Revierpark Vonderort: Freizeithaus

RVR will marode Revierparks und Freizeitbäder angehen

Der Regionalverband Ruhr (RVR) arbeitet weiter daran, Situation und Zustand der Revierpark- und Freizeitgesellschaften, an denen er beteiligt ist zu verbessern. Die Planung sieht, vor die Einrichtungen mit Ausnahme der Standorte Hamm und Xanten nach Möglichkeit in eine Gesellschaft zu überführen. Neben jährlichen Zuschüssen in Höhe von 3,45 Mio. € will der RVR in diesem Jahr weitere 2,6 Mio € aufbringen, um das neue Konzept umzusetzen. Davon sind 1 Mio. € für zusätzliche Instandhaltungen vorgesehen. Die im sogenannten Ruhrparlament vereinbarte Koalition von CDU, SPD und Bündnis’90/Die Grünen setzt hier einen ihrer finanziellen Schwerpunkte.

Weiterhin beauftragte die Verbandsversammlung des RVR die Verwaltung, einen Finanzierungs- und Inverstitionsplan für alle Einrichtungen vorzulegen. Das umfasst auch die, die nicht in einer neuen Gesellschaft aufgehen sollen, neben dem Maxipark in Hamm und dem Freizeitzentrum Xanten betrifft das die Glörtalspere und den Silbersee II in Haltern.

FreizeitgesellschaftZuschuss
Revierpark Gysenberg GmbH531.900 €
Revierpark Nienhausen GmbH413.000 €
Revierpark Vonderort GmbH496.000 €
Revierpark Wischlingen GmbH478.000 €
Revierpark Mattlerbusch GmbH255.000 €
Freizeitzentrum Kemnade GmbH340.000 €
Freizeitzentrum Xanten GmbH302.000 €
Seegesellschaft Haltern GmbH7.500 €
Maximilianpark Hamm GmbH581.200
Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH63.750 €
Betreibergesellschaft SIlbersee II Haltern am See mbH12.150 €
3.480.500

Anlass sind seit Jahren sinkende Besucherzahlen insbesondere in den Freizeitbädern, die allenfalls durch kurzfristige, nicht-nachhaltige Verbesserungen geprägt sind. Durch zu geringe Einnahmen hat sich seit mehr als 10 Jahren ein Investitionsstau aufgelaufen.

Mit der Beauftragung des Konzepts über zukünftige notwendige Investitionen zur Erneuerung der Einrichtungen verband Roland Mitschke, Vorsitzender der CDU-Fraktion, in seiner Haushaltsrede eine Reihe von Fragen:

  • Welche Einrichtungen werden evtl. von den Kommunen künftig allein betrieben?
  • welche vom Markt genommen,
  • welche Investitionen sind
  • auf welcher Zeitschiene
  • wie zu finanzieren,
  • welche Synergien werden geschöpft und
  • wie wird die neue Trägergesellschaft
  • mit welchen Mitwirkungsrechten der
    Standortgemeinden aufgestellt?

Zentrale Probleme sind, dass die Einrichtungen nicht mehr attraktiv genug sind und die Betriebskostenzuschüsse nicht ausreichen. Für Instandhaltung und Investitionen sind in der Regeln nicht genügend Mittel in den Gesellschaften vorhanden.

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