WR841n Outdoor

Outdoor Router WR841N für Balkonbrüstung

Entsprechend Beschreibungen diverser „Freifunker“ habe ich einen TP-Link WR841n (v9.2) in ein Verteildergehäuse 140mm x 140 mm gebaut. Strom erhält der WR841n outdoor über ein passives Power-over-Ethernet (PoE). Einige Erfahrungen.

Offenes Gehäuse mit Platine, Antennen, PoE-Adapter, Netzwerkkabel und Damenbinde
Offenes Gehäuse mit Platine, Antennen, PoE-Adapter, Netzwerkkabel und Damenbinde

WR841n Outdoor - offenr WLAN-Router
„Some assembly required.“
Das Gehäuse stammt aus dem Baumarkt. Die Dimensionen von 140 mm im Quadrat nehmen die Platine des WR841n v9.2 (v10) mit etwa 125 mm Seitenlänge maximal auf. Allerdings gibt es ein Platzproblem mit den Kabel für den Stromanschluss und den RJ45-Stecker des LAN-Kabels. Einige Stecker sind dabei unhandlicher als andere. Die Ecke der Platine des Routers sind sehr übersichtlich mit Leiterbahnen belegt. Mit einem Seitenschneider lässt sich einiges wegschneiden. Um dennoch einfacher arbeiten zu können, haben ich deutlich mehre „Freiraum“ an einer Seite weggeschnitten. Die einzige Leiterbahn habe blank gekratzt und mit einem Draht wieder zusammengelötet.

Für einen Abstand von der Gehäuserückseite sorgen beim Gehäuse vorhandene Verschlüsse, die auf die Löcher kommen, die auch die Schrauben für die Haken aufnehmen. Auch habe ich die klebenden Minifüße des nicht mehr benötigten Gehäuse eingeklebt. Allerdings war der Abstand nicht so sicher. Eine (selbstklebende) Damenbinde habe ich auf die Rückwand geklebt. Sie soll Feuchtigkeit aufnehmen. Die „Flügel“ sind an den Seiten erkennbar.

Die Antennen habe ich aus dem Routergehäuse geschnitten und das bewusst nicht nur knapp. So konnte durch geschicktes Drehen der Antennen in den Kabelmuffen die Platine fest eingeklemmt werden. Auf der Gegenseite halten RJ-45- und Rundstecker die Platine in der Positon.

Dichtheit der Antennenmuffen prüfen!

Die Antennen wurden durch M20-Kabelmuffen geschoben. Die Löcher für die Muffen müssen sauber geschnitten sein und wasserdicht. Ein Test zeigte mir, das Regenwasser eindrang, da ein Stück Plastik an der falschen Stelle ein dichtes Abschließen verhinderte. Nach Korrektur und Test unterm Wasserhahn ging’s dann.

Der Router ist nach unten offen. Die untere große Kabelmuffe ist nur Zierde. Durch sie und vier gebohrte Löcher kann Schwitzwasser austreten. Die Löcher waren notwendig, weil die Gegenmutter der Muffe einen Rand im Gehäuseinneren bildet.

WR841n outdoor mit stehenden Antennen

Der Antennenabstand ist nicht mehr genau 12 cm oder ein Vielfaches; das wäre besser für Senden und Empfangen in einem Modus. Aber dafür ist das Gehäuse klein und kompakt. Einfacher ist und sicher hinsichtlich des Eindringens von Regenwasser wäre eine Montage hängender Antennen. Allerdings wollte ich, dass der Router mit seinen Rundstrahlantennen 270 Grad und mehr abdeckt. Der Balkon steht sehr günstig, selbst wenn dieser selber einen Funkschatten herstellt.

Montage mit zwei Haken an Balkon-Brüstung.
Montage mit zwei Haken an Balkon-Brüstung.

Das Gehäuse kostete im Baumarkt „um die Ecke“ stolze 12 €. Hier lässt sich der Preise deutlich reduzieren. Auch die Haken für die Brüstung schlagen mit 2,60 € pro Stück teuer zu Buche, hinzu kommen die PoE-Adapter mit 7 €. Das sind wir bald wieder beim Preis einer TP-Link CPE 210, die für den Outdoor-Einsatz vorgesehen ist und mit PoE-Adapter geliefert wird. Allerdings wollte ich eine Rundstrahlantenne haben. Der beste Gewinn für die Reichweite kommt von der Outdoor-Montage.

Das Stück Holz habe ich zwischen Brüstung und Haken geklemmt, weil die Haken zu groß waren für diese Brüstung. Die vertikale Abstrahlung der Rundstrahlantenne erreichte mir in meine bevorzugte Richtung zu schnell den Boden. Der Router bleibt aber nicht hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.