Archiv der Kategorie: Herne

IKEA stoppt Expansion auch im Ruhrgebiet

IKEA will nicht mehr auf der grünen Wiese expandieren. So wurde das Projekt in Bottrop gestoppt. Anfang September 2019 folgte die Nachricht, dass der Konzern das Projekt in Herne fallen lässt. Auch das Projekt in Castrop-Rauxel wird nicht weiterverfolgt. Ebenso wie Veränderungen am vorhandenen Standort in Essen. Es gibt kein Projekt im Ruhrgebiet mehr. Mit der Ausnahme von Berlin, haben die Schweden alle Projekte gestoppt, heißt es.

Der Möbelgigant kämpfte immer wieder mit planungsrechtlichen Problemen. Die Märkte verkaufen nicht nur Möbel. Ein Großteil des Umsatzes der Märkte gehört in Innenstädte. Das Planungsrecht gibt vor, was wo verkauft werden darf und wie umfangreich Ausnahmen sind.

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Verkaufsstellen für Fahrkarten in Bochum und Herne bleiben erhalten

„Zum nächsten Fahrplanwechsel übernimmt die Firma Transdev den Verkauf von VRR-Fahrscheinen. Daher wird es einige Veränderungen an den Bahnhöfen in der Region geben.“, berichtet Dirk Schmidt (CDU) nach Gesprächen beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). „Die gute Nachricht ist: Es bleibt an den Bahnhöfen in Bochum, Herne und Wanne-Eickel dabei, dass am Standort sowohl Fahrscheine für den Fernverkehr der Deutschen Bahn als auch VRR-Fahrscheine gekauft werden können. Der neue Betreiber hat sich mit dem VRR geeinigt, auch diese Leistung zu übernehmen. In Bochum macht die Bahn es weiter.“, so Dirk Schmidt.

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VRR: Keine Förderung des Wendens der 306/316 an der Stadtgrenze

Nach monatelanger Debatte hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am Donnerstag sich gegen eine Förderung des Baus einer Gleiswechselanlage an der Stadtgrenze von Bochum zu Herne ausgesprochen. Hier soll nach Vorstellungen der Stadt Herne zukünftig ein Taktsprung erfolgen. Während in Bochum die Linien 306 und 316 das Bochumer Teilstück alle 7 ½ Minuten bedienen, soll dies in Herne nur alle 15 Minuten erfolgen. Für diese Einsparung müsste die Bahnen an der Stadtgrenze wenden.

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306: Im 7,5-Minuten-Takt nach Eickel, mindestens

Statt an der Stadtgrenze sollen in Zukunft weiterhin alle Straßenbahnen auf der bisherigen Linie 306 weiter fahren – zumindest nach Eickel, wenn nicht nach Wanne-Eickel Hbf.

„Erstaunt habe ich im Verwaltungsrat des VRR einen Förderantrag der BoGeStra zur Kenntnis genommen, mit dem ein Gleiswechsel an der Stadtgrenze zwischen Bochum-Hofstede und Herne-Wanne-Eickel ermöglicht werden soll“, berichtet CDU-Ratsmitglied Dirk Schmidt. „Dieser Antrag wurde vom Verwaltungsrat mit den Stimmen aller Fraktionen zunächst einmal zurückgestellt. Entschieden werden soll er jetzt in der Dezembersitzung des VRR. Die BoGeStra soll als Antragsteller erst einmal weitere Fakten liefern und die Verwaltung des VRR diese prüfen“, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Bochum weiter.

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Unterrichtsausfall in Bochum und Herne

Laut einer stichprobenartigen Erhebung des Schulministerium von Sylvia Löhrmann (Grüne), fallen an den Schulen in Nordrhein-Westfalen nur 1,8 % des Unterrichts aus. Bei 33 Stunden Unterricht für einen Neuntklässler wären das gerade einmal 2 Stunden pro Monat. Die Realität sieht anders aus, werden viele Schüler und Eltern meinen. Da ist das Soll an monatlichem Unterrichtsausfall meist nach einer Woche erfüllt.

Die Schüler Union in Bochum und in Herne hat sich für ein Projekt zusammengefunden. Ihre Mitglieder und deren Freunde haben für eine Woche die Vertretungspläne von Schulen beider Städte zusammengetragen. Freilich, da gibt es ein Übergewicht an Gymnasien und Gesamtschulen in dieser Stichprobe. Und ja, die Schülerinnen und Schüler haben sehr wohlwollend gewertet: Sie haben Tage, an denen der gesamte Unterricht ausgefallen ist, nicht gewertet und den Vertretungsplan der folgenden Wochen genommen. Es ist schon erstaunlich, dass an 4 Schulen gleich der Unterricht aufgrund Schulungen für das Lehrpersonal komplett entfiel.

80,1 % des Unterrichts werden regulär erteilt

Und das kam raus: 13,6 % sind ersatzlos entfallen. Bei 6,3 % gab es eine Vertretung. Die Schüler Union will nicht bewerten, wie diese Vertretung aussah. War es Unterricht? War es fachfremder Unterricht? Oder war es eine Beaufsichtigung. Laut Erfahrung der Mitglieder der Schüler Union, ist es oft nur eine Beschäftigung. Mandalas würden ausgemalt, wie ein Mitglied berichtete.

Unscheinbar daher kommt ein bescheidenes, aber dennoch wegweisendes Ergebnis: Es geht! Die Schüler haben die Studie einfach mit ihren Smartphones erstellt. Sie haben die Vertretungspläne abfotografiert, wo sie klassisch am schwarzen Brett aushängen oder moderner auf Bildschirmen dargestellt werden. Und einige Schulen haben bereits Apps und Internetseiten, auf denen die Vertretungspläne zu finden sind. Die Zahl eingesetzter Programme ist übersichtlich.

Etikettenschwindel zum Vertuschen von Unterrichtsausfall

Die Schüler Union kommt auch deshalb zu deutlich höheren Ergebnissen bei Unterrichtsausfall, da sie jede Stunde ohne Lehrer als ausgefallenes Stunde wertet. Das gilt auch für Stunden nach dem Konzept „Eigenverantwortliches Arbeiten“. Das sei nur ein Codewort, um ersatzlosen Ausfall zu vertuschen. Aufgaben würde meist nicht gestellt, es gäbe meist nicht mal Räume, um sie zu bearbeiten. Auch eine Besprechung der Arbeitsergebnisse sei selten, wenn es denn Aufgaben gegeben habe.

Die Ergebnissé finden sich auf der Internetseite kein-unterricht.de und auch als PDF-Dokument mit weiteren Erkenntnissen.

Videoüberwachung kann Straftaten verhindern

Nach den Silvestervorfällen am Kölner Hauptbahnhof ist viel über Sicherheit im öffentlichen Raum nachgedacht worden. Auch die polizeiliche Videobeobachtung ist ein Thema. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Städte, wo das stattfindet, seither von 2 auf 5 erhöht. Das ist nicht viel.

Der Bedarf ist viel höher. Die Kreispolizeibehörden haben dem Ministerium auch viel mehr Stellen gemeldet. Allein, die Hürden für einen Genehmigung aus dem Innenministerium von Ralf Jäger (SPD) sind sehr hoch. In Niedersachsen und in Rheinland-Pfalz reicht, dass die örtliche Polizei der Ansicht ist, es handele sich um ein geeignetes Mittel.

Es ist richtig: Einen Anschlag wie den durch Anis Amri am Breitscheidplatz in Berlin kann Videoüberwachung nicht verhindern. Kameras halten keinen Lkw auf. Sie helfen allenfalls bei der Aufklärung. Eine Videobeobachtung ist jedoch geeignet im Einsatz gegen Delikte wie Drogenhandel, Diebstahl und Vandalismus. Sie schreckt potentielle Straftäter ab.

Polizei vor Ort sieht Bedarf, Landesregierung genehmigt nicht

Auch die Kreispolizeibehörde Bochum, die auch für Witten und Herne zuständig ist, hatte mehrere Stellen benannt. Der Herner Oberbürgermeister hatte auch ein Shoa-Denkmal (Willi-Pohlmann-Platz) zur Überwachung angeregt, da es mehrfach geschändet wurde. Kein einziger Vorschlag wurde genehmigt:

  • Buddenbergplatz, Bochum (Platz hinter dem Hauptbahnhof)
  • Kurt-Schumacher-Platz, Bochum (Platz vor dem Hauptbahnhof)
  • Bermudadreieck, Bochum (Kneipenviertel)
  • Willi-Pohlmann-Platz, Herne (u. a. Kulturzentrum, Shoa-Denkmal)
  • Glückauf-Platz, Herne-Wanne
  • Am Buschmannshof, Herne-Wanne (u. a. Busbahnhof)
  • Europaplatz, Herne

Videoüberwachung: Selbsthilfe der Städte und Verkehrsunternhemen

Die Restriktionen haben die Stadtverwaltungen und politischen Gremien in den Städten kreativ werden lassen.

In Bochum wurde die Verteilerebene unterm Hauptbahnhof-Vorplatz als öffentliche Straße eingezogen und an die Bogestra „verpachtet“. Jetzt ist der Zugang zur Stadtbahn Privatbesitz und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gibt dem kommunalen Verkehrsunternhehmen Fördergeld für einen Videoüberwachungsanlage. Da auch im Hauptbahnhof überwacht werden darf durch den Eigentümer des DB-Konzern ist schon mal etwas getan. Allerdings ist die Überwachung an diesem Ort lückenhaft und hat unterschiedliche Zuständigkeiten.

Am Buschmannshof in Wanne-Eickel findet sich unweit des Hauptbahnhofs ein Busbahnhof, an dem zumindest der Einstiegsbereich der Busse überwacht wird – durch das Verkehrsunternehmen. Der gesamte Platz ‚Buschmannshof‘ ist damit nicht abgedeckt, aber das örtliche Verkehrsunternhemen (HCR) kann seine Einrichtungen gegen Vandalismus schützen.

Straftaten verhindern. Polizeiliche Videobeobachtung ausweiten.

Die CDU setzt sich – gerade im laufenden Wahlkampf zur Landstagswahl in NRW – für mehr polizeiliche Videobeobachtung ein. Es geht nicht um eine flächendeckende Überwachung, sondern um eine einfachere Handhabung, wenn die Maßnahme von den örtlichen Beamten für sinnvoll eingestuft wird. Zum Beispiel in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen wird das so gehandhabt. Und in beiden Ländern ufert die Überwachung nicht aus.

Wahlkampfauto in Herne ausgebrannt

Am Dienstagvormittag erreichte mich die schockierende Meldung, dass im Nachbarwahlkreis ‚Herne I‘ ein Wahlkampffahrzeug nachts augebrannt sei. Schockierend, weil es sich vermutlich um Brandstiftung handelt. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.

Augebrannter VW Beetle
Augebrannter VW Beetle

Das Fahrzeuge war im Einsatz für den CDU-Kollegen Sven Rickert. Es war für den Wahlkampf entsprechend beklebt. Laut Berichten von Zeugen soll kurz vor dem Brand ein Fahrzeug mit laufendem Motor gewartet haben. Dann sei es schnell weggefahren.

Da es sich um eine Fahrzeug im Wahlkampf handelt, ermittelt nun der Staatsschutz. Es liegt nahe, dass es sich um eine politisch motivierte Straftat handeln könnte.

Ich habe den Eindruck, dass politische motivierte Gewalt und Agressionen im Wahlkampf zunehmen. Dabei geht sie nicht von den kandidierenden Parteien oder Kandidaten aus. Sie scheint mir aus unbekannter dritter Queller zu kommen. Auch die Zahl beschädigter und geklauter Plakate nimmt zu.

Graf Hotte: Steigerlied

Auf der Whisky’n’more in Bochum hatte ich ihn gesehen: Graf Hotte. Auf der Whiskeymesse machte er Musik und sammelte auch irgendwie Geld, wenn ich mich recht erinnere. Heute kam mir ein Musikvideo von ihm unter. Eine leicht ‚modernisierte‘ Version des Steigerlieds. Das spricht wieder die Kohle- und Stahlromantik an. Aber für eben genau den Erhalt dieser setzt sich Graf Hotte von der Mondritterschaft in Wanne-Eickel ein.

Neue Rolltreppen für U-Bahn-Stationen

Auf Vorschlag der Verwaltung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR AöR) soll das Modernisierungsprogramm für Fahrtreppen – allgemein auch Rolltreppen genannt – aufgestockt werden auf 10 Mio. €. Unterstützt werden bis zu 90 % die Erneuerung von Rolltreppen an Stadtbahn-Anlagen (U-Bahnhöfen). Möglich machen das Rückflüsse nicht benötigter Fördermittel im Vorjahr.

40 Jahre kommunale Neugliederung

Kirchhellen zu Bottrop, Wanne-Eickel zu Herne, Wattenscheid zu Bochum. 40 Jahre ist die kommunale Neugliederung jetzt her. Dennoch gibt es diese Identitäten noch, denn es geht den Menschen nicht nach Verwaltungseinheiten. Allerdings kann man Wattenscheider und auch Bochumer zugleich sein.

Hier ein Beitrag der WDR Lokalzeit Ruhr dazu vom 28.01.2015, für den es hier viel Sympathie gibt.

Großbrand in Recycling-Firma Bochum-Riemke: Wer ist KOST/AGR-DAR?

Am Dienstagmorgen brennen seit 5 Uhr Gebäude der Recyclingfirma KOST/AGR-DAR in Bochum-Riemke. Die Firma liegt an der Rensingstraße, direkt an der Stadtgrenze zu Herne (z. B. WAZ). In der Vergangenhheit kam es öfter zu Beschwerden von Anwohnern beiderseits der Stadtgrenze, hier wo in wenigen Kilometern viele Städte aufeinandertreffen. Daher wundert es nicht, dass so ein Großbrand für Geruchsbelästigungen bis nach Oberhausen sorgt. Dazwischen liegen noch Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop. Dieser Beitrag trägt zusammen, wer diese Firma KOST/AGR-DAR ist.

Zum 01. April 2012 wurde aus der Kost Entsorgung und Recycling ein Teil der AGR-Unternehmensgruppe, Konrekt die AGR-DAR GmbH mit Standorten Bochum, Hattingen und Herten. Die AGR-DAR bietet Logistikdienstleistungen rundum Abfall an. So erklärt sich auch, dass in Bochum auch gelbe Säcke brennen, wobei die Sammlung von gelben Sächen und die Abführ der entsprechenden Behälter in Bochum selber bei der stadteigenen USB Bochum liegen.

AGR – Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbh

Müllverbrennungsanlage im Emscherbruch
Müllverbrennungsanlage im Emscherbruch, Herten: Rohstoff-Rückgewinnungszentrum Ruhr (RZR)
AGR steht für Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH, einer 100 %-ige Tochtergesellschaft des Regionalverbands Ruhr (RVR). DAR ist eine Tochter-GmbH des Konzerns (siehe auch bereits RVR-Beteiligungsbericht 2011), wobei DAR für ‚Duale Abfallwirtschaft und Recycling Ruhrgebiet‘ steht.
Die AGR ist Eigentümer und Betreiber des Rohstoffrückgewinnungszentrums (RZR) im Emscherbruch in Herten. Das RZR ist eine Müllverbrennungsanlage mit Rauchgasentschwefelung etc. Hier wird auch Fernwärme und Strom erzeugt, der z. B. die Stadt Herten versorgt. Ein Großteil der Abfallmengen hier bei der AGR stammen im Rahmen des EKOCity-Verbundes aus den Städten der Umgebung. Ich vertrete die Stadt Bochum im Verband.

Recherche-Einstieg zu KOST/AGR-DAR
Wer Informationen zur brennenden Recyclinganlage an der Stadtgrenze Bochum-Herne sucht, der muss also nach der Firma KOST-Entsorgung, dem Konzern AGR (Wikipedia: AGR_mbH) und dem Regionalverband Ruhr (Wikipedia: Regionalverband_Ruhr) recherchieren.

Kauf und ‚Aktion gegen Gestank‘
Die AGR hatte die KOST-Entsorgung und Recycling GmbH 2012 erworben, an der sie seit 1995 beteiligt war, siehe z. B. WAZ. Die privaten Anteilseigner sind ausgeschieden. In der Vergangenheit war es zu heftigen Beschwerden von Anwohnern in Herne und Bochum über Geruchsbelästigungen gekommen. So gibt es eine ‚Aktion gegen Gestank GbR‘ von Anwohnern, die Gelder für eine Klage sammelt. (Hierzu auch WAZ Bochum, Herner Sonntagsnachrichten, Ruhrnachrichten). Am 20. März 2013 gab es meiner Erinnerung nach die letzte Mitteilung zu ‚Geruchsemissionen im Umfeld der ehemaligen Fa. Kost Entsorgung & Recycling GmbH‘ im Umweltausschuss der Stadt Bochum. Der Ausschussvorsitzende Lothar Gräfingholt (CDU) ist selber Anwohner der Anlage und auch Mitglied der Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr. ich bin auch Mitglied des Ausschusses.

Erwartunghaltung
Da das Eigentum an den brennenden Hallen beim RVR und damit den Kommunen der Metropole Ruhr liegt und da es diese öffentliche Vorgeschichte samt Bürgerinitiative mit den Geruchsemissionen gibt, wird die politische Aufarbeitung des Brands, sobald der Rauch sich verzogen hat und die Feuerwehr nicht mehr vor Ort ist, einige Gremien befassen. Ich erwarte mindestens Berichte, ansonsten Anfragen, in den Gremien der Städte Herne, Bochum und des RVR. Bei so Bränden stellen sich zunächst einmal die Fragen nach der Art der Emissionen und der Belastung der Anwohner – und damit meine ich nicht allein den Geruch.
Die AGR führt neuerdings wieder Gewinne an den Haushalt des RVR ab. Es kann auch ein finanzieller Schaden erwartet werden.

Mögen die Ausführungen Rechercheuren helfen.

Mül-Kipper vor Müllbunker
Abfall-Logistikunternehmen wie die AGR-DAR/KOST kippen Müll in Containern/Muden in den Müllbunker der RZR-Müllverbrennungsanlage im Emscherbruch, Herten

Extraschicht 2012. Kleinode entdecken mit Planung. Preis im Einklang.

Als ich am Vorabend der Extraschicht auf dem Jahresempfang des Ruhrgebiets war, dachte ich einen Moment an die Konsequenzen schlechten Wetters für die Extraschicht 2012. Es wurde jedoch sonnig, warm und trocken. Das braucht eine erfolgreiche Extraschicht, die vom Ambiente der industriekulturellen Spielorte und ihrer Illumination lebt.

Es gibt die großen Spielort, die Drehscheiben, wie den Nordsternpark in Gelsenkirchen. Allerdings haben die Schmidts es sich angewöhnt, diese zu meiden. Zum einen sind sie uns zu voll. Wir meiden das Gedränge. Zum anderen meiden wir die Wartezeiten und haben eher Interesse an späteren, nächtlichen Ereignissen. Leider beißt sich das ein wenig mit dem Wunsch gerade die kleinere Spielorte zu besuchen.

Zur Extraschicht 2012 waren wir nur an den Spielorten der Künstlerzeche „Unser Fritz“ in Wanne-Eickel und zum Schluss wenige Kilometer weiter auf der „Zeche Consol“ in Gelsenkirchen. Von dort wieder bis zur Zeche Ewald, wo auch gestern wieder eine länger dauernde Party zu erwarten war, haben wir es nicht mehr geschafft.

„Licht an!“

Zechengebäude Unser Fritz
Illuminiertes Zechengebäude „Unser Fritz“ unter dem Mond von Wanne-Eickel

Die Extraschicht verspricht viel mit „Licht“. So hieß es auf einem Großplakat für den Spielort Nordsternpark auch „Licht an!. Das bewarb nicht nur die künstlerische Illumination der industriekulturellen Gebäude, sondern auch eine Lasershow im dortigen Amphitheater, in das ein alter Kohlehafen am Rhein-Herne-Kanal umgewandelt worden war. Nur leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass es im Nordsternpark bei Transport und Eintritt ins Theatergeländer stets zu Menschenaufhäufungen kommt. Im letzten Jahr waren es 200.000 Besucher, die die Extraschicht besuchten, und ich schrieb hier im Blog „Extraschicht 2011 teilweise überlaufen„.
Dann doch lieber Kleinode besuche. So ging’s zur wirklich toll be-, ja erleuchteten, Zeche „Unser Fritz“. Es wimmelte dort von Fotografen mit Stativen. Im Zechengebäude mit Künstlerateliers gab’s live music, aber attraktiver schien uns die Musik draußen auf einem uns noch unbekannten Strandgelände. Wir haben dort … ja, was … gechillt, in einem Strandkorb. Und da wir nicht um 18 Uhr, sondern um 21 Uhr unsere Tour in die „Nacht der Industriekultur“ beginnen, gab es Verwunderung, als wir „so spät“ unsere Tickets gegen ein Armbändchen tauschten. Bis dahin hatte es keiner sehen wollen. An viele Elementen der Extraschicht lässt sich auch ohne Ticket teilnehmen. Das lohnt sich dann, wenn man eh nur einen und dazu wohnortnahen Standort besucht, denn dann wird ja auch kein Bus benutzt.

Festhalten muss ich, wer die Extraschicht auskosten will, muss früher anfangen und sich fürs Ende einen Partystandort mit nächtlichem Programm, z. B. Nordsternpark oder Zeche Ewald aussuchen. Die Zeit zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens zu füllen ist nicht ganz einfach, bei warmen Wetter aber angenehmen. Auf „Konsol“ konnten wir zwar noch die Lichtinstallation samt Akustik genießen, aber auch die beginnenden Abbauarbeiten wahrnehmen. Das zu vermeiden, erfordert Planung wie der späte Heimweg. Die Ruhrtalbahn zu nehmen schied bei ersten Überlegungen schon aus, da ich nicht auf „Zeche Nachtigall“ in Witten stranden wollte. Im Vorjahr erinnere ich mich noch an eine nächtliche Tour mit Bus, U-Bahn und Wartezeiten.

Budget, Besucherandrang, Renommee und Preis im Einklang

Planung bei Besuch mehrerer kleinerer Standorte und Besuch später Veranstaltungen scheint mir auch wichtig zu werden, da es die Extraschicht gezwungen ist, kostendeckend zu arbeiten. Daher auch mein sorgvoller Blick zum Wetterhimmel. Was passiert, wenn es ab Siebenschläfer und rund um den Termin der Extraschicht einfach mal nur regnen sollte? – Das Budget (durch Zuschüsse) war einmal größer für diese Veranstaltung (siehe mein Beitrag zur Extraschicht 2010). Die Teilnehmerzahlen sind über die Jahre gestiegen. Dem Geschäftsführer der RVR-Tochtergesellschaft Ruhr Tourismus GmbH Axel Biermann gilt mein Hochachtung, Kosten, Renommee und Besucherandrang zusammengebracht zu haben. Und angesichts des kleinen Preises für die Teilnehmerkarte sind die Einschränkungen, die eine genauere Planung erfordern, vertretbar. Das ist ja auch ein Luxusproblem, das sich mir stellt.

Linkliste zu weiteren Berichten

Xtranews: Ein Sommer-Märchen: Zwölfte ExtraSchicht begeistert mit viel Glanz und Licht

WAZ Bottrop: Extraschicht – vom Barock in die Zukunft

Emsdetter Volksteitung (Ruhrnachrichten): Spot an für Zechen und Öfen – „Nacht der Industriekultur“