Archiv der Kategorie: Allgemein

Rosenmontagszug 2015 in Wattenscheid-Höntrop

Bei schönstem Wetter fand auf dem Wattenscheider Hellweg am Rosenmontag der Karnevalszug der Gänsereiter statt. Zuvor waren in den Königreichen Höntrop und Sevinghausen die Gänsereiterkönige ausgeritten worden. Ihnen wurde anschließend mit der Parade gehuldigt. Darunter waren auch einige politische Motivwagen.

Neue Gänsereiterkönige

Gans auf VW Käfer
Sevinghäuser Gänsereiter
Zügig ging das Reiten dieses Jahr ab. Die Höntroper begannen bereit um kurz nach eins mit dem Wettbewerb. Schnell stand dann Ulli Somberg als neuer König fest. Kurz nachdem die Nachricht in Sevinghausen angekommen dauerte es hier nicht mehr lang, obwohl hier der Wettbewerb eine halbe Stunde später beginnt. Hatte es bei der Probegans zunächst noch etwas gedauert, so war nach wenigen Runden der Kopf ab. Patrick Appelbaum zog einmal mit Anlauf, beherzt und kräfig, dann hatte er fast überraschend den Kopf in der Hand. Den von einige favorisierten Klaus-Michael Oskamp hatte er damit auch abgehängt.
Der neue König war wohl selber so überrascht, dass er gar keinen Triumphritt unternahmn, um die Trophäe den etwa 1.000 Zuschauern zu präsentieren. Sein Sieg ging im Fotogewitter und Posieren der Karnevalisten unter. Schade für die weiteren Gäste.
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An Silvester noch Euros retten

Am 31.12. verjähren Ansprüche, wenn sie nicht eingefordert werden[/caption]Mit dem neuen Jahr laufen auch viele Fristen ab. Wer bis dahin seine Ansprüche nicht angemeldet hat, der geht leer aus oder muss im besten Fall länger auf sein Geld warten. Hier zwei Tipps, was an Silvester noch erledigt werden kann.

Unberechtigte Kreditgebühren zurückfordern

Aufgrund von Urteilen müssen die Banken unberechtigt erhobene Kreditgebühren erstatten. Die Frist für Kredite der letzten 10 Jahre läuft heute ab. Also flugs alle Kreditverträge seit 2005 durchschauen, ob da irgendwo „Kreditgebühren“ steht. Diese gängige Praxis war unzulässig. Auch wenn der Kredit früher abgeschlossen worden ist, aber in den letzten Jahren noch bedient wurde, kann zurückgefordert werden.

Die Details sind erst einmal egal. Der Anspruch muss heute noch angemeldet werden. Musterbriefe gibt es im Internet.

Die Stiftungwarentest bietet auf ihrer Internetseite test.de Musterbriefe an und auch Tipps, um die Rückforderung terminlich wasserdicht zu machen.
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Oliver Wittke führt CDU-Liste fürs Ruhrparlament an

Der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke MdL kandidiert für das Ruhrparlament. Die Vertreter der 15 Kreisverbände der CDU im Regionalverband Ruhr (RVR) wählten ihn am 13.05.2015 in Essen auf Platz der 1 der Reserveliste. Bei der CDU spielt die Reserveliste wie bei der SPD nur eine untergeordnete Rolle, da die meisten Mitglieder direkt von den Räten bzw. Kreistagen gewählt werden. Der Listenplatz 1 gilt dennoch als relativ sicher

Oliver Wittke MdB, Vorsitzender der CDU Ruhr
Oliver Wittke MdB, Vorsitzender der CDU Ruhr

Der ehemalige Gelsenkirchener Oberbürgermeister setzt fort, was Prof. Norbert Lammert als langjähriger Vorsitzender der CDU Ruhr begonnen hatte: Trotz Bundestagsmandat kandidierte er für das Ruhrparlament und nahm an dessen Beratungen teil. Lammerts und Wittkes Verhalten belegt, wie wichtig der CDU Ruhr die Metropole Ruhr und ihre politische Klammer, der RVR, sind. CDU-Fraktion und Bezirkspartei suchen die enge Zusammenarbeit.

Weitere Listenplätze

Auf den nachfolgenden vier Listenplätzen kandidieren Roland Mitschke, der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im RVR aus Bochum, Regina van Dinther Ennepe aus Hattingen, Hermann Hirschfelder, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion in Bottrop, und Marco-Morten Pufke, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Unna.

Rot oder Weiß? Urbane Wein-Kultur an der Ruhr emanzipiert sich

Vom 21. bis 25. Mai 2014 findet in der Rotunde im Bochumer Bermudadreieck das Weinfestival „Weine vor Glück“ statt. Gegenüber dem Vorjahr haben sich Zeitraum des Festivals und die Zahl der teilnehmenden Winzer auf 40 verdoppelt. In 2013 hieß das Festival von Oliver Soppala noch Vinolucion, aber markenrechtliche Schwierigkeiten führten zu Änderung. Eine Google-Suche unter „Vinolucion“ bringt Berichte zur Erstauflage des Festivals hervor, die beschreiben, was dieses Wein-Event so anders macht. Ziel ist es, Wein als Ausdruck des Lebensgefühls einem jüngeren, urbanen Publikum nahe zu bringen. Viva la Vinolucion!

Stadt, Land, Wein
Stadt, Land, Wein
„Zwei Franken gehen in eine Kneipe im Ruhrgebiet“, beginnt ein alter Witz über die ungebildeten, einfachen Menschen im Ruhrgebiet. „Sie würden gerne einen Wein trinken. Drauf erwidert der Wirt: Rot oder Weiß?“ Der Witz kann hier enden, aber teilweise wird ergänzt, dass die Franken darauf sehr irritiert antworteten. Und ich kenne noch aus den Schuljahren einige solcher Alt-Oppa-Kneipen mit Herren- und Damengedeck und der bipolaren Option von Rotwein oder Weißwein. Doch das ist vorbei. Bodegas gibt es und auch kleine Stuben, wie die von mir geschätze – und nur selten besuchte – Eickeler Vinothek des aus Wattenscheid-Höntrop stammenden Kai Weyers. Das hat nichts mit Alt-Oppa-Kneipe oder piefiger Winzerromantik in urigen Kellern zu tun. Es gibt eine städtischen Version der Straußenwirtschaft: für den einen eine Vinothek, für den anderen die Bodega.

Das Festival urbaner Weinkultur

Zwei Ballongläser vor der Weinerei, Berlin
Zwei Ballongläser vor der Weinerei, Berlin
Als einen „Mix aus Lifestyle, Kunst und natürlich jede Menge Vino“ kündigt der Weinsnob die Premiere des Festivals in 2013 an. Das trifft das Konzept. In 2014 gibt es einen Tag für’s Fachpublikum, ein Tag bei dem es ums Kochen geht und dann auch einfach nur um’s Relaxen. Und dieser Lifestyle unterscheidet die auf dem Festival gefeierte Weinkultur, die so anders ist, als wir sie uns in Heimatfilmen der 1950er Jahre vorstellen. Die Weinverköstigung findet in anderer, urbaner Umgebung statt. Nicht in einem Weinkeller im Anbaugebiet oder bei einem Winzer, sondern in einem industriekulturell vorbelasteten, umgenutzten Bahnhofsgelände – mit Europaletten als Möbeln und Live-Musik. Das urbane Lebensgefühl der Städter steht im Vordergrund. Und zu diesem gehört auch ein Glas guten Weines. Gut ist der Wein nicht aufgrund von kunstvollem Etikett, vorgeblichen notwendigem Eichenkorken und seiner stammbaumsicheren Herkunft, sondern einfach weil er schmeckt. Schmeckt, Marke drauf, das ist es. Die neue Welt schlichter, aber sehr wohl designter Etiketten unterstützt dies.

Städter bevorzugen fruchtige Wein

Eingang Vinolucion
Rotunde des alten Katholikentagsbahnhofs, Eingang zur Vinolucion 2013
Der Weingeschmack der Städte ist ein anderer als auf dem Lande. Die urbane Wein-Kultur bevorzugt statt säurehaltiger Rieslinge fruchtige Weine. Ein Kontrast zur industriekulturellen Kulisse an der Ruhr? Aber es handelt sich um keinen Geschmacks-Trend, der sich auf die Metropole Ruhr beschränkt. Er ist ein städtisches Phänomen. Und so hat Festival-Veranstalter Oliver Sopalla angekündigt mit einer Ausgabe seines Events nach Berlin gehen zu wollen. Eine Stadt der Blogger. Ein großstädtisches Phänomen, so dass das junge, oft akademische Publikum weiter erobert werden kann. Die Wein-Blogs, wie zum Beispiel Captain Cork kennen das Festival schon. Und so lässt sich der Spieß auch umdrehen, wenn der Wein dem Publikum mit passendem urbanem Lifestyle nahe gebracht wird.

Berlin hat mit der Weinerei schon eine bekannte Institution mit eigenen Formen rund um den Weinkonsum. Der wird dort in Ballongläsern gegen 2 Euro ausgeschänkt. Man sitzt auf Spermüll-Sofas und zahlt am Ende, was man mag. Der Laden ist gut frequentiert. Die Straußenwirtschaft des Prenzlauer Bergs. Auch sie müsste traditionellen Winzern ein Graus sein. Aber die Traditionalisten werden weniger. Auf dem Wattenscheider Weinfest – Veranstalter ist die örtliche Werbegemeisnchaft – haben die ausstellenden Winzer nachgelassen. Es gibt Bier. Aber die Winzer sind auch im Umbruch. Die nächste Generation nicht nur der Trinker auch der Winzer tritt an. Tempora mutantur.

P.S.: Dieser Beitrag enstand bei einem Becher Blaufränkischem aus der Weinfachhandlung Meyerhof hinterm Bochumer Rathaus. Der laut Etikett halbtrockene Rotwein wird unter dem geschützten Markennamen „Vier Jahreszeiten“ vertrieben. So schlicht können die Angaben auf einem Label sein.

Tourismus für Wetter: Chancen im Ruhrtal

Ruhrtalradweg: Fahrräder am Harkortsee
Ruhrtalradweg: Fahrräder am Harkortsee
Die Ruhr fließt durch Wetter (Ruhr). Sie hat etwas Trennendes, verbindet Wetter aber auch mit seinen Nachbargemeinden in der Region. Ihrem Verlauf folgen die Ruhrtalbahn und der Ruhrtalradweg. Aber durch Wetter führen auch weitere touristische Routen, so die Deutsche Alleenstraße, der Radfernwanderweg namens ‚Kaiserroute‘ von Paderborn nach Aachen sowie die Route der Industriekultur. Diese Liste ist nicht abschließend. Einige Projekte – wie die Anbindung per Rad ans Bergische Land – sind noch in Arbeit.

Die Chancen von Wetter im Ruhrtal nutzen
Im Ruhrtal hat sich der Tourismus wie in der Metropole Ruhr insgesamt gut entwickelt. Das gehört zum Strukturwandel einer einst rein industriell geprägten Region, die früher nur als Produktionsstandort gesehen wurde. Wetter wird keine touristische Destination ersten Ranges werden, aber zu einem guten wirtschaftlichen Mix gehört auch Tourismus. Und das Ruhrtal hat wirklich viel zu bieten. Ja, Wetter hat viel zu bieten. Burgen, Fachwerkhäuser, reizvolle Landschaft und auch Geschichten, wie die der Harkortschen Werkstätten und von Henriette Davidis.

Wetter hat Potential!
Dass eine touristische Entwicklung möglich ist, zeigen die Übernachtungszahlen aus Nachbargemeinden. Die monatlichen Daten des Landesbetriebs IT.NRW ermöglichen einen Vergleich sowohl landesweit, als auch für die Stadt Wetter. Gab’s in NRW 2005 noch 38,4 Millionen Übernachtungen, so waren es 2012 landesweit bereits 45,4 Mio. Übernachtungen.
In Wetter war der mittelfristige Trend leider ein anderer, hier gab es 2004 noch mehr Betten als heute. Aber auch hier ist eine Trendwende erkennbar, denn es werden wieder mehr Betten als noch 2010 angeboten. Ich vermute dahinter den Radtourismus. Radfahrer benötigen in der Regel exakt eine Übernachtung.

Tabelle Uebernachtungen EN Wetter HA HAT

Von der touristischen Entwicklung der Region sollte Wetter in besonderem Maße profitieren, liegt es doch direkt am Fluss. Leider ist das noch nicht erkennbar. Es besteht Handlungsbedarf. Einen Plan gibt es bereits. Auch die Stadtverwaltung verweist auf den Marketingplan der Ruhr Tourismus GmbH:

Im Mittelpunkt der künftigen Marketingaktivitäten steht die Industriekultur, begleitet unter anderem von den Themen Kulturreisen, Events, Shopping und Städtereisen. Als wichtigste Zielgruppen wurden gebildete Best Ager, junge Leute und Familien mit kleinen Kindern identifiziert. Vor allem Besucher aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und den Niederlanden werden angesprochen. Zu den Sekundärmärkten gehören Großbritannien, Frankreich, Österreich, Schweiz und Belgien. (Quelle: Internetseite der Stadt Wetter)

Reisemobile aus den Niederlanden
Reisemobile aus den Niederlanden
Die Niederländer sind schon da!
Bemerkenswert ist, dass Wetter bereits jetzt regelmäßig (und fast unbemerkt?) von Niederländern angesteuert wird. Sie machen hier Zwischenstation mit ihren Wohnmobilen. Ich habe mit ein paar der Reisemobilisten gesprochen. Sie kamen alle aus Gemeinden nahe der deutschen Grenze, zum Beispiel Arnheim und Eindhoven. Wetter bietet Berge und Industriekultur. Beides kennen Niederländer zuhause nicht.

Mehr Aktivitäten sind notwendig!
Diese lokalen Aktivitäten müssen sich in die regionalen einfügen, denn sonst verpuffen sie. Das können wir uns in Wetter nicht leisten Nur gemeinsam mit anderen sind wir stark. Viel zu viel Touristen fahren durch Wetter nur durch – mit dem Rad, dem Auto oder der Museumsbahn. Und denen, die hier bleiben, weil sie zum Beispiel ihr Reisemobil günstig für eine Nacht parken, denen müssen wir sagen, wie sie hinauf zu den Burgen kommen und wo sie ihre Klappräder ausfahren können. Dann bleibt auch mal einer länger.

Weitere Informationen
Die vier Übernachtungsangebote für Radtouristen in Wetter lassen sich über das Internetportal des Ruhrtalradwegs erreichen. 3 von 4 befinden sich in Wengern.

Der Marketingplan der Metropole Ruhr mit den von der Ruhr.Tourismus GmbH gestarteten Marketing-Aktivitäten ist als PDF-Dokumente hier erhältlich.

CDU macht Musikzentrum zum Wahlkampfthema

Jahrhunderthalle + Marienkirche + Musikzentrum = JA zu Bochum
„Jahrhunderthalle plus Marienkirche plus Musikzentrum gleich Ja zu Bochum“ ist auf einem Plakat zu lesen, dass die CDU Bochum für den Landtagswahlkampf hat drucken lassen. „Wir bekennen uns damit zu dem in einem langen Prozess entstanden Paket der Baumaßnahmen an der Jahrhunderthalle, für die Marienkirche und das neue Musikzentrum“, erklärt Landtagskandidat Dirk Schmidt (CDU).

In den letzten Wochen hatte vor allem die Piratenpartei Bochum den Bau des Musikzentrums in Frage gestellt. Inzwischen sammelt ein Teil der Piratenpartei Unterschriften gegen das Musikzentrums und ein Teil Unterschriften für eine Bürgerbegehren dazu. Ein klare Positionierung ist sogar in der Ablehnung des Projektes nicht zu erkennen. Mit dem Wahlkampfplakat bekennt sich die CDU zu allen drei Projekten und will den Bochumer Bürgern vermitteln, dass die drei Projekte nicht mehr getrennt betrachtet werden können.

„Die prekäre Haushaltssituation der Stadt Bochum hat Rat und Verwaltung gezwungen, nach Lösungen für die Finanzierung des Musikzentrums zu suchen. Daher ist das Projekt einer neuen Spielstätte für die Bochumer Symphoniker auch zum Konzept des Musikzentrums in der Marienkirchen mit angegliedertem Konzertsaal mutiert“, erklärt der CDU-Landtagskandidat. „Die Entscheidung des Landes, Geld für den Bau des Musikzentrums bereitzustellen ist dabei auch eng mit der Zukunft für die Jahrhunderthalle im Westpark verbunden. Haushaltsrechtliche Gründe zwingen das Land, sich von dem Objekt zu trennen. Daher konnten hier für Bochum sehr gute Verträge mit dem Land geschlossen werden.“ Die weitere Entwicklung des Areals rund um die Jahrhunderthalle sieht u. a. den Bau eines Parkhauses, die Entwicklung der Dampfgebläsehalle und weitere Instandhaltungen vor. „Alle drei Projekte sind ein Paket“, resümiert Dirk Schmidt.

Zum gleichen Thema: Position der CDU-Ratsfraktion zum Musikzentrum

Das Bild zeigt von links nach rechts Gaby Meckelburg, CDU-Generalsekretär Oliver Wittke, Christian Haardt und Dirk Schmidt.