Dem Fachkräftemangel entgegenwirken – Akademisierung der Gesundheitsberufe

Bundesministerin Dr. Annette Schavan u. a. mit Rektorin Prof. Anne Friedrichs
Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan (CDU) besuchte am Montag, den 30. April 2012 zusammen mit den Bochumer Landtagskandidaten Gaby Meckelburg, Christian Haardt und Dirk Schmidt die Hochschule für Gesundheit (HSG). Im Vordergrund des Besuchs stand ein Austausch über die Bedeutung der
Akademisierung der Ausbildung der Gesundheitsberufe. An der HSG lassen sich Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie studieren. Die dahinter stehenden Berufe werden derzeit bereits an Fachschulen oder in dualen Ausbildungen vermittelt. Neu mit der HSG ist nun eine rein akademische Ausbildung in dreieinhalb bis vier Jahren, die mit Kooperationspartnern in der Praxis erfolgt und unter Einbeziehung so genannter SkillLabs. In diesen Laboren wird die Handhabung von Geräten, aber auch die Behandlung von Menschen zunächst mit komplexen Puppen trainiert.

Rektorin Dr. Anne Friedrichs von der HSG stellte klar, dass die Akademisierung der Gesundheitsberufe einen Beitrag zum Fachkräftemangel im Gesundheitswesen leisten könne – aber nur einen. Das Studium mache die Berufe für einige interessanter, verbessere aber vor allem die Qualität im Gesundheitswesen. Bundesministerin Dr. Annette Schavan (CDU) begrüße diese „Akademisierung“ der Ausbilung betonte aber auch, dass sie eine Verdrängung der klassischen Ausbildung an Fachschulen nicht gut heißen könne. Dies sei aber auch nicht vorgesehen. Die Bundesministerin hob auch hervor, wie wichtig und richtig die seinerzeit von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers forcierte Gründung neuer Hochschulen gewesen sei, von denen die HSG eine ist. Der Umbruch zur Wissensgesellschaft fordere geradezu zur Hochschulgründung heraus.

CDU-Landtagskandidat erklärte, dass auch die Bedeutung der Gründung der HSG gerade in Bochum wichtig sei, wo sie die siebente Hochschule sei. Der Umbau Bochums zum Hochschulstandort ist Teil des Strukturwandels. Zudem treffe die HSG in Bochum und der Metropole Ruhr auf ein freundliches Klima der Zusammenarbeit mit den benötigten externen Partnern und insbesondere der Ruhr-Universität. Die universitäre Ausbildung von Medizinern erfolge bereits im Rahmen des Bochumer Modells dezentral an zahlreichen Krankenhäusern und Einrichtungen. Die Region ist folglich bereit für die Modellstudiengängen, von denen zu hoffen bleibt, dass sie sich auf Dauer und nicht nur in Bochum etablieren.

Die Gruppe wurde begleitet von Patrick Bartsch, Lantagskandidat der CDU Dortmund. Er promoviert zurzeit an der Ruhr-Universität Bochum zur Gesundheitswirtschaft. Das Bild zeigt von libks nach rechts: Patrick Bartsch, Dirk Schmidt, Gaby Meckelburg, Dr. Annette Schavan, Prof. Dr. Anne Friedrichs und Christian Haardt.

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