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ANTIFA – Graffiti schmierende Religionsgemeinschaft ohne Relevanz

Von dem, was sich ANTIFA nennt, halte ich wenig. Nicht dass mir der Ansatz einer politischen Bekämpfung von faschistischer Politik nicht gefiele. Der hatte auch historisch seine Berechtigung. Allerdings hat die wahrgenommene Arbeit der ANTIFA heute nichts mehr damit zu tun. Sie gleicht einer Glaubensgemeinschaft. Eine Auseinandersetzung mit faschistischen Positionen und mit Personen außerhalb der eigenen antifaschistischen “Sektengruppe” ist oft nicht zu erkennen. Was zu sehen ist, sind gesprayte Schmierereien wie im Bild hier.

Standardwerke: ACAB und Anarcho-A

Zu den Standardwerken sogenannter antifaschistischer Graffiti gehört nicht nur das Anarcho-A – ein A in einem runden Kreis, sondern auch ACAB. Das steht für “all cops are bastards” oder deutsch: Alle Bullen sind Bastarde. Damit sind natürlich Polizisten, also Vertreter unseres Staates gemeint.
Und das ist dann meiner Wahrnehmung nach oft das einzige, was ich bei diesen “Antifaschisten” sehe: eine Ablehnung nicht des Faschismus, sondern des Staates. Dadurch sind sie selber ein Problem. Als Sekte sind so von sich überzeugt, dass sie für sich alles dürfen, auch Graffiti schmieren.

Dokumentierte Belanglosigkeit der ANTIFA

Jetzt haben Sie die Vorhalle im Wattenscheider Bahnhof für eine Demo beschmiert. Es wird zu einer Demonstration am 31. April in Bochum aufgerufen. Den Tag kann ich in meinem Kalender nicht finden. Er liegt irgendwo zwischen heute und morgen. Aber das Graffiti wird mich – und sicher viele andere – über den Tag hinaus ärgern. Tröstet Euch, es sagt auch etwas über den Geisteszustand dieser ANTIFA. Und dieser erklärt, die gesellschaftliche Belanglosigkeit.


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Spendet mir jemand Farbe für das Überstreichen von einigen ACAB-Graffiti? Da könnte ich mir schon vorstellen, einen Tag oder mehr auf Pinsel-Arbeit zu verwenden. Es verschandelt ja nur noch unsere Städte, was da sinnlos überall hingeschmiert wird.

Wände, Garagentore etc. sind herzlich willkommen.

#1 von 150: Was passiert genau am Bahnhof Wattenscheid?

Der Bahnhof Wattenscheid ist einer von 150. „#1von 150“ ist eine Kampagne der Deutschen Bahn und der Verkehrsverbünde in Nordrhein-Westfalen. Sie informieren über Maßnahmen der Sanierung und Modernisierung von Bahnhöfen. Sowohl Verkehrsverbünde, als auch der Bahn-Konzern geben Geld hierfür. Teilweise stammt das Geld auch aus dem Bundeshaushalt. Die Seite soll für Bürger sichtbar machen, was bereits passiert ist und was in Kürze noch passieren soll.

In Bochum sind die Bahnhöfe in Dahlhausen und in Wattenscheid enthalten. Am Bahnhof in Dahlhausen ist bereits viel passiert. In Wattenscheid stehen die Arbeiten noch aus. Diese waren auch nicht zeitgleich mit den Maßnahmen in Dahlhausen beschlossen worden, sondern sind nachgerückt. Der Bahnhof wurde später in das Programm namens MOF3 aufgenommen. MOF steht für Modernisierungsoffensive. Das laufenden Programm ist das dritte Programm dieser Art.

Barrierefrei werden heißt Aufzug einbauen

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  • Verlängerung Bahnsteig
  • Wetterschutz
  • Beleuchtung
  • Beschallung
  • Neubau Bahnsteig
  • Aufzug

Der Einbau eines neuen Aufzugs wird zum Beispiel vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gefördert. Damit soll der Bahnhof barrierefrei werden. Um allerdings ohne Stufen zum Bahnsteig zu kommen, müssen noch ein paar Rampen erstellt werden. Im Eingangsbereich des Bahnhofsgebäude sind Stufen vorhanden.

Die Maßnahmen machen den Bahnhof Wattenscheid fit für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), der hier halten wird.

Arbeiten am Bahnsteig, nicht am Bahnhofsgebäude

Ein Irrtum besteht meist. Die Maßnahmen betreffen nur den Bahnsteig. Das Bahnhofsgebäude ist nur indirekt betroffen. Der Aufzug wird im Tunnel zu den Bahnsteigen gebaut werden, der vom Bahnhofsgebäude nach hinten heraus führt. Notwendige Rampen werden vor dem Bahnhofsgebäude entstehen. Auch am Bahnhofsgebäude und im Bahnhofsumfeld muss es Verbesserungen geben. Folglich werden die Bürgerinnen und Bürger dennoch nicht zufrieden sein, wenn die Arbeiten an den Gleisen erfolgt sind. Zurecht.

Und was ist mit dem Gebäude? Es soll ein Problem mit Feuchtigkeit geben. Folglich ist das Mauerwerk marode. Die Bahnhofskneipe Charivari wurde freigezogen, angeblich um den Bahnhof besser verkaufen zu können. Die Stadtverwaltung hat abgelehnt, den Bahnhof zu kaufen. Den politischen Gremien wurde die Entscheidung jedoch nicht vorgelegt.

Kein Käufer in Sicht?

Ich kannte nur einen weiteren potentiellen Käufer, von dem auch die Bahn ausging. Allerdings wollte bzw. konnte der gar nicht. Im Gegensatz zum Wattenscheider SPD-Vorsitzenden Serdar Yüksel MdL vor einem Jahr (vgl. WAZ 13.01.2015) sehe ich die vielen Interessenten nicht, die am Bahnhofsgebäude interessiert sind. Ich vermute, dass der Kaufpreis zu hoch angesetzt ist.
Bleibt dann am Ende doch nur die Stadt als Käufer?

2017 passiert am Bahnhof erst einmal nichts. Auch nach den inzwischen für 2018 vorgesehenen Maßnahmen wird weiterhin Handlungsbedarf am Bahnhofsgebäude und im Umfeld bestehen. Ab 2019 soll dann nichtsdestotrotz der RRX am Bahnhof Wattenscheid halten. Vielleicht bietet sich hierdurch eine weitere Chance.

Bahnhof Bochum-Riemke braucht neuen Anstrich

Der Bahnhof Bochum-Riemke ist der derzeit unscheinbarste der Bahnhöfe in Bochum. Er liegt an der Eisenbahnstrecke von Bochum nach Gelsenkirchen, die hier einst mehrer Steinkohlenzechen anschlossen. So trägt die auf der Strecke verkehrende RegionalBahn RB46 auch den Beinahmen „Glückauf-Bahn“. Die Namensgebung erfolgte nach dem Weggang des finnischen Konzerns NOKIA, der im über den Bahnhof erreichbaren Gewerbegebiet an der Rensingstraße seine Fabrik hatte. Vorher hieß der Bahnhof aus Sponsoringgründen wie der Zug „Bochum-Nokia“. Vor der Nokia-Zeit hieß der Bahnhof nach dem Fernseherproduzenten „Bochum-Graetz“.

Bunt ist es um den Bahnhof herum, aber leider nicht ansehnlich. Graffiti finden sich fast überall. Auch an diesem Bahnhof sind die direkt von der Bahn-Tochtergesellschaft unterhaltenen Einrichtungen, insbesondere das Wartehäuschens, frei von Graffiti. Aber der Zugang und die Umgebung bedürfen einer Säuberung. Ein Anstrich wäre am Stellwerk-/Schranken-Häuschen nötig. Das Gebäude ist vermutlich im Besitz der DB-Netz.
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Graffiti und Müll – Bahnhof Bochum-Hamme braucht Pflege

Von der Dorstener Straße aus ist der Bahnhof Bochum-Hamme fast unscheinbar. Hier befindet sich einer der beiden Zugänge zu dem einen Bahnsteig, an dem der Zug zwischen Bochum und Herne hält. Es ist keine schöne Ecke hier in Hamme. Das Brückenlager der Unterführung und die Schallschutzwände am Gleis sind mit Graffiti beschmiert. Grünflächen im Zugangsbereich müssten von Müll befreit werden und die ungenutzten Fahrradständer wären auch mal zu säubern. Ein Anstrich täte der Umhausung für die Fahrräder gut. Offenbar wurde sich lange nicht mehr um den Zugangsbereich gekümmert. Das Wartehäuschen auf dem Bahnsteig wurde jedoch von Graffiti befreit.

Gerade die Stadtverwaltung ist gefordert, die Umgebung der Zugänge, der Brückenlager und Stellplätze zu säubern.
Der Zustand der Bochum S-Bahn-Haltepunkte belegt erhebliche Versäumnisse seitens der Stadtverwaltung. Geld für die Graffiti-Beseitigung wurde nicht mehr in die Hand genommen. Allerdings könnte auch die Deutsche Bahn hier und da tätig werden. Im Konzern sind die Zuständigkeiten geteilt. Während DB Station&Service sich zum Beispiel ums Wartehäuschen kümmert, sieht es bei den Schallschutzwänden in der Umgebung schlimm aus.

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VRR-Förderprogramm für saubere Bahnhöfe

Viele Bahnhöfe im VRR-Gebiet leiden unter Graffiti. Zu diesem Schluss führt der aktuelle Stationsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Betroffen sind weniger die von der DB Station&Service betreuten Bahnsteige, sondern auch Zugänge mit Flächen in kommunaler und privater Verantwortung. Viel Städten fehlt schlicht das Geld, um dreckige Flächen und beschmierte Wände wieder herzurichten. Mit einem Förderprogramm will der VRR nun helfen. Ein entsprechender Antrag wurde vom VRR-Ausschuss für Verkehr und Planung am Donnerstag (12.03.2015) in Essen einstimmig beschlossen.

Die Beratungen des Stationsbericht führten zu weiteren Aspekten der Sicherheit und von Anlagen, die zu prüfen seien. Die in den VRR entsandten Kommunalpolitikern zeigten sich besorgt über Bestrebungen innerhalb des Konzerns der Deutschen Bahn, Lautsprecheranlagen an Bahnsteigen abzubauen.

Besonders befassten sich die Politiker mit den geteilten Zuständigkeiten für den Zustand von Bahnhöfen. Ein Bahnhof besteht regelmäßig aus Gebäuden und Flächen verschiedener Eigentümer. Insbesondere jetzt als aufgrund von Graffiti in schlechtem Zustand befindlich bewertete Flächen der Zugangsbereiche sind dabei regelmäßig in Besitz Kommunen. Denen fehlt es oft an den nötigen Finanzmitteln. Teilweise sind abver auch die Zuständigkeiten in der Verteilung zwischen Bahn, Kommune und privaten Dritten nicht klar. Hier will der VRR nun ein Förderprogramm auflegen.
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S-Bahnhof Langendreer-West: Umgebung hat Graffiti-Problem

Die Umgebung des S-Bahnhofs Langendreer-West hat ein Graffiti-Problem. Während fast schon überraschend die Wartehäuschen auf dem Bahnsteig frei von Graffiti erscheinen, so ist das Umfeld zu den Treppenaufgängen mit hässlichen Graffiti zugeschmiert. Unansehlich sind auch die Reste des Fahrstuhls, dessen Kabine fehlt. Das Graffiti-Problem erstreckt sich weiter über das Areal rund um den Bahnhofs: Brücken, Privathäuser, Trafohäuschen, Verwaltungsgebäude.

Insgesamt ist der S-Bahnhof Langendreer-West in einem schlechten Zustand. Nicht nur der defekte Aufzug fällt auf, sondern auch die mangelnde Sauberkeit im Zugangsbereich. An den Zugängen und Park&Ride-Parkplätzen liegt Müll herum. Die S-Bahn-Station Langendreer-West erhält daher im jährlich vom Verkehrsverbunde Rhein-Ruhr herausgegebenen Stationsbericht seit Jahren stets die schlechteste Note. Die Ampelwertung liefert konstant ‚Rot‘.
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Graffiti beeinträchtigt S-Bahnhof Bochum-Ehrenfeld

Der Zugangsbereich zum S-Bahnhof Bochum-Ehrenfeld ist eine Zumutung. Die Unterführung an der Bessemer Straße unter der Bahnstrecke ist an den Wänden vollständig mit hässlichen Graffiti bedeckt. Unterbrochen wird das an den Wänden nur von Großplakaten. Auch die Fahrradabstellanlage links vom Zugang zum Bahnsteig ist verschandelt. Der aktuelle Stationsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) gibt dem Bahnhof in der Ampelwertung nur ein ‚Rot‘ – im Vorjahr war es noch ein ‚Gelb‘. Zugleich weist der VRR darauf hin, dass die Stadt Bochum hier in der Verantwortung ist. Und wer genau hinsieht, der bemerkt, dass ab den Treppen zum Bahnsteig Schmierereien regelmäßig entfernt werden. Scheinbar kümmert sich hier die Deutsche Bahn mehr um die Bereiche der Bahnsteige als die Stadt um die ihr zuzuordnenden Zuwegungen.
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S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop hat ein Graffiti-Problem

Der S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop hat ein Graffiti-Problem. Das ist nicht nur dem aktuellen Stationsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu entnehmen. Bereits bei der Fahrt über die Höntroper Straße ist es zu sehen: Großflächige Graffiti an den Brückenlagern, Schmierereien am Bahnhofsgebäude und zugesprühte Bahnhofsschilder. Flächen der DB Station&Service und der Stadt Bochum sind betroffen, aber auch Privater.
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Fernbusreisen: Unterwegs mit FlixBus

Fahrkarten für die Strecke Berlin-Bochum hatte ich bereits einmal über MeinFernbus.de gekauft und verschenkt. Diesmal stand der Selbsttest mit einer Fernbusreise Bochum-Berlin und zurück an. Nach dem guten Abschneiden der Anbieter von Fernbusreisen in Deutschland bei der Stiftung Warentest, wollte ich es selber wissen. Eine WLAN-Verbinrdung im Bus, Getränke- und Snackverbauf beim Fahrer und die günstigen Fahrpreise lockten mich zu diesem Selbstversuch, bei dem ich mich 6 Stunden in einen Bus setzten muss. Der selbst ermäßigt deutlich teurere ICE benötigt weniger als 4 Stunden als die Fahrt mit dem Testsieger Flixbus. Hier mein Erfahrungsbericht.

Ich bin mit Begleitung gereist. Eine Richtung kostete 10 € über eine Sonderaktion von LIDL. Bei der Buchung für meinen Begleiter online etwas später kostete die Richtung bereits 14 €. Wir sind also für 20 € bzw. 28 € hin- und zurück gefahren. Über den Preis lässt sich nicht meckern. Der Bus war pünktlich am Haltepunkt am Bochumer Hauptbahnhof. Aufgrund von Staus und daher einem verzögerten Fahrerwechsel waren wir eine halbe Stunde verpätet am Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin (ZOB). Der ZOB in Berlin liegt am Kongresszentrum. Er ist an den Nahverkehrs angeschlossen und es gibt Taxen. Viele Fernbusreisen führen nach Berlin.

Qualität von Fernbusreisen

Fernbusreisen ab Bochum Hbf mit FlixBux
Ein FlixBux
Fahrt war super, Bus war toll. Die Fahrgäste waren angenehm, die Busfahrer auch. Auf halber Strecke gibt es eine Pause, um die Fahrer zu wechseln und die Lenkzeiten einzuhalten. Das ist wie der „Personalwechsel“ bei der Bahn, nach dem die Fahrscheine erneut kontrollierten werden.

Auf der Hinfahrt erfolgte der Stop an einem Autohof. Hier konnten die Toiletten benutzt und die Beine vertreten werden. Wir tranken etwas.

Anforderungen an ZOB-Haltestellen für Fernbusreisen

Haltestelle Bochum Hbf, Wittener Straße 2
Haltestelle Bochum Hbf, Wittener Straße 2
Auf der Rückfahrt wurde mit bewusst, wie unterschiedlich die Qualität, aber auch die Anforderungen an die ZOB sind.

In Bochum scheint mir ein einfacher Halt zu genügen, der aber noch ausbaufähig ist. Die Situation an der Wittener Straße ist gedrängt. Positiv ist die Lage unmittelbar am Hauptbahnhof, allerdings weiter entfernt zur Autobahn. Der Wattenscheider Bahnhof liegt direkt an der A40, aber die Bushaltestelle ist als Parkplatz markiert.

Am ZOB in Hannover erfolgte eine halbstündige Pause. Die ist wirklich knapp, denn Infrastruktur wie Toiletten und Geschäfte u. a. für Speisen und Getränke sind doch etwas entfernt am Bahnhof. Der Hauptbahnhof in Hannover ist auch stark frequentiert. Die Erledigungen sind zeitlich gerade zu bewältigen. Toiletten direkt am ZOB sind also von Vorteil, denn im Bus muss es nur sein, wenn es sein muss.

Bemerkenswert war, das es zwei parallel Busse gab, die am Sonntagnachmittag von Berlin ins Ruhrgebiet fuhren. Die Fahrgäste wurden aufgeteilt auf zwei Busse. Ein Teil fuhr Bochum und Essen an, an anderer Dortmund und Düsseldorf. Dadurch wurde Zeit für alle gewonnen. Im Unterschied zur Bahn, müssen nicht alle Fernbusreisen über jeden Haltepunkt im Ruhrgebiet – Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg und dann Düsseldorf – führen. Das kann ein Vorteil sein. Die Strecken von Flixbus sind bereits so gelegt.

Fazit für Fernbusreisen in Deutschland

Fernbusreisen sind attraktiv und eine preisgünstige Alternative, die übrigens auch nicht klimabelastender als eine Fahrt mit der Bahn ist. Gerne wieder.

Kommunalpolitischen Handlungsbedarf sehe ich weitgehend bei der Anpassung der Haltepunkte für ein- und aussteigende Fahrgäste und Durchreisende.

Fail! VRR und Bahn AG: Installiertes, elektronisches Ticket-System abgeschaltet

Touchpoint-RFID-Tag mit Daumen nach unten
Fail: Touchpoint der Deutschen Bahn (hier in Wetter)
Die Reste des Kulturhauptstadtprojektes Ruhr.2010 im Bereich des Nahverkehrs können an den Bahnhöfen und DB-Haltepunkten der Metropole Ruhr besichtigt werden. Im Rahmen eines Probebetriebes konnte von sämtlichen Bahn-Haltepunkten aus per Handy eine elektronische Fahrkarte gelöst werden – Touch & Travel hieß das. Der Probebetrieb im Jahr der Kulturhauptstadt lief so erfolgreich, dass das System bundesweit eingeführt wird, aber nur an ICE-, IC- und EC- Haltepunkte bzw. dort, wo Verkehrsverbünde und Deutsche Bahn kooperieren. In der Metropole Ruhr, wo der Probebetrieb erfolgreich lief, findet diese Kooperation nicht statt. Die sogenannten Touchpoints, blaue Schilder mit RFID-Tags (siehe Bild) etc., finden sich auch an Haltepunkten, an denen kein DB-Fernverkehr hält. Wird der Touchpoint genutzt, zum Beispiel seine Nummer in die App auf dem Mobiltelefon eingegeben, dann erscheint eine Fehlermeldung. Denn der Punkt ist dem System unbekannt. Auf Nachfrage teilte mir die Hotline, deren Nummer auf jedem Touchpoint aufgedruckt mit, dass dieser Touchpoint noch nicht abgebauter Rest des Pilotbetriebs sei. Es ging mal an der Ruhr, jetzt nicht mehr. In Berlin lässt sich an jedem U- und S-Bahnhaltepunkt eine Fahrt so lösen und beenden.

Nicht zu unterscheiden: Funktionierender Touchpoint am DB-Reisezentrum Bochum Hbf
Nicht zu unterscheiden: Funktionierender Touchpoint am DB-Reisezentrum Bochum Hbf
Für die „Metropole“ Ruhr ist das unbefriedigend. So kann ich zwar per Touch & Travel, wie das Angebot der Deutschen Bahn heißt, von Bochum nach Hagen fahren, denn beides sind IC-Haltepunkte. Hingegen kann ich nicht von Wattenscheid nach Wetter fahren. Beide Bahnhöfe sind mit Touchpoints ausgerüstet, doch es ist ein potemkinsches Angebot. Es geht nicht. Mehr noch! Eigentlich könnte es sogar für den örtlichen Nahverkehr nutzbar sein, so wie es in Berlin der Fall ist. Im Pilotbetrieb hieß es dazu in der WAZ am 01.09.2009:

Touch & Travel werde so umgesetzt, dass auch der Übergang auf andere Verkehrsmittel – beispielsweise vom ICE auf den Bus oder umgekehrt – möglich sei, versichert die DB. Das erspare den Ticketkauf auch beim Umstieg auf andere Verkehrsmittel. Auch seien keine Kenntnisse über Tarifgrenzen mehr erforderlich. Touch & Travel benötige keine aufwändige und teure Infrastruktur an den Haltestellen und Bahnhöfen, da die Datenübertragung zum Hintergrundsystem über das Mobilfunknetz stattfinde.

Streit um technisches System: Per Mobiltelefon bezahlen oder per Chipkarte
An wem liegt es nun, dass das Bahnfahren ohne Fahrkartenkauf in der Metropole Ruhr nicht mehr möglich bzw. nur sehr eingeschränkt möglich ist? Liegt es an der Deutschen Bahn, die die Touchpoints nicht wieder abgebaut hat? Oder liegt es am VRR? Beide sind in meinen Augen Schuld, sie kommen nicht zueinander. Ein Nachfrage bei Verantwortlichen des Verkehrsverbunds Rhein Ruhr (VRR) brachte mir die Antwort, dass der VRR ein anderes System bevorzuge, keines das an ein Mobiltelefon und die Ortung gebunden sein. Der VRR favorisiert ein NRW-weit einheitliches Modell, dessen Pilotbetrieb er realisieren will. Dabei soll eine Chipkarte (darauf der RFID-Chip) zum Einsatz kommen, die an ein Online-Vertriebs-Tool aller Nahverkehrsgesellschaften mit einem System namens EFM3 andockt. Die Vereinheitlichung aller Standards und Verfahren ist das Ziel und dürfte bis 2017/19 dauern. Dafür kann man dann losfahren und muss sich nicht um Tarife kümmern in NRW – so der Plan, wenn alle mitmachen. ‚Touch & Travel‘ wäre sofort verfügbar, wenn denn der VRR mit der Bahn kooperieren würde. Und daher gilt die Weisheit: Das Bessere (=VRR) ist der Feind des Guten (=Bahn). Ergebnis: Fail! Lässt sich denn nicht beides realisieren? Das seine sofort, das andere später? Ich könnte am Bahnhof Wetter meine Fahrkarte per Handy lösen und in Berlin-Zehlendorf aussteigen. Das wäre nicht einmal auf NRW beschränkt!

Behelfen muss ich mich mit einem separaten Handyticket-System für Mobiltelefone in der losfahrenden und ankommenden Stadt, sofern ich Fernverkehrszüge nutze, die an Fernverkehrhaltepunkten (=großen Bahnhöfen) halten. Die polyzentrale Struktur der Metropole Ruhr, die sich auch in einem sternförmigen Nahverkehrsnetz mit Hauptbahnhöfen als Mittelpunkten niederschlägt, wird bis auf weiteres mit den Methoden der interkonnektiven Welt konserviert.Es ist die übliche Tragödie des alten Ruhrgebiets.

Kommunalpolitker aller Kommunen, ja Regionalpolitiker, vereinigt Euch. Schiebt das Thema mit Anträgen, Anfragen und Resolutionen an. Lasst Euch dazu berichten. Das Thema ist ja noch nicht einmal hinreichend als Missstand bekannt. Ich will mal sehen, wo ich das einbringen kann. Fortsetzung folgt …

Potemkinsches Angebot: Touchpoint am Bahnhof Wetter (Ruhr)
Potemkinsches Angebot: Touchpoint am Bahnhof Wetter (Ruhr)

Intransparente Geldverteilung der „freien Szene“ im Ruhrgebiet

Städte der Kulturregion Ruhrgebiet

Bei einer Veranstaltung zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtprojektes der Kommunalpolitischen Vereinigung Bochum in der Kunstwerkstatt am Hellweg in Wattenscheid, fiel es mir wieder auf: Die intransparente Verteilung der Gelder der regionalen Kulturförderung des Landes. Dr. Cebulla – quasi Chef der Kunstwerkstatt – berichtete, dass er keinerlei Förderung mehr von irgendwem erhalte. Das Hauptthema war jedoch die Enttäuschung der „freien Szene“ vom Kulturhauptstadtjahr, wo sie nicht berücksichtigt worden sei, und das dies für die Kulturhauptstadt- freie Szene sich auch danach fortsetze. Es zeigte sich aber auch, dass er und die Anwesenden von der Kulturförderung der „freien Szene“ nichts wussten.

Förderliste der „freien Szene“ werden zur Landesregierung durchgereicht
Das Land NRW hat verschiedene Kulturregionen. Die Karte zeigt die Kulturregion Ruhrgebiet. Die freie Szene berät darin jährlich für politische Gremien vor, wer da aus Kulturförderungsetats des Landeshaushalts Geld bekommt. Wie man in das Gremium kommt, weiss ich nicht. Ich habe mir sagen lassen, dass das Gremium von Gerd Spieckermann vom Bahnhof Langendreer morderiert wird. Der Bahnhof Langendreer hat den Ruf, „geschickt“ beim Einwerben von Fördermittel aus unterschiedlichen Quellen zu sein. In 2011 erhält der Bahnhof selber etwa 10% der regionalen Fördermittel. Die Regionalräte, also hier das Ruhrparlament des Regionalverbands Ruhr, empfehlen diesen Vorschlag dann der Landesregierung. Auf dem Weg von diesem Gremium der „freien Szene“ bis zum Landeshaushalt tut sich wenig.

Nachdem der RVR die Funktion des Regionalrats fürs Ruhrgebiet übernommen hat, hat das Ruhrparlament den Willen erklärt, beratende Mitglieder zu den Vorberatungen zu entsenden. Die Parlamentarier haben nach dem ersten Abnickenden Wunsch geäußert, zumindest nachrichtlich zu wissen, welche Projekte sie abnicken sollen und welche keine Förderung erhalten. Das hat dann auch im zweiten Jahr gleich nicht funktioniert, denn die Parlamentarier – hier Lothar Gräfingholt (CDU) aus Bochum und Monika Simshäuser (SPD) aus Hamm – sind nicht eingeladen worden. Statt die Empfehlung abzunicken, hat sich die CDU daher enthalten.

Wer agiert da eigentlich?
Das Vertreter der freien Szene die Entscheidungen ihrer, wie auch immer bestimmten, Vertreter nicht mitbekommen, ist das eine. Das andere ist, dass die offiziellen Entscheidungsträger das auch nicht mitbekommen. Der kommt mir schnell der Verdacht, dass da was ausgeklüngelt wird, was insbesondere den Beteiligten selber hilft.
Ein Bericht der Ruhrbarone xtranews (No, we can’t – Stille Haushaltssperre in NRW lähmt nicht nur die freie Kulturarbeit, 27.07.2011) zu den Problemen der „freien Szene“, Gelder in 2011 aus dem Landeshaushalt ausgezahlt zu bekommen, lässt nicht die Gefahr sehen, dass nur größere Insitutionen die Mittel zur Refinanzierung von Veranstaltungen heranziehen können, die sie eh machen würden. Das wäre dann keine Förderung zusätzlicher Projekte, sondern nur Mitnahmeffekte. Um das zu verifizieren, müsste ich mir die einzelnen Projekte mal ansehen. Ich kenne sie zu wenig, nicht einmal ein Datenblatt.

Nachfolgend einmal die aktuelle Förderliste (in der Reihenfolge) aus 2011. Wenige Projekte davon kenne ich.

 

Akademisches Förderungswerk (Kulturbüro), Bochum 21. Internationales Videofestival 12.000 €
ProJazz e.V., Dortmund jazzwerkruhr 36.400 €
Kulturzentrum Grend e.V., Essen Literatürk – 7. Deutsch-Türkisches Literaturfestival 22.000 €
Bahnhof Langendreer e.V., Bochum Odyssee – Kulturen der Welt. Musik der Metropolen ! 43.000 €
Pixelprojekt Ruhr, Herne Pixelprojekt Ruhrgebiet 46.500 €
Klack ZwoB e.V., Bochum 19.Blicke.Filmfestival des Ruhrgebiets 40.000 €
artscenico e.V., Dortmund LandTanz und DorfOrgien 11.800 €
30.000 € für 2012 angemeldet
open systems e.V., Essen upgrade 4.0 5.000 €
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V., Dortmund Hosgeldiniz! 6.740 €
Kunsthaus Essen, Essen dual 8.300 €
Jan Klare / Ludger Schmidt, Münster/Ennepetal Dorf-Feste 16.000 €
Studentische Initiative, Bochum MegaFon 2.000 €
JOE e.V., Oer-Erkenschwick SSBO Sun sucks brain out – Festival 7.900 €
Kultur im Ringlokschuppen e.V., Mülheim an der Ruhr Shiny Toys – interdisziplinäres Medienfestival 27.000 €
Deutsches Forum für Figurentheater, Bochum Ruhr-Kunst-Cashing 20.000 €
Rottstr. 5 e.V., Bochum Portait John Cage 1.550 €
Kultur im Ringlokschuppen e.V. + Literaturbüro Gladbeck, Mülheim Textrevolte – Literatur und Politik 15.000 €
Die Bühne e.V., Essen Inclusiv 18.200 €
Virtuell-Visuell, Dorsten Kunst bewegt Räume 16.500 €
99cent theater, Bochum Eintagsfliegen (kontinuierlich kopulierend) 10.000 €
Künstlersiedlung Halfmannshof e.V., Gelsenkirchen Zwischen Diktatur und Demokratie. Die Geschichte der Künstersiedlung Halfmannshof 1931-1956 17.000 €
Rita Maria Schwaigin, Dortmund Offene Ateliers Dortmund 4.000 €
Depot e.V., Dortmund Kunstbox 2.400 €

Die Liste enthält insgesamt 399.290 € und enthält mit Münster, Ennepetal, Oer-Erkenschwick und Dorsten vier Orte, die nicht zur Kulturregion Ruhrgebiet gehören.

 

Links
Seiten der Bezirksregieung Arnsberg mit Infos zur regionalen Kulturförderung und Antragsformularen

Drucksache des Regionalverbands Ruhr zur regionalen Kunst- und Kulturförderung 2011

Fällt der Kulturherbst 2011 für freie Träger und Projekte in NRW aus? (Gerd Herholz, Ruhrbarone, 20.03.2011)

 

Bahngipfel zum Rhein-Ruhr-Express

Am Mittwoch, den 31. März 2010 haben Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, der Vorstandsvorsitzende der DB AG Dr. Rüdiger Grube und NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper mehrere Vereinbarungen zum Schienenpersonennahverkehr (SPNV – tolles Wort, oder?) unterzeichnet. Unter anderem ging es dabei auch um den Rhein-Ruhr-Express (RRX). In einer Presseverlautbarung des Landesregierung heißt es dazu:

Der Bund hat zugesagt, nachdrücklich die Realisierung des Rhein-Ruhr-Express voranzubringen. Sobald die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, soll der RRX möglichst abschnittsweise gebaut werden. Im Rahmen des Umbaus des Dortmunder Hauptbahnhofs hat der Bund 48 Millionen Euro zur Anbindung des RRX vorgesehen. Außerdem wird die Bahn die Planungsarbeiten mit Hochdruck vorantreiben. Die Planfeststellungsverfahren werden zur Beschleunigung abschnittsweise  durchgeführt. Begonnen wird Anfang 2011 mit den Planfeststellungsverfahren für den Teilabschnitt Köln-Leverkusen. Danach folgen Dortmund-Bochum und Bochum-Essen. Die weiteren Verfahren folgen unverzüglich.

Gleichzeitig vereinbarten Land und Deutsche Bahn, die Planungsarbeiten für den Umbau der Bahnhöfe auf den so genannten „Außenästen“ des RRX zu beginnen. Das sind die Strecken außerhalb des RRX-Kernbereichs, auf denen jeweils nur einzelne der sechs Linien fahren. Sie sind entscheidend für die Anbindung des RRX in die Regionen des Landes. Die Landesregierung verpflichtet sich dazu, diese Planungen zu finanzieren.

Damit ist klar, dass ab 2011 mit dem Planfeststellungsverfahren für die zur Verbesserung des Verkehrs auf der Stammstrecke des Ruhrgebiets notwendigen Maßnahmen zu rechnen ist. Der RRX als System von schneller Stammstrecke und Zubringerstrecken, den „Außenästen“ die der Flächenerschließung dienen, kommt auch voran, da die Planungen an den Außenästen aufgrund der Kostenübernahme durch die Landesregierung gesichert sind.

Für den Bahnhof Wattenscheid ist von Bedeutung, dass er auch beplant wird. Seine Besonderheit ist, dass er zwar auch der Flächenerschließung wie die Bahnhöfe an den „Außenästen“ dient, sich aber räumlich an der Stammstrecke befindet. Die Planung muss zusammen mit dem Planfeststellungsverfahren im Abschnit Bochum-Essen erfolgen.