Schlagwort-Archive: Herne

306: Im 7,5-Minuten-Takt nach Eickel, mindestens

Statt an der Stadtgrenze sollen in Zukunft weiterhin alle Straßenbahnen auf der bisherigen Linie 306 weiter fahren – zumindest nach Eickel, wenn nicht nach Wanne-Eickel Hbf.

„Erstaunt habe ich im Verwaltungsrat des VRR einen Förderantrag der BoGeStra zur Kenntnis genommen, mit dem ein Gleiswechsel an der Stadtgrenze zwischen Bochum-Hofstede und Herne-Wanne-Eickel ermöglicht werden soll“, berichtet CDU-Ratsmitglied Dirk Schmidt. „Dieser Antrag wurde vom Verwaltungsrat mit den Stimmen aller Fraktionen zunächst einmal zurückgestellt. Entschieden werden soll er jetzt in der Dezembersitzung des VRR. Die BoGeStra soll als Antragsteller erst einmal weitere Fakten liefern und die Verwaltung des VRR diese prüfen“, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Bochum weiter.

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Unterrichtsausfall in Bochum und Herne

Laut einer stichprobenartigen Erhebung des Schulministerium von Sylvia Löhrmann (Grüne), fallen an den Schulen in Nordrhein-Westfalen nur 1,8 % des Unterrichts aus. Bei 33 Stunden Unterricht für einen Neuntklässler wären das gerade einmal 2 Stunden pro Monat. Die Realität sieht anders aus, werden viele Schüler und Eltern meinen. Da ist das Soll an monatlichem Unterrichtsausfall meist nach einer Woche erfüllt.

Die Schüler Union in Bochum und in Herne hat sich für ein Projekt zusammengefunden. Ihre Mitglieder und deren Freunde haben für eine Woche die Vertretungspläne von Schulen beider Städte zusammengetragen. Freilich, da gibt es ein Übergewicht an Gymnasien und Gesamtschulen in dieser Stichprobe. Und ja, die Schülerinnen und Schüler haben sehr wohlwollend gewertet: Sie haben Tage, an denen der gesamte Unterricht ausgefallen ist, nicht gewertet und den Vertretungsplan der folgenden Wochen genommen. Es ist schon erstaunlich, dass an 4 Schulen gleich der Unterricht aufgrund Schulungen für das Lehrpersonal komplett entfiel.

80,1 % des Unterrichts werden regulär erteilt

Und das kam raus: 13,6 % sind ersatzlos entfallen. Bei 6,3 % gab es eine Vertretung. Die Schüler Union will nicht bewerten, wie diese Vertretung aussah. War es Unterricht? War es fachfremder Unterricht? Oder war es eine Beaufsichtigung. Laut Erfahrung der Mitglieder der Schüler Union, ist es oft nur eine Beschäftigung. Mandalas würden ausgemalt, wie ein Mitglied berichtete.

Unscheinbar daher kommt ein bescheidenes, aber dennoch wegweisendes Ergebnis: Es geht! Die Schüler haben die Studie einfach mit ihren Smartphones erstellt. Sie haben die Vertretungspläne abfotografiert, wo sie klassisch am schwarzen Brett aushängen oder moderner auf Bildschirmen dargestellt werden. Und einige Schulen haben bereits Apps und Internetseiten, auf denen die Vertretungspläne zu finden sind. Die Zahl eingesetzter Programme ist übersichtlich.

Etikettenschwindel zum Vertuschen von Unterrichtsausfall

Die Schüler Union kommt auch deshalb zu deutlich höheren Ergebnissen bei Unterrichtsausfall, da sie jede Stunde ohne Lehrer als ausgefallenes Stunde wertet. Das gilt auch für Stunden nach dem Konzept „Eigenverantwortliches Arbeiten“. Das sei nur ein Codewort, um ersatzlosen Ausfall zu vertuschen. Aufgaben würde meist nicht gestellt, es gäbe meist nicht mal Räume, um sie zu bearbeiten. Auch eine Besprechung der Arbeitsergebnisse sei selten, wenn es denn Aufgaben gegeben habe.

Die Ergebnissé finden sich auf der Internetseite kein-unterricht.de und auch als PDF-Dokument mit weiteren Erkenntnissen.

Wahlkampfauto in Herne ausgebrannt

Am Dienstagvormittag erreichte mich die schockierende Meldung, dass im Nachbarwahlkreis ‚Herne I‘ ein Wahlkampffahrzeug nachts augebrannt sei. Schockierend, weil es sich vermutlich um Brandstiftung handelt. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.

Augebrannter VW Beetle
Augebrannter VW Beetle

Das Fahrzeuge war im Einsatz für den CDU-Kollegen Sven Rickert. Es war für den Wahlkampf entsprechend beklebt. Laut Berichten von Zeugen soll kurz vor dem Brand ein Fahrzeug mit laufendem Motor gewartet haben. Dann sei es schnell weggefahren.

Da es sich um eine Fahrzeug im Wahlkampf handelt, ermittelt nun der Staatsschutz. Es liegt nahe, dass es sich um eine politisch motivierte Straftat handeln könnte.

Ich habe den Eindruck, dass politische motivierte Gewalt und Agressionen im Wahlkampf zunehmen. Dabei geht sie nicht von den kandidierenden Parteien oder Kandidaten aus. Sie scheint mir aus unbekannter dritter Queller zu kommen. Auch die Zahl beschädigter und geklauter Plakate nimmt zu.

Hordeler Straße: Runder Tisch zur Öffnung des Kreisverkehrs

Endlich Fortschritt. Endlich Hoffnung. Vielleicht eine Lösung. Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte hat heute beschlossen, einen Runden Tisch für das Problem der abgebundenen Hordeler Straße an der Stadtgrenze zu Herne einzuberufen. So berichtete es mir in einem kurzen Gespräch James Wille, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung.

Der Protest über die Absperrung, die nach dem Bau des Kreisverkehrs an der Stadtgrenze zu Eickel erfolgte, hat über Jahre zu Protesten in Herne und Bochum geführt, zuletzt im Juli bei einer Diskussionveranstaltung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Lokalredaktion Bochum, direkt am Kreisverkehr.

Bessere Verbindungen: Hordeler Straße öffnen
Bessere Verbindungen: Hordeler Straße öffnen

CDU-Antrag zur erneuten Befassung mit Hordeler Straße

Im Antrag der CDU-Fraktion zur heutigen Sitzung heißt es:

Wie den jüngsten Zeitungsmitteilungen entnommen werden konnte, wurde der Beschluss der Wortlaut Bezirksvertretung, die Hordeler Straße nicht zu öffnen, mit Unverständnis durch große Teile der Bevölkerung in Bochum und Herne aufgenommen. Insbesondere die Geschäftswelt in beiden Städten wies deutlich auf die Folgen hin, die insbesondere während des Ausbaus der Herner Straße auf sie zukommen könnten bzw. sich bereits abzeichnen. Anlässlich der Veranstaltung der Westdeutschen-Allgemeinen-Zeitung (WAZ-Mobil) wurde zudem deutlich, dass offenkundig eine große Mehrheit der Anwohner für eine Wiederöffnung der Hordeler Straße eintritt, was nicht unberücksichtigt bleiben darf.

Beruhigend ist, dass die SPD das Thema wieder diskutieren will. Mit Geschäftsordnungstricks hatte sie im Frühjahr 2014 noch eine Beratung des Themas verhindert.

WAZ mobil an der Hordeler Straße
Viele Bürger berührt das Problem der abgesperrten Hordeler Straße nach Herne-Eickel.

Öffnung der Hordeler Straße nach Herne-Eickel bleibt Thema

Die Wieder-Öffnung der Hordeler Straße zur Stadtgrenze nach Herne-Eickel bleibt weiterhin ein Thema. Am Donnerstag, den 8. Mai 2014 sollte sich die Bezirksvertretung Bochum-Mitte unter dem Tagesordnungspunkt „Temporäre Öffnung der Hordeler Straße mit dem Thema befassen. Anlass war der Wunsch eines Gewerbetreibenden, der auf Verkehrsströme bedingt durch Bauarbeiten auf der Herner Straße verwies. Die Verwaltung konnte dem Vorschlag folgen, da überaschenderweise auch Geld dafür vorhanden ist.

Geschäftsordnungstrickserei bei der SPD

Allerdings wollte die SPD-Fraktion offenbar verhindern, dass das Thema auch nur im Ansatz besprochen wird. Daher wurde mit der Geschäftsordnung getrickst. Die SPD-Fraktion stellte den Antrag, den Tagesordnungspunkt nicht zu beraten. Von der Tagesordnung wollte die CDU den Punkt nicht absetzen lassen, aber Bezirksbürgermeister Dieter Heldt verbot dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, James Wille, sogar gegen den Antrag zu sprechen. Dabei sieht die Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Bochum, die Ausschüsse und Bezirksvertretungen ausdrücklich vor, dass auch gegen einen Geschäftsordnungsantrag gesprochen werden darf – aber auch nur einer. Aber selbst das wurde unterbunden und mit Stimmenmehrheit ohne Diskussion wurde durchgesetzt, nicht zu beraten. Richtig genützt hat das nichts. Die CDU-Fraktion hat nach diesem Verstoß gegen die Geschäftsordnung, der unter Hinweis auf die Geschäftsordnung erfolgte, aus Protest die Sitzung verlassen. Das kann heute in der Zeitung nachgelesen werden. „Hordeler Straße bleibt abgebunden“ (WAZ, 10.05.2014).

Absperrung der Hordeler Straße am Kreisverkehr nach Herne-Eickel
Absperrung der Hordeler Straße am Kreisverkehr nach Herne-Eickel

Allerdings ist das Bild, das online von der WAZ gezeigt wird, nicht ganz aktuell. So ein hübsches Drängelgatter steht da nicht mehr, sondern ein Provisorium aus Baustellenabsperrungen, die mit einem Metallbandverbunden sind. Ein einfacher Seitenschneider dürfte reichen, damit die Straße wieder offen ist. Das ist aber vermutlich als Straftat im Sinne von „gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“ zu werten. Besser weiter die politische Auseinandersetzung suchen.
Das wird die CDU sicher tun, sowohl bei der Abbindung der Hordeler Straße als zu derartigem politischen Vorgehen.

Tag 6: Wahlkreismitglieder­versammlungen stehen

In der Kreisgeschäftsstelle der CDU an der Lyrenstraße 11a wird seit heute Nachmittag fleißig gedruckt. Die Kollegen in Essen haben das schon am Wochenende gemacht und sind auch mit kuvertieren und frankieren durch – las ich auf Facebook. Seit Montagvormittag steht auch der Ort. Die Wahlkreisvertreterversammlungen und Wahlkreismitgliederversamlungen für die drei Bochumer Wahlkreise finden alle im Messezentrum der Firma Josef Dewender an der Darpestraße 40 statt. Das lies sich schnell und recht unkompliziert klären, wofür ich sehr dankbar bin. Die anderen Veranstaltungsorte, die am Samstag überlegt worden waren, kamen nicht zum Zuge.

In einer Wahlkreismitgliederversammlung treffen sich alle Mitglieder, die in diesem Wahlkreis wohnen, d. h., dass sie dort ihren Erstwohnsitz haben und dort auch wählen werden. Dafür sind heute bei der CDU Adressen sortiert worden. Allerdings ist das einfacher als man denkt, allerdings auch nicht ganz ohne Aufwand. Praktisch ist, dass die Wahlkreise sich nicht verändert haben und so nur Änderungen durch Umzug oder Neueintritt bearbeitet werden müssen. Dennoch bearbeitet eine Mitarbeiterin da stundenlang lange Listen, damit Morgen der Versand erfolgen kann.

In einer Kreismitgliederversammlung, die am Samstag im Anschluss an die Wahl der drei Direktbewerber erfolgt, wird dann bestimmt, wer zur Landesvertreterversammlung fährt. Dort wird über die Reihenfolge auf der Landesliste der CDU abgestimmt. Aufgrund des Wahlsystems verbunden mit dem Umstand, dass die CDU viele Wahlkreise gewinnt, wird diese Liste kaum Bedeutung haben. Dennoch muss das gemacht werden. Es könnte ja auch zu Überraschungen kommen – dort und am 13. Mai 2012.

Eine Facebookgruppe gibt es, denn bereits die Organisation der Versammlungen benötigt Helfer. Sonst hätte die CDU das einkaufen müssen. Wir brauchen das Geld für den Wahlkampf.

Die Kreisgeschäftsführerin der CDU Herne teilt mir offiziell mit, dass die CDU Herne mich nominiert hat. Für Samstagnachmittag bin ich zur Aufstellung des Kandidaten oder der Kandidatin für den Wahlkreis Herne I eingeladen. Da fahre ich nach den Aufstellungen in Bochum hin und treffe sicher den einen oder anderen aus Eickel, der auch in Bochum war. Eickel mit Wanne-Süd bildet mit Wattenscheid außer Eppendorf und mit Teilen von Bochum-Mitte den Wahlkreis 109.

Der Sonntag war eher ein ruhiger Tag. Ein paar konzeptionelle Überlegungen zum Wahlkampf standen an, die ich heute Abend besprochen habe. Das Gespräch mit anderen schärft auch immer das Konzept und den eigenen Blick. Technische Arbeiten am Internet standen auch an.

Kohle: Abstruse und nationalistische Töne der Linkspartei

Am Montagabend war ich zu Gast auf einer Podiumsdiskussion der IGBCE Herne. Im Gegensatz zu meinem Besuch bei der IGBCE Bochum beschränkte sich das Thema hier komplett auf Energiepolitik und Steinkohleabbau in Deutschland. Selbst das Thema Regenerative Energien muss ich darunter subsumieren. Die ganze Veranstaltung will ich gar nicht wiedergeben. Da kann ich auch auf einen Artikel in den Ruhrnachrichten Bochum zur Diskussion bei der IGBCE Bochum verweisen, wenn man die Themen Leiharbeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung herauslässt.

Vorab will ich noch anführen, dass ich auf dem Podium kritisiert habe, dass der Veranstalter letzte Woche die FDP mit der Begründung ausgeladen hat,  der oder die Vertreterin habe sich nicht rechtzeitig angemeldet. Ich danke der Parteikollegin oder dem Parteikollegen, die bzw. der das für mich übernommen hat. Vielleicht war dadurch das Klima bereits etwas vergiftet. Dazu beigetragen hat auch meine Kritik am Moderator names Lüken, der in der zweiten Runde nach Stellungnahmen von Linke und Grünen jedesmal einen längeren Kommentar zur Position der IGBCE abließ. Das verstehe ich nicht unter einer Podiumsdiskussion mit Parteien zur Wahl, wenn der Moderator die größeren Wortanteile hat. Dafür saßen dann auf dem Podium am Tisch zwei Vertreter der IGBCE und ich hab dann als einziger Vertreter einer bürgerlichen Partei neben dem Tisch sitzen dürfen. Wenn das nicht schon ein Aussage sein sollte.

Jetzt aber zur Linkspartei. Das ist politisch wesentlich bedeutsamer als vorgenanntes Hickhack. Zunächst hätte ich die Position von Michael Aggelidis am besten so zusammengefasst, dass er für die Förderung der heimischen Kohle durchaus sei, diese aber nicht verbrennen wolle. Kohle würde das CO2-Problem und damit die globale Erwärmung fördern, bekannte er auf Nachfrage. Er halte sie zudem für zu kostbar zum Verbrennen. Kohle sollte besser als chemischer Grundstoff für andere Produkte verwendet werden. Allein angesichts der notwendigen Menge für die Förderung bzw. geringen zur anderweitigen „chemischen“ Verwertung bezweifele ich, dass das einen plausiblen Ansatz auch nur darstelle könnte, um den Steinkohlenbergbau zu befördern. Die Ideenwelt dieser Partei ist abstrus und weltfremd.

Den Knüller brachte dann aber eine gewisse Klaudia Scholz. Sie vertrat die These, dass in deutschen Steinkohlekraftwerken nur deutsche Steinkohle verbrannt werden sollte. Ihre Frage an die Politiker auf dem Podium war dann auch, wie sie – die Politiker – sicher stellen wollen, dass nur noch deutsche Steinkohle in deutschen Steinkohlekraftwerken verbrannt werde. Die Antwort des Linken ist mir entfallen – vermutlich kam da auch keine. Die übrigen Vertreter – mich eingeschlossen – haben sich dann mal alle dahingehend geäußert, dass das nicht realisierbar sei. Ich habe die These als „öko-nationalistisch“ bezeichnet. Meine Äußerung ist dann vom Moderator dann auch gleich als beleidigend gerügt worden. Dessen war ich mir gar nicht bewusst, aber offentlich hatte ich eine politisch links stehende Person getroffen, die da im Publikum saß. Dabei war die einschränkende Vorsilbe „öko“ schon spezifizierend gemeint, aber im Nachhinein passt zu öko eher ökonomisch als ökologisch. Es ging wohl nur um einen nationalistischen, protektionistischen Ansatz zum Erhalt von Arbeitsplätzen. In Zeiten eines europäischen Binnenmarktes und ökonomischer Globalisierung, in Zeiten von Entgrenzung, passt das nicht. Der Referent der IGBCE versuchte das dann zu retten, in dem er die Frage uminterpretierte in die Verhinderung des Imports von „Blutkohle“, wohinter ich den Import aus China oder Afrika vermute.

Da Klaudia Scholz mir am Ende als Geschenk von der IGBCE ein Päckchen Kohle überreichte und auch der Referent Dr. Ralf Bartels sie beim Namen nannte, nehme ich mal an, dass sie IGBCE-Mitglied ist. Sie stellte sich zu dem als (frühere?) Telefonistin bei der DSK (Deutsche Steinkohle AG) vor, die sich dennoch gegen den Bau des Kraftwerkblocks Shamrock 5 gestellt habe. Naja, mit den Widersprüchen muss sie selber klar kommen. Sie scheint mir aber auch Mitglied der Partei Die Linke zu sein oder ihr zumindest äußerst nahe zu stehen, denn sie hat für sie kandidiert und vertritt sie im Rat der Stadt Herne in einem Ausschuss. Dann dürfte die treffende Bezeichnung als Bindestrich-„Nationalistin“ sie getroffen haben, aber dennoch zurecht. Nationalistischen Töne passen auch zur Linken und ihren populistischen Formeln. Sie ist halt eine extremistische Partei. Das erinnert mich an ein Zitat aus einer CDU-Pressemitteilung, hier zitiert nach den Ruhrbaronen, wo ich sie einst gelesen hatte (Ja, da und nicht auf cdu-xy.de): „Die Linke in Nordrhein-Westfalen zeigt immer öfter ihr wahre extremistische Fratze.“ Und die Äußerung einer Klaudia Scholz zeigt mir, dass dieses Denken, nicht nur bei Spitzenkandidaten vorkommt, sondern auch auf niederen „Rängen“ und in anderen Kreisverbänden wie hier in Herne. Aus ihrer Ratsgruppe kommt auch die Spitzenkandidatin Bärbel Beuermann. Da schau ich dann wieder rüber zur SED in der einstigen DDR ….

Unterhaltsam bis peinlich war auch der Auftritt eines Vertreters von BüSo. Offenbar hatten die Veranstalter nicht den Mut, ihm geradeheraus eine Stellungnahme zu verbieten. Er sagte mir vor der Veranstaltung, dass er eine Stellungnahme zur Position von BüSo abgegeben dürfe. Der Veranstalter hatte aber wohl nur gemeint, dass es eine offene Veranstaltung sei und jeder was sagen dürfe. Und so ist das dann ein langes Statement mit Ermahnungen durch den Moderator und eine kleine Frage am Ende entstanden. Den Veranstaltern hatte bei der Vorbereitung der Veranstaltung deutlich erkennbar der Mut gefehlt, dem Vertreter der BüSo einen Absage zu erteilen, sein Programm vorzustellen.

Am Ende fühle ich mich bezüglich der abstrusen Positionen der Linkspartei bestätigt. Ich frage mich aber auch, was die Veranstaltung eigentlich bewirken wollte. Die Unterschiede zwischen den Partei sind klar geworden, und dann?

Podiumsdiskussion der VHS Herne zur Landtagswahl

Seitens der VHS Herne liegt mir als Vertretung eine Einladung für Dienstag, den 13. April 2010 vor. Um 19 Uhr nehme ich an einer Podiumsdiskussion mit weiteren Landtagskandidaten im Kulturzentrum (Willi-Pohlmann-Platz 1, Herne) teil.

An der Veranstaltung gefällt mir die Vorbereitung. Da sind bereits mit einer geschätzten Zeitangabe die Themen angegeben – so eine Art Ablaufplan. Es wird um die Finanzsituation der Kommunen allgemein und der Stadt Herne insbesondere gehen. Bildungspolitik ist angekündigt mit den Themenbreichen Schule und Universitäten.

Und zum Schluss steht das leidige Thema „Spekulation“ an. Naja, um ehrlich zu sein, die haben dort „Prognosen – Wunsch/Ziel zur Landtagswahl – Konstellation/mögliche Koalition“ genannt. Da wird dann wieder nach Schwarz-Grün gefragt. Dazu kann ich bereits jetzt erklären:

Das ist alles Spekulation. Ich kämpfe nicht für Schwarz-Grün, ich kämpfe für Schwarz-Gelb. Wobei mir eine Alleinregierung der CDU natürlich immer noch lieber wäre 🙂

NRW muss stabil bleiben und das geht am Besten mit der Fortsetzung der jetzigen Koalition aus CDU und FDP.

Podiumsdiskussion bei der IGBCE Herne

Wie bereits am 08. April in Bochum werde ich am 19. April auch bei der IGBCE Herne an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Meine Erwartungshaltung ist zur Zeit wie für die Veranstaltung am 08.

Lustig: Die Email-Adresse für mich soll laut Schreiben „Dirk.A.Schmidt@gruene-herne.de“ sein. Irgendwie ist das auch treffend, nur nicht politisch.

Der Veranstaltung wird in der Wilhelmstr. 89a in Wanne stattfinden. Dort ist eine Einrichtung der Stadt Herne für die Kinder- und Jugendarbeit (Haus Pluto).

Mit der Bogie-Bahn durch Bochum und Herne

Kennen Sie die Bogie-Bahn? Das ist dieser Gesellschaftszug der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG. Irgendwann war mir mal aufgefallen, dass die Straßenbahnstrecken in Meterspur durch alle Teile meines Landtagswahlkreises 109 (Wattenscheid, Eickel, Bochum) führen. Und zudem setze ich mich für eine andere Politik beim Nahverkehr im Ruhrgebiet ein. Wir brauchen mehr Kooperation, weniger Gesellschaften. Kooperationen (z.B. KöR) reichen nicht. Die Fusion der Gesellschaften der Städte Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen und Duisburg ist der richtige Weg. Die Verknüpfungen der Teilnetze untereinander müssen besser werden, denn sie sind in den einzelnen Städte noch immer allein auf einen zentralen Punkt ausgerichtet – meist den Hauptbahnhof. Und so könnte ich einem fort schreiben.

So freue ich mich auf Einladung der JU Bochum und der JU Herne am kommenden Samstag nach der Wahlkampferöffnung in Oberhausen an einer geselligen Straßenbahnfahrt teilzunehmen. Die vorgenannten Themen werde ich da sicher ansprechen können. Vielleicht sogar eine Vision für die Metropole Ruhr schildern können. Und dazu gehört sich auch der RRX.

Achja, nach der Bogie-Bahn kommt am 10.04. noch ne Aktion.

Thoben: Das Ruhrgebiet kann Neues!

Christa Thoben in Herne
v.r.n.l.: Christa Thoben, Lutz Schewe (verdeckt), Dirk Schmidt

Am Donnerstagabend hatte ich der Haranni-Clinic in Herne das Vergüngen, auf einer Veranstaltung der Mittelstandsvereinigung Herne der Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie zuzuhören. Es ist wirklich beeindrucken, mit welcher Leichtigkeit Frau Thoben Probleme und Herausforderungen unserer Region Ruhr darstellt. Und die Erfolgsbilanz dieser Landesregierung ist ja auch nicht schlecht. Der Umstand, dass 250.000 Menschen mehr Arbeit haben als bei Regierungsantritt 2005 und das trotz Wirtschaftskrise, ist schon ein beeindruckendes Politikergebnis. In der Rede und der anschließenden Diskussion kamen auch öfter die Themen Migration, Integration und Wirrtschaft auf.

Nun, ich will hier nicht alles wiederholen. Überraschenderweise habe ich vorne sitzende mehr als 90 Gäste gezählt, die WAZ berichtet im passend betitelten Artikel „Das Ruhrgebiet kann Neues“ (27.03.2010) von 50. Es war ein toller Abend.

Sperrung der Hordeler Straße wird erneut beraten

Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte wird sich am 26. Januar 2010 erneut mit der Sperrung der Hordeler Straße auf der Stadtgrenze Bochum-Herne befassen. Dies teilte Bochums Stadtbaurat Dr. Kratzsch in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr u. a. am 08. Dezember 2009 mit.

Laut Kratzsch habe sich der Verwaltungsvorstand am Tag mit einem Schreiben der Stadt Herne befasst, dass sich gegen diese Sperrung wende. Er selber habe ein Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister von Bochum-Mitte geführt. Die ihn stützende rot-grüne Mehrheit hatte wenige Tage zuvor, einen Antrag der CDU, die Straße wieder zu öffnen abgelehnt. Die Verwaltung will für diese Sitzung noch einmal die Argumente für die Sperrung durchgehen und ggf. sogar nach alternativen Lösungen suchen.

Siehe hierzu auch

Antrag auf Öffnung der Hordeler Straße scheitert“ (WAZ Herne/Wanne-Eickel, 03.12.2009)

und hier im Blogg:

Sperrung der Hordeler Straße ein glatte Fehlentscheidung“ (03.12.2009)

und

Schilda im Kreisel – Hordeler Straße gesperrt“ (24.11.2009)