Bochum will neuen Nahverkehrsplan auf RRX ausrichten

„Die Stadt Bochum macht sich auf den Weg, einen neuen Nahverkehrsplan zu erstellen. Das ist gut so, denn die Fortschreibung des alten Nahverkehrsplanes ist längst überfällig“, erklärt Dirk Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bochum.

Auf Antrag der CDU-Fraktion wird der Nahverkehrsplan, der für einen Zeitraum von fünf oder mehr Jahren beschlossen wird, auch auf den zukünftigen Betrieb des Rhein-Ruhr-Expresses ausgerichtet. Der VRR rechnet damit, dass der Rhein-Ruhr-Express ab 2018 fährt.

Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid (z.Z.: RE1&2 halten, RE4&6 nicht)
Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid (z.Z.: RE1&2 halten, RE4&6 nicht)
„Mit dem Rhein-Ruhr-Express wird ab 2018 ein Premiumprodukt des Schienenverkehrs auf der Stammstrecke durchs Ruhrgebiet fahren. Von Dortmund über Bochum, Essen nach Düsseldorf und Köln soll dann alle 15 Minuten ein Zug fahren. Das muss bei der Planerstellung berücksichtigt werden.“ Dirk Schmidt, der die Stadt Bochum seit kurzem in den Gremien des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) vertritt, verweist auf entstehende Parallelangebote über Gelsenkirchen und Wanne-Eickel, die Fahrgastströme verändert werden, und auf die laufende Diskussion über eine zukünftige Anpassung des S-Bahn-Taktes. „Wenn wir die Chancen des RRX nutzen wollen, dann müssen wir uns jetzt darauf einrichten, denn sonst dauert es weitere fünf Jahre.

Über Nahverkehrspläne erfolgt in Deutschland die Steuerung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Die kreisfreien Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen sollen mit diesem Planungsinstrument den Nahverkehr in ihrem Gebiet beschreiben und auf finanziell realistische Grundlagen stellen. Die Nahverkehrspläne sind wesentlich für eine integrierte Nahverkehrsbedienung, bei der unterschiedliche Anbieter und Verkehrsträger aufeinander abgestimmt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.