Archiv der Kategorie: Wattenscheid

RRX doch in WAT – zumindest manchmal

Die Nachricht verbreitete sich heute wie ein Lauffeuer und von Mund zu Mund: Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll doch am Bahnhof Wattenscheid halten. Das ist eine sehr positive Nachricht. Ich hatte es eigentlich schon aufgegeben und an Verbesserungen für den Bahnhof Wattenscheid gearbeitet, die ihn in das RRX-Konzept einbinden. Das hinter der prägnanten Meldung stehende Konzept für die Einbindung Wattenscheids, sieht aber vermutlich ‚differenzierter‘ aus.

Zwei Telefonate brachten mir nämlich ein paar weitere Hintergrundinfos. Demnach werde daran gedacht, dass der RRX – gemeint ist das RRX-Konzept – den Wattenscheider Bahnhof einbeziehen solle und ein RRX auch am Bahnhof Wattenscheid halte. Da lassen sich viele Feinheiten herauslesen. Gemeint ist, dass von den vier auf der Kernstrecke zwischen Bochum und Essen verkehrende Zügen einige in Wattenscheid halten – nicht alle. (Ich denke nicht, dass die meinen, die RRX-Linien halten nur manchmal – also nur morgens und abends – oder wie in der New Yorker U-Bahn überspringen die mal ein paar Stationen.)

Ich habe das mal auf nachstehender Skizze verdeutlicht, indem ich RRX 4 und RRX 5 in Wattenscheid halten lasse. Die beiden habe ich gewählt, da sie in Dortmund enden.  Damit wären die Zeitverluste für Nutzer des Bahnhofs Wattenscheids bei Realisierung des RRX-Konzeptes ohne Halt in Wattenscheid und daher Umsteigezwang in Bochum oder Essen aufgefangen, ohne dass alle Fahrgäste des RRX, insbesondere der in Dortmund auf die Außenstrecken durchgebundenen Linien, einen Zeitverlust erleiden.

Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid
Rhein-Ruhr-Express mit Halt in Wattenscheid

Ich finde die Lösung ausgezeichnet. Die Wattenscheider Bürger würden bereits bei Realisierung des RRX ohne Halt in Wattenscheid profitieren. Aufgrund des notwendigen Umsteigens in Essen bzw. Bochum ergäben sich jedoch ein Fahrzeitverlust der durch die Beschleunigung des RRX-Konzeptes erst ab Duisburg oder Kamen wieder vollständig aufgefangen würde. Profitieren würden also die Langstrecken-Nutzer. Bei der teilweisen Anbindung des Bahnhofs Wattenscheid würden Zugverbindungen nach Bochum bzw. Essen beim Wegfall der bisherigen RE-Linien bestehen bleiben und ein Umsteigen wäre nicht immer notwendig. Damit würden einige RRX-Linien auch der Flächenerschließung in Wattenscheid und damit dem Umfeld der Kernstrecke dienen. Diese Lücke hatte die Machbarkeitsstudie gelassen. Zwecks Flächenerschließung soll demnach der dann langsamere RRX auch auf den Außenstrecken verkehren. Aus regionaler Sicht sind die Gründe der Machbarkeitsstudie gegen einen Halt in Wattenscheid verständlich, aber die Frage, wie die Fläche längs der Kernstrecke erschlossen wird, wurde nicht beantwortet. Eine Lösung mit Halten einiger RRX in Wattenscheid ist eine geeignete Lösung, die Verbindungszahl an diesem Bahnhof als Zubringer zum RRX und Verbindung zu den Nachbarstädten hochzuhalten ohne zusätzliche Zugverbindungen einzurichten, die ggf. zu Überkapazitäten führen. (Schade, dass mir die Idee nicht gekommen ist.)

Zu den Details dieser Lösung ist mir allerdings noch zu wenig bekannt. In Gesprächen wurde mir bestätigt, dass diese Lösung auch die Notwendigkeit einer Renovierung des Bahnhofs Wattenscheid vorantreiben würde. Die Bahnhöfe sollen und müssen für den komfortablen RRX hergerichtet werden – betreffend Aussehen und Technik. Daher wäre ein Überarbeiten der Investitionsplanung in NRW erforderlich. Leider sehe ich aber auch, dass die Realisierung des RRX immer mehr droht, nach zeitlich nach hinten verschoben zur werden.

Das bringt mich aber auf ein anderes Problem: Was sagt eigentlich die Rahmenvereinbarung zwischen Bund, Land und Bahn dazu? Ich mache mir sorgen, dass dieser Vorschlag, der vvon der Deutschen Bahn AG stammen solle, nicht finanziell durch Bund und Land untermauert ist – zumindest bisher. Ich hoffe nicht, dass dieser Lösung inzwischen Vereinbarungen entgegenstehen oder dass es sich nur einen politischen Schachzug handelt.

In Düsseldorf tagte am 18. Juni 2009 der Ausschuss für Bauen und Verkehr, in dem unter TOP 1 ein Bericht des Ministers zum RRX vorgesehen war. Zugleich soll in Berlin die Deutsche Bahn AG dazu berichtet haben. Daher soll auch dieses Info stammen, die sich dann schnell nach Düsseldorf und weiter verbreitet habe. Dazu habe ich aber nur eine Quelle. Mitte nächster Woche sollte ich mehr davon hören.
Ich muss auch mal die RRX-Fahrzeitentabelle für den Bahnhof Wattenscheid mit RRX-Halt überarbeiten.

Und weil die Meldung so toll ist, habe ich dazu auch mal eine Pressemitteilung „Rhein-Ruhr-Express soll in Wattenscheid halten“ noch vor diesem Beitrag hier verfasst.

Kandidaten-Vorstellung vor Wattenscheider CDU

Für den 23. Juni 2009 lädt die CDU Wattenscheid alle Mitglieder ins Kolpinghaus an der Saarlandstraße ein, um sich ein Bild von den Bewerbern um eine Kandidatur im Landtagswahlkreis 109 zu machen. Die Kandidatenvorstellung soll danach im Vostand getroffen werden.

Auf der Veranstaltung soll den Bewerber Gelegenheit gegeben werden, sich und ihr Programm vorzusteln und ggf. auf Fragen des Publikums einzugehen.

Mein Barcode an der A40 – Update

And the winner is: (oder auch nicht, siehe Update)

Barcode A40 von Dirk Schmidt
Barcode A40 von Dirk Schmidt

Bei der Aktion www.barcode-A40.de des Landesbetriebs Straßen.NRW ging es darum, ein Muster für die Lärmschutzwand der A40 in Wattenscheid einzureichen. Während einer sehr langen Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Bochum erreichte mich heute die Nachricht, dass mein Vorschlag akzeptiert wurde. Oben ist er zu sehen und das hier ist sein Konzept:

Beitrag 952 von Dirk Schmidt
Datum 25.02.2009
Geschichte Das Farbmuster zeigt Kontraste, die ich mit meinem Umzug von etwas weiter östlich an der A40 nach Wattenscheid, von Bochum nach Wattenscheid, gemacht habe. Obwohl Wattenscheid zu Bochum gehört, gibt es hier einige Kontraste, u.a. in den Stadtfarben. So muss ich hIrr diskutieren, ob ich beim Design von Drucksachen eher rot-gelb statt Blautöne verwende. Auch bin ich als bekennender VfL-Anhänger in eine Umgebung von Schalkern gezogen. Die Farben sind bei beiden Vereien blau und weiß. Das verbindet wieder.

Die WAZ Wattenscheid berichtet zu der Aktion, allerdings nicht zu mir.

Update

Am 5. Juni 2009 erreicht mir folgende Email dazu:

Liebe Barcode-Teilnehmer,

auf Grund einer technischen Panne haben einige Barcode-Teilnehmer gestern von uns eine falsche Nachricht erhalten. Dafür entschuldigen wir uns. Hier bekommen Sie jetzt die richtige Nachricht.

Im Frühjahr haben Sie sich an der Aktion „Wir machen die A40 bunt“ beteiligt. Heute hat die Barcode A40-Jury getagt und sich für die „Gewinnerstrecke“ entschieden. Sie konnte 160 Einzelbeiträge auswählen, aus denen sich die neue Lärmschutzwand bei Bochum-Wattenscheid demnächst zusammensetzen wird. Leider konnte Ihr Beitrag nicht berücksichtigt werden. Trotzdem bedankt sich Straßen.NRW ganz herzlich für Ihren Beitrag zum Ruhr.2010-Projekt „Barcode A40“.

Die Jury hat es sich nicht leicht gemacht. Wäre es nach der Qualität und dem Einfallsreichtum der vielen Farb-Bilder und der phantasievollen Geschichten gegangen, hätten wir gerne noch mehr Beiträge in den Gewinner-Status erhoben. Aber leider ist die Barcode-Wand an der A40 bei Bochum Wattenscheid nur 1.300 Meter lang – etwa 700 Meter auf der Nordseite, rund 600 Meter auf der Südseite – und so konnten nur 160 Beiträge ausgewählt werden.

Von morgen (5.6.2009) an zeigen wir die Gewinnerstrecke im Internet (www.barcode-a40.de). Sie sind doch sicher dennoch gespannt, wie sich das Projekt – leider ohne Ihr Farbmuster – weiter entwickelt.

Live und in Farbe wird die Gewinnerstrecke ab Herbst zu sehen sein. Im September beginnen wir mit der Montage der Alu-Elemente und hoffen, dass wir mit der Verkleidung der Lärmschutzwand-

Grundkonstruktion aus Beton bis Frühjahr 2010 fertig sind. Bis dahin haben unsere Fachleute noch ein ungewöhnliches Stück Arbeit vor sich: Denn die jeweils 60 Zentimeter breiten, farbig beschichteten Alu-Elemente in der richtigen Menge zu produzieren, anzuliefern und zu montieren ist eine Herausforderung! Schließlich haben wir Neuland betreten: Eine so bunte, von Bürgern entworfene Lärmschutzwand an einer Autobahn hat es noch nicht gegeben.

Wir hoffen, dass Sie Spaß an der Wand haben werden und dass Sie sich gerne an Ihre Teilnahme erinnern. Denn Ihr konstruktiver Beitrag für die Gestaltung der Autobahn und für das Ruhrgebiet hat das Ruhr.2010-Projekt Barcode A40 mit Leben gefüllt und den Prozess bereichert.

Mit besten Grüßen
Im Auftrag

Ingrid Scholtz
Leiterin Zentrale Kommunikation


Nunja, viele Leute konnten sich so ein paar Stunden freuen.

CDU Höntrop: Delegiertenwahl

Die CDU Höntrop hat mich gebeten, am 9. September 2009 die Wahlen für die Delegierten zur Aufstellung des Wahlkreisbewerbs für den Landtagswahlkreis 109 bei der kommenden Landtagswahl zu leiten. Da ich mich für diese Position bewerbe, nehme ich diese Gelegenheit war, um mich bei den Mitglieder der Höntroper CDU vorzustellen. Sollten jedoch zahlreiche Mitglieder aus Höntrop bereits an der Kandidatenvorstellung für alle Wattenscheider CDU-Mitglieder teilgenommen haben, dann werden wir vermutlich ein anderes Theme vereinbaren. Einfach so allgemein zur Landespolitik zu reden liegt mir nicht. Die Zuhörer sollen sich mit der Einladung bereits auf etwas einstellen können.

CDU Günnigfeld & WAT-Ost: Vorstellung / Kulturhauptstadt

Nach Ansprach seitens des Wattenscheider Bürgermeisters Hans Balbach werde ich mich bei den Ortsverbänden CDU Günnigfeld-Südfeldmark und Wattenscheid-Ost am 10. Juni 2009 um 19 Uhr als Landtagskandidat „bewerben“. Allerdings werde ich mich nicht einfach nur vorstellen, sonüglderen einen Vortrag zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 halten. Aber mit dem Thema Metropole Ruhr und als Geschäftsführer der CDU-Fraktion im RVR werde ich bezüglich 2010 und des Wahltermins in 2010 an dem Thema Kulturhauptstadt nicht herumkommen. Will ich auch gar nicht.

Zugleich erwarte ich, dass der Ortsverband Wattenscheid-Ost an diesem Abend seine Delegierten für die Aufstellungsversammlungen zu Landtagswahl wählen wird.

Nachbesserungen am Ausbau der A40

Heute lese ich in der WAZ Wattenscheid mal wieder von Werner Dechardt von der Bürgerinitiative zur (besser gegen die) A40.  Morgen findet sich die Nachricht, dass die Bezirksvertretung Wattenscheid – auch die CDU – eine Feinstaub-Messstation noch vor 2011 haben will.

Einen Tunnel, Deckel oder ähnliches wird es realistischerweise in den nächsten Jahren für die A40 in Wattenscheid nicht gegeben. Politiker aller Couleur und auf allen Ebenen geben da kein Geld her. Weder Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD), noch Rot-Grün in Bochum scheinen bereit zu sein, jeweils eigenes Geld in die Hand zu nehmen. Und das scheint mir auch gut so. Erst einmal muss das Projekt stehen, um weiterzusehen.

Und das „weiterzusehen“ ist auch richtig für die beiden Anliegen, mit denen ich da in den letzten beiden Tagen konfrontiert werde:

  1. Die Trasse der A40 soll erstmal gebaut werden. Es kann sein, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW hier und da zuviel abgeholzt hat. Da sich der Umweltausschuss der Stadt Bochum öfter mal mit dem Vorgehen von Straßen.NRW befassen durfte, würde ich mich das nicht wundern.
    Schaue ich mir den ersten Abschnitt an, der langsam fertig wird, dann kommt bei mir der Gedanke auf, dass da hier und da vielleicht noch nachgebessert wird. Bei der Projektgröße scheint mir das aber normal. Da wird noch einiges gestaltet werden müssen und ggf. am Lärmschutz nachgearbeitet werden müssen. Pflanzen werden auch helfen.
  2. Die Forderung nach einer weiteren oder zeitlich früheren erneuten Messtation für ein Jahr ist auch nicht neu. Es gab auch eine Mitteilung im Rat der Stadt Bochum hierzu. Und da ziehe ich das gleiche Fazit: Erst muss der Ausbau fertig werden. Es hilft ja nichts, wenn da eine höhere Belastung mit Feinstaub festgestellt wird, es sich jedoch um eine atypische Situation handelt. Während der Umbauphase wird die Stausituation heftiger sein als vorher und nacher. Die Mitteilung der Verwaltung zeigte aber auch, dass von einer geringeren zukünftigen Belastung auszugehen sei.
    Und jetzt denke ich mir mal das Ergebnis dieser Messstation: Wenn da keine erhöhten Messwerte festgestellt werden, dann passiert nichts. Den Kritikern ist dann der Wind aus den Segel genommen; es sei denn, das Wetter sei Schuld an den guten Messergebnisse.
    Und wenn doch? Dann ist entweder die Ausnahmesituation als intervenierende Dritt-Variable oder im ersten Jahr die atypische Wetterlage ursächlich hierfür.
    Was könnte dann getan werden? Richtig, der Ausbau müsste beendet werden, um die atypische Situation zu beenden. Und das messen wir dann ab 2011, wenn die A40 fertig ist.

Warum messen wir dann nicht gleich 2011, wenn wir wissen, wie sich die ausgebaute A40 auf die Feinstaubbelastung dauerhaft – und nicht nur in der atypsichen Baussituation verhält ?

Die Forderung macht also keinen Sinn. Da aber auch nur die Werte des LANUV anerkannt werden und das LANUV erst in 2011 wieder messen will,  wird eh nicht viel passieren. Also gehe ich in 2010 mal lieber auf eine Begehungstour und schau mir die Mängel des Ausbaus an, um konkrete Forderungen nach Nachbesserung zu erheben.