Archiv der Kategorie: Umwelt

Duisburg: Wolf ist offiziell in Großstadt angekommen

Der Wolf ist im Ruhrgebiet angekommen. Das wurde heute vom Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV)in Essen bestätigt. Zu den Sichtungen im Kreis Wesel, hier im Blog berichtet, kommt jetzt eine aus der ersten Großstadt. In der Rheinaue in Duisburg-Walsum wurde ein Wolf gesichtet. Es liegen Aufnahmen vor.

Ob es zu Problem-Wölfen kommt, wird sich zeigen. Das Lanuv schreibt:

Ob ein Wolf nur auf der Durchreise ist oder sich längere Zeit in einer Region
aufhalten wird, kann nicht vorhergesagt werden. Wölfe sind ausdauernde Läufer und können pro
Nacht bis zu 40 km zurücklegen.


Bild „Europäischer Wolf alleine unterwegs“, © Seringa / photocase.de

Wolf ist im Ruhrgebiet angekommen

Canis lupus ante portas. Der Wolf steht vor den Toren der Metropole Ruhr. Verschiedene Bürger und Medien berichten von Wolfsichtungen in den letzten zwei Tagen. Unter anderem aus Wesel-Bislich und Hamminkel-Mehrhoog gibt es Meldungen.

Mal sehen, ob es zu Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern des Wolfes kommt. Die Schäfer sind schon alarmiert. Das dürfte nicht weniger kontrovers ablaufen, wie die öffentliche Debatte in östlicheren Bundesländern. Dort haben sich ganze Rudel dauerhaft gebildet.

Rheinische Post vom 19.02.2018
Radio Kreis Wesel vom 20.2.2018

Streit um die Wiedereröffnung der alten Zentraldeponie in Bochum

„Wir wollen hier Klarheit schaffen.“, äußerte Christian Hart, Vorsitzender CDU-Ratsfraktion, zu Beginn einer Debatte des neuen Abfallwirtschaftskonzepts der Stadt Bochum im Rat der Stadt am letzten Donnerstag. Zuvor war das Abfallwirtschaftskonzept nach einer kontroversen Debatte im Hauptausschuss der Stadt Bochum auf die Ratssitzung vertagt worden. Zentraler Punkt der Auseinandersetzung war die Zukunft der Deponierung von Abfall in Bochum.

Ein Antrag der CDU-Fraktion im Rat formulierte dazu Folgendes:

„Die Entsorgung der trotz intelligentem Bodenmanagementsystems verbleibenden Restmengen findet in regionaler Kooperation statt. Auf eine Erweiterung der Bochumer Deponieflächen soll möglichst verzichtet werden.“

Ein Sprecher der Grünen machte klar, dass man nicht versprechen dürfe, Bochum wird die Deponie nicht wieder öffnen. Der Bauschutt müsse ja irgendwo hin. Die CDU dagegen pochte auf eine regionale Lösung.

SPD und Grüne standen der CDU mit ihren Positionen gegenüber, ob und wie der Deponierung von Bauschutt und anderen Materialien weiterer Abfallklassen entgegnet werden könnte.
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Coming Soon: SolarBuggy Phoenix auf Kickstarter

16 Studenten der Hochschule Bochum arbeiten an einem Offroadfahrzeug, mit dem sie im Herbst 2017 die Simpson Desert in Australien durchqueren wollen. Ein ähnliches Projekt hat es zu vor schon einmal erfolgreich gegeben.

Irgendwo in eine Wattenscheider Werkstatt wird der Prototyp des SolarBuggy Phoenix zusammengeschraubt. Ein Video haben die Studenten erstellt, um in Kürze auf Kickstarter Geld für das Projekt zu sammeln. Den Link gibt’s dann später hier.

Katzenschutzverordnung für Bochum wird erarbeitet

Essen hat eine Katzenschutzverordnung. Darin geht es um die Kastration von Freigängerkatzen. Das Problem sind aber auch verwilderte Katze, Streunerkatzen. In Bochumer Rathaus wurde erneut darüber diskutiert. Das Land ermöglicht den Kommunen, Kastration von Katzen vorzuschreiben. Selber macht es keine Vorgabe. Mit einer Vorgabe an die Kommunen hätte es die Kastrationen bezahlen müssen.

Die Aufgrund eines Bürgerantrages hatte sich der Umweltausschuss erneut mit einer möglichen Verordnung zur Kastration von Freigängerkatzen befasst. Dem Bürgerantrag wollte die CDU – wie weitere Fraktionen – nicht entsprechen. Aber auch die ablehnende Stellungnahme der Verwaltung stellte die CDU ebenso nicht zufrieden. „Die Welt hat sich verändert. Die Argumente aus der letzten Diskussion vor einigen Jahren müssen überprüft werden. Beispielsweise hat sich das Jagdrecht bezüglich Katzen verändert. Auch die Anzahl der verwilderten Katzen stellt sich anders dar.“

Kosten und Nutzen müssen stimmen

„Es ist noch nicht sicher, ob eine Katzenschutzverordnung für Bochum sinnvoll ist. Einer städtischen Satzung wird die CDU nur zustimmen können, wenn sie auch etwas bewirkt und das Kosten-Nutzen-Verhältnis ausgewogen ist“, erklärt Dirk Schmidt, Mitglied der CDU im Umweltausschuss der Stadt Bochum.

Kosten-Nutzen-Verhältnis bedeutet für die CDU ein Abwägen nicht nur finanzieller Aspekte, sondern auch die Klärung der Frage, ob eine gesetzliche Vorgabe – die Kastration von Freigängerkatzen – überhaupt überwacht werden kann. Auch einige Fragen der CDU sind vor Erlass einer Verordnung erst zu klären.

Stätische Vorschrift hilft nur langfristig

Der CDU-Kommunalpolitiker verweist auf die Stellungnahme des Naturschutzbeirates der Stadt,
der sich keine schnelle Abhilfe beim Problem verwilderter Katzen verspricht. Langfristig wird von
den Beiratsmitgliedern jedoch eine Reduktion dieser Katzen, die nicht mehr in Privathaushalte
aufgenommen werden können, erwartet.

„Unabhängig davon, ob eine städtische Satzung Vorschriften zur Kastration vorgibt, gilt: Wer seine Katze nicht kastrieren lässt, handelt unverantwortlich. Unverantwortlich für die Katzen und unverantwortlich gegenüber seinen Mitbürgern“, so Dirk Schmidt abschließend.

Die Stadtverwaltung soll einen Satzungsentwurf bis zum Sommer vorlegen und den umfangreichen
Fragenkatalog der CDU-Fraktion beantworten.

Metropole Ruhr will sich um Internationale Gartenschau bewerben

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat eine Machbarkeitsstudie für eine Internationale Gartenbauausstellung IGA in der Metropole Ruhr erstellt. Darin wird vorgeschlagen eine derartige Veranstaltung an fünf Standorten, ohne eingezäunte Areale und ohne Papierticket durchzuführen. Das Ruhrparlament entscheidet im März, ob sich die Region für die IGA 2027 bewerben wird. Es hatte vor 3 Jahren die Studie bestellt. Bis 2017 müssen zunächst Abstimmungen mit den Städten erfolgen, wo die Ausstellungsflächen liegen und wie das Vorhaben finanziert werden soll.

Es gibt unterschiedliche Formate an Gartenschauen: Landesgartenschauen (LAGA), Bundesgartenschauen (BUGA) und Internationale Gartenausstellungen (IGA) – sogar mal Besonderheiten wie die Internationale Gartenschau 2013 in Hamburg, die eine Mischung einer BUGA mit internationalen Elementen war. Eine Internationale Gartenschau findet in Deutschland alle 10 Jahre in den 7-er Jahren statt. Die nächste ist die IGA Berlin 2017, die sich insbesondere auf den Bezirk Marzahn-Hellersdorf konzentriert. So eine Gartenschau schlägt die Verwaltung des Regionalverbands Ruhr (RVR) dem Ruhrparlament zu seiner nächsten Sitzung am 11. März 2016 vor. Hierzu wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Sollte das Ruhrparlament der Empfehlung der Verwaltung folgen, dann wird eine Bewerbung erstellt und versucht, das Konzept und eine passende Finanzierung zu realisieren. Bis Ende 2017 muss das alles stehen, denn eine endgültige Entscheidung über eine Durchführung wird mit einer endgültigen Entscheidung über voraussichtlich notwendige Finanzierungszusagen einhergehen müssen.

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Bergbaunachfolge: Aus Halden werden Deponien

Wenn 2018 der Steinkohlebergbau in Deutschland und im Ruhrgebiet endet, dann gibt es kein Material mehr, um die heute Landschaftsbauwerke genannten Berghalden so zuende zu schütten, wie sie geplant sind. Seit langem ist schon die Idee im Raum, Bergehalden als Deponien für Abfälle weiterzunutzen. Ein weiteres Nutzungskonzept neben Standort für Windenergieräder und Erholungsflächen nimmt jetzt Form an. Die Ruhrkohle Montan Immobilien GmbH und die dem Regionalverband Ruhr (RVR) gehörende Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH gründen gerade ein joint benture, das das Vorhaben im Namen trägt: „Deopnie Auf Halden“, oder: DAH1.

Kraftwerk und Halden. Bald Deponien?
Schüttung auf der Halde Hoheward, im Hintrgrund: Halde und Kraftwerk Scholven

Die beiden Partner scheinen wie gemacht für derartigt Projekte. Die RAG Montanimmobilien bringt Wissen um die Nachfolgenutzung montan-industriell vorgenutzter Gelände mit. Insbesondere ist sie Eigentümerin entsprechender Grundstücke und noch nicht renaturierter Landschaftsbauwerke. Die AGR ist ein Unternehmen im öffentlichen Besitz des Regionalverbands Ruhr, der von der RAG bereits Halden (insgesamt 36 Halden) übernommen hat, um sie den Bürgern der Region als Erholungsflächen nutzbar zu machen. Zudem betreibt die AGR selber Deponien in der Region und betreut ehemaligen Deponien in der Stilllegungsphase, die sich an die Nutzung anschließt. Und die AGR hat selber Bedarf an Deponien der Klasse 1 (vgl. Wikipedia zu Deponieklassen), denn sie betreibt die Müllverbrennungsanalge RZR am Standort Emscherbruch. Hier gibt laut Mitteilung der Verwaltung des Regionalverbands derzeit erheblichen Bedarf in Nordrhein-Westfalen.
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Grafitti-Problem an Bochumer Bahnhöfen gestiegen

„Ein Jahr ist verstrichen und das Graffiti-Problem an den Bahnhöfen und Haltepunkten in Bochum ist noch größer geworden“, teilt CDU-Ratsmitglied Dirk Schmidt zu aktuellen Beratungen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) mit. „Zwar kam es durch DB Netze zu einer Verbesserung am Bahnsteig Bochum-Riemke, aber nicht im Umfeld. Sogar für den Bochumer Hauptbahnhof und den Bahnhof Wattenscheid wird jetzt im Stationsbericht auf ein Graffiti-Problem verwiesen. Das beeinträchtigt die Qualität des Nahverkehrs für die Nutzer“, stellt der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion fest.

Im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur sowie in mehreren Bezirksvertretungen hat die CDU Maßnahmen gegen Graffiti auf Flächen der Stadt Bochum gefordert. Dirk Schmidt: „Leider haben SPD und Grüne unsere Anträge abgelehnt. Angekündigte Projekte sind bisher nicht realisiert, im Haushalt ist kein Geld vorgesehen. Dabei bietet der VRR ein Förderprogramm zur Reinigung kommunaler Flächen an.“
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Feinstaub durch Silvester-Böller

Zum Jahreswechel kam die Spielverderber-Mitteilung des Umweltbundesamt: Silversterfeuerwerk setze so viel Feinstaub frei, dass es 15 % des Jahresaufkommens an Feinstaub aus dem Straßenverkehr entspricht. Das entspreche laut Pressemitteilung 4.000 Tonnen Feinstaub und sorge für vermehrte Krankenhausaufnahmen an Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen. Jetzt liegen die Messwerte des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) vor, die ich mal für den Zeitraum Heiligabend 2015 bis 3. Januar 2016 ausgewertet habe. Ja, Neujahr ist deutlich zu erkennen.

PM10 Metropole Ruhr Silvester 2015-2015
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S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop hat ein Graffiti-Problem

Der S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop hat ein Graffiti-Problem. Das ist nicht nur dem aktuellen Stationsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu entnehmen. Bereits bei der Fahrt über die Höntroper Straße ist es zu sehen: Großflächige Graffiti an den Brückenlagern, Schmierereien am Bahnhofsgebäude und zugesprühte Bahnhofsschilder. Flächen der DB Station&Service und der Stadt Bochum sind betroffen, aber auch Privater.
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