Poster für den RS 1

Machbarkeitsstudie für ersten Radschnellweg veröffentlicht

Der Regionalverband Ruhr (RVR) in Essen hat die vom Bundesverkehrsministerium finanzierte Machbarkeitsstudie für einen Radschnellweg durch die Metropole Ruhr veröffentlicht. Laut Studie rechnet sich der Bau des Radschnellwegs, der Tausende Autos von den Straßen der Metropole holen würde.

Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg RS 1
Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg RS 1
In zwei Szenarien wurden die Berechnungen angestellt. Im schlechtesten Fall wird davon ausgegangen, dass der derzeitige Anteil von 10 % Radfahrern im Umfeld des neuen Radschnellwegs RS 1 auf 14 % gesteigert werden könne. In diesem Falle rechne sich der Bau volkswirtschaftlich mit dem Faktor 1,86.

Im günstigeren Fall wird davon ausgegangen, dass der Anteil auf 20 % gesteigert werden könne. Das entspricht noch nicht dem zum Beispiel von grünen Politiker angestrebten Anteil des Radverkehrs von 25 % des Verkehrsaufkommens. In dieser Variante sei der Nutzen fünfmal so hoch wie das notwendige Investment zuzüglich der Betriebskosten.
Nicht berücksichtigt, d. h. monetär quantifiziert, wurden weitere Effekte wie eine Beschränkung des zusätzlichen Flächenverbrauchs.

Finanzierungsfragen für Radschnellweg (noch) nicht geklärt

Die Machbarkeitsstudie legt nicht dar, wie der Radschnellweg finanziert werden kann. Bei der Vorstellung im Beisein der parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesverkehrsministerium Katharina Reiche MdB wurde kurz auf mögliche Finanzuierungsquellen eingegangen. Dabei wurde klar, das die Fördermöglichkeiten des Bundes bereits aufgrund grundgesetzlicher Vorgaben beschränkt sind. Insbesondere das Land Nordrhein-Westfalen, dem vom Bund Inverstitionspauschalen zustehen, ist gefordert abseits der Bundesstraßen Fördermöglichkeiten für den Bau zu bieten.

In den kommenden Wochen wird den zehn Städten zwischen Duisburg und Hamm die vorgeschlagene Trassenführung in Dialogveranstaltungen vorgestellt werden.

Das Konzept eines Radschnellwegs sieht einen idealerweise kreuzungsfreien, breiten Radweg vor.

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