Eingang Moschee mit PKK-Grafitti

DITIB-Moschee mit PKK-Graffiti beschmiert

Die nächste Stufe der Eskalation der politischen Konflikte in der Türkei hat das Ruhrgebiet erreicht. In Bochum tauchten heute Graffiti-Schmierereien auf. Die DITIB-Moschee an der Schmidtstraße wurde mit „PKK“ und „INTIKAM“ (Rache) beschmiert.

Durch die Gemeinde der Türken und der Türkisch-stämmigen geht ein Riss – spätestens seit dem Putschversuch gegen Erdogan im Vorjahr. Die Bekämpfung der Putschisten durch den Präsidenten von der AKP scheinen über das notwendige Maß hinausgewachsen zu sein. Forderungen an ausländische Staaten, auch an Deutschland, sorgen für Verwunderung.

Innerhalb der Türken und Türkischstämmigen in Deutschland setzt sich der Riss fort. Gruppen, die einst Seit‘ an Seit‘ standen, stehen sich als Gegner gegenüber. Hinzu kommen Gegensätze, wo vorher gehofft wurde, in der Zukunft Konflikte friedlich beilegen zu können. Der Konflikt mit der kurdischen PKK ist hier als erstes zu nennen.

Die Fortsetzung der Konflikte in Deutschland bleibt zeicht sich nicht nur in Diskussionen, sondern auch in Aktionen. Die Bespitzelung von Andersdenkenden durch die Organisation DITIB in Köln hat inzwischen die Staatsanwaltschaft dazu gebracht, Ermittlungen anzustellen. Der Vorwurf lautet auf „geheimdienstliche Agententätigkeit“.

Fortsetzung der politischen Konflikte in Deutschand

Mir wurde berichtet, dass Erdogan-Anhänger dafür werben, Angebot vermeintlich der Gülen-Bewegung zuzurechnender Organisationen nicht mehr wahrzunehmen. Ein Türke, mit dem ich in der Kommunalpoltik zu tun habe, rief mich an, ob ich im helfen könne, Deutscher zu werden. Ich hab ihm Informationsmaterial der Stadtverwaltung hierzu gegeben. Einigen Türkischstämmigen wird klar, wie sehr sie schon deutsch und nicht mehr türkisch sind.

Es kann nicht akzeptiert werden, dass ausländische politische Konflikte sich in Deutschland fortsetzen und hier ausgetragen werden. Es war schon schwer verständlich, dass der türkische Wahlkampf auch in Deutschland stattfindet. Die hier lebenden Türken dürfen wählen. Wahllokale gab es auch in Deutschland. Politische Gewalt hat auf den Straßen hier nichts verloren. Es gilt das Gewaltmonopol des Staats – für alle!

PKK ist die Abkürzung der kurdischen Arbeiterpartei Partiya Karkerên Kurdistanê, die in der Europäischen Union als terroistische Vereinigung eingestuft ist. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) ist ein Dachverband von Moscheen in Deutschland, der unter dauerhafter Leitung und Kontrolle des staatlichen türkischen Präsidiums für religiöse Angelegenheiten steht. APO ist eine Name eines der – jetzigen oder ehemaligen – Führer der PKK.

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