Archiv der Kategorie: Migration

Essener Tafel ist überall – auch in Bottrop und Gelsenkirchen

  • Die Essener Tafel hat gehandelt, um etwas gegen das Bedrängt-sein durch neue, ausländische Nutzer zu tun.
  • Darüber gibt es große öffentliche Entrüstung, aber auch Verständnis.
  • Die Trennung von Nutzern von Freibädern nach Ethnien ist in Ruhr schon bekannt.
  • Inzwischen werden aufgrund von „Konfliktsituationen“ in Bädern bereits Sicherheitsdienste eingesetzt.

Die Essener Tafel will als neue Empfänger für Lebensmittel nur noch Deutsche aufnehmen. Diese Maßnahme war nach Ansicht der Essener Tafel notwendig, da andere „Kunden“ verdrängt wurden. Das heißt nicht das bereits registrierte Nutze ausgeschlossen wurden. Die generelle Entscheidung wird vielfach kritisiert. Vielleicht war das wirklich nicht der schlaueste Weg, aber das zu beurteilen bedarf auch Wissen, was vor Ort überhaupt geleistet werden kann. Das fehlt mir.

An der gleichwohl mutigen Entscheidung erkenne ich, dass bei der Essener Tafel ein Problem besteht. Es funktioniert nicht so einfach mit dem Miteinander von eingesessener und neuen bzw. zugewanderten Einwohnern. Das ist nicht mal neu.
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Aufbau der Flüchtlingsunterkünfte in Westenfeld begonnen

In der vergangenen Woche haben die Arbeiten für neue Flüchtlingsunterkünfte auf dem Rasenplatz der Sportanlage ‚Auf dem Esch‘ in Wattenscheid-Westenfeld begonnen. Der Rasenplatz war im letzten Jahr mit dem Beschluss über einen neuen Sportstätten-Entwicklungsplan endgültig aufgegeben worden. Zwei Jahre lang war er nicht mehr belegt worden, da der Nebenplatz als unbespielbar galt.

Die jetzt laufenden Vorarbeiten bereiten den Platz für Leichtbauhallen vor. Die Hallen sollen Flüchtlingen als Notunterkunft dienen. Insgesamt sollen hier etwa 340 Flüchtlinge untergebracht werden können. Ähnliche Hallen entstehen in Bochum-Querenburg und auf Parkplätzen des ehemaligen Opelwerks.
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Kermes in Langendreer – Goßer Erfolg für moslemisches Gemeindefest

Die moslemische DITIB-Gemeinde an der Ümminger Straße in Langendreer-West hat in den letzten 1 1/2 Jahren großes vollbracht. Am letzten Wochenende – 1. bis 3. Mai 2015 – feierte sie Kermes. Mit geschätzten 10.000 Besuchern trotz Regens an einigen Tagen gilt das moslemische Gemeindefest als mehr als gelungen. Viele Bürger aus dem Stadtteil, die nicht moslemischen Glauben waren, fanden sich darunter. Gratulation auch dafür.

Mit viel Engagement wurden die Gebäude entlang der Bahnstrecke Bochum-Dortmund im letzten Jahr renoviert. Wo verußte Fensteröffnungen bisher wenig einladend wirkten, befinden sich jetzt moderne Fenster und dahinter entsteht ein Gemeindezentrum mit Gebets-, Aufenthalts- und Unterrichtsräumen. Die nach Geschlechtern getrennten Gebetsräume sind bereits fertig und prächtig mit orientalischen Ornamenten ausgeschmückt.

Die vierte DITIB-Gemeinde deckt einen Bedarf der weit überwiegend türkischstämmigen Moslems in den Stadtteilen Bochum-Langendreer, -Werne und -Laer. Bisher nutzten viele die DITIB-Gemeinde an der Schmidtstraße in Bochum-Zentrum. Der Trägerverein hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Inzwischen gehören im 350 Mitglieder an.

Buden vom Bochumer Weihnachtsmarkt

Das große Gelände entlang der Bahnstrecke wurde zum Teil an das Unternehmen Pohlschmidt vermietet. Es lagert hier die vom Bochumer Weihnachtsmarkt bekannten Buden. An einigen finden sich der aus Anatolien stammenden St. Nikolaus angebracht. Die Holzhütten werden auch für den Kermes genutzt. Dieser umfasst neben Speisen auch einen kleinen Markt, Flohmarkt und ein buntes Programm auf der Bühne.

Kermes in Langendreer
Kermes in Langendreer

Anlässlich des Kermes wurden Gästen auch eine sehr gelungene medial Präsentation über DITIB, die neue Moschee-Gemeinde im Bochumer Osten und die Bauarbeiten gezeigt. Dieser war zum Beispiel zu entnehmen, dass 70 % der Moslems in Deutschland in den inzwischen 900 DITIB-Vereinen organisiert sind. Diese wollen sich als überparteilich und unabhängig verstanden wissen. Zukünftig sollen in den Schulungsräumen auch Integrations- und Deutschkurse angeboten werden. Immer noch würden insbesondere einige Frauen zuwenige Deutsch sprechen.

Ein Rückblick auf die Planungen finden sich in diesem Artikel der WAZ: DITIB plant offene Begegnungsstätte (07.07.2013)

Flüchtlinge – Stadt Bochum errichtet Wohncontainer in allen Stadtbezirken

Bisher war die Stadt Bochum davon ausgegangen, im Jahr 2015 etwa 900 Flüchtlinge zur Unterbringung zugewiesen zu bekommen. Angesichts dieser Steigerung war die Schaffung von 590 Plätzen zur Unterbringung vorgesehen. Die Flüchtlingszahlen sind jedoch seit in den letzten beiden Monaten deutlich gestiegen. Inzwischen wird von ca 1.700 Flüchtlingen ausgegangen, die unterzubringen sind. Hierfür fehlen weitere 900 Plätze. Die Stadtverwaltung will nun in allen sechs Bochumer Stadtbezirken Standorte mit Wohncontainern errichten.

Die Dramatik der Situation ist der Verwaltungsvorlage Nr. 20150548 zu entnehmen. Am Montag (23.02.2015) dieser Woche hatte die Verwaltung noch über die Errichtung von Plätzen in Günnigfeld (ab März) berichtet, Untersuchungen zum ehemaligen Gewerkschaftshaus an der Humboldtstraße (ab Mai) laufen. Weitere zur Unterbringung vorgesehene Gebäude finden sich an der Gerther Straße und der Bessemer Straße, die aber erst später im Jahr zur Verfügung stehen. Das dürfte viel zu spät sein.
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Einwanderungsgesetz: Zeit ist reif – Transparenz notwendig

Die von CDU-Generalsekretär Peter Tauber und jetzt auch von Thomas Oppermann (SPD) geforderte Einführung eines transparenten Einwanderungsgesetzes ist der richtige Weg„, erklärt Dirk Schmidt (40), integrationspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.

Die derzeitigen Regeln des Aufenthaltsgesetz, des Asylverfahrensgesetzes und diverser Sozialgesetzbücher sind verwirrend, widersprüchlich und produzieren im richtigen Leben oft mehr Probleme als Lösungen, nicht nur für die betroffenen Zuwanderer, sondern auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den zuständigen Behörden. Wir müssen erkennen, dass Zuwanderung in Deutschland ein Fakt ist und dass wir sie auch brauchen, allein schon wegen unserer angespannten Sozialsysteme.

Zuwanderungsbilanz positiv

Unterm Strich ist die Zuwanderungs-Bilanz für „uns Deutsche“ nachweislich positiv. Wir müssen allerdings klarer definieren, welche Zuwanderer und welche Art der Zuwanderung wir brauchen und welche wir uns wünschen“, so Schmidt weiter. „Immerhin müssen wir unsere neuen Mitbürger auch bei uns integrieren wollen.

Ärztemangel, aber Flüchtlinge, die als Ärzte nicht arbeiten dürfen

Im Jahr 2013 kamen nach Zahlen der OECD etwa 465.000 Zuwanderer nach Deutschland. Für das Jahr 2014 wird erwartet, dass die Zahl bei mehr als einer halben Millionen Personen liegen wird. Dirk Schmidt: „Für viele Bürger besteht ein Widerspruch zwischen Zuwanderung, die scheinbar durch die hier vorhandenen Sozialsysteme und staatliche Fürsorge ausgelöst werden, und den individuellen Erfahrungen mit Ausländern, deren Zuwanderung mit erheblichen bürokratischen Hürden versehen ist. Aus unserer Sicht (CDU) völlig verquer ist, dass den Berichten von Fachkräftemangel und Armutszuwanderung z. B. Ärzte gegenüberstehen, die als Flüchtlinge gekommen sind, aber nicht sofort arbeiten dürfen, obwohl sie dringend gebraucht werden. Oder Studenten, die nach erfolgreich absolviertem Studium nur unter engen Voraussetzungen in Deutschland bleiben dürfen, während Zuwanderung aus humanitären Gründen rechtlich hoch geschützt ist. Wenn die Zuwanderung hoch qualifizierter und integrationswilliger Menschen bei uns scheitert, die Zuwanderung gering qualifizierter Men- schen allein aus humanitären Gründen jedoch relativ „problemlos“ stattfindet, stimmt am System etwas nicht. Und das ist auch der Grund, warum das dann als ungerecht wahrge- nommen wird.„, erläutert Dirk Schmidt.

Zuviel Stammtischgerede der Diskussion beigemischt

Nach Meinung des integrationspolitischen Sprechers der CDU-Ratsfraktion und weiteren Mitgliedern seiner Partei leidet die öffentliche Debatte darunter, dass zu viel „Stammtischgerede“ vermischt wird: Es kämen Menschen nach Deutschland, die
• gar nicht arbeiten wollen
• sich nicht integrieren wollen.
• in unserer Sozialsystem zuwandern, dass besonders unsere Kommunen hart trifft. „Qualifizierte Zuwanderer sollen nach Deutschland kommen können und hier arbeiten und leben dürfen. Und es muss klar sein, dass sie hier auch nicht erst nach Monaten des War- tens arbeiten dürfen. Wir brauchen klare Regeln und weniger Gängelung„, so Dirk Schmidt abschließend.


Der Beitrag erschien als Pressemitteilung.