Zweiräder von metroradruhr

Individualtourismus: metroradruhr gestartet

Zweiräder von metroradruhr
Zweiräder von www.metroradruhr.de

Heute wurden in Dortmund die ersten Stationen von metroradruhr in betrieb genommen. Metrorad soll ein vom Berliner Unternehmen nextbike errichtetes Systems von Fahrrad-Stationen werden, die an diesen per Selbstbedienung entliehen und zurückgegeben werden können. Das alles geschieht per Telefon zum Preis von 1 € je Rad und Stunde bei einem Höchstsatz von 5 € pro Tag. Die WAZ Dortmund und die Lokalausgabe der Ruhrnachrichten berichten darüber. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Regionalverband Ruhr (RVR) und den zehn zentralen kreisfreien Städten der Metropole Ruhr. (also Hagen nicht) Bis Ende 2012 soll mit 3.000 Rädern an 300 Stationen Deutschlands größtes Fahrradverleihsystem entstehen.

Die Liste der Station zeigt, wie eng das Netz am Ende aussehen soll. Zunächst geht es offensichtlich in den zentralen Siedlungskernen los. Ziel des Fahrradverleihsystems ist es Mobilitätslücken zu füllen oder einfach, das Ziel zu erreichen, einfacher zu machen. Spätestens wenn das Netzwerk städteübergreifend, flächig steht, sehe ich aber noch eine weitere Chance. Das System ist für Touristen – auch aus der Region selber – höchst interessant, erlaubt es doch einen bequemen, individuellen und preisgünstigen Fahrradtourismus in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch wenn das eigene Rad im Zug mitgenommen werden kann, besser ist doch, wenn es am Startpunkt einer Tour entliehen werden kann und dennoch nicht zum Startpunkt zurückgekehrt werden muss. All das bietet metroradruhr zum Preis von 5 € pro Tag. Auch Gruppenfahrten sind möglich, allerdings fallen aufgrund der notwendigen, garantierten Bereitstellung einer ausreichenden Zahl an Rädern eventuell Mehrkosten an.

Hier mal eine so ein paar spontan entwickelte Ideen, wie Touren aussehen können:

  • Mit dem öffentlichen Nahverkehr geht’s zur Zeche Zollverein, von dort via Essen-Kray auf die Erzbahntrasse zur Halde Hoheward, zum Abschluss zum Bahnhof Herne und zurück nach Hause.
  • In einer späteren Ausbauphase ist eine Station am Bahnhof Wattenscheid vorgesehen (hieß es im Ausschuss für Umwelt und Verkehr in Bochum). Vom Bahnhof Wattenscheid, wo der RE1 oder später ein RRX hält, geht es gen Höntrop nach Bochum-Dahlhausen zum Eisenbahnmuseum, wo übrigens auch eine Metrorad-Station und ein S-Bahn-Haltepunkt ist. Von dort könnte die Ruhr weiter bis nach Werden befahren werden, von wo es zurück nach Hause geht.
  • Und auch Teilstücke des Ruhrtalradweges kann ich mir als Tour gut vorstellen, zum Beispiel von Bochum-Dahlhausen nach Mülheim an der Ruhr müsste mal geprüft werden. Die Besonderheit am Start- bzw. Endpunkt Mülheim an der Ruhr ist, dass es die einzige (Innen-)Stadt ist dies sich direkt an der Ruhr befindet.

Um sich einen Überblick über das Netzwerk und die sich dadurch bietenden Möglichkeiten zu holen, kann nachfolgende „Karte“ helfen, die ich nach dem Konzept des regionalen Radwegenetzes des RVR gefertigt habe. Für Touren bieten sich insbesondere benachbarte Kommunen entlang des Emschertals an, die über Radwege in Nord-Süd- bzw. Ost-West-Richtung verbunden sind. Natürlich muss man sich nicht an die Wege halten, aber sie bieten eine gute Planungsgrundlage.

Skizze des regionalen Radwege-Konzeptes

Faszinieren tut mich der Gedanke, dass die Startorte rund um Bahnhöfe einfach variiert werden können. So könnte eine Tour direkt am Bahnhof in Dortmund erfolgen, aber auch vom Dortmunder U oder vom Stadthaus. Es kann also in Abhängigkeit von dem dort zu besichtigen Objekt gemacht werden, von wo gestartet wird. Zum Beispiel könnte Kirchenarchitektur mal beginnend in der Dortmunder Innenstadt abgefahren werden.

Na, dann gutes Gelingen für den weiteren Aufbau!
Übrigens erinnern mich derartige Fahrradverleihsystem an die Thesen von Jeremy Rifkin in seinem Buch ‚Access‘.

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