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Lohring-Brücke muss als nächstes saniert werden – War lange bekannt

Ärgerlich. Die Brücke am Lohring wird jetzt auch mal abgepollert, damit keine Lkw darüber fahren können. Das ist notwendig, weil die Brücke nicht mehr hinreichend an Gewicht tragen kann. Der Fachmann spricht von ablasten.

Ärgerlich. Denn die Notwendigkeit einer Erneuerung der Brücke ist seit Jahren bekannt.

Ärgerlich. Denn SPD und Grüne hatten immer wieder Geld für eine rechtzeitige Planung abgelehnt. Erst jetzt kommen die Dinge ins Rollen. Nur so richtig halt auf der Brücke nicht.

https://youtu.be/ySKxRuXK5Ac

Neue Brücke an der Wittener Straße in Bochum in Arbeit

„Der Bericht des Gutachters über die Restnutzungszeit der maroden Brücke an der Wittener Straße ist bestürzend. Trotz der derzeitigen Sperrung eines Fahrstreifens hat die Brücke nur eine maximale Lebensdauer von drei Jahren. Maßnahmen wie Stützen kosten nach ersten Schätzungen mehr als eine Million Euro und verlängern die Lebensdauer nur um einige wenige Jahre“, fasst Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU) den Bericht des Tiefbauamtes in der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Infrastruktur am Dienstag dieser Woche zusammen.

„Die Empfehlung des Gutachters ist vollkommen richtig: Eine neue Brücke muss umgehend geplant werden. Sie muss fertig gestellt sein, bevor die jetzige Brücke völlig gesperrt werden muss“, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU weiter. Die Verwaltung wird den Empfehlungen des Gutachters folgen und beabsichtigt bereits in diesem Jahr mit den Planungen für einen Brücken-Neubau zu beginnen.
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Brückenposse von Bochum

Die Schwimmbrücke in Bochum-Dahlhausen ist eine der Brückenbauwerke, die die Stadt Bochum nicht in den Griff bekommt. SPD und Grüne haben über Jahre zu wenig in den Erhalt von Straßen und Brücken investiert. Die Liste ist lang, wo lange gewartet werden musste und wird: Brücke am Lohring, Buselohstraße, von-Waldthausen … Und dann immer diese Schikanen! (Ein Beitrag von Sat.1 mit der CDU-Politikerin Walburga Isenmann aus Essen-Burgaltendorf.)

Ruhr-Schwimmbrücke wieder frei nach Sperrung

Eine Meldung aus Burgaltendorf:

Nachdem ein Gutachter die Schwimmbrücke in Augenschein genommen hat, wurde die Brücke wieder freigegeben werden. Es konnten glücklicherweise keine Beschädigungen festgestellt werden. Da die Brücke heute in den frühen Morgenstunden von einem 40 Tonnen LKW befahren wurde, war diese den ganzen Tag zur Überprüfung gesperrt.

Ruhr-Schwimmbrücke mit Brückenuntersichgerät
Ruhr-Schwimmbrücke mit Brückenuntersichgerät, Bild: Marin von der Gathen

Außer Schrammen an den Schikanen und zerquetschtem Asphaltbelag, der auf Dahlhauser Erklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Schwimmbrücke_finalder Brückenzufahrt lag, scheint nichts Schlimmeres passiert zu sein. Strukturelle Schäden an der Brücke, eine weitere Beeinträchtigung der Statik der Brücke habe der Gutachter nicht feststellen können. Der 40 Tonner hatte die Brücke zweimal überquert, da er am Bochumer Ufer nicht weitergekommen war. Die Schäden waren glücklicherweise nicht der Rede wert.

Der Zustand der Brücke, die nur eingeschränkt nutzbar ist, ist unbefriedigend. Behelfsweise können zumindest PkW, die Brücke weiter nutzen. Dennoch muss es bei der Forderunn bleiben, dass die Brücker zügig erneuert wird. Dazu hatte sich einige CDU-Kommunalpolitiker heute – lange im Voraus verabredet – an der Schwimmbrücke getroffen. Hier der Link zu Ihrer Dahlhauser Erklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Schwimmbrücke (PDF).

Brückenuntersichtgerät an der Ruhr-Schwimmbrücke
Spezialgeräte zur Untersuchung der Schwimmbrücke, Bild: Martin von der Gathen

Sperrung: 40-Tonner beschädigt Ruhr-Schwimmbrücke in Dahlhausen

In den Morgenstunden versuchte ein 40-Tonner die Ruhr-Schwimmbrücke im Dreieck Bochum-Dahlhausen, Essen-Burgaltendorf und Hattingen-Niederwenigner zu überqueren. Nach Aussagen von Anwohnern soll der vermutlich aus Serbien stammende Sattelzug die Brücke von Essen auskommend passiert haben. Dazu schob er die Schikanen beiseite, die eine Überqueren durch Lkw verhindern soll. Auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke kam er aber an den dortigen festen Einbauten zur Zugangsbeschränkung nicht weiter und versucht zunächst auch über das Gleisbett der S-Bahn-Linien zu wenden. Das Manöver soll zwei Stunden gedauert haben, wobei der Lkw schließlich die Brücke rückwärts nochmal überquerte. Die Brücke soll dabei Geräusche von sich gegeben haben.

Schwimmbrücke bis 2.8 tDie Brücke ist derzeit gesperrt. Mit Hilfe eines Brückeuntersichtgeräts (siehe Foto) soll die Brücke, die Schäden unter anderem an der Fahrbahn genommen hat, hinsichtlich weiterer statischer Defekte untersucht werden. Dann wird entschieden, ob die Brücke weiterhin für den Pkw-Verkehr eingeschränkt genutzt freigeben wird. Bis dahin dürfen nur Fußgänger passieren.
Die bereits defekte Brücke wurde zuletzt trotz Einschränkungen von rund 4.000 Fahrzeugen pro Tag passiert. Sie stellt eine der kürzesten Verbindungen zwischen dem Bochumer Süden und Essen dar. Die nächsten Ruhr-Überquerungen sich ca. 10 km bzw. 12 km Fahrweg entfernt.

Brückenuntersichtgerät auf dem anlieferenden Sattelschlepper
Brückenuntersichtgerät auf dem anlieferenden Sattelschlepper

Politiker aus Bochum, Essen und Hattingen vereinbaren gemeinsames Vorgehen

Hier versuchte der Sattelschlepper zu wenden!
Hier versuchte der Sattelschlepper zu wenden!
Am gleichen Tag (19.05.) waren um 12 Uhr an der Schwimmbrücke CDU-Kommunalpolitiker aus seit längerer Zeit schon verabredet, um ein weiteres gemeinsames Vorgehen über Stadtgrenzen hinweg zu vereinbaren.
Den Politikern für die anliegenden Ortsteile Burgaltendorf, Dahlhausen und Niederwenigern war wichtig zu betonen, dass sie zuerst die zügige Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung aller beteiligten Verwaltungen erwarten. Dann könne mit vereinter Stimmen auch nach Fördermöglichkeiten im Bestand gesucht werden. Die CDU-Politiker streben eine Sanierung an Ort und Stelle an. Einer größeren, verkehrsreicheren Lösung an der Stelle der jetzigen, defekten Brücke erteilten sie eine Absage – auch einer Lösung weiter flussaufwärts oder abwärts. Andere Lösungen seien aufgrund verkehrlicher Mehrbelastungen für die Bürger auf beiden Seiten der Ruhr nicht gewünscht und auch finanziell unrealistisch.

Gemeinsame Erklärung zur Schwimmbrücke

In der Dahlhauser Erklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Schwimmbrücke vereinbarten die Politiker für diese Brücke in der Mitte der Metropole sich zukünftig gegenseitig zu informieren und ihr Vorgehen zu koordinieren, um ihre Verwaltungen gemeinsame in die gleiche Richtung zu bewegen.

Details zu politischen und verwaltungsseitigen Schwierigkeiten mit der Erneuerung der Ruhr-Schwimmbrücke finden sich auch im Beteitrag ‚Bochum, Essen, Hattingen und eine Brücke‘ vom 07.05.2014.

Bilder vom Manöver finden sich auf der Facebook-Seite von Burgaltendorf.

Ein erster und ausführlicher Zeitungsbereicht findet sich über DerWesten/Westfalenpost: „40-Tonner fuhr sich fest – Schwimmbrücke Dahlhausen gesperrt“.

Update: Nach Infos aus Burgaltendorf sollen die Gutachter keine Beschädigungen gefunden haben, die eine weitere Sperrung rechtfertigen. Die Brücke soll in Kürze wieder freigegeben werden.

Bochum, Essen, Hattingen und eine schwimmende Brücke

Schwimmbrücke im Städtedreieck Bochum-Dahlhausen, Essen-Burgaltendorf und Hattingen-Dumberg
Schwimmbrücke im Städtedreieck Bochum-Dahlhausen, Essen-Burgaltendorf und Hattingen-Dumberg
Für die Erneuerung der Schwimmbrücke zwischen Bochum, Essen und Hattingen ist kein Geld da. Viele Pendler nutzen die Brücke von Bochum nach Essen. Die auf einem Ponton ruhende Brücke verkürzt die Fahrzeiten über die Ruhr erheblich. Ist sie, wie leider oft, gesperrt, dann müssen Umwege über Hattingen-Mitte oder Essen-Steele gefahren werden. Viele Autofahrer meiden die Brücke bereits und es ist klar, dass bei einem Ausbau der Verbindung mit mehr als 10.000 Fahrzeugen pro Tag gerechnet werden muss. Aber ein Aus- oder Ersatzbau ist nicht in Sicht. Die betroffenen Städte und der Ennepe-Ruhr-Kreis bekommen das interkommunal nicht hin und auch die Finanzierung – untereinander oder mit Landesgeldern – steht nicht. Ein jahrelanges Trauerspiel in der Mitte der Metropole Ruhr.

Schild in Burgaltendorf
Weiträumig umfahren: Breiten und Gewichtsbeschränkung

Im Bau- und Verkehrsausschuss des Stadt Essen steht sie morgen wieder auf einer Tagesordnung (Drs. 617/2014). Die Essener Stadtverwaltung wird einen Bildervortrag abliefern und berichtet. Weshalb sollte sie mehr tun? Weder das Nord- noch das Südufer der Brücke über die Ruhr sind Essener Stadtgebiet. Ein Blick auf die Karte zeigt aber das Dilemma. Es sind gerade mal 700 bis 1.200 Meter von der Brücke bis zum Essener Stadtteil Burgaltendorf – je nachdem, ob Luftlinie herangezogen oder die Straße genommen wird, die entlang der Stadtgrenze läuft. Die Brücke ist eine direkte Verbindung nach Bochum für einen Ort, von dem aus in drei Himmelsrichtungen der Weg über die Ruhr führt.

Die Schwimmbrücke wurde nach dem zweiten Weltkrieg errichtet, zunächst provisorisch und dann in der heutigen Form. Sie ist eine technische Besonderheit, denn statt eines Mittelpfeilers lagert das Gewicht auf einem Schwimmkörper, dem Ponton. Ein Teil kann sogar ausgeschwenkt werden, um Schiffe passieren zu lassen. Eine Ruhrschleuse schließt sich unmittelbar an. Vor der Brücke liegt eine Eisenbahntrasse durchs Ruhrtal. Nur die Lewackerstraße trennt sie vom Hang. Es geht hier steil ins Ruhrtal hinunter. Nicht viel Platz für ein Bauwerk, dass den idealerweise den Bahndamm und die Ruhr gleichzeitig überbrücken sollte. Ein Verlegung der Brücke ist daher immer wieder im Gespräch. Allerdings würde das Verkehrsströme verändern oder auch die Beteiligten an der Brücke. Eigentümer der Brücke ist der Ennepe-Ruhr-Kreis, den Bau hat die seinerzeit reiche Stadt Bochum bezahlt, ebenso die Unterhaltung. Nutznießer eines Neubaus stromabwärts wäre auch die Stadt Essen, dann aber sicher auch an den Kosten beteiligt. Gegen eine Lösung stromaufwärts hat sich die Stadt Hattingen ausgesprochen (vgl. insgesamt Drs. Bo 20132463).

Für Busse gesperrt: Fahrgäste müssen zu Fuß über die Brücke

Nur eine Fahrspur, daher eine Ampelanlage
Nur eine Fahrspur, daher eine Ampelanlage
Für den Hattinger Stadtteil Dumberg hat die Anbindung nur bedingt Priorität. Die drei Kommunen finden nicht zueinander. Die Essener Ratsfrau Wallburga Isenburg (CDU) nennt das inzwischen eine „Posse“. Sie kommt aus Burgaltendorf und weiß um 12 bis 14 km Umweg, die gefahren werden muss. In Bochum-Dahlausen liegt der nächste S-Bahnhof für den Ort, aber die marode Brücke kann die Busse nicht der tragen. Die Busline wurde in einen Essener und einen Bochumer Teil geteilt. Die Passagiere müssen zwischen den Haltestellen beider Linien zu Fuß über die Brücke. Wenn sie nicht gerade wegen Hochwasser oder akuter Reparaturen gesperrt ist ….

Kein Geld für kommunale Straßen, kein Geld für Landesstraßen

Die Kommunen müssten sich auf eine Verteilung der Kosten einigen. Hilfreich wäre, wenn die Straße von einer Kreisstraße zu einer Landesstraße aufgestuft werden könnte. Dann – so das Kalkül – könnte das Land die Straße zumindest anteilig bezahlen. Das erwartet Verkehrsaufkommen einer neuen Brücke rechtfertigt das, aber es gibt bereits viele Landesstraßen in der Umgebung. Die Bauprogramme des Landes sind jedoch von der rot-grünen Landesregierung weiter reduziert worden. Die Programme sind völlig überzeichnet.

Auch bei der Bezuschussung kommunaler Straßen sieht es nicht besser aus. Mit Hinweis auf die Auseinandersetzungen mit dem Bund über die Nachfolge des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes ab 2020 werden keine Mittel mehr bewilligt. Landesverkehrsminister Michael Groschek MdL (SPD) hat von den dürftigen Resten des Programm noch einen Topf für ein Sonderprogramm bilden lassen. Dessen Titel lässt etwas hoffen, denn es geht um kommunale Großbrücken. Doch da sind viele marode, nicht nur im Dreistädteecke. Es wäre schon hilfreich, wenn die die Betroffenen sich gemeinsam ans Land wenden würden.

Schwimmbrücke im Dreieck Bochum-Essen-Hattingen