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64. Kurzfilmtage Oberhausen über dieses Wochenende

Ein Jahr ist um. Von Donnerstag bis Dienstag laufen über dieses Wochenende die Kurzfilmtage in Oberhausen. Wem es also zu warm ist, der kann sich in der Oberhausener Innenstadt in klimatisierte Kinos setzen.

Wir haben uns vorab mit Beiträgen zum Internationalen Wettbewerb befasst. Daraus entstand diese Playlist auf YouTube. Leider waren wenige Filme dieses Jahr online verfügbar.

https://www.youtube.com/playlist?list=PLWAxbC-v9z5tA5IBszUqAemOpYbTUi8v6

Nimmt der Club dem VfL die Punkte?

Am Sonntag geht’s wieder ins Ruhrstadion. Eigentlich bin ich schon zufrieden, wenn es ein Unentschieden gibt. Die Heimniederlagen gegen den MSV und die Arminia sitzen mir noch in den Knochen. Der Club steht auf Platz 1. Und der VfL bemüht sich, aus dem Abstiegskampf herauszubleiben.

Und da ist dann noch die Häme. Gerade 1 1/2 Jahre ist es her, da brachte der VfL dem Club eine niederlage bei. Nach einem irren Spiel, endete es 4:5 – auswärts für den FCN. Damals hieß es: „wieder keine Punkte für den Club“. Ein Traum, wenn es wieder so käme. Schön, wenn es nicht hieße: keine Punkte für den VfL.

Der 1. FC Nürnberg ist Tabellenführer in der 2. Bundesliga. Er hat 18 Punkte mehr als der VfL Bochum 1848, der auf Platz 14 weilt. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass der Kader des VfL nur einen Ausfall zählt. Gelingt es damit das derzeit beste Team im Angriff zu neutralisieren. Abseits des Platz war es um den VfL zuletzt nicht gut bestellt. Das hilft nicht.

Der Club ist der klare Favorit.

Danke Peter Tauber: Mission accomplished

  • Peter Tauber wird nicht wieder Generalsekretär.
  • Er hat die ‚Digitalisierung‘ der CDU vorangetrieben:
  • Digitale Veranstaltungsformate, digitale Beteiligungsmöglichkeiten und digitale Elementen im Wahlkampf, insbesondere die Plattform für Hausbesuche connect17.
  • Peter Tauber ist Mitbegründer des IT-affinen CDU-think tank c-netz und war
  • Mitglied in diversen Ausschüssen zum Thema „Digitalisierung“.

Manch einer führt seine Erkrankung als Grund für das Ausscheiden an. Er hatte den Koalitionsverhandlungen über eine Große Koalition nicht beiwohnen können. Andere verwenden diese vermeintliche Entschuldigung als Feigenblatt, weil sie mit im unzufrieden waren. Ich sage: der Mann hat seinen Aufrag erfüllt.

Gründungsmitglied des c-netz

Einen Aspekt hat Peter Tauber für die CDU vorangetrieben, den ich gleich als Grund sah, genau ihn ins Amt zu rufen. Die Digitalisierung. Was immer das konkret heißen mag. Zur Zeit seiner Berufung im Jahr 2013, durch Erfolge der Piratenpartei in deutschen Parlamenten war das Thema Digitalisierung in den Fokus der Parteien gerückt. In den großen Partei bildeten sich Netzwerke, so das D64 der SPD und der cnetz der CDU.
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Endgültige Sperrung der Schwimmbrücke in Dahlhausen

Plötzlich und unerwartet erfolgte die Sperrung der Schwimmbrücke in Dahlhausen. Nach einer Email an die politischen Geschäftsstellen – nicht die Ratsmitglieder direkt – kam es direkt zu einer Pressekonferenz, In dieser wurde die Sperrung der Schwimmbrücke verkündet. Eine ordnungsbehördliche Verfügung. Diese muss auch gerichtsfest sein. Da wird die Verwaltung ganze Arbeit geleistet haben. Hier gibt es die Präsentation der Pressekonferenz.

Die Begründung für die Sperrung soll die Missachtung der Verkehrsregeln durch alle Verkehrsteilnehmern – inklusive Fahrradfahrer – sein. Medienvertreter berichten von der Pressekonferenz, die Verstöße seien immens und gefährlich.

Bedürfnis für die Verbindung bleibt bestehen

Die Sperrung wird das Problem nicht beseitigen, dass ein starkes Bedürfnis für diese Verkehrsbeziehung über die Ruhr hinweg besteht. Daher wird das Thema „Schwimmbrücke“ nicht verschwinden. Es wird anders diskutiert werden.
Dabei darf nicht vergessen, dass die jetzt gemessene Fahrzeugfrequenz geringer ist als vor der langen Sperrung. Der Verkehr hat sich andere Wege gesucht. Zu dem muss auch die Länge der Umwege einbezogen werden. Die Petition von 2016 hat den Bedarf belegt.

Die Berichterstattung wird zunächst aus der reinen Meldung bestehen. Dann lassen die folgenden Tage Hintergrundberichte erwarten. Diese sollen hier gesammelt werden.

Testbetrieb: Schwimmbrücke ist offen!

Zwar nur für einen Testbetrieb, aber halt seit 18 Monaten endlich mal wieder: Die Schwimmbrücke zwischen Bochum-Dahlhausen, Essen-Burgaltendorf und Hattingen-Niederwenigern ist wieder für den Autoverkehr geöffnet. Pkw können jetzt ebenso wie Fußgänger, Fahrradfahrer und allerlei zweirädigen Fahrzeugen wieder passieren.

Möglich macht das der Versuch einer neuen Lösung für Sicherheitsprobleme am Bahnübergang auf Bochumer Ruhr-Seite. Technik überwacht für ein paar Wochen, ob die neue Lösung funktionieren kann. Falls da erfolgreich ist, soll dann im kommenden Jahr eine permanente Installation erfolgen. Das macht Bauarbeiten erforderlich.

Landtagswahl: Wähler im Ruhrgebiet strafen SPD mit Zweitstimme für AfD ab

  • Hohe Stimmanteile für die SPD korrelieren mit hohen Stimmanteilen für die AfD bei den Zweitstimmen.
  • Stimmbezirke mit hohen Stimmanteilen für die bürgerliche Parteien CDU, FDP und Grüne weisen geringe AfD-Anteile auf.
  • Wahlsieg der CDU ist bestimmt durch eine starken Verluste bei den Zweitstimmen der SPD.

    „Im Herzen Sozi. Deshalb bei der AfD.“ plakatierte eben diese im Landtagswahlkampf 2017. Das Bild zeigt mit Guido Reil einen ehemaligen Vorsitzenden eines SPD-Ortsvereins im Essener Norden. Und das hat wohl gesessen. Es fiel zuerst meiner Frau auff: Der Abstand des Wattenscheider Direktkandidaten der SPD – Serdar Yüksel – zum Zweistimmenanteil der AfD entspricht in vielen Stimmbezirken dem Stimmanteil der AfD.

    Also dann mal den Methodenkasten ausgepackt. Mit ein paar Tagen Verspätung lassen sich die Daten aller Stimmbezirke der Stadt Bochum für eine Tabellenkalkulation herunterladen. Flugs ein paar Korrelationskoeffizienten errechnet. Und siehe da. Es scheint zu stimmen.

    • Hohe Stimmanteile der SPD korrelieren mit hohen Stimmanteilen der AfD [Koeffizient 0,43], anders: Wo die SPD stark ist (war), ist auch die AfD stark.
      Ein Test zur Überprüfung, der deutlicher ausfallen müsste, wäre eine Korrelation zwischen dem Zweitstimmenergebnis der AfD 2017 mit dem SPD-Stimmenanteil 2012. Die Daten hatte ich gerade nicht zur Hand./li>
    • Die summierten Ergebnisse der drei bürgerlichen Parteien CDU, FDP und Grüne korrelieren umgekehrt [Koeffizient -0,63]: Wo diese Parteien stark sind, ist die AfD schwach./li>
    • Korrelationen von CDU bzw. FDP mit dem AfD-Stimmanteil sind im Vergleich deutlich schwächer. [-0,28 bzw -0,36]

     

    Die SPD hat die Wahl an der Ruhr stärker verloren, als dass die CDU sie gewonnen hat

    Die CDU fuhr am 14. Mai 2017 landesweit 33,0 Prozent der Stimmen ein. Damit ist sie Wahlsieger in Nordrhein-Westfalen. Dennoch ist das Ergebnis das zweitschlechteste der CDU in NRW. Im Jahr 2005 hatte Jürgen Rüttgers 44,8 Prozent erhalten, bei damals 37,1 Prozent für die SPD. Der Wahlsieg beruht nicht nur darauf, dass Armin Laschet die CDU aus dem Tief von 2012 wieder herausgeführt hat, sondern auch auf einer Schwäche der SPD. Das erklärt dann, weshalb die SPD im Ruhrgebiet mit > 10 % mehr verloren hat als im übrigen Nordrhein-Westfalen. Hier war einfach mehr zu verlieren.

    Und auch wenn die CDU zahlreiche Stimmen von ehemaligen SPD-Wählern erhalten hat, so ist dennoch bedauerlich, dass eine Wanderung von der SPD zur AfD erfolgte. Das kann eine Ablehnung der CDU sein, aber auch schlicht aller Parteien. Diese Stimmen für die AfD stellen einen Protest gegen das System dar. Daher dann auch die häufige Kombination aus der Erststimme für den SPD-Kandidaten und der Zweistimmen für die AfD. Die SPD hat große Teile ihrer Wählerschaft inhaltlich enttäuscht, schließe ich daraus. Da helfen dann auch Köpfe nicht – außer der von Guido Reil, dem prominentesten Abtrünningen.

    Ein Blick in die Nachbarstädte zeigt nichts anderes. Die SPD hat ein Problem mit der AfD.

Fragen zur Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen

Von der Kulturpolitischen Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen habe ich noch nie gehört gehabt – bis sie mich angeschrieben hat. Vielleicht kann ich mich an die KuPoGe auch einfach nicht erinnern. Dann bekommt sie jetzt etwas Aufmerksamkeit durch den Fragebogen, den sie mir geschickt hat. Der Link dahin hilft beim Google-Ranking.

Nunja, die Kulturpolitik ist diesmal relevant im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen. Und das hat heute auch die FA FAZ in einer Überschrift.

Kultur? Nein, danke!

Im Wahlkampf sind sich alle Parteien in Nordrhein-Westfalen in einem einig: Kulturpolitik ist Nebensache. Warum stört sich niemand daran?

Der Artikel der FAZ hat mich daran erinnert, dass ich die Fragen des Sprecherrates der KuPoGe noch beantworten wollte. Dafür habe ich noch bis zum 14. Mai Zeit. Das haben die Sprecher vorgegeben. Dann ist die Wahl auch gelaufen.

Ich halte mich nicht für einen Kulturpolitiker. Dennoch hier meine Antworten:

1. Was hat Sie kulturell am meisten beeindruckt im letzten Jahr?

Das war ein Besuch des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden. Gegeben wurde ‚Der ideale Eheman‘ von Oscar Wilde. Ich habe darüber gebloggt.

Und dann hat mich die Eröffnung des Annelies-Brost-Musikforums in Bochum schwer beeindruckt, so dass ich einige Wochen später wieder zu Gast war.

2. Haben Sie sich in Ihrem Wahlkreis schon kulturpolitisch engagiert, und wenn ja, wofür?

Nein. Kulturpolitik betreibe ich nicht aktiv. Ich unterstütze Bemühungen die regionale Kulturförderung des Landes anders zu organisieren. Es ist mir ein Graus, dass die Metropole Ruhr auf unterschiedliche Kulturregionen aufgeteilt ist.

Privat unterstütze ich gelegentlich Kulturprojekte in meiner näheren Umgebung. Das waren zuletzt ein Videoprojekt des Wattenscheider Alt-Punks Wolfgang Wendland und ein Ballettinszenierung am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum.

3. Was muss Ihrer Meinung nach in der nächsten Legislaturperiode kulturpolitisch vorangetrieben werden?

Ich sehe weiterhin eine Herausforderung darin, die Anschlussfähigkeit der deutschen Kultur bei den nächsten Generationen zu sichern.
Wenn im Film eingangs einem weißen Kaninchen gefolgt werden soll, dann ist das eine Referenz an Lewis Carrolls Alice in Wonderland. Diese Referenz muss erst einmal verstanden werden. So eine Refernez muss auch mit „des Pudels Kern“ verstanden werden. Das ist mir ein Anliegen. (Lösung: Faust I, Goethe)

4. Wie könnte eine Vernetzung Ihres Schwerpunktressorts mit der Kulturpolitik aussehen?

Bereitstellung von Parkplätzen für Veranstaltungen und Kombitickets für den Nahverkehr.

5. Welche Ideen haben Sie, um kulturelle Veranstaltungen für ein breiteres Publikum zu öffnen?

Ich gehöre nicht zu denen, die die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen zwangsweise mit meinem Kulturverständnis zu beglücken. Die Zeiten einer staatlich verordneten Hochkultur wie zur Zeit des Absolutismus sind vorbei.

Die Kulturschaffenden werden schon Angebote schaffen müssen, die dem Publikum gefallen. Diese entscheiden mit ihren Füßen. Politik sollte allein helfen, dass auch Projekte und Innovation möglich sind, um so eine Fortentwicklung zu ermöglichen. Akteuren darf es im Kulturbereich nicht möglich sein durch Marktmacht Neues zu verhindern.

Das Bild zeigt das Podium auf der 1. Kulturkonferenz Ruhr im Jahr 2012.

Videoüberwachung kann Straftaten verhindern

Nach den Silvestervorfällen am Kölner Hauptbahnhof ist viel über Sicherheit im öffentlichen Raum nachgedacht worden. Auch die polizeiliche Videobeobachtung ist ein Thema. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Städte, wo das stattfindet, seither von 2 auf 5 erhöht. Das ist nicht viel.

Der Bedarf ist viel höher. Die Kreispolizeibehörden haben dem Ministerium auch viel mehr Stellen gemeldet. Allein, die Hürden für einen Genehmigung aus dem Innenministerium von Ralf Jäger (SPD) sind sehr hoch. In Niedersachsen und in Rheinland-Pfalz reicht, dass die örtliche Polizei der Ansicht ist, es handele sich um ein geeignetes Mittel.

Es ist richtig: Einen Anschlag wie den durch Anis Amri am Breitscheidplatz in Berlin kann Videoüberwachung nicht verhindern. Kameras halten keinen Lkw auf. Sie helfen allenfalls bei der Aufklärung. Eine Videobeobachtung ist jedoch geeignet im Einsatz gegen Delikte wie Drogenhandel, Diebstahl und Vandalismus. Sie schreckt potentielle Straftäter ab.

Polizei vor Ort sieht Bedarf, Landesregierung genehmigt nicht

Auch die Kreispolizeibehörde Bochum, die auch für Witten und Herne zuständig ist, hatte mehrere Stellen benannt. Der Herner Oberbürgermeister hatte auch ein Shoa-Denkmal (Willi-Pohlmann-Platz) zur Überwachung angeregt, da es mehrfach geschändet wurde. Kein einziger Vorschlag wurde genehmigt:

  • Buddenbergplatz, Bochum (Platz hinter dem Hauptbahnhof)
  • Kurt-Schumacher-Platz, Bochum (Platz vor dem Hauptbahnhof)
  • Bermudadreieck, Bochum (Kneipenviertel)
  • Willi-Pohlmann-Platz, Herne (u. a. Kulturzentrum, Shoa-Denkmal)
  • Glückauf-Platz, Herne-Wanne
  • Am Buschmannshof, Herne-Wanne (u. a. Busbahnhof)
  • Europaplatz, Herne

Videoüberwachung: Selbsthilfe der Städte und Verkehrsunternhemen

Die Restriktionen haben die Stadtverwaltungen und politischen Gremien in den Städten kreativ werden lassen.

In Bochum wurde die Verteilerebene unterm Hauptbahnhof-Vorplatz als öffentliche Straße eingezogen und an die Bogestra „verpachtet“. Jetzt ist der Zugang zur Stadtbahn Privatbesitz und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gibt dem kommunalen Verkehrsunternhehmen Fördergeld für einen Videoüberwachungsanlage. Da auch im Hauptbahnhof überwacht werden darf durch den Eigentümer des DB-Konzern ist schon mal etwas getan. Allerdings ist die Überwachung an diesem Ort lückenhaft und hat unterschiedliche Zuständigkeiten.

Am Buschmannshof in Wanne-Eickel findet sich unweit des Hauptbahnhofs ein Busbahnhof, an dem zumindest der Einstiegsbereich der Busse überwacht wird – durch das Verkehrsunternehmen. Der gesamte Platz ‚Buschmannshof‘ ist damit nicht abgedeckt, aber das örtliche Verkehrsunternhemen (HCR) kann seine Einrichtungen gegen Vandalismus schützen.

Straftaten verhindern. Polizeiliche Videobeobachtung ausweiten.

Die CDU setzt sich – gerade im laufenden Wahlkampf zur Landstagswahl in NRW – für mehr polizeiliche Videobeobachtung ein. Es geht nicht um eine flächendeckende Überwachung, sondern um eine einfachere Handhabung, wenn die Maßnahme von den örtlichen Beamten für sinnvoll eingestuft wird. Zum Beispiel in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen wird das so gehandhabt. Und in beiden Ländern ufert die Überwachung nicht aus.

#PulseofEurope ist jetzt auch in Bochum zu spüren

Der europäische Pulsschlag, die Bewegung #PulseofEurope ist in Bochum angekommen. Am Sonntag, den 2. April 2017 war zu einer ersten Kundgebung auf den Platz des Europäischen Versprechen eingeladen worden. Das ist der Platz vor der Christuskirche direkt neben dem Rathaus.

Es war eine schlichte Kundgebung, die einfach ein Zeichen für Europa sein soll. Und Europa wird hier gleichgesetzt mit Europäischer Union. So passte es darüber hinausreichend, dass sich ans offene Mikrofon auch eine Frau wagte, die vor 21 Jahren aus der Ukraine zugewandert war.  Sie plädierte für ein starkes Europa, zu dem die Ukraine eines Tages gehören solle und das stark und geeint russische, imperialistische Politik abwehren müsse.

Eingangs schilderte eine vor dem 2. Weltkrieg geborene Dame ihren Blick auf Anti-Europäer. Der Begriff fiel nie, aber für mich war er latent präsent: AfD! War das eine Anti-AfD-Demo? Ich sag‘ mal: Nicht nur, sondern auch …

Ein älterer Herr erklärte wie das 1952 war, als er eine Fahrradtour nach Amsterdam machen wollte. Nicht nur, dass er Geld wechseln musste, er brauchte dafür zunächst eine Erlaubnis. Und für das Visum musste er zwei Niederländer stellen, die für ihn bürgten. Heute kann ich in 180 Minuten auf dem Dam sitzen und ein Bier trinken. Ich muss nur noch losfahren.

Verlesen wurden 10 Thesen der Bewegung Pulse of Europe. Die letzte lautet:

10. Alle können mitmachen – und sollen es auch

Pulse of Europe ist eine zivilgesellschaftliche Initiative zum Erhalt Europas – überparteilich und überkonfessionell. Alle, die sich auf die europäische Grundidee einlassen, können sich einbringen. Der europäische Pulsschlag muss wieder spürbar werden.

Das soll jetzt jeden Sonntag stattfinden. 14 Uhr am PEV.

Standortfrage Shopping Center – Thema durch?

Die Frage eines weiteren Shopping Center in Bochum hat sich erledigt. Das mag am Käufer des Geländes zwischen Husemannplatz und Willy-Brandt-Platz liegen. Nicht an ECE, sondern den Textilienhändler Andor Baltz und weitere ging es. Die Großwetterlage tendiert zugleich wieder stärker für eine Orientierung der Betreiber auf Ost- und Südost-Europa.

Es gibt aber auch eine weitere Zeichen. Mein Altpapier. Zum Jahreswechsel sortiere ich Papier. Jede Menge Zeitschriften müssen aussortiert werden. Und seit einigen Jahren bekam ich das „German Council Magazin“ zugesendet. Auch wenn ich selber nie Betreiber eines Einkaufszentrums war. Herausgegeben wird es vom German Council of Shopping Centers e. V., Ludwigsburg. Ich habe jedenfalls nur ein Exemplar aus Mai 2016 im Altpapier.

Kein Interesse der Lobby mehr?

Die Lobbyisten-Crew hat mich nicht mehr im Visier? Da muss ich mal die übrigen Kollegen im Bochumer Stadrat fragen. Bekommen sie das Magazin auch nicht mehr? Hatte ich das Magazin dem Engagement des ECE-Konzerns zu verdanken?

Die Ausagbe 02/2015 habe ich noch bekommen. Das Titelblatt zeigt bezeichnenderweise ein Spinnennetz mit dem Titel „Stabilität“.