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Kemnade: Freizeitzentrum steigt in Schafhaltung ein

Die Freizeitzentrum Kemnade GmbH will sich eine eigene Schafherde zulegen. Diese soll 20 Tiere groß sein. Um Stallung, Pflege und Umtrieb der Tiere sollen sich dann Mitarbeiter der Gesellschaft kümmern. Die Gesellschaft gehört u. a. dem Regionalverband Ruhr (67 %) und den örtliche Städten.

Riesen-Bärenklau bekämpfen

Wie ist das bisher gelaufen? Ein Schäfer aus Burgaltendorf hat mit seiner Herde von 500 Tieren den Kemnader See und Nebenflächen beweidet. Darum hatte ihn die Gesellschaft gebeten. Sie wollte den Riesen-Bärenklauf bekämpfen. Diese Pflanze stammt aus dem Kaukasus. Sie wanderte insbesondere entlang von Flüssen und verdrängt andere Pflanzen. Der Riesen-Bärenklau wird auch Herkulesstaude genannt. Für Menschen ist er gefährlich. Ähnlich Brennnessel verfügt der über Härchen (Nesseln), die die Haut aufritzen. Der Pflanzensaft reizt Haut, verbrennt sie sogar. Für Kleinkinder kann das lebensbedrohlich sein. Den Schafen macht die Pflanze nicht aus. Sie fressen sie. Daher waren die Schafe da.

Die Beseitigung des Riesen-Bärenklaus per Schafe war erfolgreich. Doch Bürger hätte sich über Schafexkremente auf Wegen beschwert. Daher werde jetzt ein eigene, kleinere Herde angeschafft. Ein Schafhandy will die Gesellschaft Tag und Nacht schalten für Bürgerbeschwerden. Wieso ging das nicht mit dem Schäfer? Das fragt er sich auch. Ein Groß der Exkremten auf den Wegen würde auch von vielen Gänsen am See stammen, sagt der Schäfer.

Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer eigenen Herde – Gesellschaft soll in 2017 fusionieren

Viele Kommunalpolitiker in Bochum zweifel daran, ob die Schafherde im Besitz einer öffentlichen Gesellschaft Sinn ergibt. Schafe zu halten ist nicht so einfach. Es müssen auch Stallungen etc. her. Darum hat sich bisher der Schäfer gekümmert. Die großen Flächen am See will die Gesellschaft mit Mähmaschinen bearbeiten, das sei günstiger. Zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus muss in einem bestimmten Rhythmus gemäht werden. Mähmaschinen drohen den Boden zu verdichten. Das alles muss beachtet werden.

In zwei Jahren wird dann klar sein, ob die Mitarbeiter der Gesellschaft das mit den Schafen hingekriegt haben. Allerdings ist die Anschaffung einer eigenen Herde dann nicht mehr allein der Freizeitgesellschaft zuzurechnen. Die Gesellschaft soll in diesem Jahr mit weiteren zusammengelegt werden. Sollten hier noch schnell Fakten geschaffen werden?

Wie das aussieht, wenn Schafe mal auf einem Radweg stehen, zeigt dieses Video:

Weitere Berichte zu Schafen am Kemnader See

WAZ Witten: CDU-Chef hält nicht viel von eigener Schafherde am Stausee (02.10.2016)

WAZ Witten: Experten für Warnschild nach Hund-Attacke auf Schafherde in Witten (21.05.2014)

WR Witten: Freizeitzentrum Kemnade geht unter die Schafzüchter (04.10.2014)

Lokalkompass Witten: Schafe am Kemander See? (04.10.2015)

Bochum: 45.000 € für sauberes Badewasser in Heveney

Latente Gesundheitsgefahren im Freizeitbad Heveney

„Die Stadtverwaltung kümmert sich bereits um die Verbesserung der Wasserqualität im Freizeitbad Heveney“, stellt CDU-Ratsmitglied Dirk Schmidt im Anschluss an eine kurze Debatte eingangs der Sitzung des Rates der Stadt Bochum am 3. Juli 2014 fest. „Die von der CDU geforderte Summe von 45.000 Euro steht laut Ausführungen von Stadträtin Birgitt Collisi trotz Haushaltssperre zur Verfügung. Damit kann die Stadt Bochum ihren zwingend erforderlichen Anteil an den unabweislichen Maßnahmen durchführen zu können.“

Filteranlage in einem Wasserwerk
Filteranlage in einem Wasserwerk
Laut Verwaltungsinformation geht der Verwaltungsrat der Freizeitgesellschaft Kem-
nade GmbH als Betreiber des Bades von Sanierungskosten in Höhe von 300.000 Euro aus und dies allein für dringend erforderliche Maßnahmen. „Die CDU will erreichen, dass die Maßnahmen zum Schutz der Badnutzer zügig angegangen werden. Daher war uns wichtig, das Thema noch vor der Sommerpause im Rat zu beraten, nicht erst im September. Die Wasserqualität wird sich zur hochfrequentierten Badesaison im Hochsommer nicht von alleine verbessern“, so Dirk Schmidt.

Freizeitbad Heveney: Regionalverband Ruhr gefordert

Die Stadt Bochum ist zu 12,6 % Eigentümerin der Freizeitgesellschaft Kemnade
GmbH. Größter Gesellschafter mit fast 70 % ist der Regionalverband Ruhr (RVR).
Dieser ist dringend aufgefordert nun die übrige Summe aufzubringen. Die Stadt Bochum hat ihre Hausaufgaben gemacht.

Meine Besorgnis

In der zweiten Maihälfte habe ich beim Fachbereich für Soziales und Gesundheit des Ennepe-Ruhr-Kreises Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz genommen. Die Messwerte und ihre Entwicklung über Jahre haben mich massiv besorgt. Die Mißstände und unabweislichen Maßnahmen sind der Gesellschaft mindestens seit März diesen Jahres bekannt, aber bisher passiert da nicht viel. Besorgniserregend ist, dass die Sperrung des Whirl Pools nach einer Sanierungsmaßnahme erfolgte. Weitere Maßnahemn sind notwendig. Das spricht dafür, dass das Bad mit allen Anlagen dringend erneuert werden muss.

Links zum Thema

DerWesten: „Sorge um Wasserqualität im Wittener Freizeitbad Heveney“ (04.06.2014)

Ruhrnachrichten: „Freizeitbad Heveney – Bakterien stoppten Badevergnügen im Hot Whirl Pool“ (Susanne Linka, 05.07.2014)

Ruhrnachrichten: „„Freizeitbad HeveneyLegionellen gefährden Badespaß nicht länger“ (Susanne Linka, 07.06.2014)