Archiv der Kategorie: Ruhr

Nordrhein-Westfalen und Metropole Ruhr

VRR soll sich wieder um regionale Schnellbusse kümmern

Einst hatte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr sich um Schnellbusse in der Region gekümmert. Dabei ging es um Standard und Linienführung. Die Aufgabe war nicht mehr vorangetrieben worden. CDU, Grüne und SPD im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr haben nun die Verwaltung beauftragt, den Bedarf zu prüfen. Den sehen die Parteien, die in den Gremien des VRR vertreten sind. In einem ersten Schritt sollen mögliche Verbindungen identifiziert werden, die in Ausbauplänen benannt werden, aber derzeit nicht als Schienenverbindung o. ä. realisiert werden können.

„Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr verfügt grundsätzlich über die Kompetenz, Buslinien von regionaler Bedeutung einzurichten. Allerdings hat er von dieser Möglichkeit nur wenig bis keinen Gebrauch gemacht“, erläutert Frank Heidenreich (CDU) den Beschluss der VRR-Gremien am letzten Donnerstag. „Zuletzt haben wir beschlossen die Regionalbahn 37 in eine Buslinien umzuwandeln, die auch regional finanziert wird. Dadurch können wir auf der Strecke des liebevoll Entenfang-Expresses genannten Zuges ein besseres und deutlich preiswerteres Busangebot realisieren. An anderer Stellen hoffen wir, vorhandene Bedarfe überhaupt erst einmal abzudecken.“

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VRR intensiviert Befassung mit Digitalisierung

Die politischen Gruppierungen im Verwaltungsrat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR haben sich darauf verständigt, eine Arbeitsgruppe „Digitales“ einzurichten. In enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung soll der Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Politik verstetigt werden und eine detailliertere Berichterstattung erreicht werden. Ziel soll unter anderem sein, Denkanstöße zu IT-Projekten und -bedarfen zu geben, und ein frühzeitiges Erkennen einer Befassung in den weiteren Gremien zu ermöglichen.

„Derzeit erarbeitet der VRR einen neuen eTarif, der zukünftig über eine App verwendet werden kann. Dies wirft viele Fragen hinsichtlich des digitalen Gesichts auf, mit dem der VRR als Dienstleister auftrit. Und das nicht nur den Verkehrsunternehmen, sondern auch anderen Nutzern und den Fahrgästen gegenüber. Wir als CDU haben erkannt, dass die Verkehrsdaten des VRR vielfältig genutzt werden können“, erläutert Frank Heidenreich (CDU) den Beschluss von Donnerstag dieser Woche. „Dabei haben wir aus Problemen aus der vorherigen VRR App gelernt, dass wir uns auch politisch viel intensiver um die Digitalisierung befassen müssen. Es geht halt nicht nur um den elektronischen Verkauf von Fahrscheinen und einen Internetauftritt“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU im VRR abschließend.

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Schwimmbrücke soll doch im April’19 öffnen – keine Winteröffnung

Die Schwimmbrücke in Dahlhausen soll nun doch bereits im 2019 im Rahmen einer neuen Lösung für den motorisierten Verkehr geöffnet werden. Das erklärte eine Vertreterin des Tiefbauamtes der Stadt Bochum dem Bochumer Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur in seiner Sitzung am Dienstag dieser Woche. Anträge von FDP und CDU hatten sich dadurch erledigt. Laut Verwaltung sei es ein Fehler in der Beschlussvorlage, dass dort Sommer 2019 stünde. Es wäre immer April/Mai gemeint gewesen.

Bürgerinitiative legte neues Verkehrskonzept vor

Allerdings hatte die CDU-Ratsfraktion auch beantragt, eine Öffnung in den Wintermonaten bis zum Baubeginn im Frühjahr zumindest zu prüfen. Basis dafür konnte das von der Bürgerinitiative „Pontonbrücke“ vorgelegt „Verkehrskonzept Phase 2“ sein. Dies stellt eine Weiterentwicklung des Verkehrsversuchs im letzten Winter dar, der ohne Unfall abgelaufen sei.

Allerdings wurde auch klar, dass die Verwaltung bis zur nächsten Ausschusssitzung im November kein Prüfergebnis vorlegen könnte. SPD und Grüne lehnten den Vorschlag von CDU und Bürgerinitiative geschlossen ab.

Einsichten: Bürger schauten sich die Akten zur erneuten Sperrung der Schwimmbrücke an

Am Mittwoch, den 13. Juni 2018 hatte Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU) erneut zu einem Bürgergespräch zur Pontonbrücke eingeladen. In der vollbesetzten Gaststätte Heinrichsbauer berichteten Bürgerinnen und Bürger über ihre Erkenntnisse aus der Akteneinsichtnahme, die sie in den letzten Wochen bei der Stadt Bochum hatten. Ihr Interesse galt den Gründen für die plötzlich erneute Sperrung und die Kommunikation hierzu, zum Beispiel mit der Polizei. Die Vorträge der Bürger aus den Akten wurden in großer Runde diskutiert.

„Interessante Einsichten wurden dabei aufgedeckt. Das hätte ich als ehrenamtlich tätiger Kommunalpolitiker nicht alleine zusammentragen können. Mit den Grundlagen der Entscheidung werden wir uns noch mal befassen müssen. Für das weitere Vorgehen haben die Bürgerinnen und Bürger Arbeitsgruppen gebildet“, berichtet Ratsmitglied Dirk Schmidt.

Eine Arbeitsgruppe wird einen Antrag vorbereiten, eine andere Petitionen verfassen. Eine weitere Gruppe organisiert für den Spätsommer ein Brückenfest. „Allen Teilnehmern war klar, dass Öffentlichkeitsarbeit weiterhin notwendig ist, damit die Brücke wieder geöffnet wird. Einige Teilnehmer befürchten, dass der nächste Lösungsvorschlag so teuer geplant wird, dass er nicht realisiert werden kann. Dem soll entgegengewirkt werden“, so Dirk Schmidt weiter.

Die Schwimmbrücke in Dahlhausen ist seit dem 16.02.2018 erneut dauerhaft für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Laut Mitarbeitern der Verwaltung seien Rotlichtverstöße von Autofahrern und insbesondere Radfahrern dafür ursächlich.

IKEA streicht Projekte auf der grünen Wiese

IKEA wird nicht nach Bottrop gehen, also nicht aufs Kraneburger Feld. Das dürfte in Bottrop und im angrenzenden Essen wie eine Bombe einschlagen. IKEA hatte vor zwei Jahren den Weg gestartet, Planungsrecht zu bekommen. Jetzt bricht es ihn selber ab. Anlass ist eine geänderte Strategie.

Demnach will IKEA zwar nicht nach Bottrop, aber weiterhin im Ruhgebiet expandieren. Dazu gehört eine Erneuerung des Marktes in Essen, aber auch der Wunsch nach Bochum oder Herne zu gehen. Bisher waren dort Gelände an der A43 in Betracht gezogen worden, die abseits der Innenstadt lagen.

Aufgrund gestiegener Zahlen von Menschen ohne Auto will IKEA seine Strategie anpassen. Andere Marktmodelle sollen her, die integrierter in Innenstädten liegen. Ich erinnere mich an die Probleme einen IKEA Homepark in Wuppertal zu errichten, was einem Möbelmarkt samt zusätzlichem Einkaufszentrum entsprochen hätte. IKEA streicht Projekte auf der grünen Wiese weiterlesen

Was Du jetzt für die Öffnung der Schwimmbrücke tun kannst

In diesem Artikel steht, wer gerade über eine Öffnung der Schwimmbrücke berät und beschließt. Dann folgt der Vorschlag eines Schreibens an die Verwaltungen in Bochum, Essen und Hattingen sowie des Ennepe-Ruhr-Kreises. Natürlich an die Leitung, also die Bürgermeister. Anschriften, ggf. Email-Adresse und eine Formulierungshilfe werden angegeben.
Die inhaltlichen Aspekte der Beratungen in den verschiedenen Kommunen und Gremien sind in diesem Artikel zusammengefasst.


  • Musterbrief an Stadt Bochum als PDF, ODT oder DOCX
  • Musterbrief an Stadt Essen, Stadt Hattingen und Ennepe-Ruhr-Kreis als PDF, ODT oder DOCX


Die Sperrung der Schwimmbrücke in Dahlhausen kam überraschend. Sie erfolgte als ordnungsbehördliche Verfügung. Es hat keinen vorherigen Beschluss eines Gremiums gegeben. (Wahl-)Beamte haben hier allein entschieden. Verwaltungen und Politiker beraten derzeit über das weitere Vorgehen; die Verwaltungsspitzen sind selber Politiker mit Titel wie Oberbürgermeister, Bürgermeister oder Landrat.

Hier wird dargestellt, wie Bürgerinnen und Bürger sich an diese Politiker wenden können.
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Schwimmbrücke: Die derzeit wichtigsten Aspekte

Hier der aktuelle Sachstand:

  • Bei einem angekündigten Treffen der Verwaltungsschefs – Bürgermeister – von Bochum, Essen und Hattingen wurden für eine Wiedereröffnung der Schwimmbrücke 4 Lösungsansätze benannt. Diese werden von den Verwaltungen jetzt arbeitsteilig geprüft, siehe Pressemitteilung der Stadt Bochum vom 3.4.2018 Darin sind Vorschläge der Bezirksvertretungen aufgenommen, zum Beispiel eine Rotlichtüberwachung.

    Die drei Bürgermeister haben erklärt, dass sie gemeinsam für diese Verkehrsverbindung verantwortlich seien.

  • Die Stadtverwaltung von Bochum hat die Schließung der Schwimmbrücke angeordnet (16.2.2018, vgl. u.a. hier im Blog). Eine akute Gefahr aufgrund von Verkehrsverstößen bestehe. Die örtliche Bezirksvertretung fordert – SPD, CDU, Grüne, FDP – einen neuen Pilotversuch mit Rotlichtüberwachung und die Prüfung u.a. von Schrankenanlagen und Brückenwärtern. (28.2.2018, vgl. Meldung Radio Bochum)
    Der zuständige Ratsausschuss tagt am 10. April 2018. Unter Konkretisierung des Beschlusses der Bezirksvertretung liegt ein Antragsentwurf der Koalition von SPD und Grünen vor. (siehe WAZ BO 23.3.2018)
  • In Essen hat sich die Bezirksvertretung der Ruhrhalbinsel mit der Pontonbrücke befasst (6.3.2018). Burgaltendorf gehört zu diesem Stadtbezirk VIII. In einer Resolution wird Unverständnis für die Sperrung geäußert. Fehlverstöße von Verkehrsteilnehmern müssten geahndet werden und dürften nicht zur Sperrung der Brücke führen. Dafür sollen neue Lösungen gesucht werden. Dabei wird an die Ober- bzw. Bürgermeister von Bochum, Essen und Hattingen appeliert, sich bei einem Treffen Anfang April (3.4.2018, vgl. WAZ BO 4.4.2018) auf derartiges zu verständigen. (siehe WAZ E 8.3.2018)
  • In Hattingen hat die Verwaltung ihr Erstaunen über die Bochumer Entscheidung dargelegt (siehe WAZ HAT 23.2.2018). Es wirkt wie ein Alleingang ohne die benachbarten Städte.
    Der Rat der Stadt Hattingen appelliert (22.3.2018) mit einer Resolution an die Stadt Bochum. Diese soll Wege finden, das Fehlverhalten einiger Verkehrsteilnehmer zu unterbinden. (siehe WAZ HAT 27.3.2018)

Als Zwischenfazit kann nach all den Schreiben von Bürgern, den Medienberichten und politischen Beratungen festgehalten werden, dass es nicht einfach so bei der Sperrung bleiben wird. Noch ist die Lösung aber nicht da.

Politik für Bus und Bahn – so cool im Video

56 Sekunden für Neuerungen im Nahverkehr. Die braucht es, um das Programm der CDU Bochum dazu darzustellen.

Und diese Ziele zeigt das Video ‚Bessre Öffis‘:

  • Mit der Linie 306 alle 7,5 Minuten zwischen Bochum Hbf und Wanne-Eickel Hbf.
  • Mit der S1 zwischen Dortmund und Essen alle 15 Minuten.
  • Busse und Bahnen ansonsten alle 15 oder alle 30 Minuten.
  • Neue und längere Züge mit mehr Platz, besseren Einstiegsbereichen und einfach bequemer.
  • Digital Anzeigen an Haltstellen.
  • Nachts mehr Züge im Nachtvekehr.

Einfach Bessre Öffis!.
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Wo in Ruhr 2018 das Osterfeuer brennt

Osterfeuer in Ruhr werden weniger. Grund sind behördliche Auflagen. Zahlreiche Kommunen schreiben seit einigen Jahre eine Anmeldung vor. Von über 100 ist die Zahl in Dortmund inzwischen auf 20 gesunken. Hier wird eine Liste mit >60 Feuern geführt.

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VRR exportiert Fahrpläne für Google und OpenData

Die Fahrpläne des gesamten VRR-Raums werden zukünftig für OpenData-Projekte und Google genutzt werden können. Seit längerem wird schon am Export der Daten gearbeitet. Die Verkehrsunternehmen tragen diesen zentral beim VRR zusammen. Die Schwierigkeiten scheinen nicht mehr bei Inkonsistenzen der Daten zu liegen, sondern bei einigen Besonderheiten.

Die General Transit Feed Specification (GTFS) bildet Haltestellen und Abfahrtzeiten ab. Mit neueren Produkten gibt es Probleme (vgl. VRR-Drs. Z/IX/2018/0403): Anrufsammeltaxis und Rufbusse. on demand-Angebote passen offenbar nicht in ein Muster starrer Fahrpläne. Das ist gerade ihre Besonderheit. Der VRR arbeitet zusammen mit anderen Verkehrsverbünden an Lösungen.
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Kennzahlen: Apps im VRR-Verbund

Seit April 2017 verfügen die Verkehrsunternehmen des VRR über eine gemeinsame App zur Navigation durch den öffentlichen Nahverkehr und Kauf digitaler Fahrscheine. Die 25 Unternehmen haben diese sogenannte Verbund-App marginal angepasst oder setzen am Ende am gleichen System eines Ticketshops an. Der Start war holprig. Aber inzwischen wachsen die Nutzerzahlen kontinuierlich.

Im jüngsten Bericht schreibt die VRR-Verwaltung:

Die Nutzer empfinden die neue Oberfläche als modern und gelungen, sehen allerdings je nach Nutzungsweise der App noch Optimierungspotenziale. Häufig wird die Performance, also die Geschwindigkeit der App beim Start und während der Nutzung, bemängelt.

Zwischenzeitlich wurden zwei Updates vorgenommen, die Verbesserungen brachten. Ein zwischenzeitlicher Rückgang der Nutzer konnte durch das weitere Wachstum wieder aufgeholt werden.
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BYKE – Innovative Konkurrenz für metropolradruhr

Neue Systeme zur Ausleihe von Fahrrädern kommen in die Städte:

  • Neben metropolradruhr, gibt es in Essen jetzt BYKE, in Oberhausen LIDL-Bike
  • Die neuen Systeme arbeiten stationslos; die Ausleihtechnik steckt im Rad.
  • BYKE erfordert die Nutzung einer App in einem Smartphone mit Bluetooth. Die Ausleihe und Rückgabe ist sekundenschnell und einfach einfach möglich.
  • Die Rückgabe ist bequem ‚überall‘ möglich, aber der Kunde ist für den Abstellort am Ende der Fahrt verantwortlich.

Das metropolradruhr hat ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen. BYKE hat in Essen jetzt auch Räder aufgestellt. Und dieses Fahrradverleihsystem funktioniert anders: es ist stationslos.

BYKE und Nextbike im Vergleich

Das Modell von nextbike, dem Betreiber von metropolradruhr, besteht aus Stationen, an denen Räder selber ausgeliehen und zurückgegeben werden. Das läuft in Ruhr seit 6 Jahren so. Über die Stationsnummer weiß ein Computersystem, an welcher Station – also wo – das Fahrrad gerade steht. Per Telefon, SMS und dann auch APP werden Zugangscodes für Zahlenschlösser ausgetauscht.

BYKE setzt hingegen hohe Anforderungen an die Technik des Kunden. Es muss schon ein Smartphone sein, denn über die App und die Bluetooth-Verbindung wird das Schloss des Rades geöffnet. Und natürlich benötigt die App eine Internetverbindung, um GPS-Standort zu melden und Buchungsvorgänge zu beginnen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, dann klappt das schneller und weniger aufwändig als mit Nextbike. Hier macht sich eine echte Innivation bemerkbar: Den QR-Code scannen und alles läuft.
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