Townhall Meeting: Kandidaten für den Landtagswahlkreis 109 stellen sich vor

Die CDU Wattenscheid hatte gebeten, dass Bewerber für die Position des Direktkandidaten im Landtagswahlkreis 109 sich bis zur Vorstandssitzung am letzten Montag melden (11.05.). Neben mir gibt es noch einen weiteren Kandidaten, der Interesse bekundet hat. Der Vorstand hat beschlossen, wie nun in Wattenscheid verfahren werden soll.

Am Montag, den 29. Juni 2009 – voraussichtlich um 19 Uhr – soll im Kolpinhaus an der Saarlandstraße beiden Kandiddaten Gelegenheit gegeben werden, sich vorzustellen. Zu dieser Präsentation sollen alle Mitglieder der CDU Wattenscheid mit Ausnahme des Ortsverbandes Eppendorf eingeladen werden. Eppendorf gehört nicht zum Landtagswahlkreis 109. Im Nachgang der Veranstaltung soll dann der Vorstand beschließen, wer offizieller Kandidat der CDU Wattenscheid wird.

Der Landtagswahlkreis 109 umfasst neben Wattenscheid ohne Eppendorf die Bochumer Stadtteile Hofstede, Hamme, Hordel und Griesenbruch und von Herne den Stadtbezirk Eickel. Die Nominierung des Direktbewerbers für den Landtagswahlkreis wird auf einer Delegiertenversammlung im Oktober erfolgen. Hierfür sind von den beteiligten Ortsverbänden insgesamt 200 Delegierte zu wählen. Da ist rund ein Viertel aller Mitglieder. Auf alle Wattenscheider Verbände entfallen etwas weniger als 100 Delegierte, auf die Bochumer Verbände zusammen und Eickel je etwas mehr als 50 Delegierte.

Ich habe schon Stimmen gehört, die das Vorgehen der CDU Wattenscheid kritisierten – bezogen aufs Verfahren und den Zeitpunkt, sich vor den anstehenden Kommunalwahlen und der Bundestagswahl bereits mit der Landtagswahl 2010 zu befassen. Ich find das Vorgehen gut. Mir gefällt daran, dass beiden Kandidaten im Vorfeld Gelegenheit gegeben wird, sich einmal zu präsentieren, und sich die Parteimitglieder und gewählten bzw. noch zu wählenden Delegierten selber ein Bild machen können. Am Abend der Aufstellung ist das alles irgendwie schon zu spät und dann wäre die Entscheidungsfindung über die Empfehlung von Vorständen viel intransparenter. Wie bei so „TV-Duellen“ auch üblich, wird die Form, Länge und Reihenfolge noch vom Vorsitzenden vorzugeben sein. Das dürfte aber wesentlich einfacher und unauffäliger zu regeln sein, als in der „großen“ Politik. Ich gehe mal davon aus, dass beide Kandidaten Zeit bekommen, sich und ihre politischen Ziele mündlich vorzustellen. Anschließend dürften Fragen an die Kandidaten gestellten werden. Ich bin gespannt, wie viele sich für diese Veranstlatung interessieren werden.

Ich weiss, dass es so etwas früher schon gegeben hat. Vielleicht einfach nicht mehr in den letzten Jahren. Bekannt ist ja auch, dass Kandidaten durch die Ortsverbände „reisen“, um sich vorzustellen. Irgendwie weckt die Veranstaltung aber Assoziationen zur Amerikanisierung von Politik und Diskussionen zu TV-Duellen bzw. Town Hall Meeting in mir hervor. Das mag daran liegen, dass ich mich in letzter Zeit etwas mit den Erfahrungen aus dem US-Präsidentschaftswahlen und der Rezeption in Deutschland befasst habe. Wichtig ist mir, dass sich die Mitglieder frühzeitig eine eigene Meinung bilden können. Für ein „town hall meeting“ der CDU gefällt mir, dass es im Kolpinghaus stattfindet. Einer Partei die gerade in Nordrhein-Westfalen dem katholischen Arbeitermilieu entstammt, ist dies sicher ein passender Ort.

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