Kopf der Einladung zur 3. Kulturkonferenz Ruhr

3. Kulturkonferenz Ruhr – Intentional zum Klimawandel

Am Dienstag fand in der Stadthalle in Hagen die 3. Kulturkonferenz Ruhr statt. Sie hat mir besser gefallen als ihre beiden Vorgänger. Ich denke, dass liegt daran, dass die Konferenz intentional für ein Ziel des Veranstalters Regionalverband Ruhr (RVR) erfolgt. Das Thema „Kultur und Klimawandel“ erfolgt in einer Auftaktwoche des RVR zum Klimawandel vom 27.09. bis 03.10. und in Vorbereitung auf ein Schaufenster im Rahmen der Klima.Expo.NRW 2022. Kritiker dürften sagen, die Kulturkonferenz wurde instrumentalisiert. Ich sage: Gott sei Dank. Es hat sie gerettet.

Kopf der Einladung zur 3. Kulturkonferenz Ruhr
3. Kulturkonferenz Ruhr: Kultur und Klimawandel

Klimakultur in der Stadthalle Hagen

Es waren deutlich weniger Teilnehmer erschienen als in den Vorjahren. Anhand der Teilnehmerliste schätze ich 240 Angemeldete, von denen sicher nicht alle gekommen sein. Das mag ein wenig an der nicht zentralen Lage des Veranstaltungsortes liegen. Ich schätze jedoch, dass die Themenwahl die Teilnehmer verändert hat. Und verändert hat sich auch der Kulturbegriff, der der Veranstaltung zugrunde lag. Fernab von einem tiefen Verständnis der semantischen Bandbreite des Kulturbegriffs ging es etwas mehr um Zivilisation, vielleicht auch Alltagskultur als um Hochkultur – und darin die Arbeit der freien Szene. Nach dem von mir geschwänzten obligatorischen Beitrag von Prof. Claus Leggewie vom Kulturwissenschaftlichen vermutlich zur notwendigen Klimakuktur habe ich mir ein Projekt des Goethe-Instituts in Usbekistan und eines des Vereins ‚Die Urbanisten‘ in Dortmund angehört.

Ich nehme aus den Veranstaltungen mit, dass mit kulturellen Formaten in einem autokratischen System Inhalte und Auseinandersetzungen über den Klimawandel und konkret das Schmelzen der Gletscher thematisiert werden können, siehe Goethe.de/Klima. Ich hab ein konkretes Projekt des Urban Gardening in der Metropole Ruhr vorgestellt bekommen, dass im städtischen Raum einen Beitrag zum Klimawandel leistet, weil es erheblich den Ausstoß von Kohlendioxid vermeidet, das beim Transport von Obst und Gemüse anfällt. Das Projekte stammte vom Dortmunder Verein „Die Urbanisten„. Ein wenig war die Konferenz wie eine Messe.

Kulturkonferenz Ruhr: Ende der Nabelschau?

Im Kontrast dazu sind mir die vorherigen beiden Kulturkonferenz als Sammelforen der Region in Erinnerung, wo sich die RVR-nahen Vertreter der Kulturinstitutionen trafen. Dabei wurden sie dann mit den Forderungen der sogenannten „freien Szene“ konfrontiert, die schließlich mehr Beteiligung und schließlich Geld für sich reklamierte. Ganz ergebnislos ist das nicht geblieben, so blieben im Rahmen der trienalen EmscherKunst jetzt was für Sie und auch die Restmitteln der liquidierten Ruhr.2010 GmbH. Aber so kann es ja nicht weitergehen. Es wurde mir nicht klar, wofür diese Kulturkonferenz weiterhin da sein solle und wie die Ergebnisse irgendwie verwertet werden könnten.

Bühne der Kulturkonferenz Ruhr
Bühne der Kulturkonferenz Ruhr
Das Publikum hat sich nicht nur zahlenmäßig verändert. Da freue ich mich sogar auf die Auswertung der Konferenz, die zuvor in Form einer Broschüre im Zeitungsformat kam. Und die Veränderung wirft die Frage auf: Wie lautet das regionale Kulturthema der 4. Kulturkonferenz?

Bisherige Themen der Kulturkonferenz

Die jährlich von Land und RVR veranstaltete Kulturkonferenz Ruhr ist aus dem Kulturhauptstadtprojekt Ruhr.2010 enstanden und Teil der Nachhaltigkeitsstrategie dieser. Die bisherigen Themen lauteten:

15.09.2012 : Kulturmetropole Zukunft. Die neue Dekade gestalten. (Welterbe Zollverein)
20.09.2013 : Zukunft der Interkultur. Strategien für eine Metropole der kulturellen Vielfalt. (Ruhrfestspielhaus Recklinghausen)
30.09.2013 : Kultur und Klimawandel. (Stadthalle Hagen)

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