Islamischer Staat - Facebook-Seite mit Videos von Paruar Juan Bako, Kurdistand, Irak

‚Islamischer Staat‘: Eine Kamera für Paruars Krieg in Kurdistan

Am Sonntagmorgen wusste ich noch nicht, wer Paruar Juan Bako ist. Am Nachmittag habe ich 50 € für eine Kamera für ihn gespendet. Paruar kämpft mit der Kamera gegen den Islamischen Staat im Nord-Irak. Er kümmert sich um Waisen, um jene, die niemanden mehr haben. Und er berichtet davon. Bisher macht er seine Videos mit seine Mobiltelefon. Ein Mitbewohner aus Studienzeiten, der professionell „in TV macht“, und jetzt Nachbar von Peruar in seiner Heimatstadt Oldenburg ist, will das ändern.

Ich würde den gerne einem jungen Studenten aus Oldenburg einen vernünftigen Camcorder mit in den Irak geben, der dort hingeht, um zu helfen. ER SETZT SICH VOR ALLEM DAFÜR EIN, DASS WEISENKINDER ASYL BEI UNS BEKOMMEN. Er macht aufsehenerregende Videos dort vor Ort (Facebook und Youtube) und schafft so eine breite Öffentlichkeit, die wichtig ist, um auf die Zustände dort hinzuweisen. Bisher filmt er mit einem Handy. Das würde ich gerne ändern. Mit besseren Videos schafft er natürlich auch mehr Aufmerksamkeit. Er ist ja sowas wie ein Kollege von mir, und ich habe Respekt vor ihm und seinem Einsatz.

Paruar verbreitet seine Videos über seinen YouTube-Channel und schon länger über Facebook.

Islamischer Staat - Facebook-Seite mit Videos von Paruar Juan Bako, Kurdistand, Irak
Videos aus Kurdistan, Irak vom Oldeburger Paruar Juan Bako

Islamischer Staat und Kämpfer: Auch Verteidiger kommen aus aller Welt

Meine Recherchen über ihn zeigen, dass er gerade berühmt wird. Der Spiegel und die Nordwest-Zeitung sind schon auf den Oldenburger Jesiden mit Wurzeln im Irak, wo sein Vater jetzt kämpft aufmerksam geworden. Nicht nur der Islamische Staat zieht Kämpfer aus aller Welt an. Auch jesidische Kurden, die einst vor Sadam Husseins Regime flohen, kehren als Verteidiger in ihre alte Heimat zurück.

Crowdfunding spontan, Ziel: 1 Camcorder

Peruar Bako mit Fußball-WM-Cup, 2014
Den Spendern für seinen Camcorder wurde Paruar dann auch mal vom Initiator des Spendenaufrufs vorgestellt – mit diesem Schnappschuss (Foto: Duden)
Mehr als 210 € sind in wenigen Stunden zusammengekommen sowie ein Stativ und SD-Karte. In ein paar Tagen fliegt Peruar wieder in den Irak. Das Ziel der Sammelaktion für einen Camcorder hat der Inititator und TV-Produzent Sebastian Duden (duden.tv) vorgegeben:

Meine Hoffnung ist auch, dass er es mit besserem Bildmaterial in mehr TV- und Internetmedien schafft. Ich glaube, das brauchen unsere Mediendemokraten in Deutschland…

Ich unterstütze Propaganda? Ja sicher! Schau mal worum es geht …

Links zu Berichten über Peruars Aktivitäten

Spiegel Online | Panorama: Kampf gegen den „Islamischen Staat“: Paruars Krieg (23.10.2014)

NWZ online: Oldenburger plant Kurdistan-Hilfe – Rapper und TV-Stars unterstützen Paruar Bako (20.10.2014)

3 Gedanken zu „‚Islamischer Staat‘: Eine Kamera für Paruars Krieg in Kurdistan“

  1. Wir haben es geschafft und Peruar eine tolle Kamera und ordentlich Zusatequipment mitgegeben. Sonntag fliegt er wieder in den Nordirak. Danke Dirk!

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