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365-Euro-Jahresticket ist eine Sackgasse für Großstädte

In Wien gibt es ein 365-Euro-Jahresticket. Seitdem wird hier und da in Deutschland immer wieder gefordert, hier nachzuziehen. Das funktioniert, wenn die Rahmenbedingungen gleich sind. Sie sind es aber nicht. Einen Vergleich, was in Wien gemacht wurde, will hier nicht geben. Aber nachfolgend führe ich Punkte auf, weshalb eine derartige Absenkung des Fahrpreises schädlich ist. Schädlich für den Nahverkehr in Großstädten. Dabei denke ich vor allem an die Großstädte in Nordrhein-Westfalen.

Wer soll das bezahlen?

Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich hervorgewagt mit der Forderung nach einem 365-Euro-Jahresticket für alle und überall. So verstehe ich es. Man muss der Tante SPD dankbar sein, dass sie das gleich auf Bundesebene angesprochen hat. Hier regiert sie mit. Hier kann ein Kostenbeitrag geleistet werden. Denn allzu einfach werden die Kommunen mit den Kosten allein gelassen.

In Wien war die Einführung des 365-Euro-Jahrestickets eine Fahrpreissenkung um 20 %. 365 €-Jahresticket heißt im Klartext: Preisreduzierung. Dazu kam ein Ausbau der Kapazität des Wiener Nahverkehrs. Ich sag mal so: Mehr Tram.

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