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Unter der Sperrung der Hordeler Straße leidet ein ganzer Stadtteil und darüber hinaus!

Am 22. Mai 2014 war die Bezirksvertretung Bochum-Mitte aufgefordert, sich doch noch mit der Öffnung der Hordeler Straße nach Herne-Eickel zu befassen. Wie berichtet, hatte die SPD-Fraktion die Entscheidung von der Tagesordnung genommen. Bezirksbürgermeister Dieter Heldt (SPD), der selber die Tagesordnung festgelegt hatte, hatte der CDU sogar die Gegenrede gegen den Geschäftsordnungsantrag verweigert. Die Auseinandersetzung führt am Ende zu dieser weiteren Sitzung. Allerdings erschien außer den Vertretern der CDU und der FDP nur Dieter Heldt um festzustellen, dass die Bezirksvertretung nicht beschlussfähig sei. Die Geschäftsordnung musste erneut herhalten, um eine Entscheidung in der Sache zu verhindern. Nicht unerwartet und ungewöhnlich, wie ein ähnliches Verhalten in Duisburg belegt.

Absperrung der Hordeler Straße am Kreisverkehr nach Herne-Eickel
Absperrung der Hordeler Straße am Kreisverkehr nach Herne-Eickel
„Ich kann kaum verstehen, wie man so tief sinken kann“, bewertet Ratsfrau Angelika Dümenil (CDU) aus Hofstede die Vorgänge. „Das Ganze wird abgetan, denn es sei durchgekaut wie ein Kaugummi. Wenn man für die Sperrung ist, hätte die SPD klare Kante zeigen können und abstimmen können. Das wäre ehrlicher gewesen. Reine Wahlkampftaktik zugunsten weniger Bürger, zu Lasten eines ganze Stadteils und auch des Durchgangsverkehrs“, so die Hofstederin, die nur zwei Straßen entfernt wohnt.

Die Hordeler Straße war bis 2009 eine Durchgangsstraße, die neben der Dorstener Straße die Stadt Bochum mit dem Herner Ortsteil Eickel verband. Im Rahmen des Ausbaus der Straßenbahnlinie 306 sollte ein vor 20 Jahren gefasster Beschluss, die Hordeler Straße für den Durchgangsverkehr abzubinden, umgesetzt werden. Jedoch regte sich gegen dieses Vorhaben Widerstand in der Bevölkerung. Es wird mit Klagen gedroht. Die Bezirksregierung in Arnsberg gab der Stadtverwaltung Bochum den Hinweis, die Hordeler Straße in jedem Fall an den geplanten Kreisverkehr anzuschließen, damit mögliche Klagen den Zugriff auf die Fördermittel nicht behindern können.

Besser Verbindungen? Gilt nicht für den Kreisverkehr mit der abgebundenen Hordeler Straße
Besser Verbindungen? Gilt nicht für den Kreisverkehr mit der abgebundenen Hordeler Straße

Mit dem Ausbau der Herner Straße kam nun ein zusätzliches Problem, der Verdrängungsverkehr von der Herner Straße, der nun zusätzlich die überlasteten Kreuzung Riemker Straße / Dorstener Straße verstopft. Hierzu Angelika Dümenil: „Unter der Sperrung der Hordeler Straße leidet ein ganzer Stadtteil und darüber hinaus!“

James Wille, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung gab sich wenig überrascht über das Platzen der Beratungen: „Die nahende Kommunalwahl mag ein Grund sein, dass man über verunglückte Beschlüsse nicht sprechen will.“ Die CDU-Fraktion will das Thema weiter verfolgen.

Hordeler Straße gen Eickel wieder offen?

… so lautet zumindest meine Prognose. Ich bin überzeugt, dass es zu einer Kompromißlösung kommen wird. Die Lektüre der Vorlage für die Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte am kommenden Donnerstag (21.01.10) bestärkt mich in meiner Erwartungen, denn da heißt es in einer Vorlage (Drs. Nr. 20092832 – noch ne alte Nummer aus 2009!):

Die Abbindung der Hordeler Straße in Richtung Innenstadt belastet ebenfalls die Hordeler
Straße mit durchfahrendem Verkehr in Richtung Herne mit einer vergleichbaren Verkehrsmenge
wie in der Variante mit der Abbindung in Richtung Herne. Diese Verkehrsführung entlastet jedoch
die Kreuzung Dorstener Straße/Riemker Straße. Hierdurch werden auch die
Verdrängungsverkehre sowohl im Bereich der Riemker Straße/Auf dem Dahlacker und In der
Provitze als auch in der Herzogstraße (Herne) minimiert.
Zur Verbesserung der Verkehrsabwicklung und zur Reduzierung der Wartezeiten an den
Kreuzungen Dorstener Straße/Poststraße/Hordeler Straße und Dorstener Straße/Riemker Straße
wird daher empfohlen zusätzlich zu den Optimierungen der Signalanlagen die Hordeler Straße am
Kreisverkehr in Fahrtrichtung Herne für den Kfz-Verkehr zu öffnen.

Und daher lautet auch die Beschlussvorlage, die Straße in diese Richtung wieder zu öffnen.

An meine Ohren dringt, dass sich a) einige freuen, aber auch b) andere dagegen wieder Unterschriften sammeln würden.

Sperrung der Hordeler Straße eine glatte Fehlentscheidung

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte übersandte mir nachfolgend wiedergegebene Pressemitteilung zu einem Dringlichkeitsantrag, der heute (03.12.2009) abgestimmt werden wird. (Kleiner Ratssaal im Rathaus Bochum um 15 Uhr). Es geht natürlich um den Schildbürgerstreich am Kreisel auf der Grenze zwischen Hofstede und Eickel. Freundlicherweise darf ich die Mitteilung hier wiedegeben:

Der bereits vor Jahren beschlossene Antrag von SPD und Grünen in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte, die Hordeler Straße von der Riemker Straße abzubinden, konnte trotz Widerstand der CDU-Fraktion nicht verhindert werden. Der Beschluss der Koalition konnte erst jetzt umgesetzt werden, weil die Hordeler Straße von einer Landstraße zu einer Gemeindestraße umgewidmet wurde.

Die Folgen der Abbindung stellen sich insbesondere auf der Dorstener Straße als heilloses Verkehrschaos dar. Die Linksabbiegerspur in Richtung Riemker Straße (Herne-Wanne-Eickel) ist viel zu kurz und die Grünphase nicht lang genug, um den Rückstau, der bisweilen über die Kreuzung Dorstener/Post-/Hordeler Straße hinausgeht, in der Rushhour ausreichend abzuarbeiten.

Nicht nur Bochumer sondern ganz besonders Herner sind über die Abbindung der Hordeler Straße erbost. Ohne die Nachbarstadt über die Maßnahme in Kenntnis zu setzen, wurde sie einseitig durchgeführt. Dies zeugt von wenig Fingerspitzengefühl. Anwohner im Bereich der Dahlhauser Heide klagen über den zugenommenen Fahrzeugverkehr, der dem Rückstau dadurch entgehen will, indem er sich neue Wege sucht.

An der Hordeler Straße selber gibt es nicht nur Befürworter der Abbindung. Viele sprechen sich gegen die Abbindung aus. Hinter der vorgehaltenen Hand wird sogar die Vermutung geäußert, dass man hochrangigen Vertretern aus Politik und Verwaltung eine ruhige Straße beschweren wollte. Die Vermutung ist vielleicht gar nicht so abwegig. Kämpfen doch seit Monaten SPD und Grüne um die Verkehrsberuhigung der Bergmannstraße, der Heimat einer SPD-Ratsfrau; wurde schnell vor dem Umbau der Herner Straße die Wielandstraße mit dem Europaplatz beglückt, um die Verbindung zwischen Nordring und Agnesstraße zur Herner Straße zu unterbinden und vielleicht dem ehemaligen Baudezernenten ein wenig mehr Ruhe zu schenken. Damit ist die Aufzählung sicherlich nicht abgeschlossen. Wie gesagt, Vermutungen, ohne sich etwas Böses dabei zu denken.

Weiter muss man sich die Frage stellen, ob hier durch die Errichtung des jetzt nicht mehr benötigten Kreisverkehrs Steuergelder verschwendet wurden. Denn eine schlichte Ampelanlage hätte es unter den jetzigen Bedingungen auch getan.

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte, wird in ihrer Sitzung am 03.12.09, Beginn 15:00 Uhr, einen Dringlichkeitsantrag stellen. Die CDU-Fraktion schlägt als Kompromiss vor, die Hordeler Straße für den Pkw-Verkehr wieder zu öffnen, für den Lkw-Verkehr soll ein Durchfahrtverbot errichtet werden.

Schilda im Kreisel – Hordeler Straße gesperrt

In meiner Rede anlässlich der Aufstellung als CDU-Landtagskandidat bin ich bereits auf das Thema ‚Sperrung der Hordeler Straße“ eingegangen. Zuvor hatte mich das Problem bereits per Telefon erreicht. Eine Bürgerin fing mich sogar vor einer Veranstaltung in Wanne-Süd ab. Morgen findet sich die Sperrung sogar im überregionalen Teil der WAZ: „Ein unfreundlicher Akt“ (Hubert Wolf, Bernd Nickel, 24.11.2009) – Was ist eigentlich passiert? Mir stellt sich das zurzeit wie folgt dar:

Akt 1
Nach Diskussionen und einem Vorlauf, der laut Bericht einer Bürgerin bis 1993 reicht, wurde im Jahr 2000 beschlossen die Hordeler Straße zu sperren. Mir wird dabei berichtet, ein Hintergrund sei gewesen, dass ein SPD-Politiker dort gewohnt habe. Es kommen meines Erachtens aber auch Interessen von neu hinzugezogenen Besitzern neuer Eigenheime in der Gegend hinzu. Zunächst ist dann aber nichts passiert.

Damals soll auch die Stadt Herne, vermutlich die Bezirksvertretung Eickel als politisches Gremium, beteiligt worden sein. Die CDU, hier die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte, hatte die Sperrung nach meinen Infos damals bereits abgelehnt. Die SPD-Mehrheiten in Bezirksvertretung Bochum-Mitte und Stadtrat setzten den Beschluss jedoch durch. Aber wie gesagt, es ist dann nichts passiert. Die SPD-Politikerin bzw. der SPD-Politiker soll dann sogar weggezogen sein.

Wie gesagt, es ist zunächst nichts passiert, allerdings haben vermutlich einige Verwaltungsmühlen gemahlt und erreicht, dass die Hordeler Straße keine Landesstraße mehr ist, sondern eine Gemeindestraße. Das ist ein zu prüfender Hintergrund. Danach konnte sie abgebunden werden.

Akt 2
Etwas 8 bis 9 Jahre später wird ein Kreisverkehr auf der Kreuzung Eickeler Straße / Hordeler Straße / Magdeburger Straße. Sogar eine Nase wird so angepasst, dass weitehrin eine freie Fahrt von oder nach Eickel über die Hordeler Straße besteht. Allerdings wurde sie unattraktiv gestaltet. Zudem wurde zwischenzeitlich die Trasse der Straßenbahnlinie 306 angepasst, u.a. zweispurig ausgebaut. (Google Maps zeigt aktuell noch die alte, einspurige Trassenführung ohne Kreisverkehr.) Der Kreisvekehr ragt angeblich sogar zwei Meter in das Gebiet der Stadt Bochum hinein. Liegt der Kreisverkehr wirklich auf der Grenze? Diese Karte der Stadt Herne hilft mir leider nicht weiter.


View Kreisel Hordeler Straße in a larger map

Akt 3
Ein Anwohner hat sich dann wohl nach Bau des Kreisverkehrs an den alten Beschluss der Stadt Bochum erinnert und seine Ausführung auf dem Weg der Beschwerde veranlasst. (Oder war es doch die Verwaltung?) Das erreichte die politischen Gremien, wieder die Bezirksvertretung Bochum-Mitte. Der Beschwerde wurde dann stattgegeben. Dies führte dann dazu, dass mit in dem Kreisverkehr Drängelgitter aufgestellt worden sind. Eine erneute Benachrichtigung oder Bestätigung der Beschlussfassung der Politik oder der Nachbarstadt Herne erfolgte nicht. Das typische Kirchtumsdenken der Verwaltungen im Ruhrgebiet zeigt sich hier an einer Schnittstelle zwischen zwei Städten.

Die Sperrung erhöht die Rückstaugefahr auf dem Linksabbieger an der Kreuzung am Hannibal-Center.

Akt 4
Gewerbetreibende aus Eickel, vom Eickeler Markt und Bürger aus Herne und Bochum machen gegen die Sperrung mobil. Unterschriften werden gesammelt, die Presse berichtet. Fernsehen und Radio fehlen noch. Ich sage voraus, dass sich die politischen Gremien nochmals damit befassen werden. In der Sitzung der CDU-Ratsfraktion am letzten Montag habe ich das Thema bereits für die nächste Sitzung vorgemerkt. In 4. Akt befinden wir uns gerade, die Auseinandersetzung wird hier ihren Höhepunkte und vielleicht eine Lösung finden.

Akt 5
Im Finale wird dann eine modifizierte Lösung gefunden werden. Folgendes kann ich mir vorstellen, da ich denke, dass es gegen eine vollständige Öffnung der Hordeler Straße (mit Drembels) auch Widerstand geben wird:

  1. Die Hordeler Straße wird (wieder) freigegeben, jedoch für Lastkraftwagen (über 3,5t? auch Busse …) gesperrt. Schlechter dürfte sein, dass
  2. die Straße nur in eine Fahrtrichtung (Richtung Eickel wegen der vorgenannten Rückstaugefahr) geöffnet wird.

Bemerkenswert ist, dass eine Veränderung der Einstufung einer Straße am Stadtrand derartige Auswirkungen für die Nachbarschaft hat, aber diese darüber vorab nicht informiert wird. Irgendwie normal, aber vom Effekt her eher nicht. Mmh. Und dann finde ich es auch bemerkenswert, dass zum Planfeststellungverfahren bereits die Abbindung der Hordeler Straße betrieben wurde, darin aber bewusst nicht berücksichtigt wurde (da sie noch den falschen Status hatte und zu einer Bauverzögerung geführt hätte). Wenn die Hordeler Straße abgebunden werde hätte sollen, dann hätte der Kreisverkehr gar nicht so gebaut werden sollen! Hier wurde bewusst etwas gebaut, was dann mit Drängelgattern abgesperrt wurde. Konfus.

Am aussagekräftigsten dürfte die Mitteilung Nr. 20092335 vom 30.09.2009 vorgelegt durch die Verwaltung der Stadt Bochum für die Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte am 05.11.2009 sein.


Es ist also einiges zu recherchieren. Für jegliche Info bin ich dankbar.
Manche Info kann ich auch noch nicht einsortieren, wie eine Veränderung an der Widmung der Herzogstraße und Hinweise auf den Busverkehr sowie Verlagerung des bekannten Wanne-Eickeler Busunternehmens.

Weitere relevante Mitteilungen:
Nr. 20032438 vom 25.09.2003: „Hordeler S./Durchf.Busse

Nr. 20023551 vom 18.12.2002: „66-Zweigl.Ausb.L 306“

Nr. 2002235 vom 30.09.2009: „21-Beschwerde gem. § 24 GO NRW hier: Sperrung der Hordeler Straße“

Kandidatenvorstellung bei der CDU in Hamme, Hofstede und Hordel

Am Mittwoch, den 30. September 2009, habe die drei Ortsverbände der CDU in Hamme, Hofstede-Marmelshagen und Hordel zu einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen. Beide derzeit bekannten Bewerber für den Landtagswahlkreis 109 (Herne II – Bochum III) sollen sich an dem Abend vorstellen. Ähnliche Veranstaltungen gab es bereits in Wattenscheid und in Herne. Zugleich werden an diesem Abend zwei Ortsverbände die Delegierten zur Kreisvertreterversammlung wählen, die die Delegierten zur Aufstellung der Reserveliste der CDU für die Landtagswahl wählen. (soweit, alles klar?)

Die Veranstaltung findet in Haus Prott an der Dorstener Straße statt.