VfL-Trainerwechsel: Neururer bleibt Feuerwehrmann

Er soll ein Prima-Typ sein, aber er hat es nicht raus, eine Mannschaft dauerhaft zum Erfolg zu führen. Die Chance hatte Peter Neururer beim VfL Bochum, bei dem er sich jetzt zum zweiten Mal als Trainer verabschiedet. Am Dienstagmorgen kam die Meldung, dass der VfL Bochum Neururer beurlaubt. Misstöne zwischen Sportvorstand und Trainer waren kurz zuvor öffentlich geworden, siehe Reviersport am Vortag. Am Wochenende hatte der VfL zuhause 3:3 gegen den Tabellenletzten der 2. Bundesliga gespielt, zuvor auswärts verloren. Der Verein vonne Castroper steht auf Tabellenplatz 10.

Peter Neururer hat die Profis des Vfl Bochum 1848 mehrmals gerettet. Es ist erstaunlich, wie er als neu geholter Trainer eine personell unveränderte Mannschaft umkrempeln und zum Sieg führen kann. Ich hab‘ das selber im Stadion gesehen. Aber ach, es ist nicht von dauerhaftem Erfolg. Wie auch immer er diese Euphorie bei der Mannschaft und den Fans des VfL Bochums entfacht, auch ist ihm das nicht immer so gelungen. Zuvor waren der MSV Duisburg und Hannover 96 nicht mit den kurzfristigen Ergebnissen nicht zufrieden.

Neururer hat großen Beitrag zur Vereinsgeschichte geliefert

In der Vereinsgeschichte hat sich Peter Neururer aber tief eingegraben, nicht nur durch den verhinderten Abstieg aus der zweiten Bundesliga. Er hat den VfL erfolgreich und sofort aus der 2. wieder in die 1. Bundesliga geführt, sogar an die Tabellenspitze und dann zu einem UEFA-Cup-Platz. Aber dann war auch wieder Schluss. Der VfL konnte die Erfolge nicht fortsetzen. Neururer ging vereinbart, als der VfL Bochum wieder in der 2. Bundesliga angekommen war. Den Weg daraus hat er auch in Neururers zweiter Periode beim VfL nicht gefunden. Die Vergangenheit zählt nicht, nur die Zukunft.

Den Ruf eines „Feuerwehrmanns“ hat er sich durch viele kurzzeitige Engagements (Hertha, 1. FCK, Fortuna Düsseldorf) erworben. Auch wenn er in Bochum 2001-2005 länger als seine „magische“ Haltbarkeitsdauer von 2 Jahren war und offensichtlich bemüht war, diesen Trend zu durchbrechen, so ist es nicht gelungen. Den VfL-Profis hatte er zuletzt am 8. April 2013 übernommen. Den Ruf des Feuerwehrmanns, der länger nicht zu gebrauchen ist, hat er jetzt für die Profi-Liga definitiv weg.

Die Begründung „vereinsschädigendes Verhalten“, vorgetragen von Sportvorstand Christian Hochstätter, sehe ich mehr als den Anlass an statt den Grund an. Der Trainer scheint nicht die mittelfristige erwünschte Rückkehr in die 1. Fußballbundeslia zu garantieren. Vertrauensverlust.

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