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BYKE – Innovative Konkurrenz für metropolradruhr

Neue Systeme zur Ausleihe von Fahrrädern kommen in die Städte:

  • Neben metropolradruhr, gibt es in Essen jetzt BYKE, in Oberhausen LIDL-Bike
  • Die neuen Systeme arbeiten stationslos; die Ausleihtechnik steckt im Rad.
  • BYKE erfordert die Nutzung einer App in einem Smartphone mit Bluetooth. Die Ausleihe und Rückgabe ist sekundenschnell und einfach einfach möglich.
  • Die Rückgabe ist bequem ‚überall‘ möglich, aber der Kunde ist für den Abstellort am Ende der Fahrt verantwortlich.

Das metropolradruhr hat ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen. BYKE hat in Essen jetzt auch Räder aufgestellt. Und dieses Fahrradverleihsystem funktioniert anders: es ist stationslos.

BYKE und Nextbike im Vergleich

Das Modell von nextbike, dem Betreiber von metropolradruhr, besteht aus Stationen, an denen Räder selber ausgeliehen und zurückgegeben werden. Das läuft in Ruhr seit 6 Jahren so. Über die Stationsnummer weiß ein Computersystem, an welcher Station – also wo – das Fahrrad gerade steht. Per Telefon, SMS und dann auch APP werden Zugangscodes für Zahlenschlösser ausgetauscht.

BYKE setzt hingegen hohe Anforderungen an die Technik des Kunden. Es muss schon ein Smartphone sein, denn über die App und die Bluetooth-Verbindung wird das Schloss des Rades geöffnet. Und natürlich benötigt die App eine Internetverbindung, um GPS-Standort zu melden und Buchungsvorgänge zu beginnen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, dann klappt das schneller und weniger aufwändig als mit Nextbike. Hier macht sich eine echte Innivation bemerkbar: Den QR-Code scannen und alles läuft.
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1.000 neue Fahrradboxen im RRX-Gebiet

„1.000 Fahrradboxen mit elektronischen Schließsystemen und einem Anteil, der online spontan gebucht werden kann, sollen im Gebiet des VRR entstehen. 186 davon allein in Bochum, da es hier viele geeignete Standorte gibt“, berichtet Dirk Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion über Beratungen der letzten Tage in Bochum und Essen. Beschlossen wurde dort ein Förderantrag mit dem Titel VRRadboxen.

Fahrradboxen am S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop werden ausgetauscht

„Bochum verfügt derzeit über bescheidene 32 Boxen. Leider sind sie in einem erbärmlichen Zustand. Die Boxen am S-Bahnhof Höntrop sind total schmutzig, sie werden ersetzt. Die neuen Boxen erhalten ein elektronisches Schließsystem, so dass das Problem verloren gegangener Schlüssel der Vergangenheit angehört“, so Dirk Schmidt weiter.

Auch freut den CDU-Politiker, dass gerade Städte entlang des RRX-Korridors sich beteiligen. Damit bauen sich die Haltepunkte und Bahnhöfe aus, über die zukünftig der Rhein-Ruhr-Express fahren wird.

Parkboxen können spontan per App gebucht werden

Besonders wichtig ist dem CDU-Verkehrspolitiker, dass ein Anteil von 20 % aller Boxen zukünftig über eine VRR-weite App spontan buchbar sein soll. Die „multimodale Knotenpunkte“ werden so attraktiver, da bei einer spontanen Tourenplanung eine Box am angeradelten Bahnhof bei Verfügbarkeit gebucht werden kann.

„Flexibel buchbare Fahrradboxen sind besonders für Radfahrer teurer Räder oder Pedelecs interessant. Die Fahrräder werden elektrisch, das Mieten von Fahrradboxen wird digital“, so Dirk Schmidt abschließend.

110 Millionen Euro für 100 km Radschnellweg Ruhr!

Gar nicht schlecht die Idee, mal eben mit dem Rad schnell in die Nachbarstadt zu fahren – oder morgens regelmäßig zur Arbeit. Hierfür soll parallel zu Bundesautobahn A40 und der Eisenbahnstammstrecke durch die Metropole Ruhr ein Radschnellweg gebaut werden. Zumindest nach Wunsch der Grünen, die den Radschnellweg Ruhr zum Thema machen wollen. Sie sind so überzeugt von der Idee, dass sie die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie nicht abwarten wollen. Bisher gibt es nur grobe Schätzungen, wie viel der Radschnellweg Ruhr mit der Kurzbezeichnung RS 1 kosten soll. Laut grober Kostenschätzung sollen es 110 Millionen Euro werden! Das wirft die Frage auf, auf die Mittel nicht effizienter verwendet werden können.

Radfahrerabsteigen

Bei einer Länge von ca. 100 km zwischen dem Rhein in Duisburg und dem Hauptbahnhof Hamm sind beufen sich die Kosten auf durchschnittlich etwas mehr als 1 Million € je Streckenkilometer. Die Kosten der Abschnitte sind jedoch deutlich unterschiedlich. Im Westen der Metropole – zwischen Duisburg und Essen – stellt sich der Bau als unkompliziert dar. Hier gibt es den Kilometer auch für deutlich unter einer halben Million Euro, da weitgehend der Trasse der aufgegebenen Rheinischen Bahn gefolgt werden. Was die Berechnungen der vorliegenden Konzeptstudie verschweigt, ist das die Terasse vom Regionalverband Ruhr bereits als Radweg ausgebaut wird. Die Berechnung der Vorteile des Radschnellwegs geht davon aus, dass es den Radweg noch gar nicht gibt.

Radschnellweg Ruhr: Grobe Kostenschätzung (2012)

110 Mio. €
DuisburgEssen-Universität20 Mio. €
Essen-UniversitätEssen-Kray13 Mio. €
Essen-KrayBochum-Mitte10 Mio. €
Bochum-MitteDortmund-Mitte33 Mio. €
Dortmund-MitteUnna-Königsborn21 Mio. €
Unna-KönigsbornHamm13 Mio. €
Quelle: RVR-Verwaltung, u. a. http://goo.gl/4eOEmC

Hinter Dortmund durch den dünner besiedelten Kreis Unna nach Hamm stellt es sich nicht als zu schwierig und kostspielig dar. Zwischen Essen und Dortmund, quer durch den verdichteten Siedlungsraum mit Bochum und Gelsenkirchen, da wird’s heikel, was auch eine abschnittsweise Kostenschätzung des RVR-Bereichsleiters Martin Tönnes (Grüne) verrät. Allein zwischen den beiden Bahnhöfen und Bochum und Dortmund soll die Trasse 33 Mio. € kosten. Der Stadt Dortmund ist das zu teuer.

Rhein-Ruhr-Express und Radschnellweg buhlen um die selben Pendler

Kann das Geld nicht sinnvoller ausgegeben werden? So ein Radschnellweg ist toll, soll er doch immerhin 1% aller Autofahrer zum Umsteigen auf das Rad bewegen. Aufgrund der Entwicklung von eBikes und Pedelecs, batterieunterstützer Fahrräder, könnten es sogar ein paar mehr werden. Aber für 100 Mio. € könnten auch einige Kilometer Autobahn gebaut werden oder der Rhein-Ruhr-Express (RRX) vorangetrieben werden. Letzterer ist ein Projekt mit dem täglich 30.000 Pendler von der Autobahn auf die Schiene gelockt werden sollen. Und das auf der gleichen Strecke zwischen Duisburg und Hamm. RRX und Radschnellweg stehen in Konkurrenz zueinander, in Teilen sogar um die Nutzung der Trassen der Rheinischen Bahn.

Machbarkeitsstudien und Kosten kommen jetzt erst nach den Wahlen

Es spricht vieles dafür, die Kostenermittelung der Planungen abzuwarten. Einige Kilometer im Ballungsraum kosten auch mehrere Millionen Euro. Nur Teile des Konzepts zu realisieren könnte Sinn ergeben. Die Machbarkeitsstudie und weitere Unterlagen sollten im Frühjahr vorliegen. Dazu gehört auch ein Konzept zur Finanzierung. Die Städte an der Ruhr werden das nicht bezahlen können. Fördergelder des Landes oder der Europäischen Union werden mindestens benötigt. Unangenehme Themen vor den Kommunalwahlen und der Europawahl am 25.05.2014. Da wundert es nicht, dass die Studie jetzt erst im Sommer erscheinen sollen. Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) wird den Regionalverband Ruhr, der die Studien erstellen lässt, a, 23. besuchen. Am 23. Juni 2014.

Vielleicht zahlt die Europäische Union ja das Projekt aus EFRE-Mitteln. Wenn Radwege nicht mehr im Rahmen der Tourismusförderung gebaut werden können, dann noch mit dem Ziel Kohlendioxid einzusparen. Steuerzahlergelder bleiben es, egal wer über ihre Verwendung entscheidet.

Zurzeit öffentlich vorliegende Quellen

Zwischenbericht Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr (RS1) (2013)
Konzeptstudie Radschnellweg Ruhr (2012)
Präsentation des Bereichsleiters Planung des RVR, Martin Tönnes (Grüne)

Artikel zum Thema

Focus: „Radschnellweg Ruhr ab 2014 geplant : Jetzt kommt die erste Autobahn für Radfahrer“ (16.08.2013)
WA: „Dortmund gegen Radschnellweg durch das Ruhrgebiet“ (25.04.2012)
RN: „Hohe Kosten : Rad-Schnellweg soll in Dortmund 37 Millionen kosten
Ruhrbarone: „Radschnellweg Ruhr – brauchen wir ihn wirklich?“ (Arnold Voss, 22.03.2012)

Radschnellweg Ruhr: Abschnitte

vonnachEntf. jetztFahrzeit 15 km/hEntf. RS 1Fahrzeit 20 km/hDiff.
122,8 km493 min101,1 km (-17,7%)304 min38 %
Duisburg, RheinparkDuisburg, Abz. Universität4,9 km20 min4,3 km13 min34 %
Duisburg, Abz. UniversitätMülheim, Hbf10,3 km41 min6,5 km20 min53 %
Mülheim, HbfMühlheim, Abz. Grugaweg6,9 km28 min4,8 km14 min48 %
Mülheim, Abz. GrugawegEssen, Uni6,5 km26 min5,6 km17 min35 %
Essen, UniEssen, Bhf Kray6,3 km25 min5,2 km16 min38 %
Essen, Bhf KrayGelsenkirchen, Rheinelbe6,2 km25 min2,9 km9 min65 %
Gelsenkirchen, RheinelbeBochum, Hbf11,4 km46 min8,7 km26 min43 %
Bochum, HbfDortmund, TU17,5 km70 min15,0 km45 min36 %
Dortmund, TUDortmund,
S-Stadthaus
5,4 km
22 min5,3 km16 min27 %
Dortmund, S-StadthausUnna, S-Königsborn19,1 km76 min16,8 km50 min34 %
Unna, S-KönigsbornBergkamen, Landwegstraße10,9 km44 min10,0 km30 min32 %
Bergkamen, LandwehrstraßeHamm, Hbf17,4 km70 min16,0 km48 min31 %
Quelle: Planersocietät, Konzeptstudie Radschnellweg Ruhr, zitiert nach 'Zwischenbericht Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr', RVR-Drs. 12/0943
Achtung! Reisezeit aktuelle Strecke (ohne Rheinische Bahn) mit 15 km/h berechnet, für den Radschnellweg mit 20 km/h

Streikgewinnler: Das Metropolrad Ruhr

‚metropolradruhr‘ ist ein bei der Errichtung öffentlich gefördertes Projekt für ein Fahrradverleihsystem in allen Großstädte des Ruhrgebiet. Dahinter steckt das Selbstverleihsystem der Firma Nextbike, die europaweit tätig ist. In die politische Diskussion um metropolradruhr fießen immer wieder Aspekte der Zahl der inzwischen 300 Stationen und Ausleihungen pro Jahr bzw. pro Tag ein. Pro Station sieht das oftmals mager aus, aber andererseits finanziert sich das System nicht nur aus den Verleihungen. Die Stadt Bochum gewährt einen Zuschuss zum Bau von Stationen, nextbike ist von Sondernutzungsgebühren für die Stationen befreit und verdient auch an der Werbung auf den Rädern. Es wird sich zeigen, ob die Rechnung nach dem Auslaufen der Förderung dauerhaft aufgehen kann. Ein Bericht hierzu findet sich zur nächsten Sitzung des Ruhrparlaments.

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Einen besonderen Erfolg kann metropolradruhr aufgrund der Warnstreiks im öffentlichen Dienst feiern. Bereits letzte Woche am Mittwoch sollen sich die Ausleihzahlen verdoppelt bis verdreifacht haben. Auf Nachfrage teilte mir Nextbike mit, dass dies auch am Mittwoch und Donnerstag (26./27.03.) der Fall gewesen sei. Folgende absolute Zahlen wurde mir über die Verleihspitzen zugesandt, wobei es zu insgesamt 3000 Verleihungen pro Tag gekommen sein soll:

Bezogen auf die letzten beiden Tage liegt Bochum mit 1031 Fahrten dabei ganz vorn, gefolgt von Dortmund 733, Essen 625, Duisburg 350 usw.
Die Hauptbahnhöfe waren zu den Stoßzeiten der Pendler besonders stark frequentiert, also zwischen 7 und 9:00 morgens und nachmittags von 16-19:00 Uhr

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Studenten nutzten Verleihräder zwischen Uni und Bahnhof
Letzteres hat mich nicht gewundert, denn ich kam gestern mehrfach zu Fuß an der Leihstation am Bochumer Hauptbahnhof vorbei. Da war reger Verkehr und gegen 22:00 Uhr war zwar keine Ausleihaktivität mehr zu erkennen, aber eine überfüllte Station zu sehen. Da standen mehr Räder als Plätze eingeplant waren, siehe Bild. Die Räder müssen erst wieder zu anderen Stationen. Die Radler habe die „Mobilitätslücke“ zur nicht streikenden Bahn per Rad überbrückt. Nextbike wies mich auf die Kooperation zwischen Ruhr-Universität in Bochum hin.

In Bochum haben wir die Kooperation mit der RUB, hier sind viele Stiudenten morgens zur Uni geradelt und nachmittags zurück zum Hbf, die haben bei jeder Fahrt die ersten 30min frei.

10 % des Jahresverleihs oder mehr an drei Streiktagen
Zu der Verleihzahl von 3.000 Ausleihungen fehlt mir ein Vergleich. Nextbike spricht von Verdoppelung bis Verdreifachung. Als das System im Aufbau war, gabe es von Januar bis August 2012 31.000 Verleihungen. Das soll noch mehr geworden sein. Dann hätte Nextbike an den drei Streiktagen mehr als 10 % Prozent seines Jahresumsatzes erzielt. Das halte ich deshalb für wichtig, weil ich erwarte, dass so mehr Leute zur Nutzung gebracht wurden, die sie jetzt vielleicht bei Gelegenheit wiederholen. Die Bürger müssen an das neue System auch erst gewöhnt werden.

Tourismus für Wetter: Chancen im Ruhrtal

Ruhrtalradweg: Fahrräder am Harkortsee
Ruhrtalradweg: Fahrräder am Harkortsee
Die Ruhr fließt durch Wetter (Ruhr). Sie hat etwas Trennendes, verbindet Wetter aber auch mit seinen Nachbargemeinden in der Region. Ihrem Verlauf folgen die Ruhrtalbahn und der Ruhrtalradweg. Aber durch Wetter führen auch weitere touristische Routen, so die Deutsche Alleenstraße, der Radfernwanderweg namens ‚Kaiserroute‘ von Paderborn nach Aachen sowie die Route der Industriekultur. Diese Liste ist nicht abschließend. Einige Projekte – wie die Anbindung per Rad ans Bergische Land – sind noch in Arbeit.

Die Chancen von Wetter im Ruhrtal nutzen
Im Ruhrtal hat sich der Tourismus wie in der Metropole Ruhr insgesamt gut entwickelt. Das gehört zum Strukturwandel einer einst rein industriell geprägten Region, die früher nur als Produktionsstandort gesehen wurde. Wetter wird keine touristische Destination ersten Ranges werden, aber zu einem guten wirtschaftlichen Mix gehört auch Tourismus. Und das Ruhrtal hat wirklich viel zu bieten. Ja, Wetter hat viel zu bieten. Burgen, Fachwerkhäuser, reizvolle Landschaft und auch Geschichten, wie die der Harkortschen Werkstätten und von Henriette Davidis.

Wetter hat Potential!
Dass eine touristische Entwicklung möglich ist, zeigen die Übernachtungszahlen aus Nachbargemeinden. Die monatlichen Daten des Landesbetriebs IT.NRW ermöglichen einen Vergleich sowohl landesweit, als auch für die Stadt Wetter. Gab’s in NRW 2005 noch 38,4 Millionen Übernachtungen, so waren es 2012 landesweit bereits 45,4 Mio. Übernachtungen.
In Wetter war der mittelfristige Trend leider ein anderer, hier gab es 2004 noch mehr Betten als heute. Aber auch hier ist eine Trendwende erkennbar, denn es werden wieder mehr Betten als noch 2010 angeboten. Ich vermute dahinter den Radtourismus. Radfahrer benötigen in der Regel exakt eine Übernachtung.

Tabelle Uebernachtungen EN Wetter HA HAT

Von der touristischen Entwicklung der Region sollte Wetter in besonderem Maße profitieren, liegt es doch direkt am Fluss. Leider ist das noch nicht erkennbar. Es besteht Handlungsbedarf. Einen Plan gibt es bereits. Auch die Stadtverwaltung verweist auf den Marketingplan der Ruhr Tourismus GmbH:

Im Mittelpunkt der künftigen Marketingaktivitäten steht die Industriekultur, begleitet unter anderem von den Themen Kulturreisen, Events, Shopping und Städtereisen. Als wichtigste Zielgruppen wurden gebildete Best Ager, junge Leute und Familien mit kleinen Kindern identifiziert. Vor allem Besucher aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und den Niederlanden werden angesprochen. Zu den Sekundärmärkten gehören Großbritannien, Frankreich, Österreich, Schweiz und Belgien. (Quelle: Internetseite der Stadt Wetter)

Reisemobile aus den Niederlanden
Reisemobile aus den Niederlanden
Die Niederländer sind schon da!
Bemerkenswert ist, dass Wetter bereits jetzt regelmäßig (und fast unbemerkt?) von Niederländern angesteuert wird. Sie machen hier Zwischenstation mit ihren Wohnmobilen. Ich habe mit ein paar der Reisemobilisten gesprochen. Sie kamen alle aus Gemeinden nahe der deutschen Grenze, zum Beispiel Arnheim und Eindhoven. Wetter bietet Berge und Industriekultur. Beides kennen Niederländer zuhause nicht.

Mehr Aktivitäten sind notwendig!
Diese lokalen Aktivitäten müssen sich in die regionalen einfügen, denn sonst verpuffen sie. Das können wir uns in Wetter nicht leisten Nur gemeinsam mit anderen sind wir stark. Viel zu viel Touristen fahren durch Wetter nur durch – mit dem Rad, dem Auto oder der Museumsbahn. Und denen, die hier bleiben, weil sie zum Beispiel ihr Reisemobil günstig für eine Nacht parken, denen müssen wir sagen, wie sie hinauf zu den Burgen kommen und wo sie ihre Klappräder ausfahren können. Dann bleibt auch mal einer länger.

Weitere Informationen
Die vier Übernachtungsangebote für Radtouristen in Wetter lassen sich über das Internetportal des Ruhrtalradwegs erreichen. 3 von 4 befinden sich in Wengern.

Der Marketingplan der Metropole Ruhr mit den von der Ruhr.Tourismus GmbH gestarteten Marketing-Aktivitäten ist als PDF-Dokumente hier erhältlich.

Fahrradwege: Den Städten geht das Geld aus, auch hierfür

Die Verteilung der Gelder der Radverkehrsförderung des Landes NRW zeigen, wie die Konsequenzen der Haushaltsmisere der Kommunen der Metropole Ruhr unter Rot-Grün aussieht. Im Rahmen des „Förderprogramms für den kommunalen Sonder-Radwegebau (Radverkehrsförderung) 2012“ werden weitere Maßnahmen der Kommunen für den Radverkehr unterstützt. Von den landesweit 9,5 Mio. € des Programms geht mit 0,47 Mio. € für 15 Projekte im RVR-Gebiet nur ein geringer Teil in die Metropole Ruhr. In mündlichen Erläuterungen im Umweltausschuss des RVR berichteten die Bezirksregierungen, dass die Haushaltslage der Kommunen dazu führten, dass diese keine Projekte mehr qualifizieren und zur Förderung anmelden würden. Die Kommunen könnten die Eigenanteile nciht mehr darstellen. Den Anträgen zum Bau von Radwegen würde dann von der Kommunalaufsicht aus finanziellen Gründen widersprochen.

Kein Fahrradweg - "Ende Gelände" von .marqs / photocase.de
Kein Fahrradweg - "Ende Gelände" von .marqs / photocase.de
Zur Förderung in 2012 sind Projekte vorgesehen in Hamm, Kamen, Unna, Duisburg, Essen, Wesel, Moers, Bottrop, Datteln, Gelsenkirchen, Marl und Recklinghausen. Details hierzu finden sich in der RVR-Vorlage 12/558.

Hauptsächlich Öffentlichkeitsarbeit
Schaue ich mir die Liste (Anlage zu Drs. 12/558) an, dann wird das Resultat für die Radverkehrsförderung in der Metropole Ruhr noch schlechter, denn das Programm für den „Sonder-Radwegebau“ trägt zurecht die Ergänzung „Radverkehrsförderung“. Denn um letzteres geht es irgendwie noch – nur noch. Von 15 Projekten in der Metropole Ruhr handelt es sich bei 10 Projekten einzig und allein um Öffentlichkeitsarbeit: „Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der AGFS“. AGFS steht für „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Stadt“ Für den Radwegebau (3 Projekte) ist kein Geld mehr da, nur noch Geld für Broschüren, Publikationen und Veranstaltungen.

Keine Anträge der Kommunen mehr, nicht einmal eine Qualifizierung von Projekten
Es handelt sich bei vorgenanntem Programm nicht um das einzige. Beim RVR soll auch das „Förderprogramm für den kommunalen Straßen- und Radwegebau 2012“ beraten werden. (siehe RVR-Drs. 12/0560) Noch vermittelnd schreiben die Regierungspräsidenten Folgendes in der Vorlage:

„Für das RVR-Gebiet ist hier, noch stärker als für andere Regionen, mit zunehmender Tendenz festzustellen, dass die Kommunen mit dem von ihnen ursprünglich selbst gewünschten Einplanungsjahr der mittelfristigen Planung des Straßenbauprogramms auf Grund ihrer
schwierigen Haushaltssituation nur noch mit Mühe Schritt halten können. „

Nicht nur, dass keine Projekte mehr bis zur Antragsreife qualifiziert werden, auch die vorhandenen geraten über die Zeitschiene ins Schlingern.

Die Finanzmisere der Kommunen in der Metropole Ruhr hat sich nicht geändert. Da nützt alles lamentieren des Landesregierung von Hannelore Kraft nicht. Die Betroffenen wagen nicht einmal Anträge zu Förderprogrammen zu stellen, da ihre spärlichen Mittel, wenn freigegeben, bevorzugt für anderen Bereich ausgegeben werden (müssen). An so einer Stelle wird mal deutlich, was das nach Jahren bedeutet. Die Benachteiligung geht weiter, denn die wenig haben, bekommen noch weniger.

Arnold Voss schreibt bei den ruhrbaronen unter dem Titel „Radschnellweg Ruhr – brauchen wir ihn wirklich?“ zur Kritik eines solchen Schnellwegs. Die veranschlagten Kosten von 110 Mio. € stehen in krassem Gegensatz zu den fehlenden Geldern, die einen Bruchteil dieser Summe ausmachen. Ein Bruchteil würde für die Beteiligung an den Programmen der Radverkehrsförderung benötigt. Das Geld könnte gerade auch für Radwege besser eingesetzt werden. Ich bin gespannt auf das Ergebnis der beauftragten nächsten Studie zum Radschnellweg. In den Ausschusssitzungen wurden schon Forderungen laut, dass so etwas der Bund fördern müsse, da es mit Autobahnen vergleichbar sei. Die Verantwortung für den Preis der Realisierung solcher Überlegungen wird also bereits vorab nach Berlin verschoben.


Bild: „Ende Gelände“ von .marqs / photocase.com

Eine erste Radtour mit Metrorad Ruhr


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Vor einem Monat war ich bei der Eröffnung der ersten Metrorad-Station in Dortmund, siehe Beitrag „metorad gestartet„. Ich hab‘ die Station sogar gesehen, obwohl sie auf der Internetseite erst angekündigt wird. Egal.
Ich schrieb auch davon, dass dieses Metrorad nicht nur für den innerstädtischen Verkehr genutzt werden könnte. Wenn wirklich eine Rückgabe an jeder Station möglich ist, dann auch in einer anderen Stadt. Da nun die ersten Stationen auch in Bochum und Gelsenkirchen bestückt sind, habe ich das mal unter touristischen Gesichtspunkten ausprobiert. Das Video ist so eine Art Protokoll, das während der Tour entstand. Es war sehr war an jenem Tag und ich höre mich stellenweise keuchen.

Die zu radelnde Strecke führte vom Dortmunder U über Dorstfeld zum Revierpark Wischlingen. Von da über Haus Dellwig weiter zur Zeche Zollern, über Bövinghausen nach Bochum-Gerthe. Dann über Hiltrop und die Grummer Teiche zum Deutschen Bergbaumuseum. Die Route folgte den ausgeschilderten Route R10 und Emscher (Landschafts-)Park-Radweg EPR. Oft habe ich aber die Radkarte des Regionalverbands Ruhr zur Hilfe nehmen müssen, da viele Schilder fehlten. Nicht die großen Wegweise fehlten, sondern kleine Schilder, die an einer Kreuzung klar stellen, welcher Weg einzuschlagen ist. Kurioserweise muss einmal in Dortmund links abgebogen werden, die Straßenverkehrszeichen erlauben jedoch nur das Rechtsabbiegen.

Meine Zielvorstellung bestehen aus Radtouren, die mit kleinen Gruppen zügig – ggf. sogar ohne ortskundigen Führer – geradelte werden können, wobei sich mindestens am Anfang und am Ende der Tour eine Metroradstation befindet.

Als Herausforderung gilt es jetzt erst einmal eine einfachere Route zu entwerfen: entweder begrenzt auf 20km, mit deutlich weniger Abbiegungen oder noch flacher und geradläufiger. Vielleicht braucht es dafür zunächst ein paar weiterer bestückter Radstationen.