Archiv der Kategorie: ÖPNV

306: Im 7,5-Minuten-Takt nach Eickel, mindestens

Statt an der Stadtgrenze sollen in Zukunft weiterhin alle Straßenbahnen auf der bisherigen Linie 306 weiter fahren – zumindest nach Eickel, wenn nicht nach Wanne-Eickel Hbf.

„Erstaunt habe ich im Verwaltungsrat des VRR einen Förderantrag der BoGeStra zur Kenntnis genommen, mit dem ein Gleiswechsel an der Stadtgrenze zwischen Bochum-Hofstede und Herne-Wanne-Eickel ermöglicht werden soll“, berichtet CDU-Ratsmitglied Dirk Schmidt. „Dieser Antrag wurde vom Verwaltungsrat mit den Stimmen aller Fraktionen zunächst einmal zurückgestellt. Entschieden werden soll er jetzt in der Dezembersitzung des VRR. Die BoGeStra soll als Antragsteller erst einmal weitere Fakten liefern und die Verwaltung des VRR diese prüfen“, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Bochum weiter.

mehr…

Bochum Hbf: Videoüberwachung und Alkoholverbot

Das hier ist ein Schwiegermutterbeitrag. Seine Botschaft ist: „Ich hab’s doch immer schon gesagt.“ Und er bezieht sich auf die heutige Berichterstattung der WAZ (5.4.2018), dass der Hinterausgang am Hauptbahnhof in Bochum zum Angstraum geworden ist. Und das ist auch nicht neu, dass es Probleme am Hauptbahnhof gibt. Einiges ist schon getan worden. Allerdings gibt es Widerstand von der Stadtverwaltung und von SPD und Grünen.

Dieser Beitrag zeigt die Ansätze der CDU und von SPD-Grünen im Vergleich. Die CDU setzt auf Videoüberwachung, Alkoholverbot und niederschwellige Betreuungsangebote. SPD und Grüne sehen den Hinterausgang als Aufenthaltsraum für alle. Das Problem werde wieder verschwinden. Dazu kommt nächste Woche eine Entscheidung, über ob und wie der Videoüberwachung am Busbahnhof am Vorderausgang. Im Stadtbahnbereich und im Hauptbahnhof wurde genau das bereits von der BoGeStra bzw. der Deutschen Bahn eingerichtet.
Bochum Hbf: Videoüberwachung und Alkoholverbot weiterlesen

Politik für Bus und Bahn – so cool im Video

56 Sekunden für Neuerungen im Nahverkehr. Die braucht es, um das Programm der CDU Bochum dazu darzustellen.

Und diese Ziele zeigt das Video ‚Bessre Öffis‘:

  • Mit der Linie 306 alle 7,5 Minuten zwischen Bochum Hbf und Wanne-Eickel Hbf.
  • Mit der S1 zwischen Dortmund und Essen alle 15 Minuten.
  • Busse und Bahnen ansonsten alle 15 oder alle 30 Minuten.
  • Neue und längere Züge mit mehr Platz, besseren Einstiegsbereichen und einfach bequemer.
  • Digital Anzeigen an Haltstellen.
  • Nachts mehr Züge im Nachtvekehr.

Einfach Bessre Öffis!.
Politik für Bus und Bahn – so cool im Video weiterlesen

VRR exportiert Fahrpläne für Google und OpenData

Die Fahrpläne des gesamten VRR-Raums werden zukünftig für OpenData-Projekte und Google genutzt werden können. Seit längerem wird schon am Export der Daten gearbeitet. Die Verkehrsunternehmen tragen diesen zentral beim VRR zusammen. Die Schwierigkeiten scheinen nicht mehr bei Inkonsistenzen der Daten zu liegen, sondern bei einigen Besonderheiten.

Die General Transit Feed Specification (GTFS) bildet Haltestellen und Abfahrtzeiten ab. Mit neueren Produkten gibt es Probleme (vgl. VRR-Drs. Z/IX/2018/0403): Anrufsammeltaxis und Rufbusse. on demand-Angebote passen offenbar nicht in ein Muster starrer Fahrpläne. Das ist gerade ihre Besonderheit. Der VRR arbeitet zusammen mit anderen Verkehrsverbünden an Lösungen.
VRR exportiert Fahrpläne für Google und OpenData weiterlesen

Kennzahlen: Apps im VRR-Verbund

Seit April 2017 verfügen die Verkehrsunternehmen des VRR über eine gemeinsame App zur Navigation durch den öffentlichen Nahverkehr und Kauf digitaler Fahrscheine. Die 25 Unternehmen haben diese sogenannte Verbund-App marginal angepasst oder setzen am Ende am gleichen System eines Ticketshops an. Der Start war holprig. Aber inzwischen wachsen die Nutzerzahlen kontinuierlich.

Im jüngsten Bericht schreibt die VRR-Verwaltung:

Die Nutzer empfinden die neue Oberfläche als modern und gelungen, sehen allerdings je nach Nutzungsweise der App noch Optimierungspotenziale. Häufig wird die Performance, also die Geschwindigkeit der App beim Start und während der Nutzung, bemängelt.

Zwischenzeitlich wurden zwei Updates vorgenommen, die Verbesserungen brachten. Ein zwischenzeitlicher Rückgang der Nutzer konnte durch das weitere Wachstum wieder aufgeholt werden.
Kennzahlen: Apps im VRR-Verbund weiterlesen

Videoüberwachung am Bochumer Hauptbahnhof (ZOB)

„Am neuen ZOB ist die Einrichtung einer Videoüberwachung möglich und zulässig.“ Diese Erklärung des Datenschutzbeauftragten der BoGeStra nahmen am Dienstag die städtischen Verkehrspolitiker in der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Mobilität entgegen. Die Ausschussmitglieder befassten sich aufgrund einer Anfrage mit dem Thema Videoüberwachung im ÖPNV / SPNV.

„Die Installation der Kameras war bereits vor dem Videoüberwachungsverbesserungsgesetz auf Grundlagen des Bundesdatenschutzgesetzes möglich. Vor diesem Hintergrund verwundert mich umso mehr, dass SPD und Grüne noch im Dezember die Forderungen der CDU nach Videoüberwachung ausgewählter Haltestellen abgelehnt haben, als es um den neuen Nahverkehrsverplan ging“, so Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU).
Videoüberwachung am Bochumer Hauptbahnhof (ZOB) weiterlesen

Nahverkehrsplan 2017: Meilenstein für mehr Bus & Bahn

„Alle 15 oder zumindest alle 30 Minuten ein Bus oder eine Bahn und an manchen Stellen sogar alle 7 ½ Minuten – das ist der Kern des neuen Nahverkehrsplans für die Stadt Bochum“, stellt CDU-Ratsmitglied Dirk Schmidt nach Beschlussfassung im Rat der Stadt Bochum am letzten Donnerstag fest. „Ich bin sehr zufrieden. Eine lange Debatte in Ausschüssen endete jetzt auch in einer langen Debatte im Rat. Aber am Ende wurde der Nahverkehrsplan einstimmig verabschiedet. Das ist ein gutes Fundament.“

Dissens hatte es im Rat zuletzt in drei Punkten gegeben. Ein strittiger Punkt war der der 3-Minuten-Takt für die Stadtbahnlinie U35 insbesondere zu Stoßzeiten. Nachdem der Fachausschuss das Ziel der höheren Zugfolge beschossen hatte, nahmen SPD und Grüne diesen Beschluss im Rat wieder zurück. Ebenso fand der CDU-Antrag auf Videoüberwachung auch außerhalb vom Hauptbahnhof und der Stadtbahnanlage keine Mehrheit. Abgelehnt wurde der Wunsch der Bezirksvertretung Wattenscheid, den Haltestellenbereich am August-Bebel-Platz zu überwachen.
Nahverkehrsplan 2017: Meilenstein für mehr Bus & Bahn weiterlesen

Trinkerszene: Alkoholverbot am Hauptbahnhof in Bochum?

  • CDU-Ratsfraktion Bochum fordert Prüfung von
    Alkoholverboten durch Stadtverwaltung
  • Trinkerszene soll von einigen Stellen der Bochumer Innenstadt vertrieben werden
  • Testphase soll in 2018 erfolgen.
  • Festivals und Gastronomie sollen nicht betroffen sein.

An verschiedenen Stellen in der Bochumer Innenstadt hat sich die Trinkerszene breit gemacht. Mir fallen zum Beispiel der Hinterausgang des Hauptbahnhofs auf, aber auch der Platz zwischen dem Rathaus und dem Bildungs- und Verwaltungszentrum. Während letztgenannter Treff unweit des Platz des Europäischen Versprechens unproblematisch erscheint, so sieht das bei Hinterausgang des Hauptbahnhofs bereits anders aus. Auch eine Videoüberwachung war – bisher vergeblich – diskutiert worden.

Verbot für einzeln Plätze und Straßen gefordert – nicht für die gesamte Innenstadt

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bochum macht nun einen neune Vorstoß: Ein temporäres, partielles Alkoholverbot. Es geht nicht darum, ein flächendeckendes Alkoholverbot zu erlassen, sondern um den gezielten Einsatz. Allerdings ist das nicht ganz so einfach, da auch immer bedacht werden muss, wohin die Szene verdrängt wird.

Der Antrag der CDU-Fraktion an den Stadtrat lautet auf Prüfung, wo und wie das im Sommer 2018 erprobt werden könnte. Dabei soll die Trinkerszene, aber nicht nur vertrieben werden.

„Die Testphase soll in enger Abstimmung mit den Trägern bestehender Angebote der Wohnungslosen- und Suchthilfe erfolgen“, erläutert Christian Haardt, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Denkbar wäre evtl. auch die Einführung eines Programmes ähnlich dem „Pick up“ in Essen.“ Mit dem von der Stadt Essen installierten Projekt „Pick up“ der Suchthilfe Essen holt diese Menschen ohne Halt, Hoffnung und Obdach von der Straße in eine eigene Wohnung.
Wichtig für die CDU-Fraktion ist, dass zum Ende der Testphase eine Evaluation der Maßnahme erfolgt.

Alkoholverbote werden im gesamten Ruhrgebiet diskutiert

Nicht nur in Bochum wird derzeit über Alkoholverbote diskutiert. Nach langen Diskussionen zum Vertreiben der Trinkerszene vom Bahnhofsvorplatz in Essen werden jetzt Forderungen laut, das Alkoholverbot auf die gesamte Innenstadt auszudehnen. Neuen Schwung hat die Diskussion bekommen, nachdem die Stadt Duisburg jüngst für bestimmte Straßen und Plätze ein Alkoholverbot umgesetzt hat.

Videoüberwachung kann Straftaten verhindern

Nach den Silvestervorfällen am Kölner Hauptbahnhof ist viel über Sicherheit im öffentlichen Raum nachgedacht worden. Auch die polizeiliche Videobeobachtung ist ein Thema. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Städte, wo das stattfindet, seither von 2 auf 5 erhöht. Das ist nicht viel.

Der Bedarf ist viel höher. Die Kreispolizeibehörden haben dem Ministerium auch viel mehr Stellen gemeldet. Allein, die Hürden für einen Genehmigung aus dem Innenministerium von Ralf Jäger (SPD) sind sehr hoch. In Niedersachsen und in Rheinland-Pfalz reicht, dass die örtliche Polizei der Ansicht ist, es handele sich um ein geeignetes Mittel.

Es ist richtig: Einen Anschlag wie den durch Anis Amri am Breitscheidplatz in Berlin kann Videoüberwachung nicht verhindern. Kameras halten keinen Lkw auf. Sie helfen allenfalls bei der Aufklärung. Eine Videobeobachtung ist jedoch geeignet im Einsatz gegen Delikte wie Drogenhandel, Diebstahl und Vandalismus. Sie schreckt potentielle Straftäter ab.

Polizei vor Ort sieht Bedarf, Landesregierung genehmigt nicht

Auch die Kreispolizeibehörde Bochum, die auch für Witten und Herne zuständig ist, hatte mehrere Stellen benannt. Der Herner Oberbürgermeister hatte auch ein Shoa-Denkmal (Willi-Pohlmann-Platz) zur Überwachung angeregt, da es mehrfach geschändet wurde. Kein einziger Vorschlag wurde genehmigt:

  • Buddenbergplatz, Bochum (Platz hinter dem Hauptbahnhof)
  • Kurt-Schumacher-Platz, Bochum (Platz vor dem Hauptbahnhof)
  • Bermudadreieck, Bochum (Kneipenviertel)
  • Willi-Pohlmann-Platz, Herne (u. a. Kulturzentrum, Shoa-Denkmal)
  • Glückauf-Platz, Herne-Wanne
  • Am Buschmannshof, Herne-Wanne (u. a. Busbahnhof)
  • Europaplatz, Herne

Videoüberwachung: Selbsthilfe der Städte und Verkehrsunternhemen

Die Restriktionen haben die Stadtverwaltungen und politischen Gremien in den Städten kreativ werden lassen.

In Bochum wurde die Verteilerebene unterm Hauptbahnhof-Vorplatz als öffentliche Straße eingezogen und an die Bogestra „verpachtet“. Jetzt ist der Zugang zur Stadtbahn Privatbesitz und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gibt dem kommunalen Verkehrsunternhehmen Fördergeld für einen Videoüberwachungsanlage. Da auch im Hauptbahnhof überwacht werden darf durch den Eigentümer des DB-Konzern ist schon mal etwas getan. Allerdings ist die Überwachung an diesem Ort lückenhaft und hat unterschiedliche Zuständigkeiten.

Am Buschmannshof in Wanne-Eickel findet sich unweit des Hauptbahnhofs ein Busbahnhof, an dem zumindest der Einstiegsbereich der Busse überwacht wird – durch das Verkehrsunternehmen. Der gesamte Platz ‚Buschmannshof‘ ist damit nicht abgedeckt, aber das örtliche Verkehrsunternhemen (HCR) kann seine Einrichtungen gegen Vandalismus schützen.

Straftaten verhindern. Polizeiliche Videobeobachtung ausweiten.

Die CDU setzt sich – gerade im laufenden Wahlkampf zur Landstagswahl in NRW – für mehr polizeiliche Videobeobachtung ein. Es geht nicht um eine flächendeckende Überwachung, sondern um eine einfachere Handhabung, wenn die Maßnahme von den örtlichen Beamten für sinnvoll eingestuft wird. Zum Beispiel in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen wird das so gehandhabt. Und in beiden Ländern ufert die Überwachung nicht aus.

1.000 neue Fahrradboxen im RRX-Gebiet

„1.000 Fahrradboxen mit elektronischen Schließsystemen und einem Anteil, der online spontan gebucht werden kann, sollen im Gebiet des VRR entstehen. 186 davon allein in Bochum, da es hier viele geeignete Standorte gibt“, berichtet Dirk Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion über Beratungen der letzten Tage in Bochum und Essen. Beschlossen wurde dort ein Förderantrag mit dem Titel VRRadboxen.

Fahrradboxen am S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop werden ausgetauscht

„Bochum verfügt derzeit über bescheidene 32 Boxen. Leider sind sie in einem erbärmlichen Zustand. Die Boxen am S-Bahnhof Höntrop sind total schmutzig, sie werden ersetzt. Die neuen Boxen erhalten ein elektronisches Schließsystem, so dass das Problem verloren gegangener Schlüssel der Vergangenheit angehört“, so Dirk Schmidt weiter.

Auch freut den CDU-Politiker, dass gerade Städte entlang des RRX-Korridors sich beteiligen. Damit bauen sich die Haltepunkte und Bahnhöfe aus, über die zukünftig der Rhein-Ruhr-Express fahren wird.

Parkboxen können spontan per App gebucht werden

Besonders wichtig ist dem CDU-Verkehrspolitiker, dass ein Anteil von 20 % aller Boxen zukünftig über eine VRR-weite App spontan buchbar sein soll. Die „multimodale Knotenpunkte“ werden so attraktiver, da bei einer spontanen Tourenplanung eine Box am angeradelten Bahnhof bei Verfügbarkeit gebucht werden kann.

„Flexibel buchbare Fahrradboxen sind besonders für Radfahrer teurer Räder oder Pedelecs interessant. Die Fahrräder werden elektrisch, das Mieten von Fahrradboxen wird digital“, so Dirk Schmidt abschließend.

Bochum Hbf bekommt Videoüberwachungssystem

„Die BoGeStra kann jetzt ein Videoüberwachungssystem am Hauptbahnhof installieren. Geld für Kameras in der Verteilerebene wurde vom VRR bewilligt“, berichtet Dirk Schmidt, Sprecher der CDU-Fraktion im Verkehrsausschuss. Die Förderung beträgt rund 80.000 €.

„Für Bochum ist keine Überwachung mit Kameras im öffentlichem Raum vorgesehen. Obgleich die Bochumer Polizei im letzten Frühjahr das Bermudadreick, den Buddenbergplatz und den Kurt-Schumacher-Platz hierfür benannt hatte. Jedoch war die rot-grüne Landesregierung dieser Empfehlung nicht gefolgt“, erläutert Dirk Schmidt. Der Bochumer Ausschuss für Mobilität hatte sich damit zuvor befasst.

„Die Stadt verfügt ebenfalls über einige Möglichkeiten“, so Dirk Schmidt weiter.

Überwachungskamera für ein Videoüberwachungssystem

BoGeStra erhält Hausrecht für Ebene unter Kurt-Schumacher-Platz

„Große Bahnhöfe und unterirdische Flächen werden in letzter Zeit anders wahrgenommen. Objektive und subjektive Aspekte der Sicherheit erfordern folglich eine andere Bewertung. In Bochum betrifft dies zum Beispiel die Verteilerebene am Haupt­bahn­hof. Nach den Ereignissen am Kölner Hauptbahnhof ist so eine Neubewertung auch hier erfolgt. Als Reaktion hatte der Ausschuss für Mobilität im Herbst daher beschlossen, die Verteilerebene nicht mehr als öffentliche Straße auszuweisen.

Die Stadt kann das Hausrecht jetzt auf die BoGeStra übertragen. Diese beabsichtigt dafür ein Videoüberwachungssystem zu installieren. Die Kosten der beantragten Kameras werden zu 90 % vom VRR gewährt“, berichtet der 42-jährige.

In seiner letzten Sitzung hatte der VRR dementsprechend den Förderkatalog 2017 beschlossen. Der Katalog umfasst 76 Maßnahmen. Er hat einen Umfang von 55 Mio. €. Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU) vertritt die Bochum beim VRR.

Links zum Thema

WAZ Bochum: „Bahnhof und Bermudadreieck – Mögliche Orte für Kameras“ (01.03.2016)

Der Westen: „NRW zögert – Nur „kleine Lösung“ bei der Videoüberwachung“ (Tobias Blasisu, 04.04.2016)

WAZ Bochum: „Bogestra sichert Unterführung im Hauptbahnhof“ (30.09.2016)

siehe auch „Stadt Bochum Drs. 20161880

Autonomes Fahren: Auch ein Thema für die U-Bahn

Autonomes Fahren ist wieder ein Top-Thema, seit das „Google Driverless Car“ vorgestellt wurde. Die Idee ist, dass ein Auto einen automatisch zu seinem Ziel fährt. Das tut es eventuell nur mit 30 km/h, aber völlig allein. Und dann stellen sich all die Fragen zu rechtlichen und ethischen Problemen. Die Technik des autonomen Fahrens kann aber auch anderweitig eingesetzt werden: im Öffentlichen Nahverkehr. Aber halt, sie wird schon eingesetzt.

Vor ein paar Tagen war ich in Nürnberg. Der fränkische Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen verfügt über ein eigenes U-Bahn-Netz. Es entstand, als die Olympischen Spiele im Jahr 1972 auch München eine U-Bahn brachten. Etwas ist seit einigen Jahren aber besonders. Die Linien U2 und U3 fahren autonom. Es ist kein Fahrer an Bord. An beiden Köpfen der Züge befindet sich … eine Scheibe.

U-Bahn U2/U3 in Nürnberg
Ohne Fahrerkabine: Autonome U-Bahn in Nürnberg

In München drückt der U-Bahn-Fahrer nur einen Knopf

Auch in der Münchener U-Bahn fahren Züge autonom. Der Fahrer an Bord ist gar keiner. Seine Aufgabe besteht darin, einen Knopf zu drücken, sobald alle eingestiegen sind. Dann fährt der Zug automatisch – autonom – zur nächsten Station. Es sieht danach aus, als hätte sich die Münchener Politiker nicht ganz getraut, gleich auf alle Fahrer zu verzichten.

Und auch in Nürnberg gibt es Personen, die auf die Züge aufpassen. Nicht die Leitstelle ist gemeint, sondern Verkehrsmeister, die die Aufsicht über drei Stationen führen. Sie pendeln mit den U-Bahnen zwischen ihren Stationen. Dadurch sind sie präsenter in den Wagen, als ein Fahrer in der Fahrerkabine. Sie räumen auf den Stationen auch mal auf und schauen dort nach, ob alles okay ist. Irgendwie ersetzen, sie das Sicherheitspersonal, denn sie nehmen das Hausrecht der Verkehrsunternehmen war.

Wuppertal: Erneuerung der Schwebebahn mit Fahrer war Pflicht

Wie sieht das in Nordrhein-Westfalen aus? Jüngst wurde die Wuppertaler Schwebebahn erneuert. Vorgegeben war, dass weiterhin auf Fahrer gesetzt wird. Das Bochum-Gelsenkirchener Verkehrsunternehmen BoGeStra hat im letzten Jahr neue Züge für die Stadtbahn und Straßenbahnen bestellt. Eine Diskussion über autonomes Fahren – einem Zukunftsthema – gab es nicht. Lag es an den Gewerkschaften, die Angst um Jobs der Fahrer haben?

Autonomes Fahren – Mehr Fahrgäste befördern

In der Tat. Autonomes Fahren von U-Bahnen benötigt weniger Fahrer. Aber es werden mehr Techniker benötigt. Im Nürnberger wie im Münchener Modell wird Personal benötigt in den Zügen oder auf den Stationen. Es gibt aber einen weiteren Vorteil des autonomen Fahrens: Es kann ein dichterer Takt erreicht werden. Das macht eine Investition in die Technik ggf. rentabel, wenn mehr Personen befördert werden können. Sofern es die Nachfrage dazu gibt.

Die Zahlen für die Taktfolge in Nürnberg sind: 200 Sekunden, also 3 Minuten und 20 Sekunden. Das ist der Abstand zwischen zwei möglichen Zughalten. Die kriegen das mit autonomem Fahren auf 100 Sekunden runter. Warum das interessant ist? Ohne längere Züge und Bahnsteige, aber mit mehr Zügen können auf den gleichen Strecken mit anderer Technik mehr Personen befördert werden.

Transportprobleme in der Metropole Ruhr: Von der Ruhr-Uni nach Bochum Hbf

Die U 35 in Bochum ist morgens und nachmittags überlastet im Bereich zwischen Bochum Hauptbahnhof und Ruhr-Universität. Die Studenten pendeln zu den Hochschulen in Bochum-Querenburg und zurück. Am Hauptbahnhof wird dann umgestiegen. Es fahren Doppelzüge. Ein weiterer Wagen kann nicht angehängt werden. Gegen diese sogenannten Dreifachtraktion spricht die Länge einiger Bahnhöfe, zum Beispiel an der Wasserstraße. Hier müsste die Station in die Kreuzung hineingebaut werden oder nach hinten in Richtung Tunnel. Das ist alles sehr schwierig und aufwändig. Eine dichtere Zugfolge wäre ein Lösung. Zur Zeit wird vor allem ein Weiterbau über die Universität nach Bochum-Langendreer forciert. Dann – so die Hoffnung – führen zunächst mehr Studenten in diese Richtung. Dann wäre der Stadtteil auch für Studenten zum Wohnen attraktiver.

Kosten und Auslastung sprechen dafür, das autonome Fahren mal zu prüfen. Aber es gibt auch anderer Ansätze. Könnten nicht auch Anrufsammeltaxis autonom fahren? Sie könnten dort zum Einsatz kommen, wo in dünner besiedelten Stadtteilen nur selten ein Bus fährt. Dazu ein anderes Mal mehr….

P.S.: Auch die Deutsche Bahn testet selbstfahrende Züge.