Bochumer Stadtrat für mehr Gemeinsamkeit bei Nahverkehrsplanung im Ruhrgebiet

Der Bochumer Stadtrat hat bereits zu Weihnachten 2017 einen neuen Nahverkehrsplan verabschiedet – einstimmig. Damit werden tiefgreifende Veränderungen beschlossen, die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember umgesetzt werden. In Bochum werden Bus und Bahn in einem Rhythmus von 15 oder 30 Minuten fahre. Das ist eine der Änderungen. Auf einigen Strecken ergibt sich durch Überlagerung sogar ein 7 1/2-Minuten- Takt. Das passt ins System, den die S-Bahn wird von VRR zum gleichen Termin auf eben diesen Takt umgestellt.

Der VRR sagt, dass er hierdurch mehr befördern könne und rechnet mit 20 bis 40 % mehr Fahrgästen für die S1. Ähnliches hofft die Stadt Bochun und die BoGeStra, die 8% mehr Leistung erbringt. Mit zusätzlichen Bussen und Fahrern.

Aber diesen Wechsel machen nicht alle Nachbarstädte mit. Das führt zu Brüche. Einige Buslinien enden daher zu manchen Zeiten an der Stadtgrenze, so der 390er. Eine Lösung für die Straßenbahnlinie 306 von Bochum Hbf nach Wanne-Eickel Hbf ist noch nicht gefunden. Auch an anderen Stellen gibt es gerade Diskussionen um neue Grenzen im Nahverkehr, so zwischen Duisburg und Mülheim an der Ruhr.

Weniger Brüche durch zeitgleiche Planerstellungen

Der Stadtrat in Bochum schlägt nun vor, die Planerstellung zumindest zeitlich zur harmonisieren. Einstimmig. Problem kommen zustande, dass die Kommunen zu anderen Zeitpunkten ihre Nahverkehrspläne neuaufstellen. Das produziert Brüche und ständige Anpassungen an Beschlüsse der Nachbarn. Nahverkehr über Stadtgrenzen gibt es häufig an der Ruhr. Da muss ein Weg gefunden werden zur Koordination. Ruhr ist nicht Wien mit abgehängtem Umland.

Aber wir brauchen in Ruhr mehr als nur eine zeitliche Koordination.

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