit dem Kunstmuseum lentos eine aus Licht gestaltete Brücke über die Donau. Auch das ist Elektronik.

Der Grad der Interaktivität der Installationen des AEX in Linz geht noch über das TheTech in San Jose, Californien hinaus. Ich fühlte mich an einen Besuch dort vor einigen Jahren erinnert. Das Tech kommt mir im Vergleich jedoch kindlich vor, Zielsetzung und Zielgruppe dürften variieren. Zusammnen mit dem am Center verliehen Kunstpreis wirkt das Konzept gereifter.

In der Metropole Ruhr findet sich meines Erachtens nichts vegleichbares. Das Ars Electronic Center ist aber auch ein Alleinstellungsmerkmal von Linz 2009. Für die Metropole Ruhr mit Ruhr.2010 stellt dies die (Route der) Industriekultur dar. Auch diese ist mit Lichtinstallationen verknüpft.

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