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Bochum Hbf: Videoüberwachung und Alkoholverbot

Das hier ist ein Schwiegermutterbeitrag. Seine Botschaft ist: „Ich hab’s doch immer schon gesagt.“ Und er bezieht sich auf die heutige Berichterstattung der WAZ (5.4.2018), dass der Hinterausgang am Hauptbahnhof in Bochum zum Angstraum geworden ist. Und das ist auch nicht neu, dass es Probleme am Hauptbahnhof gibt. Einiges ist schon getan worden. Allerdings gibt es Widerstand von der Stadtverwaltung und von SPD und Grünen.

Dieser Beitrag zeigt die Ansätze der CDU und von SPD-Grünen im Vergleich. Die CDU setzt auf Videoüberwachung, Alkoholverbot und niederschwellige Betreuungsangebote. SPD und Grüne sehen den Hinterausgang als Aufenthaltsraum für alle. Das Problem werde wieder verschwinden. Dazu kommt nächste Woche eine Entscheidung, über ob und wie der Videoüberwachung am Busbahnhof am Vorderausgang. Im Stadtbahnbereich und im Hauptbahnhof wurde genau das bereits von der BoGeStra bzw. der Deutschen Bahn eingerichtet.
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Bochum Hbf bekommt Videoüberwachungssystem

„Die BoGeStra kann jetzt ein Videoüberwachungssystem am Hauptbahnhof installieren. Geld für Kameras in der Verteilerebene wurde vom VRR bewilligt“, berichtet Dirk Schmidt, Sprecher der CDU-Fraktion im Verkehrsausschuss. Die Förderung beträgt rund 80.000 €.

„Für Bochum ist keine Überwachung mit Kameras im öffentlichem Raum vorgesehen. Obgleich die Bochumer Polizei im letzten Frühjahr das Bermudadreick, den Buddenbergplatz und den Kurt-Schumacher-Platz hierfür benannt hatte. Jedoch war die rot-grüne Landesregierung dieser Empfehlung nicht gefolgt“, erläutert Dirk Schmidt. Der Bochumer Ausschuss für Mobilität hatte sich damit zuvor befasst.

„Die Stadt verfügt ebenfalls über einige Möglichkeiten“, so Dirk Schmidt weiter.

Überwachungskamera für ein Videoüberwachungssystem

BoGeStra erhält Hausrecht für Ebene unter Kurt-Schumacher-Platz

„Große Bahnhöfe und unterirdische Flächen werden in letzter Zeit anders wahrgenommen. Objektive und subjektive Aspekte der Sicherheit erfordern folglich eine andere Bewertung. In Bochum betrifft dies zum Beispiel die Verteilerebene am Haupt­bahn­hof. Nach den Ereignissen am Kölner Hauptbahnhof ist so eine Neubewertung auch hier erfolgt. Als Reaktion hatte der Ausschuss für Mobilität im Herbst daher beschlossen, die Verteilerebene nicht mehr als öffentliche Straße auszuweisen.

Die Stadt kann das Hausrecht jetzt auf die BoGeStra übertragen. Diese beabsichtigt dafür ein Videoüberwachungssystem zu installieren. Die Kosten der beantragten Kameras werden zu 90 % vom VRR gewährt“, berichtet der 42-jährige.

In seiner letzten Sitzung hatte der VRR dementsprechend den Förderkatalog 2017 beschlossen. Der Katalog umfasst 76 Maßnahmen. Er hat einen Umfang von 55 Mio. €. Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU) vertritt die Bochum beim VRR.

Links zum Thema

WAZ Bochum: „Bahnhof und Bermudadreieck – Mögliche Orte für Kameras“ (01.03.2016)

Der Westen: „NRW zögert – Nur „kleine Lösung“ bei der Videoüberwachung“ (Tobias Blasisu, 04.04.2016)

WAZ Bochum: „Bogestra sichert Unterführung im Hauptbahnhof“ (30.09.2016)

siehe auch „Stadt Bochum Drs. 20161880

Hohe Servicedefizite am Bochumer Hauptbahnhof

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat vergangene Woche den jährlich erscheinenden Qualitätsbericht zum Schienenverkehr vorgelegt. Der VRR vegleicht darin die Entwicklung der Qualität der von Eisenbahnverkehrsunternehmen erbrachten Leistungen, zum Beispiel von Deutsche Bahn Regio und Abellio. Kundenbefragungen und Testkäufer bewerten auch Wartezeiten und Fachkompetenz in den 32 DB-Vertriebsstellen. Der Hauptbahnhof in Bochum hat sich dabei von Platz 12 auf Platz 29 verschlechtert. Nur 68 % der erfolgten Beratungsgespräche lieferten hier beim Test im Herbst 2014 korrekte Antworten.

„Grob betrachtet erhalten die Bochumer Bürger nur unterdurchschnittliche Leistungen von der Deutschen Bahn“, fast Dirk Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion Bochum, die auf Bochum bezogenen Ergebnisse zusammen. „Allein für den Service auf der RB 40 von Essen nach Hagen wurde ein überdurchshnittlicher Service festgestellt. Diese Linie wird von Abellio betrieben.“ Hingegen hielten an Bochum Hbf mit RE 1, RE 11 und S 1 gerade Linien, die zum Beispiel mit Sauberkeit Funktionalität der Toiletten und Punktlichkeit Probleme hätten.

„Der Bochumer Hauptbahnhof wird vom VRR zur Kategorie A mit großen und bedeutsamen Bahnhöfen gezählt. Die ermittelten Werte zeigen hierfür nicht angemessenen Rückgang der Servicequalität. Alarmierend ist, dass fast ein Drittel aller Antworten in Beratungsgesprächen vom VRR als falsch bewertete wurden. Hier ist die Deutsche Bahn gefordert schnellstens etwas zu tun. Das Vorbild sollte Hagen sein. Hier waren alles Beratungsgespräche zu 100% richtig.“

Abschließend verweist Dirk Schmidt aber noch auf etwas Positives. Laut kürzlich veröffentlichtem Stationsbericht hat der Hauptbahnhof in Bochum kein Graffiti-Problem.
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Fernbusreisen: Unterwegs mit FlixBus

Fahrkarten für die Strecke Berlin-Bochum hatte ich bereits einmal über MeinFernbus.de gekauft und verschenkt. Diesmal stand der Selbsttest mit einer Fernbusreise Bochum-Berlin und zurück an. Nach dem guten Abschneiden der Anbieter von Fernbusreisen in Deutschland bei der Stiftung Warentest, wollte ich es selber wissen. Eine WLAN-Verbinrdung im Bus, Getränke- und Snackverbauf beim Fahrer und die günstigen Fahrpreise lockten mich zu diesem Selbstversuch, bei dem ich mich 6 Stunden in einen Bus setzten muss. Der selbst ermäßigt deutlich teurere ICE benötigt weniger als 4 Stunden als die Fahrt mit dem Testsieger Flixbus. Hier mein Erfahrungsbericht.

Ich bin mit Begleitung gereist. Eine Richtung kostete 10 € über eine Sonderaktion von LIDL. Bei der Buchung für meinen Begleiter online etwas später kostete die Richtung bereits 14 €. Wir sind also für 20 € bzw. 28 € hin- und zurück gefahren. Über den Preis lässt sich nicht meckern. Der Bus war pünktlich am Haltepunkt am Bochumer Hauptbahnhof. Aufgrund von Staus und daher einem verzögerten Fahrerwechsel waren wir eine halbe Stunde verpätet am Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin (ZOB). Der ZOB in Berlin liegt am Kongresszentrum. Er ist an den Nahverkehrs angeschlossen und es gibt Taxen. Viele Fernbusreisen führen nach Berlin.

Qualität von Fernbusreisen

Fernbusreisen ab Bochum Hbf mit FlixBux
Ein FlixBux
Fahrt war super, Bus war toll. Die Fahrgäste waren angenehm, die Busfahrer auch. Auf halber Strecke gibt es eine Pause, um die Fahrer zu wechseln und die Lenkzeiten einzuhalten. Das ist wie der „Personalwechsel“ bei der Bahn, nach dem die Fahrscheine erneut kontrollierten werden.

Auf der Hinfahrt erfolgte der Stop an einem Autohof. Hier konnten die Toiletten benutzt und die Beine vertreten werden. Wir tranken etwas.

Anforderungen an ZOB-Haltestellen für Fernbusreisen

Haltestelle Bochum Hbf, Wittener Straße 2
Haltestelle Bochum Hbf, Wittener Straße 2
Auf der Rückfahrt wurde mit bewusst, wie unterschiedlich die Qualität, aber auch die Anforderungen an die ZOB sind.

In Bochum scheint mir ein einfacher Halt zu genügen, der aber noch ausbaufähig ist. Die Situation an der Wittener Straße ist gedrängt. Positiv ist die Lage unmittelbar am Hauptbahnhof, allerdings weiter entfernt zur Autobahn. Der Wattenscheider Bahnhof liegt direkt an der A40, aber die Bushaltestelle ist als Parkplatz markiert.

Am ZOB in Hannover erfolgte eine halbstündige Pause. Die ist wirklich knapp, denn Infrastruktur wie Toiletten und Geschäfte u. a. für Speisen und Getränke sind doch etwas entfernt am Bahnhof. Der Hauptbahnhof in Hannover ist auch stark frequentiert. Die Erledigungen sind zeitlich gerade zu bewältigen. Toiletten direkt am ZOB sind also von Vorteil, denn im Bus muss es nur sein, wenn es sein muss.

Bemerkenswert war, das es zwei parallel Busse gab, die am Sonntagnachmittag von Berlin ins Ruhrgebiet fuhren. Die Fahrgäste wurden aufgeteilt auf zwei Busse. Ein Teil fuhr Bochum und Essen an, an anderer Dortmund und Düsseldorf. Dadurch wurde Zeit für alle gewonnen. Im Unterschied zur Bahn, müssen nicht alle Fernbusreisen über jeden Haltepunkt im Ruhrgebiet – Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg und dann Düsseldorf – führen. Das kann ein Vorteil sein. Die Strecken von Flixbus sind bereits so gelegt.

Fazit für Fernbusreisen in Deutschland

Fernbusreisen sind attraktiv und eine preisgünstige Alternative, die übrigens auch nicht klimabelastender als eine Fahrt mit der Bahn ist. Gerne wieder.

Kommunalpolitischen Handlungsbedarf sehe ich weitgehend bei der Anpassung der Haltepunkte für ein- und aussteigende Fahrgäste und Durchreisende.