Von russischer Propaganda zur Wirklichkeit

„Strategischer Relativismus“ so kann die Methode russischer Propaganda zusammengefasst werden, die sich an westliche Staaten und deren Zivilgesellschaften wende. Der US-amerikansiche Historiker und Professor der Yale-Universität Timothy Snyder erläutert in einem Vortag, wie widersprüchliche Nachrichten und Expertenaussagen genutzt werden, um die Wahrheit selber zu relativieren. Die Propaganda zerstöre die Glaubwürdigkeit von Journalismus und relativere das, was wirklich wichtig sei. Ein Fundstück auf YouTube, das in 10 Minuten die russische Propaganda erklärt.

Ein autoritärer Staat ist in einen demokratischen Staat einmarschiert

Was in der Ukraine passiert lässt sich einfach in einen Satz fassen: Ein autoritärer Staat ist in einen demokratischen Staat einmarschiert. Aber die Zivilgesellschaften, insbesondere adressierte Teile von ihr, reagieren auf die russische Propaganda. Die Reaktion bestehe aber in einer Reaktion auf widersprüchliche Botschaften, die zum Beispiel über den englischsprachigen Sender Russia Today in einem Stil ähnlich Fox News verbreitet werden. Die widersprüchlichen Nachrichten bestehen zum Beispiel darin, dass zum einen keine ukrainische Sprache existiere, zum anderen wird berichtet, dass Russen gezwungen würden Ukrainisch zu sprechen. Selbst wenn die Widersprüche von den Adressaten mit einfacher intellektueller Leistung beseitigt werden können, so bleiben doch Zweifel am Jornalismus, am dem was wahr und wirklich ist. Die Propaganda wirkt.

Wir, die Empfänger der widersprüchlichen Propaganda, relativieren den Konflikt und schaffen Wirklichkeit

Diese Taktik relativiert bei den Adressaten der Propaganda, dass es um wirkliche Menschen mit wirklichen Problemen geht. Der Konflikt in der Ukraine wird auf eine Spiel zwischen den Mächten reduziert. Daher wird die Beschreibung des Konflikts in den beeinflusstem Zivilgesellschaften des Westens eine schwierige. Dabei ist es so einfach: Ein autoritärer Staat ist in einen demokratischen Staat einmarschiert.

So verstehe ich diesen Vortrag.

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