Schwimmbrücke: Die derzeit wichtigsten Aspekte

Hier der aktuelle Sachstand:

  • Bei einem angekündigten Treffen der Verwaltungsschefs – Bürgermeister – von Bochum, Essen und Hattingen wurden für eine Wiedereröffnung der Schwimmbrücke 4 Lösungsansätze benannt. Diese werden von den Verwaltungen jetzt arbeitsteilig geprüft, siehe Pressemitteilung der Stadt Bochum vom 3.4.2018 Darin sind Vorschläge der Bezirksvertretungen aufgenommen, zum Beispiel eine Rotlichtüberwachung.

    Die drei Bürgermeister haben erklärt, dass sie gemeinsam für diese Verkehrsverbindung verantwortlich seien.

  • Die Stadtverwaltung von Bochum hat die Schließung der Schwimmbrücke angeordnet (16.2.2018, vgl. u.a. hier im Blog). Eine akute Gefahr aufgrund von Verkehrsverstößen bestehe. Die örtliche Bezirksvertretung fordert – SPD, CDU, Grüne, FDP – einen neuen Pilotversuch mit Rotlichtüberwachung und die Prüfung u.a. von Schrankenanlagen und Brückenwärtern. (28.2.2018, vgl. Meldung Radio Bochum)
    Der zuständige Ratsausschuss tagt am 10. April 2018. Unter Konkretisierung des Beschlusses der Bezirksvertretung liegt ein Antragsentwurf der Koalition von SPD und Grünen vor. (siehe WAZ BO 23.3.2018)
  • In Essen hat sich die Bezirksvertretung der Ruhrhalbinsel mit der Pontonbrücke befasst (6.3.2018). Burgaltendorf gehört zu diesem Stadtbezirk VIII. In einer Resolution wird Unverständnis für die Sperrung geäußert. Fehlverstöße von Verkehrsteilnehmern müssten geahndet werden und dürften nicht zur Sperrung der Brücke führen. Dafür sollen neue Lösungen gesucht werden. Dabei wird an die Ober- bzw. Bürgermeister von Bochum, Essen und Hattingen appeliert, sich bei einem Treffen Anfang April (3.4.2018, vgl. WAZ BO 4.4.2018) auf derartiges zu verständigen. (siehe WAZ E 8.3.2018)
  • In Hattingen hat die Verwaltung ihr Erstaunen über die Bochumer Entscheidung dargelegt (siehe WAZ HAT 23.2.2018). Es wirkt wie ein Alleingang ohne die benachbarten Städte.
    Der Rat der Stadt Hattingen appelliert (22.3.2018) mit einer Resolution an die Stadt Bochum. Diese soll Wege finden, das Fehlverhalten einiger Verkehrsteilnehmer zu unterbinden. (siehe WAZ HAT 27.3.2018)

Als Zwischenfazit kann nach all den Schreiben von Bürgern, den Medienberichten und politischen Beratungen festgehalten werden, dass es nicht einfach so bei der Sperrung bleiben wird. Noch ist die Lösung aber nicht da.

Weshalb die Deutsche Post weiß, wen Du wählst

Die Deutsche Post wirbt bei Parteien damit, dass sie „potenzielle Wählerschicht als auch Nichtwähler exakt lokalisieren“ könne. Die ‚Bild am Sonntag‚ vermittelt den Eindruck, dass Adressdaten von Wählern an Parteien verkauft (‚verhökert‘) werden.

Was stimmt denn nun? Und woher weiß die Deutsche Post überhaupt, wen ich wähle?

In meinem Archiv habe ich eine Broschüre der Deutschen Post dazu. Leider ist das Erscheinungsdatum nicht klar. Die Titel der Broschüre lautet: Menschen erreichen. Wähler aktivieren. Stimmen sichern. – Wie Dialogkommunikation Sie im Wahlkampf unterstützt. Ein Wahlkampfleitfaden.

Deutsche Post: Die Paletten der ‚Direktkommunikation‘ per Brief

Und da sind dann in der Broschüre die Dienstleistungen dargelegt, die angeboten werden. Das umfasst Beratung und ggf. sogar Gestaltung des Materials, das versendet werden soll. Und am Ende geht es ja um den Verkauf der Versanddienstleistung. Das ist da Kerngeschäft der Deutschen Post. Und da wird normale Infopost angeboten. Die Post geht am Enden an (s. S.12):

Geeignete Wählergruppen für Dialog-Maßnahme:

  • Alle Bürgerinnen und Bürger
  • Bürgerinnen und Bürger in ausgewählten Gebieten
  • parteiaffine Bürgerinnen und Bürger
  • Nichtwähler
  • Erst- und Jungwähler
  • Senioren
  • Sonstige (Briefwähler, Unternehmer, Spender, Mitglieder)

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Wie die Post Wählerdaten an Parteien verkauft

Was steckt hinter dem angeblichen Verkauf von Wählerdaten durch die Deutsche Post Direkt GmbH?

  • Die Post verfügt über Daten für Massen-Werbeaussendungen zu gewerblichen Zwecken.
  • Hierfür werden auch statistische Daten anderer Quellen eingekauft, zum Beispiel von Bundesämtern.
  • Zu den vorhanden, gekreuzten Daten lassen sich Thesen über Parteienpräferenzen bilden.
  • Die Post verkauft nicht die Adressdaten, sondern die Dienstleistung der Auslieferung.
  • Im Gegensatz zu Daten von Einwohnermeldeämtern können diese Daten genauer Zielgruppen identifizieren – so das Kalkül.
  • Das Instrument erlaubt die Mobilisierung der ‚eigenen‘ Wählerschaft fernab der eigenen Hochburgen.
  • Das ist alles nicht neu und kein Geheimnis.


Ein Wahlkampf steht bevor. Die Deutsche Post wird erwartbar auf einem Parteitag mit einem Stand im Foyer vertreten sein. Ein Ableger des Konzerns verschenkt dort eine Klapp-Visitenkarte mit je einer Briefmarke. Gab es da nicht letztens sogar Briefmarken, die selber gestaltet werden können?

Die Post macht Werbung für ihre Massen-Mailings. Unter Älteren wird das auch Zielgruppenbrief genannt. Das ist ein teures Vergnügen. Es kostet Geld, die Masse der Wählerinnen und Wähler anzuschreiben. Die Post verspricht, dass sie mit mit ihren Daten gezielt Haushalt anschreiben kann. Gezielt bedeutet, dass ich diese Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich zur Wahl meiner Partei motivieren kann.
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Welche Grundschule soll wieder geöffnet werden – Abstimmung

Welche Grundschule soll wieder eröffnet werden?

  • Swidbertschule, Elisabethstr. 2, WAT-Mitte (33%, 7 Stimmen)
  • Grundschule Eppendorf, Ruhrstr. 30 (33%, 7 Stimmen)
  • Grundschule Bertramstraße 6, Leithe (19%, 4 Stimmen)
  • Südfeldmarkschule, Roonstr. 1, Südfeldmark (14%, 3 Stimmen)

Teilnehmer: 21

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Im Rathaus Wattenscheid wurde nach hartem Ringen durchgesetzt, dass für Wattenscheid eine weitere Grundschule geplant werden soll. Das war die Forderung der CDU. Nach mehr als 90 Minuten Debatte und einer Auszeit schlossen sich die anderen Partei an. Auch SPD und Grüne in Wattenscheid waren dann dabei. Allerdings fällt die Entscheidung im Bochumer Rathaus. Voraussichtlich Anfang Juni.

Welche Schulgebäude sind noch da?

Für eine weitere Schule stellt sich die Frage nach dem Standort. Einige Schulgebäude stehen noch. Ihre Schließung war meist im Jahr 2012 beschlossen worden. Eine Fehlplanung? Manche Gebäude sind nicht mehr im Zustand, um dort unterrichten zu können. Das wird geprüft werden müssen. Die Wohnorte der zukünftige Schülerinnen und Schüler spielen auch eine Rolle.

Unabhängig davon, daher die oben stehende Frage: Welche Grundschule soll wieder eröffnet werden?

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Politik für Bus und Bahn – so cool im Video

56 Sekunden für Neuerungen im Nahverkehr. Die braucht es, um das Programm der CDU Bochum dazu darzustellen.

Und diese Ziele zeigt das Video ‚Bessre Öffis‘:

  • Mit der Linie 306 alle 7,5 Minuten zwischen Bochum Hbf und Wanne-Eickel Hbf.
  • Mit der S1 zwischen Dortmund und Essen alle 15 Minuten.
  • Busse und Bahnen ansonsten alle 15 oder alle 30 Minuten.
  • Neue und längere Züge mit mehr Platz, besseren Einstiegsbereichen und einfach bequemer.
  • Digital Anzeigen an Haltstellen.
  • Nachts mehr Züge im Nachtvekehr.

Einfach Bessre Öffis!.
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First Kiss – So sieht’s aus, wenn sich 20 Fremde küssen!

Heute habe ich mir nochmal ein Video angesehen: First Kiss! Darin küssen sich 20 Personen, die sich nicht kannten, bevor sie angesprochen wurde. Fremde! Und das vor der Kamera!

Ein schönes Video, voller Emotion. Aber auch Anflügen von Ekel, wenn plötzlich eine Zunge zu sehen ist. Oder ein Schmatzen zu hören ist. Eine Nase ins Auge gedrückt wird.

Haben wir nicht alle schon mal so geknutscht?

Mehr als 120 Millionen mal gesehen.

Das Video wurde von/ für die Modemarke wren erstellt.

VRR exportiert Fahrpläne für Google und OpenData

Die Fahrpläne des gesamten VRR-Raums werden zukünftig für OpenData-Projekte und Google genutzt werden können. Seit längerem wird schon am Export der Daten gearbeitet. Die Verkehrsunternehmen tragen diesen zentral beim VRR zusammen. Die Schwierigkeiten scheinen nicht mehr bei Inkonsistenzen der Daten zu liegen, sondern bei einigen Besonderheiten.

Die General Transit Feed Specification (GTFS) bildet Haltestellen und Abfahrtzeiten ab. Mit neueren Produkten gibt es Probleme (vgl. VRR-Drs. Z/IX/2018/0403): Anrufsammeltaxis und Rufbusse. on demand-Angebote passen offenbar nicht in ein Muster starrer Fahrpläne. Das ist gerade ihre Besonderheit. Der VRR arbeitet zusammen mit anderen Verkehrsverbünden an Lösungen.
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Kennzahlen: Apps im VRR-Verbund

Seit April 2017 verfügen die Verkehrsunternehmen des VRR über eine gemeinsame App zur Navigation durch den öffentlichen Nahverkehr und Kauf digitaler Fahrscheine. Die 25 Unternehmen haben diese sogenannte Verbund-App marginal angepasst oder setzen am Ende am gleichen System eines Ticketshops an. Der Start war holprig. Aber inzwischen wachsen die Nutzerzahlen kontinuierlich.

Im jüngsten Bericht schreibt die VRR-Verwaltung:

Die Nutzer empfinden die neue Oberfläche als modern und gelungen, sehen allerdings je nach Nutzungsweise der App noch Optimierungspotenziale. Häufig wird die Performance, also die Geschwindigkeit der App beim Start und während der Nutzung, bemängelt.

Zwischenzeitlich wurden zwei Updates vorgenommen, die Verbesserungen brachten. Ein zwischenzeitlicher Rückgang der Nutzer konnte durch das weitere Wachstum wieder aufgeholt werden.
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Grundschulen: Kinder gehören in Schulen, nicht in Container!

In einer Grundschulklasse sollen 23 Schüler sein. Fachleute sprechen von der Richtgröße. In Bochum-Wattenscheid sind es 24,9. Also durchschnittlich fast 2 mehr. Manche Klassengröße ist Durchschnitt, andere Klassen sind mehr als diese zwei über der Richtgröße. In Wattenscheid ist bereits jetzt Bedarf für eine neue mehrzügige Grundschule. In anderen Bochumer Stadtbezirken sieht es nicht anders aus.

Jetzt legt die Stadtverwaltung den Entwurf einer Schulentwicklungsplanung vor. Dann werden das in den nächsten Jahren noch mal 50 Schüler mehr. Nicht weniger. Wattenscheid braucht eine neue Schule. Und Schulgebäude haben wir noch. In den letzten Jahren sind Grundschulen geschlossen worden. Ich denke an Swidbertschule, Ruhrstraße, Bertramstraße usw. Da stehen noch Gebäude.

Stadt Bochum: Anbauten und Container, statt Schulgebäuden

Die Stadtverwaltung will in ihrem Entwicklungsplan keine neuen Schule. Sie will vorhandene Grundschulen erweitern. Also anbauen, Container aufstellen. Das ist der falsche Weg!
Ein neuer, alter Schulstandort erlaubt auch, für viele Kinder die Wege zur Schule zu verkürzen. Das ist der richtige Weg, der kürzere!

Das Bild zeigt einen Motivwagen aus dem Wattenscheider Karneval: Rosenmontag 2013.


Link zum Schulentwicklungsplan Bochum, Grundschulen 2018/29-2022/2023

Leitbild Mobiltität: Der Bürger will zur Arbeit, nicht von A nach B!

Die Stadtverwaltung Bochum hat ein Leitbild für Mobilität entwickelt. So etwas wird heute benötigt, um Verwaltung und Planung steuern zu können. Meint man. Diese Leitbild reduziert die Bochumer Bürgerinnen und Bürger zu Beförderungsfällen. Diese Beförderungsfälle wolle von A nach B. Leider, dürften die Autoren denken. Und deswegen muss das möglichst ohne Belastung für Umwelt und das Stadtbild erfolgen. Das Verkehr ein wichtiges Element einer Stadt ist, kommt nicht vor. Grabesstille passt nicht zum Wort Stadt.

Menschen verfolgen Ziele – Menschen haben persönliche Bedürfnisse

Die Bedürfnisse von Menschen variieren. Sie unterscheiden sich nach Alter, Geschlecht und Beruf. Wer jünger als 18 Jahre ist, der wird seine Strecken nicht allein mit dem Auto bewältigen. Die Nutzung des Autos lässt im Alter nach. Familien mit Kindern haben andere Anforderungen. Weshalb gibt es Familienparkplätze? Frauenparkplätze? Und nicht alle haben ein Auto.

Der zweite Entwurf für ein Leitbild Mobilität ist völlig verhunzt. Erneut. Er erfüllt höchstens die Bedürfnisse derjenigen, die keinen Verkehr wollen. Eine Stadt aber braucht Verkehr. Und eine Stadt braucht Verkehr nicht nur für ihre Bürgerinnen und Bürger, sondern alle, die von außerhalb hierher kommen.

Verkehr und Stadtentwicklung?

Wenn ein Leitbild nicht auf der Ebene der Ziele und Lebenssituationen von Menschen definiert wird, dann doch bitte auf der Ebene der Stadtentwicklung. Bochum ist ein Oberzentrum in der Mitte von Ruhr. Es ist Universitätsstadt und Sitz vieler Verwaltungen. Diese Beschreibung ist nicht vollständig. Aber sie steht in ihrer Kürze schon im Kontrast zum Leitbild, dass die Stadtverwaltung vorgelegt hat.

Hier ein Zitat:

Bochum wird auch 2030 die Mobilität seiner Einwohner sicherstellen – unabhängig von individuellen finanziellen Voraussetzungen. Im Allgemeinen lautet dabei das Grundbedürfnis, von A nach B zu kommen. Es ist also nicht entscheidend, mit welchem Verkehrsmittel die Bochumer ans Ziel kommen, sondern, dass sie in der Lage sind, ihre Ziele in einer angemessenen Zeit, zu bezahlbaren Kosten und insbesondere verkehrssicher erreichen zu können. Alle Bochumer gelangen auch 2030 an ihre Ziele, aber mit weniger Emissionen. (*)

Der Text belegt das Ziel: Die Reduktion von Verkehr. Die Reduktion von Belastungen ist ja wünschenswert, aber wie Verkehr aussehen soll, kommt im Papier zu kurz. So kann Stadt nicht gestaltet werden.