Der größte Sponsor von Peer Steinbrück sind die Stadtwerke Bochum – auch ein Bochumer Problem

Im Rathaus Bochum wird es vermutlich einen Wettbewerb geben um die erste Anfrage oder den ersten Antrag zur Veröffentlichung der Honrarliste des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück MdB. Laut Liste (siehe SPD-Meldung) hat er die größte Einnahme von „Hellen Medien Projekte GmbH“ in Bochum im Jahr 2011 erzielt. Als Vortragsthema wird unter Nr.31 Teilnahme am „Atriumtalk“ der Stadtwerke Bochum angegeben. Der NPD-Mann war der Schnellste. Bei weiteren Fraktionen und Gruppen wird sicher noch für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Bochum am Mittwoch überlegt, wie das Thema angegangen wird.

Den Armen Gerechtigkeit – Waffeln backen mit Peer Steinbrück im Ruhrpark Bochum (2003)

Wunderlich ist, weshalb Peer Steinbrück 10.000 € mehr bekommen hat als sein üblicher Preis von 15.000 €. Und das nur für eine Teilnahme, über die die Ruhrnachrichten am 27.11.2011 berichteten. Bei den 25.000 € soll es sich jedoch um einen vereinnahmten Betrag handeln, den er spenden musste. Ulrich Horn wirft die Frage auf „Wer bezahlt eigentlich?„. Es werden dann wohl die Stadtwerke Bochum gewesen sein, die die Medienagentur beauftragt haben. Es waren die Kunden der Stadtwerke Bochum, für die das sicher peanuts waren.

Und damit bin ich bei dem, was mich noch mehr nervt, als der begünstigte
SPD-Kanzlerkandidat, der damals noch nichts von dieser Kandidatur wusste. Die
Öffentlichkeitsarbeit, das was für public affairs und public relations ausgegeben wird, scheint mir bei den Stadtwerken mehr als oppulent zu sein. Da höre ich von luxuriösen Pressearrangements und zweifel, dass eine auflagenschwache Fachzeitung ohne Gegenleistung das Event für den Energiemanager des Jahres ausrichtet, wie es mir Oberbürgermeisterin Dr.
Ottilie Scholz (SPD) auf eine Anfrage hin mitteilte (siehe  Verwaltungsvorlage Nr. 20120882). Sponsoring von Veranstaltungsreihen und dazu dem „haus-internen“ Atriumtalk passen dazu. Nicht dass das verwerflich sei, aber den Stil empfinde ich mehr als überzogen. Es ist schon ein Schippchen zuviel, so wie es dann noch die 10.000 € mehr als ein Standardhonrar sind an den lieben Genossen der Genossen Geschäftsführer und Aufsichtratschefin sind.
Das hat dann noch etwas mehr Geschmäckle.

Die Stadtwerke sind nur einer von weiteren kommunalen Sponsoren, zu denen ich auch die letzlich den Städten Bochum und Dortmund gehörende Gelsenwasser AG mit 10.000 € gehört. Das ist schon ein geringerer Betrag. Bei den Stadtwerken Bochum besteht dringender Handlungsbedarf, um bescheidener zu werden, ja erst einmal wieder ein weniger übersteigertes Maß zu erreichen. Da sollte nicht erst auf Sachzwänge aufgrund schwindender Gewinne gewartet werden müssen. Die SPD in Bochum ist am Zug hier mal zu handeln.

Das Bild zeigt Peer Steinbrück beim Waffeln-Backen für „Brot für die Welt – den Armen Gerechtigkeit“ im Dezember 2003 im Ruhrpark Bochum. Waffeleisen und Teig stehen für die Fotografen auf einem Eimer, damit sie besser ins Bild passen.

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