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VfL: Starker Start, starkes Spiel, dann halt einen Punkten gegen Holstein Kiel

Dem Heimsieg gegen Darmstadt 98 folgte ein Unentschieden gegen den damaligen Spitzenreiter, den 1. FC Nürnberg. Und dann ein Auswärtssiege beim FC Ingolstadt 04. Könnte der VfL Bochum 1848 die Kurve kriegen? Mit der Frage ging ich zum Spiel am Samstagmittag 10.3. Der VfL empfing Holstein Kiel.

Und dann lief es auch. Der VfL Bochum fand immer wieder eine Lücke, einen ungedeckten Mann. Dann lief der Angriff. Zu Anfang passierte das öfter. Die Holsteiner stellten sich darauf ein. Dennoch: Der VfL war überlegen. Und so kam auch das 1:0 für den VfL.

Nach der Pause waren die Gäste aus Kiel verwandelt. Jetzt rollten die Angiffswellen nicht nur in Richtung des Tors der Kieler. Auch in die andere Richtung. Die Mannschaften waren ebenbürtig und griffen immer wieder das Tor des Gegners an. Und so kam nach 15 Minuten in der zweiten Halbzeit der Ausglech.

Aber das Spiel steigerte sich. Die Stimmung im Stadion auch. Wer hier das zweite Tor machen würde, war eine Glücks- und Zeitfrage. Die letzte Viertelstunde war Spannung pur. Am Ende dann 1 Punkt für die Gäste wie die Gastgeber.

In der ersten Halbzeit hatte der VfL die Hoffnung erfüllt, aber in der zweiten Hälfte kam die Realität zurück. Der VfL Bochum 1848 steht einen Punkt vorm Relegationsplatz raus aus der 2. Liga. Krass #Ziel 1 drin bleiben… In der Halbzeit hängt da immer eine Werbung im Tor, die vom Aufstieg spricht. Allerdings können drei Punkt in einem Spiel auch eine merkliche Reise nach oben bedeuten in der Tabelle. Die Vereine liegen mit den Punkt eng zusammen. 35 Punkte ist der Durchschnitt.

Gut gegangen gegen Nürnberg – ginge mehr?

Das Debüt des VfL Bochum 1848 im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg war gut. Zwei Angriffe rollten gleich in den ersten beiden Minuten. Und der Club musste sich daran gewöhnen, dass immer wieder was auf sein Tor zu rollte. Das sah nicht danach aus, dass hier der Tabellenerste gegen den Vierzehnten spielte. Die “Zentrale” der Nürnberger kam nicht zum Zug.

Das hat natürlich den Wunsch nach drei Punkten entstehen lassen. Schade, aber mit der Befürchtung, mit der ich ins Spiel ging, ist ein Unentschieden besser als nichts. Das hätte auch passieren könne. Keine Torchance war wirklich zwingend.

Da ich im Schatten saß, machte mir der eisige Wind bei Minustemperaturen zu schaffen. Ausgehalten. Am 10. März dann gegen Holstein Kiel.

Nimmt der Club dem VfL die Punkte?

Am Sonntag geht’s wieder ins Ruhrstadion. Eigentlich bin ich schon zufrieden, wenn es ein Unentschieden gibt. Die Heimniederlagen gegen den MSV und die Arminia sitzen mir noch in den Knochen. Der Club steht auf Platz 1. Und der VfL bemüht sich, aus dem Abstiegskampf herauszubleiben.

Und da ist dann noch die Häme. Gerade 1 1/2 Jahre ist es her, da brachte der VfL dem Club eine niederlage bei. Nach einem irren Spiel, endete es 4:5 – auswärts für den FCN. Damals hieß es: „wieder keine Punkte für den Club“. Ein Traum, wenn es wieder so käme. Schön, wenn es nicht hieße: keine Punkte für den VfL.

Der 1. FC Nürnberg ist Tabellenführer in der 2. Bundesliga. Er hat 18 Punkte mehr als der VfL Bochum 1848, der auf Platz 14 weilt. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass der Kader des VfL nur einen Ausfall zählt. Gelingt es damit das derzeit beste Team im Angriff zu neutralisieren. Abseits des Platz war es um den VfL zuletzt nicht gut bestellt. Das hilft nicht.

Der Club ist der klare Favorit.

Polizei: Ruhiger Einsatzverlauf – trotz Schlägereien mit Dynamo-Fans

Wie die Wahrnehmung verschiedener Menschen unterschiedlich sein kann. Nach dem Spiel des VfL Bochum 1848 gegen die SG Dynamo Dresden kam es im Umfeld des Ruhrstadions zu Schlägereien. Meine Bilder entstanden hinterm Parkhaus am Stadionring. Zu sehen sind Dynamo-Fans die auf Polizisten einschlagen – über die Leitplanken hinweg. Das war schon krass. Ein Trikotträger geht zur Leitplanke, schlägt über diese hinweg auf einen Polizisten.

Freunde sagen mir, das war noch harmlos. Ich will mich daran aber nicht gewöhnen.

Und dann lese ich eine Pressemitteilung mit dieser Überschrift: „VfL Bochum – SG Dynamo Dresden – Ruhiger Einsatzverlauf für die Bundespolizei“ (27.08.2017) Das irritiert.

Klar, hier geht es ’nur‘ um die Bundespolizeit. Am Standion war die Landespolizei zuständig, zu der auch die Bereitschaftspolizei gehört. Dennoch hier der Schluss der Pressemitteilung:

Die Abreisephase nach dem Spiel verlief friedlich und ohne nennenswerte Vorkommnisse. Die Bundespolizei leitete sechs Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoff, Versammlungs- und Waffengesetz, Beleidigung, Nötigung und Hausfriedensbruch ein.

Text und Bilder passen für mich da nicht zusammen. Das wirkt wie eine Satire, und das führte zu dieser Satire, in der Text und Bild nicht zusammenpassen.
Die Bilder erinnern mich daran, weshalb in Bochum für Teil der Innenstadt ein Glasverbot erlassen würde. Das gilt gerade zu den Zeiten des Auf- und Abzugs sogenannter „Fans“. Solche wie hier im Bild.

Welch ein Kontrast. Und dann kam noch jemand auf mich zu, der sich als Polizist vorstellte und mir das Filmen untersagen wollte. Als ich ihn nach Namen, Dienstausweis und Dienstnummer fragte,
wurde ich dann laut. Nichts davon war erhältlich. Am Ende war’s dann doch kein Polizist.

Armin Laschet (CDU) zu Erdogan-Lammert und Gauland-Boateng

Armin Laschet ist als Vorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen wiedergewählt worden. Auf dem heutigen Landesparteitag in Aachen gaben ihm die Delegierten der CDU-Kreisverbände 93,4 % der Stimmen.
In einer einstündigen Rede gab der Landespolitiker einen ausführlichen Bericht zur Arbeit und Situation der CDU in Nordrhein-Westfalen. Auf tagesaktuelle Politik ging er auch ein, so auf die öffentlichen Auseinandersetzungen Erdogan-Lammert und Gauland-Boateng.

Was Laschet über Erdogan und Gauland sagte …

Konzept gescheitert – 09 steht vor einem Scherbenhaufen

Die Meldung, welche am späten Dienstagabend über das die Webseite und das Fanforum der SG Wattenscheid 09 verbreitet worden war, schlug ein wie eine Bombe: „CHRISTOPH KLÖPPER NICHT MEHR TRAINER DER SG 09“. Ein Gastbeitrag von Christian Knippschild, ehemaliger Stadtionsprecher der SG 09.

Mit dieser Überschrift endet jäh die halbjährige Episode des Christoph Klöpper an der Lohrheidestraße. Denn erst im Sommer, wurde der ehemalige Krayer vom 1. Vorsitzenden des Vereins Christoph Jacob auf den Trainerstuhl des Traditionsvereins gehievt, allen Widerständen zum Trotz.

Vorausgegangen war ein komplettes Zerwürfnis mit der beliebten Aufstiegsmannschaft und Erfolgstrainer André Pawlak. Sogar der Pay-TV-Sender sky und die Bundesausgabe der BILD berichteten von den Geschehnissen rund um den Traditionsverein. Binnen kürzester Zeit wurde das mühsam aufgebaute „Pflänzchen Wattenscheid 09“zerstört und eine intakte Mannschaft ausgetauscht.

Die komplette Aufstiegsmannschaft, samt Betreuerstab wurden in der Zeit ausgewechselt und durch eine „geile und gallige Truppe“, welche Jacob und Klöpper zusammenstellten, ersetzt. Durch das als arrogant wirkende Auftreten der neuen Mannschaft bei der turnusgemäßen Jahreshauptversammlung und durch den sportlichen Misserfolg, blieben selbst alteingesessene 09er bei Heimspielen der SG 09 weg. Zum Heimspiel gegen den SC Verl verliefen sich gerade einmal 380 Zuschauer im weiten Rund des Lohrheidestadions.

Die SG 09 steht mal wieder vor einem Scherbenhaufen: Der Ex-Bundesligist steht zum Ende der Hinserie mit 16 Punkten auf dem Abstiegsplatz 16. Zahlungsschwierigkeiten und eine drohende Insolvenz machten zudem im Spätherbst die Runde. Erst durch das Öffnen der Privatschatullen von einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern konnten laufende Ausgaben gedeckt werden.

Nach einem halben Jahr ist somit festzuhalten, dass das Konzept des 1. Vorsitzenden Christoph Jacob gnadenlos gescheitert ist. Welcher Trainer nun das Traineramt der Wattenscheid 09 übernimmt, steht noch in den Sternen. Die Frage lautet: „Welcher halbwegs regionalligataugliche Trainer traut sich ein solches Himmelfahrtskommando unter Christoph Jacob zu? Nur ein kompletter Neuanfang kann Ruhe in das Pulverfass SG Wattenscheid 09 bringen.

Es ist daher Zeit zu gehen, Herr Jacob!

VfL-Trainerwechsel: Neururer bleibt Feuerwehrmann

Er soll ein Prima-Typ sein, aber er hat es nicht raus, eine Mannschaft dauerhaft zum Erfolg zu führen. Die Chance hatte Peter Neururer beim VfL Bochum, bei dem er sich jetzt zum zweiten Mal als Trainer verabschiedet. Am Dienstagmorgen kam die Meldung, dass der VfL Bochum Neururer beurlaubt. Misstöne zwischen Sportvorstand und Trainer waren kurz zuvor öffentlich geworden, siehe Reviersport am Vortag. Am Wochenende hatte der VfL zuhause 3:3 gegen den Tabellenletzten der 2. Bundesliga gespielt, zuvor auswärts verloren. Der Verein vonne Castroper steht auf Tabellenplatz 10.

Peter Neururer hat die Profis des Vfl Bochum 1848 mehrmals gerettet. Es ist erstaunlich, wie er als neu geholter Trainer eine personell unveränderte Mannschaft umkrempeln und zum Sieg führen kann. Ich hab‘ das selber im Stadion gesehen. Aber ach, es ist nicht von dauerhaftem Erfolg. Wie auch immer er diese Euphorie bei der Mannschaft und den Fans des VfL Bochums entfacht, auch ist ihm das nicht immer so gelungen. Zuvor waren der MSV Duisburg und Hannover 96 nicht mit den kurzfristigen Ergebnissen nicht zufrieden.

Neururer hat großen Beitrag zur Vereinsgeschichte geliefert

In der Vereinsgeschichte hat sich Peter Neururer aber tief eingegraben, nicht nur durch den verhinderten Abstieg aus der zweiten Bundesliga. Er hat den VfL erfolgreich und sofort aus der 2. wieder in die 1. Bundesliga geführt, sogar an die Tabellenspitze und dann zu einem UEFA-Cup-Platz. Aber dann war auch wieder Schluss. Der VfL konnte die Erfolge nicht fortsetzen. Neururer ging vereinbart, als der VfL Bochum wieder in der 2. Bundesliga angekommen war. Den Weg daraus hat er auch in Neururers zweiter Periode beim VfL nicht gefunden. Die Vergangenheit zählt nicht, nur die Zukunft.

Den Ruf eines „Feuerwehrmanns“ hat er sich durch viele kurzzeitige Engagements (Hertha, 1. FCK, Fortuna Düsseldorf) erworben. Auch wenn er in Bochum 2001-2005 länger als seine „magische“ Haltbarkeitsdauer von 2 Jahren war und offensichtlich bemüht war, diesen Trend zu durchbrechen, so ist es nicht gelungen. Den VfL-Profis hatte er zuletzt am 8. April 2013 übernommen. Den Ruf des Feuerwehrmanns, der länger nicht zu gebrauchen ist, hat er jetzt für die Profi-Liga definitiv weg.

Die Begründung „vereinsschädigendes Verhalten“, vorgetragen von Sportvorstand Christian Hochstätter, sehe ich mehr als den Anlass an statt den Grund an. Der Trainer scheint nicht die mittelfristige erwünschte Rückkehr in die 1. Fußballbundeslia zu garantieren. Vertrauensverlust.

Bochumer Tutehorn (08.11.2014)

Nachrichten aus Bochum und Wattenscheid

Hieronymus Jobs mit TutehornAuto und Bus: Die IHK hat zusammen mit den innerstädtischen Werbe- und Einzelhandelsverbünden eine mehrtägige Befragung zur Nutzung der Verkehrsmittel durch Besucher der Innenstadt durchgeführt. 47 % benutzen das Auto, 31 % Busse und Bahnen, nur 6 % das Fahrrad. Zwecks Arbeit werden Bus und Bahn mehr genutzt, an Samstagen steigt der Anteil der Autonutzer auf 55 %. Die IHK schlussfolgert, dass die City für Auto, Bus und Bahn erreichbar bleiben muss.

Auto ausgebrannt: An der Hollandstraße in Leithe brannte in der Nacht ein Auto aus. Unbekannte Täter hatten es angesteckt. Durch Hitzeeinwirkung wurde zwei weiteren parkende Autos beschädigt.

Schadstoffe in Schule gefunden: Vorsorglich hat die Schulverwaltung das Schulgebäude Lenneplatz 21 in Grumme schließen lassen. Die dort unterichtenden Schulen Alice-Salomon-Berufskolleg und Helene-Lange-Realschule weichen auf andere Standorte auf. Ein alter Linoleumboden könnte Ursache für die erhöhten Werte an Butanol und Propylenglykol sein.

Opel 1: Soll das ehemalige Verwaltungsgebäude des Opel-Werks I in Laer unter Denkmalschutz gestellt werden? Darüber hat die Untere Denkmalbehörde bei der Stadt Bochum nun ein Gutachten zusammen mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe erstellen lassen. Demnach sei der Komplex denkmalwürdig. Das Gutachten wurde am Rat vorbei erstellt. Darüber tobt nun ein heftiger politischer Streit.

Opel 2: Am 5. Dezember wird jetzt eine Woche früher als geplant der letzte Opel vom Band im Bochumer Werk laufen.

Einbrüche: Diesmal meldet die Polizei Einbrüche aus den Straßen Wiethofweg, Am Koppstücke, Hellbrüggenweg und An der Steinhalde. Weiterhin kam es in der Nacht zu Freitag zu drei Einbrüche im Schulzentrum Wittekindstraße. Die Polizisten stellten den Täter auf dem Schulhof. Der polizeibekannte Täter führte zwei Taschen mit Diebesbeute – Kameras, Notebooks und Bargeld – mit sich.

Fußball: Der VfL Bochum 1848 ringt dem 1. FC Kaiserslautern bei einem Auswärtsspiel ein Unentschieden mit 2:2 ab. Der VfL ist seit 16 Jahren am Betzenberg ungeschlagen.

Steuerzahlerbund: DFB-Museum, Küppersmühle, Kamerabahn

Am Dienstag (7.10.) veröffentlichte der Bund der Steuerzahler (BdSt) sein jährlich herausgegebenes Schwarzbuch mit 100 Beispielen für Steuerverschwendung. Drei Projekte führt es aus der Metropole Ruhr an: Den verzögerten Bau des DFB-Fußballmuseums am Dortmunder Hauptbahnhof, die gescheiterte Erweiterung des Museum in der Küppersmühle am Duisburger Innenhafen sowie den Bau einer funktionsuntüchtigen Kameraschienenbahn in Duisburg-Wedau.

Ab 2015 in Dortmund: DFB-Fußballmuseum
Baustelle des DFB-Fußballmuseums in Dortmund direkt am Hauptbahnhof

DFB-Fußballmuseum: Insolvenz einer Baufirma

Die Bauunternehmung, die den Rohbau des DFB-Fußballmuseums (Baudokumentation) errichten sollte, ist in Konkurs gegangen. Am Ende konnte der Bau jedoch erstellt werden, aber verspätet. Der Innenausbau kann erst ein halbes Jahr später beginnen. Der Stadt Dortmund entstehen nach eigener Mitteilung keine zusätzlichen Baukosten, aber der BdSt weist darauf hin, dass die Verschiebung der Eröffnung ins 2. Halbjahr 2015 Kosten verursacht. Angegeben werden diese mit 500.000 €, die zur Hälfte beim Gesellschafter Stadt Dortmund anfielen.

Abriss- und Untersuchungskosten für Museumserweiterung Küppersmühle

Das Museum Küppersmühle stellt im Duisburger Innenhafen Moderne Kunst aus. Es hat seine Pforten seit 1999 in einer umgebauten Industriemühle am Duisburger Innenhafen geöffnet und sollte ein Vorzeigeprojekt des Strukturwandels bei Erhalt der Industriekultur sein.
Ein im Umfeld des Kulturhauptstadtprojektes Ruhr.2010 geplanter Erweiterungsbau wurde zum Desaster. Die Baufirma, die einen zu installierenden Baukörper errichten sollte, ging insolvent. Für das Projekt wurden 34 Mio. € aufgewendet unter Beteiligung der städtischen Duisburger Immobiliengesellschaft Gebag. Da der Baukörper unbrauchbar musste das Projekt so aufgegeben werden. Wenigstens der Schrottwert des Metalls sollte verwertet werden.

Der BdSt weist nun darauf hin, dass auch noch diese Verwertung eine weitere Million € verschlungen habe. An dem Projekte wirkte auch der landeseigene Betrieb Bauen- und Liegenschaften mit. Mit diversen Baupleiten beschäftigt sich der Landtag im Rahmen eines Untersuchungsausschusses, auf den der BdSt hinweist. Das Projekt der Küppersmühle wird also zweimal angeführt. Der BdSt prangert an, dass der Untersuchunsgausschuss jährlich eine Million Euro verschlinge, aber keine neuen Erkenntnisse gebracht habe.

Funktionsuntüchtige Kameraschienenbahn für Kanurennen

Wieder im Schwarzbuch befindet sich eine funktionsuntüchtige Kameraschinenebahn in Wedau (Sportpark Duisburg). Diese wurde ursprünglich 2006 gebaut und kostete 1,7 Mio. €. Da die computerbearbeiteten Bilder verwackelt waren, war die Anlage unbrauchbar. Es kam zu mehrfachen Versuchen, das zu beheben. Bereits 2010 prangerte der BdSt diese Vorgehen an. Aber auch in den letzten Jahren gingen die Versuche weiter, die Anlage in Betrieb zu nehmen.

Steuerzahlerbund: Politische Ausrichtung gen FDP?

Der Bund der Steuerzahler (BdST) existiert seit 1949 und hat mehr als 300.000 Mitglieder, die überwiegend aus Mittelständlern und Freiberuflern bestehen sollen. Daher steht der Vorwurf im Raum, dass der BdSt nicht repräsentativ die gesamte Bevölkerung als Steuerzahler vertrete, sondern eher eine FDP-nahe Klientel. Dies wirke sich auf die Art der politischen Forderungen und ausgewählten Beispiel an Steuerverschwendzung aus.

Video: Flashmob für den Gaucho-Tanz

Rund 22.000 Facebook-Nutzer hat die Ankündigung erreicht, 841 waren persönlich eingeladen, 44 haben zugesagt, 5 haben getanzt und ein paar standen herum. Nach 2 Runden und 10 mal gebücktem Gaucho-Gang bei Gesang ging mir die Puste aus. Sogar drei Gegendemonstranten haben sich eingefunden, die dann aber nur zuschauen mussten.

Gaucho-Tanz in Berlin

In Spandau und auf dem Alexanderplatz in Berlin sind für den Gaucho-Tanz dreimal so viele Leute zusammenbekommen. Aber egal, die Botschaft ist zumindest ausgesendet. Ich habe ein breites Grinsen im Gesicht.

Gaucho-Tanz: Flashmob gegen lächerliche Kritik

Die Kritik am sogenannten Gaucho-Tanz unsere Nationalelf ist lächerlich und ich finde sie einfach zum Ko….. Wer schon ‚mal beim Fußball war, der sollte diesen Tanz kennen: „So gehen die Schalker, die Schalker die geh’n so. So geh’n die Dortmunder , die Dortmunder geh’n so.“ Das gehört zum Fußball. Es hat nichts mit Nationalismus zu tun und stellt keine Verhöhnung der gegenerischen Mannschaft dar – auch nicht seiner Stadt oder seines Landes. Es ist einfach ein Witz. Und wer weltoffen ist, eine multikulturelle Mannschaft ist, der darf so einen Witz auch mal machen.

Die künstlich hochgezogene Kritik an unsere erfolgreichen Nationalelf ist überzogen und nervt. Daher will ich dem öffentlich etwas entgegensetzen. Für kommenden Samstag, den 19. Juli 2014 rufe ich für 14:00 Uhr zu einem Flashmob auf dem Husemannplatz in der Bochumer Innenstadt auf. Nach einer kurzen Lautsprecherdurchsage solle da öffentlich der Gaucho-Tanz von den Teilnehmern aufgeführt werden. Damit soll ausgedrückt werden, dass die Teilnehmer die Kritik am sogenannten „Gaucho-Tanz“ und das angebliche „Gaucho-Gate“ lächerlich finden.

Aufruf zum Flashmob in Bochum
Aufruf zum Flashmob mit dem Gaucho-Tanz Creative Commons Lizenzvertrag
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Gaucho-Tanz ist polizeilich angemeldet

Den Flashmob habe ich bei der Kreispolizeibehörde Bochum am 16. Juli 2014 als Kundgebung angemeldet. Die Bestätigung mit einigen Auflagen ist mir inzwischen zugegangen. Die Polizei war sehr hifreich, denn ich habe noch den Unterschied zwischen ’smart mob‘ und ‚flashmob‘ kennengelernt. Da es aber einen Lautsprecher gibt und die Veranstaltung eine inhaltliche Botschaft abseits von Spaß hat, ist dann wohl ein smart mob.
Der vollständige Titel der Veranstaltung lautet: 'Flasmob für die skandalisierte Petitesse des sogenannten Gaucho-Tanzes'

Es geht bei der „Kundgebung“ nur darum, nach ein paar einführenden Worten von mir, den Gaucho-Tanz aufzuführen. Gerne mit WM-Trikot, diversen Shirts, Fähnchen. Ein Instrumentalisierung der Veranstaltung für andere politische Zwecke werde ich nicht zu lassen. Wer das auch nur im Ansatz versucht wird von mir des Platzes verwiesen werden. Das darf ich, denn ich bin Veranstalter dieser Kundgebung.

Bitte auf Facebook und Twitter teilen!

Medien und Presse sind informiert. Jetzt werden weitere Teilnehmer gesucht. Bitte einen Link zu diesem Blogeintrag oder das Bild oben auf Facebook, Google+, Twitter usw. teilen – auch dann, wenn Du selber nicht dabei sein kannst.

https://www.facebook.com/events/334767660022192/
Die Idee zum dem Flashmob kam mir übrigens aufgrund folgenden Eintrags auf Facebook.

Typisch deutsch?

Und statt Links zu Presseberichten am Ende meines Beitrags, gibt’s diesmal nur einen – und dann auch noch zu Bild-Zeitung. Die erklärt den Gaucho-Tanz und schreibt folgendes am Ende:

BILD meint: Die Diskussion um den „Gaucho-Tanz“ ist typisch deutsch. Und aus diesem „Tanz“ einen Skandal zu stricken, ist absurd, kleinkariert, humorlos und völlig daneben!

Der VfL, das Stadion, Stadioncenter und die Stadt

Stadion an der Castroper Straße, BochumDie Stadtwerke Bochum GmbH – im Besitz der Stadt Bochumwill für weitere fünf Jahre zum Preis von 7,5 Mio. € die Namensrechte am Ruhrstadion erwerben, dass dann weiterhin „rewirpowerstadion“ heißen soll. Das heißt dann Sponsoring. Und an sich sind die Stadtwerke ja frei, wem sie Geld für ihre Öffentlichkeitsarbeit geben. Sie wollen es dem VfL Bochum und seinem Stadion geben.

Dem VfL sein Stadion? Nun ja, das Stadion gehört der Stadt Bochum, das Stadioncenter dahinter gehört der VfL Bochum-Stadioncenter GmbH. An der sind auch die Stadtwerke Bochum GmbH und eine weitere Tochtergesellschaft der Stadt Bochum, die Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum mbH, beteiligt.
Das Stadion ist von der Stadt Bochum – ja, was? – sagen wir mal im Rahmen eines „Benutzungs- und Betreuungsvertrags“ – und jetzt mal extra in Anführungsstrichen – „gemietet“. Letzlich gehört das Stadion also der Stadt Bochum.

Die Geschichte lässt sich also auch so lesen: Die Stadt Bochum kauft mit dem Geld einer städtischen Tochtergesellschaft den Namen eines Stadions, das ihr selber gehört.

Der Benutzungs- und Betreuungsvertrag zum Stadion wurde von der Stadt Bochum gekündigt, übrigens aus haushaltsrechtlichen Gründen, das liest sich in einer Drucksache der Stadtverwaltung aus Oktober 2010 wie folgt:

Aus Sicht der Verwaltung und des Vereins gibt es verschiedene Gründe, der „automatischen“
Verlängerung des Vertrages bis zum 31.12.2010 zu widersprechen und den Vertrag in Teilen zu
überarbeiten:

Eine „automatische“ Verlängerung würde der Maßgaben der derzeitigen haushaltsrechtlichen
Rahmenbedingungen nicht entsprechen, die die ernsthafte Prüfung der Kündigungsmöglichkeit
vorsieht.

Die Stadt Bochum wird dem VfL also etwas mehr für das Stadion abnehmen müssen? Und die Stadtwerke sponsern den Namen des stadteigenen Stadions? Da der Name bereits die letzten Jahre „rewirpowerstadion“ war, wäre das eigentlich keine zustimmungspflichtige Angelegenheit des Stadtrats. Dieser wird sich aber damit sicher befassen, denn dafür ist das Thema bereits zu strittig. Man spricht hier auch vom 2. Haushalt, was hier über städtische Tochtergesellschaften finanziert wird. Das direkte Sponsoring ist steuerlich günstiger als ein Zuschuss aus dem städtischen Haushalt nach vorheriger Einnahme eines Gewinns von der bzw. den Tochergesellschaften. Allerdings wäre so ein Zuschuss angesichts der Haushaltslage der Stadt Bochum gar nicht möglich. Es sei noch mal auf die oben genannten Gründe verwiesen, die zu einem neuen Vertrag über die Nutzung des Stadions führen werden.

Da läuft also erheblich Geld am städtischen Haushalt vorbei, um dem VfL vermeintlich zu helfen. Besser wäre es doch Geld von außerhalb der städtischen Einflusssphäre käme herein.
Als Gegenargument wurde mir von einem Befürworter geantwortet, dass die Stadtwerke dann auch das Sponsoring für sämtliche anderen Vereine einstellen müssten. Nun ja, denke ich mir: Die sind meist keine Profisportvereine, die Beträge sind geringer und erreichen mehr Sportler und das Geld für den Stadionnamen fehlt dort ja auch, oder?

Nur zur Selbstvergewisserung: Ich gehe heute ins Stadion und feuer den VfL an, nicht die Fortuna. Aber ich bin auch dem Wohl der Stadt verpflichtet. Und da stelle ich mir drei Fragen in dieser Reihenfolge, aber mit steigender Bedeutung:

  • Nützt dieses Geschäfts dem VfL Bochum?
  • Nützt dieses Geschäfts den Stadtwerken mit ihrer „rewirpower“-Marke?
  • Nützt dieses Geschäft der Stadt Bochum?

Bisher kenne ich nur Zeitungsberichte …