Je suis Charlie – Gemischte Mahnwache in Bochum

Besorgt bin ich zur stillen Mahnwache auf dem Bochumer Rathausplatz am Donnerstag um 17 Uhr gegangen. Mich hatte ein Hinweis über den Integrationsrat erreicht und ein Aufruf aus linksorientiertem Umfeld, die auf „Bewegung in Bochum“ hinführten. Das sah nach linken Menschenfischern aus, weniger nach einem bürgerlichen Zeichen der Solidarität. Es kam nicht ganz so schlimm.

Mahnwache wegen Charlie Hebdo
Mahnwache wegen Charlie Hebdo
Die Stadtverwaltung würde sich nicht zur Mahnwache äußern, erfuhr ich auf dem Weg dahin. Vorort traf ich auf Flaggen linker Gruppen, markant die der Marxistisch-Leninistischen Partei (MLPD). Als Organisator outete sich ein gewisser Markus Meyer. Seine Äußerungen provozierten nicht. Das war ausgewogen. Die Stalinisten der MLPD konnten sich nicht durchsetzen und die Flaggen wurden schließlich dezenter gehalten.

Der Organisator wies darauf hin, dass bis 18:20 Uhr ausgeharrt werden müssen, da dann eine Direktübertragung des WDR-Fernsehens erfolge. Die habe ich dann schließlich nicht gesehen, aber zu der Zeit sollten dann immerhin zwei Interviews mit Teilnehmer geführt worden.

Unter den rund 60 Teilnehmern, die sich im Regen unter das Rathausdach drängten, habe ich zu meiner Erleichterung auch viele bürgerliche Kommunalpolitiker der Grünen, der FDP, Freie Bürger und auch der CDU 🙂 gesehen. Das „Je suis Charlie!“ ist also nicht einseitig vereinahmt worden.

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