Antworten aus der Veranstaltung zu Flüchtlingen in WAT-Höntrop

Hier Antworten aus der Bürgerinformationsveranstaltung zu der im Bau befindlichen neuen Flüchtlingsunterkunft in Bochum-Höntrop.

Wie viele kommen noch? Wer kommt?
Diese Frage kann die Stadtverwaltung nicht beantworten. Die Mitarbeiter werden selber nur kurzfristig von der Bezirksregierung informiert. Nationalität, Geschlechterzusammensetzung, Familienzusammensetzung etc. sind bis kurz vor der Ankunft unbekannt. Auch bzgl. noch in Deutschland ankommender Flüchtlinge lässt sich die Frage nicht beantworten.

Als seriöse Schätzung wird eine Zahl des Deutschen Städttages verwaltungsseitig angesehen. Demnach müsse sichn auf 1 bis 1,2 Mio. Flüchtling im Jahr 2016 ausgegangen werden.

„Wie werden wir Deutschen geschützt?“, „Wer schützt uns?“

So platt kamen die Fragen daher, auf die das Sicherheitskonzept und das Betreungskonzept erläutert wurden.

Das Betreuungskonzept sieht vor, dass Sozialarbeiter, Sozialhelfer und Hausmeister vor Ort sind. In Anlehnung an eine mit 448 Flüchtlingen größere Einrichtung in Bochum an der Wittener Straße, sollen es etwas weniger als 3 Hausmeister, 3 Sozialhelfer und 3 Sozialarbeiter sein. Ich gehe dann mal von je 2 aus.

Das Sicherheitskonzept sieht eine Verändeurng der Zäune der bestehenden Sportanlage vor. Auch die Parkplätze für den Sportplatz sollen einbezogen werden. Fast hatte ich den Eindruck, die Unterkunft werde eingehaust.

Bezirkspolizisten sind bemüht, mindestens alle 2 Tage in der Einrichtung vorbeizuschauen. Straftaten seien im Umfeld existierenden Einrichungen in Wattenscheid nicht auffälliger.

Problem gäbe es allenfalls an einigen Einrichtungen mit abendlichen Lärm. Das sei kulturelle bedingt, erläuterte die Vertreterin der Sozialverwaltung. Der Wall um die Sportanlage, sollte den Lärm am Standort ‚Auf dem Esch‘ eindämmen.

Zu sexuellen Übergriffen führte die Leiterin aus, dass sie auch eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern habe, die sie schützen müsse. Ihrer Meinung nach gebe es hierfür auch Maßnahmen wie die Abschiebehaft.

Wenn kann man kontaktieren?
Die Frage bezog sich nicht nur auf Flüchtlinge in Einrichtungen, sondern auch in Wohnungen. Sozialarbeiter gibt es für jede Einrichtung, aber auch zentrale Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung. Nachbar will die Verwaltung nach einer Anregung jetzt per Flugzettel informieren.
Probleme mit Flüchtlingen gibt es u. a., weil sie nicht immer wissen, wie in Deutschland mit manchen Dingen umgegangen wird.

Wer putzt da? Wo kommt das Geld her?
Geld für Flüchtlinge kommt von Bund und Land, aber das deckt nicht alle Kosten. Mit einer Grundreinigung wird die städtische Gebäudereinigung beauftragt. Für das Sauberhalten ihrer Unterkünfte sind jedoch die Flüchtlinge selber verantwortlich.
In den Unterkünften würde auch beobachtet, ob die Flüchtlinge wohnfähig seien, um sie später in einer Wohnung unterzubringen.

Wie lange soll die Einrichtung blieben? Kommen da Neue?
Erst ca. 450 Flüchtlinge wurden in Wohnungen untergebracht. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Bochum sei weiter entspannt. Wird ein Platz in der Einrichtung frei, soll er wieder neu belegt werden. Die Leichtbauhallen werden für 5 Jahre gemietet.

Bei nur 3 % der Bochumer Bevölkerung in Höntrop, werden hier 10 % der Flüchtlinge untergebracht.
Die Bezugsebene sind nicht die Stadtteile, sonder die 6 Bochumer Stadtbezirke. Die aktuellen Quote Flüchtling pro Einwohner je Stadtbezirk seien: Bochum-Mitte 1:87, Wattenscheid 1:83, Bochum-Nord 1:69, Bochum-Ost 1:48, Bochum-Süd 1:58 und Bochum-Südwest 1:139.

Wo kochen die Flüchtlinge?
Kochen, einkaufen und den Tagesablauf dafür planen, sind wichtige Schritte zur Integration. Bei der Unterbringung in Leichtbauhallen lässt sich das aus Gründen des Feuerschutzes und des Platzmangels nicht realisieren. Die Flüchtlinge erhalten Mahlzeiten von einem Caterer.

Erläutert wurde auch ein Angebot der Kita-Zweckverbandes der katholischen Kirche. Die Antwort passt aber nicht zur Frage, mit der die Befürchtung einer Überfüllung einer christlichen Kindertagesstätte mit Kindern moslemischen Glaubens zum Ausdruck kam.

Einige Fragen ließen sich auch nicht beantworten, da sie sich nicht auf Flüchtlinge, sondern auf EU-Bürger (Rumänen) bezogen.

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