Ab 2016 sind Fahrplan-Daten des VRR auf Google verfügbar

„Auf Google sollen auch in Deutschland zukünftig alle Fahrplandaten verfügbar sein. Dann kann nicht nur auf Google Maps nach den Fahrzeiten von Haltestellen geschaut werden, sondern auch ein Fahrstrecke von A nach B mit allen eingespeisten Verkehrsträgern – und das sind dann nicht nur Bus oder Bahn, sondern auch Fernbusse und Taxis – halt all jene, deren Dienste Google bekannt sind. Allerdings müssen die Fahrplandaten des ÖPNV Google und anderen Anbietern dafür aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Damit hat sich jetzt der Mobilitätsausschuss der Stadt Bochum beschäftigt“, erläutert Ratsmitglied Dirk Schmidt im Nachgang zu den Beratungen in der letzten Woche.

Zugestimmt haben alle Parteien einem Antrag der Piraten, der die BoGeStra zur Kooperation auffordert. Allerdings wurden die Piraten von Vertretern der CDU und der SPD auch darauf hingewiesen, dass die Vorarbeiten beim VRR hierzu längst laufen. „Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat mittlerweile mit Google einen Vertrag geschlossen über die Bereitstellung der Fahrplandaten. Derzeit arbeitet der VRR mit den einzelnen Verkehrsunternehmen an juristischen und technischen Lösungen. Der Nutzen der Zusammenarbeit liegt dabei bei allen Partnern. Da Google nur qualitativ hochwertige, widerspruchsfreie Datensätze akzeptiert und auch Fehler in den Daten analysiert, haben einige Unternehmen Fehler in den eigenen Fahrplandaten bereinigen können. Programmiert werden muss noch eine Schnittstelle, die die Daten des VRR automatisch in das von Google verwendete Datenformat umwandelt und übermittelt. In Sinne von open data stehen die Daten auch anderen zur Verfügung“, berichtet Dirk Schmidt aus Hintergrundgesprächen beim VRR. Die Daten einiger Unternehmen könnten noch in diesem Jahr auf Google zur Verfügung stehen, das komplette VRR-Gebiet jedoch erst im Frühjahr oder Sommer 2016.

Schwierig seien die Verhandlungen zur Haftung für fehlerhafte Daten gewesen. Diese wollte Google zunächst auf den VRR und damit die Kommunen abwälzen. Nach dem folgenden Vorschlag einer Haftungsbegrenzung ist diese aber jetzt ganz vom Tisch. Nach der Übermittlung der Daten durch Verkehrsunternehmen, wie zum Beispiel die BoGeStra, managt der VRR alles weitere zentral. Korrekte, aktuelle und vollständige sind notwendig, um unsinnige Routen bei der Planung zu vermeiden. Dann würde zum Beispiel plötzlich eine Taxifahrt zwischen zwei Buslinien vorgeschlagen, weil eine vorhandene Buslinie eines anderen Anbieters den Suchmaschinen nicht bekannt ist.

Der Wattenscheider Kommunalpolitiker Dirk Schmidt (41) ist verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion und vertritt die Stadt Bochum im Verwaltungsrat der VRR AöR. Er ist Mitglied des c-Netzes, eines bundesweit tätigen Vereins von über-wiegend CDU-Mitgliedern mit dem Ziel einer bürgerlichen und verantwortungsvollen Netzpolitik, die einen fairen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interes-sen in einer pluralistischen Gesellschaft auch im Netz schafft. Prominentestes Mitglied und Mitgründer ist CDU-Generalsekretär Peter Tauber MdB.

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