Reaktion auf Klimawandel: Mehr Bäume fällen!

Pfingstmontag tobte ein Unwetter über der Metropole Ruhr. Und es soll noch was hinterher kommen. Abertausende Schhdensmeldungen liegen vor. Insbesondere blockieren Bäume Straßen und Gleise. Viele Zäune, Garteneinrichtungen und Autos sind beschädigt worden, oft durch herunterkrachende Äste oder ganze Bäume. Der Umfang an Schäden hätte geringer sein können. Aber es werden zu wenig Straßenbäume gefällt, gepflegt und neu gepflanzt.

Das Pfingsunwetter war ein Ausnahmeereignis wie vor einigen Jahren der Sturm Kyrill. Nur wird es immer wieder solche Ereignisse geben. Klimaforscher sehen eine Ursache in einer steigenden Durchschnittstemperatur und weltweiten Klimaveränderungen. Solle sich darin auch das Phänomen einsortieren, dass an Pfingsten 2014 warme Luftmassen aus Süddeutschland kommend auf 10 Grad kältere Luftmassen aus England kommend trafen? Das Resultat der beim Ausgleich entstandenen Orkanböen von bis zu 144 km/h ist verheerend: Abgedeckte Dächer, heruntergefallene Satellitenschüssel, zerborstene Bäume und abgebrochene Ästen. Die Straßen sind übersät mit Baumresten und oft nur einspurig oder überhaupt nicht passierbar. Hätte das verhindert werden können? Ich denke schon.

Irrweg: Jeder Baum sei heilig

In Essen-Stelle hat es diesen Baum aus seiner Pflanzinsel gerissen
In Essen-Stelle hat es diesen Baum aus seiner Pflanzinsel gerissen
Insbesondere die Grünen leisten dem Baumschutz Vorschub. Dabei ist jeder einzelne Baum heilig. Und je größer er ist desto schützenswerter sei er. Fällungen sind nur dann zulässig, wenn es unvermeidbar sei. Selbst das Entasten und beseitigen morscher Äste wird schon kritisch angesehen.

Hierbei handelt es sich um einen Irrweg. Jeder Baum hat eine Lebensdauer. Er fängt klein an, wird größer. Er setzt viel Kohlendioxid in Sauerstoff um, trägt zum Stadtklima bei etc. Aber irgendwann setzt der Baum auch zurück. Er wächst aus seiner Baumscheibe, diesem offenen Bereich ohne Asphalt, heraus. Schäden durch Insekten und Feuchtigkeit setzen im zu. Seine Wurzeln beschädigen Fußgängerwege, Fahrradwege, Straßen, Rohr und die Kanalisation.

Es ist sinnvoller den Baumbestand in der Stadt zu wälzen. Regelmäßig müssen Bäume erneuert werden. Ein gesunder Baumbestand muss das Ziel sein. Zu dieser Hege gehören Axt und Säge. Das hält auch Schäden an Hab und Leben in Grenzen. Aber die Pflege kostet Geld wie auch Ersatzpflanzungen. In Bochum musste ich jüngst einem Grünen erklären, dass seine Partei dafür verantwortlich ist, dass nicht einmal Ersatzpflanzungen in vollem Umfang möglich sind – so zum Beispiel durch Bäume, die bei Autounfällen beschädigt wurden.

Paradox mutet der politische Trend an, jeden Baum möglichst lange erhalten zu wollen an. Gleichzeitig steigen Aufwand und Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Mehr Überwachung der angefaulten Bäume wird notwendig. Ein Umdenken ist notwendig! Mehr Bäume fällen! Mehr Bäume pflanzen! – Das ist wichtiger als alle Bäume einer Stadt in einem Kataster zu erfassen und regelmäßig die Entwicklung zu dokumentieren.

Sollten die Klimaschützer recht haben, dann stehen uns zukünftig mehr derartiger Unwetter ins Haus.

Große, morsche Bäume: große, dicke Schäden!

P.S.: Auch bei sinnvollerer Baumpflege – verstärktem Holzen und Neupflanzen – wäre es zu Schäden gekommen, aber nicht in diesem Umfang.

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