Schlagwort-Archive: Hochschule

Coming Soon: SolarBuggy Phoenix auf Kickstarter

16 Studenten der Hochschule Bochum arbeiten an einem Offroadfahrzeug, mit dem sie im Herbst 2017 die Simpson Desert in Australien durchqueren wollen. Ein ähnliches Projekt hat es zu vor schon einmal erfolgreich gegeben.

Irgendwo in eine Wattenscheider Werkstatt wird der Prototyp des SolarBuggy Phoenix zusammengeschraubt. Ein Video haben die Studenten erstellt, um in Kürze auf Kickstarter Geld für das Projekt zu sammeln. Den Link gibt’s dann später hier.

Studying in Germany at Ruhr-Universität Bochum

Es gibt viele Filme über das Studieren und Leben an der Ruhr-Universität. Hier kommt ein weiterer von „Jonas“ – in English, aber auch mit deutschen Texsten. Der Film wendet sich insbesondere an Studenten von Ingenieurwissenschaften.

Es ist immer wieder mal nett, zu sehen, was sich in verschiedenen Bereichen der Hochschulen in unserer Region tut.

Ruhr-Uni Bochum in Endrunde für ein Internet-Institut

Die Ruhr-Universität hat es in die zweite Runde des Wettbewerbs um ein Deutsches Internet-Institut geschafft. Ihre Konzept, das auch auf das bereits vorhandene Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit (siehe Bild) zurückgreifen kann, hat soweit überzeugt, dass es in einer zweiten Runde mit 4 weiteren Konkurrenten jetzt weiter qualifiziert werden wird. Doch was soll so ein Internet-Institut leisten?

Aufgaben und Initiator eines Internet-Instituts…

Semesterticket: VRR und Studenten auf Einigungskurs

Seit Monaten stritten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und die Vertretung der Studierendenschaften (AStA) über die Fortführung des landesweiten Semestertickets für Studenten. Anlass ist eine vom VRR vorgesehene Preiserhöhung, die nicht nur die allgemeine Preissteigerung auffangen soll. Die Studenten sollen einen höheren Finanzierungsbeitrag leisten, um mehr Gerechtigkeit gegenüber anderen Abonnenten, zum Beispiel Auszubildenden, herzustellen. Von Seiten der Studenten wird erwartet, dass mit den vorgesehenen Steigerungen im Jahr 2019 ein Semesterticket dann etwas mehr als 26 € pro Monat kosten soll. Im Vergleich dazu kosten das teuerste YoungTicket der Preisstufe A3 53 €, bei Preisstufe B für benachbarte Städte sind es bereits 78 € und für den gesamten Leistungsumfang des Semestertickets wären es deutlich mehr als 100 €.

Für die Gremiensitzungen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) lag nun ein erstes Einigungsergebnis vor, wobei mit 15 Hochschulen schon Vereinbarungen getroffen worden sein sollen. Strittig sind eigentlich nur noch Kleinigkeiten wie der Umfang der Fahrradmitnahme und der Personenmitnahmen in den Abendstunden und am Wochenende. Sah die Verwaltung des VRR wenig Möglichkeiten, eine Lösung für Erstsemester zu finden, die bereits vor Beginn des Semester sogenannte Vorkurse besuchen, so sahen die Politiker das am Mittwoch im Ausschuss für Tarif und Marketing etwas anders. Diese beauftragten die Verwaltung eine, wenn auch nicht kostenlose, Lösung aufzuzeigen. Mit dieser Lösung wird nicht mehr in diesem Monat und zum Vertragsabschluss über das neue Semesterticket gewartet. Ziel kann aber sein, mit der Beschlussfassung über die Bedingungen des Semestertickets einen Auftrag an die VRR-Verwaltung zu geben, eine Lösung zu kreieren und umzusetzen. Dann wäre auch einem Anliegen der Studenten entgegengekommen.
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RUB-Studentenparlament: Wahlverzerrung durch illegale Werbung

Die Wahlen zum 48. Studierendenparlament in der letzten Woche fanden unter Einfluss einer Email statt, die unzulässigerweise und unter Verstoß gegen Datenschutzvorschriften an alle 40.000 Studentinnen und Studenten gesendet worden war. In dieser Email kanzelte eine Gruppe kandidierende Liste einseitig ab. Ob die Inhalte der Spam-Email sachlich oder politisch gerechtfertigt sind, sei dahingestellt. Im Wahlergebnis meine ich eine deutliche Wirkung wiederzufinden. Das Justitiariat der Ruhr-Universität prüft rechtliche Schritte gegen die Urheber bzw. Absender dieser Email.
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Geothermie: Marktverzerrungen zwischen Regenerativen Energien durch Subventionen

Das Bild des Beitrags zeigt einen Bohrer auf dem Gelände des gerade entstehenden Geothermiezentrums an der Hochschule Bochum. Damit soll es bald 1000 Meter in den Untergrund gehen. Die Geothermie bietet viele Chancen für das Ruhrgebiet, denn in der Metropole Ruhr finden sich viele kleinere (mittelständisch und Inhaber geführte) Firmen, die dem Bergbau und Maschinenherstellern zuliefern. Das Wissen aus dem Bergbau, gerade dem Steinkohlebergbau, dessen Subvntionierung 2018 endet, ist ein Potential in der Region.

Geothermie ist eine regenerative Energiequelle. Und sie gehört mit zu den geförderten Energiequellen des erfolgreichen Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG), wobei bezeichnend ist, dass der Wikipedia-Artikel im Bereich zur „Geothermie“ im Vergleich zu den anderen Quellen kurz ausfällt. Das ist meines Erachtens ein weiteres Symptom, dass die Geothermie immer noch am Anfang steht. Es muss weiter geforscht werden, um Energieausbeute, Produktionskosten, Investionen und Risiken für eine erfolgreiche Errichtung der Anlagen zu verbessern. Die bisherige Fokussierung auf Solarstrom brachte eine starke Subventionierung auf den Strom aus Solarzellen.

Wo Schweinställe mit Solarzellen überzogen werden, lassen sich meist auch WEAs errichten
Solarstrom wird seinen Platz in der Metropole Ruhr und den Städten in einem Netz dezentraler Energieerzeugung haben. Windenergieanlage lassen sich aufgrund des Abstandsgebots zum Schutzgut „Mensch“ hier nicht einhalten. Die Produktion von Windenergieanlagen (WEA) hat für die heimische Wirtschaft jedoch mehr zu bieten, als der Import von vor Ort zu installierenden Solarzellen aus Fernost. Getriebe für WEAs lassen sich dort bauen, wo Getriebe für Kohlehobel entstehen. Wo Schweinställe mit Solarzellen überzogen werden, lassen sich meist auch WEAs errichten.
Von nationaler Bedeutung ist aber nicht allein, dass Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird, sondern wie und wo zu welchen Kosten. Die Subventionierung des Ausbaus der Fläche an Solarzellen hilft, ist bezogen auf die gewonnene Energiemenge und den vermiedenen Ausstoß an Kohlendioxid jedoch nachrangig. Energie muss wirtschaftlich sinnvoll erzeugt werden. Das erfordert ggf. den Transport von Strom aus WEAs von der Nordseeküste nach Süddeutschand und eventuell den Transport von Solarstrom aus südlichen Gefilden. Die effizienteste Energieerzeugung wird sich auch bei den „Regenerativen“ durchsetzen müssen. Dies kann nach Standort und Technik variieren. Hier es nicht hilfreich, wenn aus der Politik eine Marktverzerrung kommt. Genau das ist aber zuletzt mit der einseitige Fokussierung auf die Erzeugung von SOlarstrom entstanden. Nachfolgend ein Zitat aus Seite 14f einer „Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie„, dessen Überschrift Technologieneutralität an Argumente zur Netzneutralität erinnert:

Der Energiemarkt ist im Umbruch. Heute lässt sich nicht absehen, wie der optimale Energiemix der Zukunft aussehen wird, wo der Strom produziert werden wird und welche Speichertechnologien in Zukunft eingesetzt werden. Ob und zu welchen Anteilen der Solarstrom beispielsweise aus Spanien oder Nordafrika oder die Windenergie aus der Nordsee zur deutschen Energieversorgung beitragen werden, ist noch unbekannt. In welchem Maße Stauseen, etwa in der Schweiz oder in Norwegen, dazu verwendet werden, überschüssige Energie zu speichern, oder ob eher dezentrale Speichermöglichkeiten wie zum Beispiel Batterien in Elektroautos oder Nachtspeicherheizungen genutzt werden können, lässt sich derzeit ebenfalls nicht abschätzen. Erst recht gilt dies für Innovationen, deren Eigenart es nun einmal ist, dass sie unvorhersehbar sind.

Es ist zu befürchten, dass diese Unsicherheit bei gleichzeitigem hohen öffentlichen Druck, Erfolge vorzuweisen, die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger erneut dazu veranlasst, nach Methoden der Mikrosteuerung zu greifen. Fast unausweichlich sind die Maßnahmen solcher Politik oft unkoordiniert und damit zum Teil auch in sich inkonsistent. Neben den Subventionen für erneuerbare Energien und den Kapazitätssubventionen für den Kraftwerksbau werden zugleich Subventionen für Speicher, Netze, Gebäudedämmung, Haushaltsgeräte, Elektroautos und vieles mehr diskutiert, geplant und beschlossen. Der Stromsektor ist so von einem Wust an nicht abgestimmten Zielen, Einzelmaßnahmen und
Notfallverordnungen überzogen worden. Seine Fortentwicklung droht – irgendwo zwischen Liberalisierung und Regulierung – stecken zu bleiben. Stattdessen ist ein System anzustreben, das die Kräfte des Wettbewerbs möglichst konsequent nutzt und damit dazu beiträgt, die besten und kostengünstigsten Technologien zu finden und an der richtigen Stelle einzusetzen.

Das jetzige System der Förderung der erneuerbaren Energien erfüllt diesen Anspruch gerade nicht. Die Förderung von spezifischen Technologien birgt stets die Gefahr, dass die Forschungs- und Produktionsentscheidungen der Industrie zugunsten unterlegener Technologien verzerrt werden. Nicht die Konkurrenz der Erfinder und Unternehmer, sondern
die Entscheidung des Gesetzgebers bestimmt, welches Verfahren zur regenerativen Energiegewinnung Vorrang haben soll.

Das ist riskant, denn der gegenwärtig rasche Fortschritt der Technik in vielen Bereichen der Gewinnung erneuerbarer Energien lässt es als ratsam erscheinen, nicht voreilig auf einige bestimmte Technologien zu Lasten Anderer zu setzen.

Und damit komme ich zu dem Schluss, dass ein Ende der überzogenen Subventionierung zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der Geothermie geht und insgesamt die Innovation im Bereich regenerativer Energien bewirkt. Das ist auch schlecht für den Standort Deutschland, insofern die Machbarkeit der Energiewende hier gezeigt werden muss, um auch die effizientesten Techniken zwecks hier entstehen zu lassen. Auch das wirkt dem Leck entgegen am Ende preiswertere – weniger wahrscheinlich aus regenerativen Quellen gewonnene – Energie aus ausländischen Märkten zu beziehen, die nicht reguliert sind. Aber insbesondere für die existierenden Potentiale im Ruhrgebiet bietet ein Umsteuern Chancen.

Wie weit die Wirtschaftlichkeit der Energiegewinnung aus regenerativen Quellen von einer Fehlallokation betroffen ist, belege abschließend diese Zahlen aus vorgenannter Stellungnahme:

[Das jetzige System der Förderung der erneuerbaren Energien] bedeutet ein gewaltiges Subventionsprogramm für eine Technologie, die im Jahr 2011 geschätzt ca. 55% der Förderkosten erneuerbarer Energien verursacht hat, dabei aber nur 20% des nach EEG vergüteten Stroms oder etwa 3% des gesamten Stromverbrauchs ausmacht.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken – Akademisierung der Gesundheitsberufe

Bundesministerin Dr. Annette Schavan u. a. mit Rektorin Prof. Anne Friedrichs
Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan (CDU) besuchte am Montag, den 30. April 2012 zusammen mit den Bochumer Landtagskandidaten Gaby Meckelburg, Christian Haardt und Dirk Schmidt die Hochschule für Gesundheit (HSG). Im Vordergrund des Besuchs stand ein Austausch über die Bedeutung der
Akademisierung der Ausbildung der Gesundheitsberufe. An der HSG lassen sich Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie studieren. Die dahinter stehenden Berufe werden derzeit bereits an Fachschulen oder in dualen Ausbildungen vermittelt. Neu mit der HSG ist nun eine rein akademische Ausbildung in dreieinhalb bis vier Jahren, die mit Kooperationspartnern in der Praxis erfolgt und unter Einbeziehung so genannter SkillLabs. In diesen Laboren wird die Handhabung von Geräten, aber auch die Behandlung von Menschen zunächst mit komplexen Puppen trainiert.

Rektorin Dr. Anne Friedrichs von der HSG stellte klar, dass die Akademisierung der Gesundheitsberufe einen Beitrag zum Fachkräftemangel im Gesundheitswesen leisten könne – aber nur einen. Das Studium mache die Berufe für einige interessanter, verbessere aber vor allem die Qualität im Gesundheitswesen. Bundesministerin Dr. Annette Schavan (CDU) begrüße diese „Akademisierung“ der Ausbilung betonte aber auch, dass sie eine Verdrängung der klassischen Ausbildung an Fachschulen nicht gut heißen könne. Dies sei aber auch nicht vorgesehen. Die Bundesministerin hob auch hervor, wie wichtig und richtig die seinerzeit von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers forcierte Gründung neuer Hochschulen gewesen sei, von denen die HSG eine ist. Der Umbruch zur Wissensgesellschaft fordere geradezu zur Hochschulgründung heraus.

CDU-Landtagskandidat erklärte, dass auch die Bedeutung der Gründung der HSG gerade in Bochum wichtig sei, wo sie die siebente Hochschule sei. Der Umbau Bochums zum Hochschulstandort ist Teil des Strukturwandels. Zudem treffe die HSG in Bochum und der Metropole Ruhr auf ein freundliches Klima der Zusammenarbeit mit den benötigten externen Partnern und insbesondere der Ruhr-Universität. Die universitäre Ausbildung von Medizinern erfolge bereits im Rahmen des Bochumer Modells dezentral an zahlreichen Krankenhäusern und Einrichtungen. Die Region ist folglich bereit für die Modellstudiengängen, von denen zu hoffen bleibt, dass sie sich auf Dauer und nicht nur in Bochum etablieren.

Die Gruppe wurde begleitet von Patrick Bartsch, Lantagskandidat der CDU Dortmund. Er promoviert zurzeit an der Ruhr-Universität Bochum zur Gesundheitswirtschaft. Das Bild zeigt von libks nach rechts: Patrick Bartsch, Dirk Schmidt, Gaby Meckelburg, Dr. Annette Schavan, Prof. Dr. Anne Friedrichs und Christian Haardt.