Hipster-Trend: Krawatte aus Plüsch

Da bin eigentlich noch auf der Suche nach einer passenden Häkel-Krawatte oder einem bezahlbaren Binder aus grobem Tweed, da kommt mir schon der nächste Hipster-Trend entgegen: Krawatten aus Plüsch, die auch ohne Kragen getragen werden können. Besonders schräg sind dabei Krawatten aus Tierfellimitiat. Ich nenne eine Kuh-Krawatte jetzt mein eigen – also eine Krawatte aus Plüsch, wo der Plüsch das Muster eines Holsteiner-Rinds imititiert. Hier ein Erfahrungsbericht.

Eigentlich liegt es auf der Hand. Seit einigen Jahren dürfen Schals die Krawatte ersetzen. Es geht auch andersrum. Die Krawatte ersetzt den Schal. Das macht nur richtig Sinn, wenn auch der Kragen entfällt. Klassisches Hipster-Autofit mit einem T-Shirt unterm Sakko holt sich den Kulturstrick zurück. Das sieht schon mit Kragen cool aus, aber gewinnt erst richtig, wenn das Plüsch sich an die Haut schmiegt.

Krawatte aus Plüsch
Krawatte aus Plüsch

Klar, dass das nur mit selbst zu bindenden Krawatten geht. Die Gummizug- und Clip-Träger sind raus – wenn sie denn jemals drinnen waren. Da Plüsch dehnbar ist und auch recht dick im Vergleich zu Seide kommt nur der einfach Windsor als Knoten in Frage. Der Knoten ist ob des Stoffes dick. Mein Exemplar könnte etwas besser an den Kanten verarbeiten sein, aber die finden sich auf der nicht sichtbaren Rückseite, auf die rosa Satin genäht wurde.

Für meine Kuhfellkrawatte brachte mich die rosa Rückseite gleich auf eine neue Idee. Dazu passt gut eine Seideneinstecktuch – in Rosa.

Ohne Kragen: Krawatte als Schal
Ohne Kragen: Krawatte als Schal überm T-Shirt

So richtig das Gelbe vom Ei ist das aber noch nicht. Da will ich die Tage mal nach ein paar anderen Knoten schauen. Ein Freund des Manhatten-Knoten war ich bisher nie, aber die Dicke des Plüsch samt Futter lässt ihn jetzt interessant werden.

Hipster sterben inzwischen aus, da sie zu sehr Main-Stream geworden sind. Sind Plüsch-Krawatten ein Ausbruch? Ist das so extrem, dass das nur was für richtige Hardcore-Hipster ist?

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