Bochum Total: 9 praktische Tipps fürs Musikfestival

Vom 14. bis 17 Juli 2016 findet im BermudaDreieck das Musikfestival Bochum Total statt. Open Air treten im Bochumer Kneipenviertel 80 Künstler und Band auf. Und für das alles gilt: Eintritt frei.

Hier Tipps zur Vorbereitung auf einen Festival-Besuch: zu Sicherheit und Gesundheit zuerst.

1 Festes Schuhwerk: Keine Sandalen! Kein Glas!

Seit 2012 gibt es ein Glasverbot auf dem Festival. Zerbrochene Scherben hatten vorher zu vielen Schnittverletzungen an Füßen geführt. Das hat sich seit dem wesentlich verbessert. Aber dennoch gilt: Alles anderes als festes, geschlossenes Schuhwerk ist leichtsinnig.

Turnschuhe genügen. Sandalen oder barfuß geht gar nicht. Am besten wird auch bei mitgebrachten Getränken auf Glas verzichtet. Softdrinks und Wasser in Plastikflaschen sind kein Problem. Aber auch auf Dosengetränke und Bier in Glasflaschen sollte verzichtet werden.

2 Durst: Getränk in Plastikflasche mitnehmen

Vor den Bühnen wird es Gedränge geben. Je bekannter die Band ist, desto wahrscheinlicher ist das. Wer verlässt da schon gerne seinen Platz? Aber auch Wartezeiten und Preise sprechen dafür, sich zumindest eine Flasche Wasser mitzunehmen.

Die eigene Flasche Wasser hilft auch, falls die Sonne brennen sollte. Und alle Teilnehmer hoffen auf warme, sonnige Festivaltage – ohne Regen. Es spricht viel für die eigene Plastikflasche, auch wenn sie lästig wird. Ist sie leer, ist sie schnell entsorgt.

3 Sonne und Regen: Mütze mitnehmen

Bei Sonnenschein vor den Bühnen drängeln? Da geht’s schnell heiß her, aber es wird auch heiß. Der beste Schutz ist eine Mütze. Und die hilft auch dann, wenn es leicht regnet. Also mindestens eine Baseball-Mütze einpacken.

4 Und dann? Die Party nach 22 Uhr

Um 22 Uhr endet das Programm auf den Bühnen. Der Lärmschutz der Anwohner ist ein Argument dafür. Aber dann ist Bochum Total noch nicht vorbei. Es geht weiter in den (dann überfüllten) Kneipen des BermudaDreiecks und in weiteren Party-Zonen, zum Beispiel im Riff, der Bermudahalle.

Kostenlose Tanzstunde, Lesungen und Clubkonzerte gehören zum Off-Stage-Programm. Online werden diese Offstage-Angebot auf einer Internetseite zum Festival Bochum Total gelistet werden.

5 Chillen: Biergarten-Regeln am KAP

Vor der fest installierten Bühne am Konrad-Adenauer-Platz (KAP) gibt es einen Biergarten. Dieser gehört zur Kneipe Mandragora – kurz: „Mandra“. Sie ist das Kernstück, aus dem das Kneipenviertel Bermuda3eck entstanden ist. Und seit es diesen Biergarten gibt, gilt: Die darf Mitgebrachtes verzehrt werden.

Nicht nur der Verzehr mitgebrachter Speisen ist auf dem KAP erlaubt, auch mitgebrachter Getränke. Das geht hier weiter als in einem bayerischen Biergarten.

Weitere Plätzchen für eine kleine Auszeit vom Festival, die nicht zu weit vom Trubel weg sind, sind:

  • Die U-Bahnstation Musikforum. Hier ist es geräumig und angenehm kühl. Vorsicht, sich nicht zu verkühlen!
  • In der Neustraße gibt es neben dem CVJM eine kleine Rasenfläche und einen Spielplatz. Die Neustraße geht wie die Brüderstraße vom Otto-Sander-Platz bzw. Südring ab.
  • Vom Engelbertbrunnen über die Kreuzstraße führt ein Weg ans andere Ende der Neustraße. Hier findet sich eine Unterführung unter den Gleisen durch. Auf der anderen Seite ist es auch ganz nett. Die Hermannshöhe entlang führt der Weg Richtung Schauspielhaus und Kronenstraße, darüber zurück zum Konrad-Adenauer-Straße.
  • In Richtung Schauspielhaus – in Verlängerung der Viktoriastraße – liegt das Schauspielhaus Bochum. Hier gibt es den Tana-Schanzara-Platz und rechts vom Theater den begrünten Shakespeare-Platz.
  • Hinter der Eisenbahnbrücke an der Viktoriastraße findet sich in Richtung Schauspielhaus direkt die „Alte Hattinger Straße„. Diese führt in ein ruhigeres In-Viertel. Hier findet sich ein Viertel mit alternativen Publikum, das von der Hipster-Generation gentrifiziert wird. Für alle was dabei!

6 Lästig: Müssen müssen

Es wird extra Toiletten geben. Aber das reicht für dieses Innenstadtfest nicht. Die Toiletten in den Gaststätten dürfen als Gast genutzt werden.

Ausgewichen werden kann auf öffentliche Toilettenanlagen. Diese finden sich etwas außerhalb des Festival-Areals:

  • Auf dem Husemannplatz vor dem Landgericht.
  • Unter dem Kunstwerk bzw. am Abgang zum Parkhaus am Rand des Dr. Ruer-Platzes, wo sich die Pauluskirche befindet.
  • Mit sehr beschränkten Öffnungszeiten im Rathaus-Durchgang links vom Rathaus (Willy-Brandt-Platz). Der Druchgang liegt sehr versteckt einige Meter rechts von der Gaststätte Game am Platz des Europäischen Versprechens.
  • im Hauptbahnhof
  • ggf. auch die Toilettenanlage am Springerplatz – siehe Tipp 9

7 Offenes WLAN: Freifunk verwenden

Im Bermudadreieck gibt es viele Angebote an offenem WLAN. Verbreitet ist Freifunk, aber auch kommerzielle Anbieter wie Unitymedia kommen vor. Freifunk bietet den Vorteil, das ein Wiederanmelden mit gängigen Smartphone automatisch erfolgt, ohne dass irgendwelchen Eingaben oder Bestätigungen nötig sind.

Die Bandbreite dürfte allerdings an den Festivaltagen sehr gering sein.

8 Programm: Die Qualen der Planung

Das Programm liegt online vor. Es ist anzuraten, den Besuch zu planen. Idealerweise werden zwei Acts herausgesucht, die besucht werden sollen.

Wer am Sonntagabend auf der 1Live-Bühne Culcha Candela („Eigenes Label, neue Single, perfekter Sound!“) hören will. Der sollte früh da sein und sich bereits auf die Vorband(s) einlassen. Sonst wird er keinen Platz bekommen und die Band allenfalls hören können.

9 Freitagabend: Ein Besuch am Moltkemarkt

Für das Abendessen und zum Chillen gibt es am Freitagabend zwischen 16 und 20 Uhr ein besonderes Angebot: den Moltkemarkt auf dem Springerplatz. Der Springerplatz liegt ca. 400 Meter hinter dem Rohbau des Musikforum, am Ende der Maximillian-Kolbe-Straße.

Der Moltkemarkt ist kein herkömmlicher Markt. Es gibt hier auch interessante gastronomische Angebot. Und eine Toilettenanlage.

1986-2016 – 30 Jahre Bochum Total

Seit 1986 findet immer im Sommer in Bochums legendärem Kneipenviertel vier Tage lang Bochum Total statt, eines der größten Musikfestivals in Europa. Der Termin ist stets das Wochenende vor den Schulferien in Nordrhein-Westfalen. Angefangen hat das Festival mit 2 Bühnen. 30 Jahre später werden umliegende Straßen gesperrt um vier große Bühnen aufzustellen. Viele Bands und Künstler sind hier aufgetreten, die wenig später berühmt wurden. Mehr als 1000 Künstlern bewerben sich laut Berichten jährlich um die Teilnahme.

Alle Angaben ohne Gewähr. Bild: Daniel Krause, 2012

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