VRR beobachtet Angebotsreduzierung der Verkehrsunternehmen

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wird ab 2015 die Tarifspreizung zwischen Kommunen fortsetzen. In einigen Städten wird der Nahverkehr dann etwas teurer werden gegenüber anderen. Gerechtfertigt ist das durch die besseren und teureren Angebot in einigen Städten, allen voran Düsseldorf. Mit der neuen Tarifstufe A3 werden die Kunden in einigen Städten mehr bezahlen als bisher mit A2. In diese Maßnahme passt nicht, dass in einigen Städten laut überlegt wird, dass Angebot an Bus und Bahn aus Kostengründen deutlich zu reduzieren. Diese Woche war die Diskussion der Presse in Essen zu entnehmen, siehe auch „Essen: Rauf mit dem Fahrpreis, runter mit dem Angebot?“ Es soll auch Überlegungen zum Leistungsangebot in Dortmund und Duisburg geben.

BusGebotsschildDie Forderung von Kämmerern der Städte, die Zuschüsse an die kommunalen Verkehrsunternehmen zu reduzieren, lassen sich im gewünschten Umfang nur durch eine Einschränkung des Angebots erzielen. Für Essen steht im Raum, die Taktfrequenz von 10 auf 15 Minuten zu verlängern. Die Grundlage, um ein höheres Entgelt vom Kunden für das bessere Angebot zu nehmen, entfällt bei einem derartigen Beschluss.

Bei 2 % weniger Angebot bei Bus und Bahn in einer Stadt muss neu beraten werden

In der heutigen Sitzung des Ausschusses für „Tarif und Marketing“ des VRR in Essen zeichnet sich eine Reaktion des Verkehrsverbunds ab. A3 soll nicht mehr gewährt werden, wenn das Verkehrsunternehmen seine Leistung um mehr als 2% absenkt. Das lässt sich vom VRR einfach feststellen, da die notwendigen Daten für die Verbundetat und -tarif jährlich von den Verkehrsunternehmen gemeldet werden. Allerdings ist das mehr eine politsche Alarmmeldung. Das Nahverkehrsangebot der Stadt Düsseldorf ist so viel besser als in anderen Kommunen, dass sich das selbst bei einer Absenkung um 2 % noch als besser darstellen würde.

Aus Kundensicht ist wichtig, dass eine Preiserhöhung für ein besseres Angebot nicht mit einer Reduzierung des Angebots einhergeht. Das war mir wichtig.

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