Neue Facebook AGB – Die Datenkrake mit einem Brief bekämpfen

Ab heute, 30.02.2015, will Facebook Ltd. mit Sitz in Dublin mit Änderung seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen mehr Daten von seinen Nutzern sammeln und diese auch besser verwerten, etwas über Dienstgrenzen hinweg, zum Beispiel mit WhatsApp. Die Befragung im Deutschen Bundestag hat zur Überzeugung geführt, dass sich die Firma mit Sitz in Irland nichts vom deutschen Rechtsverständnis annehmen will. Der hamburgisches Datenschutzbeuaftragte Dr. Johannes Caspar will dennoch gegen das Unternehmen vorgehen. Da mag er etwas ausrichten können, weil Dublin in der Europäischen Union liegt. Nur die us-amerikanischen Kunden von Facebook haben einen Vertrag mit der dort ansässigen Facebook Inc. Hinter diesem Konstrukt werden steuerliche Vorteile vermutet. Es ermöglicht einen gewissen Zugriff. Aber was nützt der Griff in die Portokasse von Facebook, wenn die maximale Strafe gerade einmal 50.000 € beträgt? 20 Minuten Ausfall seiner Server sollen der Firma etwa eine halbe Million kosten.

Und auch trotz dieser Aussichten und des Unwillens sich abzumelden, muss was geschehen. Dazu haben ich mir Folgendes ausgedacht. Ich widerspreche der Änderung der AGB. Das machen viele Nutzer, indem sie ein Bild auf Facebook mit diesem Widerspruch posten. Diesem Widerspruch mangelt es aber an der Zustellung. Was tun? Eine Email schreiben?

Neue Facebook AGB? Ohne mich!

Ich habe mich für DIN A4 hochkant, einen klassischen Brief, entschieden. Diesen werde ich jetzt nach Dublin schicken, frankiert mit einer Briefmarke.

Mein Text für andere zur Inspiration:

Facebook Ltd.
Hanover Reach
5-7 Hanover Quay

Dublin, Ireland

30.01.2015

Widerspruch gegen die Änderungen Ihrer AGB

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum 30.01.2015 haben Sie Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)geändert. Dieser Änderung stimme ich nicht zu, da ich die von Ihnen einseitig vorgenommene Erweiterung der Zugriffs-, Verarbeitungs- und Verwendungsrechte auf von mir erhobene Daten ablehnen.
Die von Ihnen verkündete einseitige Änderung der AGB halte ich für unzulässig.
Insofern gehe ich von der Fortsetzung unsere Vertragsverhältnisses zu den ursprünglichen Bedingungen aus.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Schmidt

Zumindest ist das mal ein Zeichen.

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