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Turm von Zeche Holland soll im Herbst 2017 saniert werden – Und dann?

  • Im Herbst sollen die Arbeiten zur Sanierung des verbliebenen Fördergerüsts auf Zeche Holland in Wattenscheid endlich losgehen.
  • Die Sanierungsarbeiten nur für den Turm sollen 2,2 Mio. €. Davon sind 430.000 € von der Stadt Bochum der Wirtschaftsföderungsgesellschaft aufzubringen.
  • Die übrigen knapp 1,7 Mio € kommen aus der Städtebauförderung des Bundes und des Landes.
  • Unklar ist weiterhin, welche Nutzung das Gelände unter dem Turm erhalten soll.

Einsam ragt das Fördergerüst von Zeche Holland in den Wattenscheider Himmel bei Blick gen Westen. Und auf dem Zechengelände ist es rund um den Turm hinter den verbliebenen Gebäeuden, die einst den Ursprung der großen Anlange mit mehreren Türmen bildeten. Denn unklar ist weiterhin, was eigentlich mit dem Turm und dem Gelände direkt unter im geschehen soll.

Aufschwung nimmmt die Aufmerksamkeit in diesen Tag in Wattenscheid, da die Nachricht von der Stadtverwaltung kommt, es solle endlich losgehen. Losgehen, das heißt, der Turm soll saniert werden. Die Folgen schlechter Stahlqualität und von Korrosion, auf Deutsch: Rost, sollen beseitigt werden. Dann ist der Turm standfest. Bis dahin wird einige Monate gearbeitet werden müssen.

Nachfolgenutzung für Gelände unterm Turm von Zeche Holland fehlt

2,2 Mio. € werden Sicherungsmaßnahmen und Schönheitsoperation kösten. Alles samt Steuergelder, die das Wattenscheider Wahrzeichen erhalten. Das darf aber nicht darüber hinwegtäsuchen, dass das Geld erst dann gut investiert ist, wenn auch klar ist, wie die Nutzung des Geländes aussieht:

  • Eine öffentliche Nutzung, die Folgekosten für den Unterhalt verursacht? Gerade mit derartigen kosumtiven Gelderverbräcuhen hat der Haushalt der Stadt Bochu zu kämpfen?
  • Ein Nutzung als Gewerbflächen? Das war schon mal angedacht mit dem Betriebsgebäude, dass den unteren Teil des Fördergerüst umhüllt. Die damalige Konezption ist gescheitert.
  • Nutzung als Wohnareal? Wohnen unterm Turm?

Und damit ist das eine bescheidene Nachricht: Ja, der Turm wird bleiben. Aber es weiterhin nicht klar, was passieren soll. Investoren und Konzepte sind rar.

Hoffentlich muss das Hoffen auf einen Beginn der Zukunft des Turms nicht ein weiteres Mal verschoben werden.

Mehr zum Turm von Zeche Holland …

WAZ Wattenscheid, 25.7.2017: Hollandturm-Sanierung ab Herbst geplant

Anstehender Bericht auf Sat1 NRW

Bergbaunachfolge: Aus Halden werden Deponien

Wenn 2018 der Steinkohlebergbau in Deutschland und im Ruhrgebiet endet, dann gibt es kein Material mehr, um die heute Landschaftsbauwerke genannten Berghalden so zuende zu schütten, wie sie geplant sind. Seit langem ist schon die Idee im Raum, Bergehalden als Deponien für Abfälle weiterzunutzen. Ein weiteres Nutzungskonzept neben Standort für Windenergieräder und Erholungsflächen nimmt jetzt Form an. Die Ruhrkohle Montan Immobilien GmbH und die dem Regionalverband Ruhr (RVR) gehörende Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH gründen gerade ein joint benture, das das Vorhaben im Namen trägt: „Deopnie Auf Halden“, oder: DAH1.

Kraftwerk und Halden. Bald Deponien?
Schüttung auf der Halde Hoheward, im Hintrgrund: Halde und Kraftwerk Scholven

Die beiden Partner scheinen wie gemacht für derartigt Projekte. Die RAG Montanimmobilien bringt Wissen um die Nachfolgenutzung montan-industriell vorgenutzter Gelände mit. Insbesondere ist sie Eigentümerin entsprechender Grundstücke und noch nicht renaturierter Landschaftsbauwerke. Die AGR ist ein Unternehmen im öffentlichen Besitz des Regionalverbands Ruhr, der von der RAG bereits Halden (insgesamt 36 Halden) übernommen hat, um sie den Bürgern der Region als Erholungsflächen nutzbar zu machen. Zudem betreibt die AGR selber Deponien in der Region und betreut ehemaligen Deponien in der Stilllegungsphase, die sich an die Nutzung anschließt. Und die AGR hat selber Bedarf an Deponien der Klasse 1 (vgl. Wikipedia zu Deponieklassen), denn sie betreibt die Müllverbrennungsanalge RZR am Standort Emscherbruch. Hier gibt laut Mitteilung der Verwaltung des Regionalverbands derzeit erheblichen Bedarf in Nordrhein-Westfalen.
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Graf Hotte: Steigerlied

Auf der Whisky’n’more in Bochum hatte ich ihn gesehen: Graf Hotte. Auf der Whiskeymesse machte er Musik und sammelte auch irgendwie Geld, wenn ich mich recht erinnere. Heute kam mir ein Musikvideo von ihm unter. Eine leicht ‚modernisierte‘ Version des Steigerlieds. Das spricht wieder die Kohle- und Stahlromantik an. Aber für eben genau den Erhalt dieser setzt sich Graf Hotte von der Mondritterschaft in Wanne-Eickel ein.

Geothermie: Marktverzerrungen zwischen Regenerativen Energien durch Subventionen

Das Bild des Beitrags zeigt einen Bohrer auf dem Gelände des gerade entstehenden Geothermiezentrums an der Hochschule Bochum. Damit soll es bald 1000 Meter in den Untergrund gehen. Die Geothermie bietet viele Chancen für das Ruhrgebiet, denn in der Metropole Ruhr finden sich viele kleinere (mittelständisch und Inhaber geführte) Firmen, die dem Bergbau und Maschinenherstellern zuliefern. Das Wissen aus dem Bergbau, gerade dem Steinkohlebergbau, dessen Subvntionierung 2018 endet, ist ein Potential in der Region.

Geothermie ist eine regenerative Energiequelle. Und sie gehört mit zu den geförderten Energiequellen des erfolgreichen Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG), wobei bezeichnend ist, dass der Wikipedia-Artikel im Bereich zur „Geothermie“ im Vergleich zu den anderen Quellen kurz ausfällt. Das ist meines Erachtens ein weiteres Symptom, dass die Geothermie immer noch am Anfang steht. Es muss weiter geforscht werden, um Energieausbeute, Produktionskosten, Investionen und Risiken für eine erfolgreiche Errichtung der Anlagen zu verbessern. Die bisherige Fokussierung auf Solarstrom brachte eine starke Subventionierung auf den Strom aus Solarzellen.

Wo Schweinställe mit Solarzellen überzogen werden, lassen sich meist auch WEAs errichten
Solarstrom wird seinen Platz in der Metropole Ruhr und den Städten in einem Netz dezentraler Energieerzeugung haben. Windenergieanlage lassen sich aufgrund des Abstandsgebots zum Schutzgut „Mensch“ hier nicht einhalten. Die Produktion von Windenergieanlagen (WEA) hat für die heimische Wirtschaft jedoch mehr zu bieten, als der Import von vor Ort zu installierenden Solarzellen aus Fernost. Getriebe für WEAs lassen sich dort bauen, wo Getriebe für Kohlehobel entstehen. Wo Schweinställe mit Solarzellen überzogen werden, lassen sich meist auch WEAs errichten.
Von nationaler Bedeutung ist aber nicht allein, dass Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird, sondern wie und wo zu welchen Kosten. Die Subventionierung des Ausbaus der Fläche an Solarzellen hilft, ist bezogen auf die gewonnene Energiemenge und den vermiedenen Ausstoß an Kohlendioxid jedoch nachrangig. Energie muss wirtschaftlich sinnvoll erzeugt werden. Das erfordert ggf. den Transport von Strom aus WEAs von der Nordseeküste nach Süddeutschand und eventuell den Transport von Solarstrom aus südlichen Gefilden. Die effizienteste Energieerzeugung wird sich auch bei den „Regenerativen“ durchsetzen müssen. Dies kann nach Standort und Technik variieren. Hier es nicht hilfreich, wenn aus der Politik eine Marktverzerrung kommt. Genau das ist aber zuletzt mit der einseitige Fokussierung auf die Erzeugung von SOlarstrom entstanden. Nachfolgend ein Zitat aus Seite 14f einer „Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie„, dessen Überschrift Technologieneutralität an Argumente zur Netzneutralität erinnert:

Der Energiemarkt ist im Umbruch. Heute lässt sich nicht absehen, wie der optimale Energiemix der Zukunft aussehen wird, wo der Strom produziert werden wird und welche Speichertechnologien in Zukunft eingesetzt werden. Ob und zu welchen Anteilen der Solarstrom beispielsweise aus Spanien oder Nordafrika oder die Windenergie aus der Nordsee zur deutschen Energieversorgung beitragen werden, ist noch unbekannt. In welchem Maße Stauseen, etwa in der Schweiz oder in Norwegen, dazu verwendet werden, überschüssige Energie zu speichern, oder ob eher dezentrale Speichermöglichkeiten wie zum Beispiel Batterien in Elektroautos oder Nachtspeicherheizungen genutzt werden können, lässt sich derzeit ebenfalls nicht abschätzen. Erst recht gilt dies für Innovationen, deren Eigenart es nun einmal ist, dass sie unvorhersehbar sind.

Es ist zu befürchten, dass diese Unsicherheit bei gleichzeitigem hohen öffentlichen Druck, Erfolge vorzuweisen, die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger erneut dazu veranlasst, nach Methoden der Mikrosteuerung zu greifen. Fast unausweichlich sind die Maßnahmen solcher Politik oft unkoordiniert und damit zum Teil auch in sich inkonsistent. Neben den Subventionen für erneuerbare Energien und den Kapazitätssubventionen für den Kraftwerksbau werden zugleich Subventionen für Speicher, Netze, Gebäudedämmung, Haushaltsgeräte, Elektroautos und vieles mehr diskutiert, geplant und beschlossen. Der Stromsektor ist so von einem Wust an nicht abgestimmten Zielen, Einzelmaßnahmen und
Notfallverordnungen überzogen worden. Seine Fortentwicklung droht – irgendwo zwischen Liberalisierung und Regulierung – stecken zu bleiben. Stattdessen ist ein System anzustreben, das die Kräfte des Wettbewerbs möglichst konsequent nutzt und damit dazu beiträgt, die besten und kostengünstigsten Technologien zu finden und an der richtigen Stelle einzusetzen.

Das jetzige System der Förderung der erneuerbaren Energien erfüllt diesen Anspruch gerade nicht. Die Förderung von spezifischen Technologien birgt stets die Gefahr, dass die Forschungs- und Produktionsentscheidungen der Industrie zugunsten unterlegener Technologien verzerrt werden. Nicht die Konkurrenz der Erfinder und Unternehmer, sondern
die Entscheidung des Gesetzgebers bestimmt, welches Verfahren zur regenerativen Energiegewinnung Vorrang haben soll.

Das ist riskant, denn der gegenwärtig rasche Fortschritt der Technik in vielen Bereichen der Gewinnung erneuerbarer Energien lässt es als ratsam erscheinen, nicht voreilig auf einige bestimmte Technologien zu Lasten Anderer zu setzen.

Und damit komme ich zu dem Schluss, dass ein Ende der überzogenen Subventionierung zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der Geothermie geht und insgesamt die Innovation im Bereich regenerativer Energien bewirkt. Das ist auch schlecht für den Standort Deutschland, insofern die Machbarkeit der Energiewende hier gezeigt werden muss, um auch die effizientesten Techniken zwecks hier entstehen zu lassen. Auch das wirkt dem Leck entgegen am Ende preiswertere – weniger wahrscheinlich aus regenerativen Quellen gewonnene – Energie aus ausländischen Märkten zu beziehen, die nicht reguliert sind. Aber insbesondere für die existierenden Potentiale im Ruhrgebiet bietet ein Umsteuern Chancen.

Wie weit die Wirtschaftlichkeit der Energiegewinnung aus regenerativen Quellen von einer Fehlallokation betroffen ist, belege abschließend diese Zahlen aus vorgenannter Stellungnahme:

[Das jetzige System der Förderung der erneuerbaren Energien] bedeutet ein gewaltiges Subventionsprogramm für eine Technologie, die im Jahr 2011 geschätzt ca. 55% der Förderkosten erneuerbarer Energien verursacht hat, dabei aber nur 20% des nach EEG vergüteten Stroms oder etwa 3% des gesamten Stromverbrauchs ausmacht.

Kohle: Abstruse und nationalistische Töne der Linkspartei

Am Montagabend war ich zu Gast auf einer Podiumsdiskussion der IGBCE Herne. Im Gegensatz zu meinem Besuch bei der IGBCE Bochum beschränkte sich das Thema hier komplett auf Energiepolitik und Steinkohleabbau in Deutschland. Selbst das Thema Regenerative Energien muss ich darunter subsumieren. Die ganze Veranstaltung will ich gar nicht wiedergeben. Da kann ich auch auf einen Artikel in den Ruhrnachrichten Bochum zur Diskussion bei der IGBCE Bochum verweisen, wenn man die Themen Leiharbeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung herauslässt.

Vorab will ich noch anführen, dass ich auf dem Podium kritisiert habe, dass der Veranstalter letzte Woche die FDP mit der Begründung ausgeladen hat,  der oder die Vertreterin habe sich nicht rechtzeitig angemeldet. Ich danke der Parteikollegin oder dem Parteikollegen, die bzw. der das für mich übernommen hat. Vielleicht war dadurch das Klima bereits etwas vergiftet. Dazu beigetragen hat auch meine Kritik am Moderator names Lüken, der in der zweiten Runde nach Stellungnahmen von Linke und Grünen jedesmal einen längeren Kommentar zur Position der IGBCE abließ. Das verstehe ich nicht unter einer Podiumsdiskussion mit Parteien zur Wahl, wenn der Moderator die größeren Wortanteile hat. Dafür saßen dann auf dem Podium am Tisch zwei Vertreter der IGBCE und ich hab dann als einziger Vertreter einer bürgerlichen Partei neben dem Tisch sitzen dürfen. Wenn das nicht schon ein Aussage sein sollte.

Jetzt aber zur Linkspartei. Das ist politisch wesentlich bedeutsamer als vorgenanntes Hickhack. Zunächst hätte ich die Position von Michael Aggelidis am besten so zusammengefasst, dass er für die Förderung der heimischen Kohle durchaus sei, diese aber nicht verbrennen wolle. Kohle würde das CO2-Problem und damit die globale Erwärmung fördern, bekannte er auf Nachfrage. Er halte sie zudem für zu kostbar zum Verbrennen. Kohle sollte besser als chemischer Grundstoff für andere Produkte verwendet werden. Allein angesichts der notwendigen Menge für die Förderung bzw. geringen zur anderweitigen „chemischen“ Verwertung bezweifele ich, dass das einen plausiblen Ansatz auch nur darstelle könnte, um den Steinkohlenbergbau zu befördern. Die Ideenwelt dieser Partei ist abstrus und weltfremd.

Den Knüller brachte dann aber eine gewisse Klaudia Scholz. Sie vertrat die These, dass in deutschen Steinkohlekraftwerken nur deutsche Steinkohle verbrannt werden sollte. Ihre Frage an die Politiker auf dem Podium war dann auch, wie sie – die Politiker – sicher stellen wollen, dass nur noch deutsche Steinkohle in deutschen Steinkohlekraftwerken verbrannt werde. Die Antwort des Linken ist mir entfallen – vermutlich kam da auch keine. Die übrigen Vertreter – mich eingeschlossen – haben sich dann mal alle dahingehend geäußert, dass das nicht realisierbar sei. Ich habe die These als „öko-nationalistisch“ bezeichnet. Meine Äußerung ist dann vom Moderator dann auch gleich als beleidigend gerügt worden. Dessen war ich mir gar nicht bewusst, aber offentlich hatte ich eine politisch links stehende Person getroffen, die da im Publikum saß. Dabei war die einschränkende Vorsilbe „öko“ schon spezifizierend gemeint, aber im Nachhinein passt zu öko eher ökonomisch als ökologisch. Es ging wohl nur um einen nationalistischen, protektionistischen Ansatz zum Erhalt von Arbeitsplätzen. In Zeiten eines europäischen Binnenmarktes und ökonomischer Globalisierung, in Zeiten von Entgrenzung, passt das nicht. Der Referent der IGBCE versuchte das dann zu retten, in dem er die Frage uminterpretierte in die Verhinderung des Imports von „Blutkohle“, wohinter ich den Import aus China oder Afrika vermute.

Da Klaudia Scholz mir am Ende als Geschenk von der IGBCE ein Päckchen Kohle überreichte und auch der Referent Dr. Ralf Bartels sie beim Namen nannte, nehme ich mal an, dass sie IGBCE-Mitglied ist. Sie stellte sich zu dem als (frühere?) Telefonistin bei der DSK (Deutsche Steinkohle AG) vor, die sich dennoch gegen den Bau des Kraftwerkblocks Shamrock 5 gestellt habe. Naja, mit den Widersprüchen muss sie selber klar kommen. Sie scheint mir aber auch Mitglied der Partei Die Linke zu sein oder ihr zumindest äußerst nahe zu stehen, denn sie hat für sie kandidiert und vertritt sie im Rat der Stadt Herne in einem Ausschuss. Dann dürfte die treffende Bezeichnung als Bindestrich-„Nationalistin“ sie getroffen haben, aber dennoch zurecht. Nationalistischen Töne passen auch zur Linken und ihren populistischen Formeln. Sie ist halt eine extremistische Partei. Das erinnert mich an ein Zitat aus einer CDU-Pressemitteilung, hier zitiert nach den Ruhrbaronen, wo ich sie einst gelesen hatte (Ja, da und nicht auf cdu-xy.de): „Die Linke in Nordrhein-Westfalen zeigt immer öfter ihr wahre extremistische Fratze.“ Und die Äußerung einer Klaudia Scholz zeigt mir, dass dieses Denken, nicht nur bei Spitzenkandidaten vorkommt, sondern auch auf niederen „Rängen“ und in anderen Kreisverbänden wie hier in Herne. Aus ihrer Ratsgruppe kommt auch die Spitzenkandidatin Bärbel Beuermann. Da schau ich dann wieder rüber zur SED in der einstigen DDR ….

Unterhaltsam bis peinlich war auch der Auftritt eines Vertreters von BüSo. Offenbar hatten die Veranstalter nicht den Mut, ihm geradeheraus eine Stellungnahme zu verbieten. Er sagte mir vor der Veranstaltung, dass er eine Stellungnahme zur Position von BüSo abgegeben dürfe. Der Veranstalter hatte aber wohl nur gemeint, dass es eine offene Veranstaltung sei und jeder was sagen dürfe. Und so ist das dann ein langes Statement mit Ermahnungen durch den Moderator und eine kleine Frage am Ende entstanden. Den Veranstaltern hatte bei der Vorbereitung der Veranstaltung deutlich erkennbar der Mut gefehlt, dem Vertreter der BüSo einen Absage zu erteilen, sein Programm vorzustellen.

Am Ende fühle ich mich bezüglich der abstrusen Positionen der Linkspartei bestätigt. Ich frage mich aber auch, was die Veranstaltung eigentlich bewirken wollte. Die Unterschiede zwischen den Partei sind klar geworden, und dann?

Podiumsdiskussion bei der IGBCE Herne

Wie bereits am 08. April in Bochum werde ich am 19. April auch bei der IGBCE Herne an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Meine Erwartungshaltung ist zur Zeit wie für die Veranstaltung am 08.

Lustig: Die Email-Adresse für mich soll laut Schreiben „Dirk.A.Schmidt@gruene-herne.de“ sein. Irgendwie ist das auch treffend, nur nicht politisch.

Der Veranstaltung wird in der Wilhelmstr. 89a in Wanne stattfinden. Dort ist eine Einrichtung der Stadt Herne für die Kinder- und Jugendarbeit (Haus Pluto).

Podiumsdiskussion bei der IGBCE Bochum

Für Donnerstag, den 8. April 2010 bin ich für 17 Uhr von der IGBCE Bochum zu einer „Podiumsdiskussion der Bochum Landtagskandidaten“ (Sitzungssaal, Alte Hattinger Str. 19) eingeladen. Die IGBCE will ihren Mitgliedern –  sie schreibt von 3000 – Gelegenheit bieten, die Kandidaten und ihr Programm vorzustellen.

Wie ich bei Podiumsdiskussionen an Schulen immer hoffe, dass es nicht nur um Schulpolitik geht, hoffe ich mal, dass wir nicht nur über die Revisionsklausel 2012 für den Steinkohlebergbau in Deutschland sprechen werden. Der Steinkohlebergbau hat keine Zukunft in Deutschland.
Bei meinem Besuch an der Theodor-Körner-Schule ist das gelungen. Politik kann ist nicht das Vertreten von Sonderinteressen – dann wäre es Lobbyismus. Es muss das ganze Paket gesehen werden.

In der folgenden Woche habe ich einen ähnlichen Termin mit der IGBCE Herne.