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Hygiene-Ampel ist Existenzkiller

SPD und Grüne haben im Landtag die Einführung der sogenannten „Hygiene-Ampel“ beschlossen. Damit sollen die Kontrollergebnisse der Lebensmittel- und Gastronomie­betriebe durch die Farben Grün, Gelb oder gar Rot für Kunden und Gäste kenntlich gemacht werden. Wie bei einer Ampel.

Auf den ersten Blick ist das für den Verbraucher vielleicht eine gute Sache. Aber kann er wirklich nach dieser Kennzeichnung darauf vertrauen, ob ein Lebensmittelmarkt zu Recht für unbedenklich eingestuft wird?

Ich denke nicht.

Im letzten Dezember war die „Ampel“ noch vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gescheitert. Die Maßnahme sei nicht durch das Verbraucherschutzgesetz gedeckt, befanden die Richter. Die Maßnahme schaffe keine Transparenz, sie verwirre.

Die durchgeführten Kontrollen beschränken sich nicht nur auf mögliche hygienische Mängel. Schon bauliche Konflikte oder Dokumentationsfehler sind für eine kritische Bewertung ausreichend. Auch dann, wenn keine unmittelbare Gefährdung für die Gesundheit ausgeht.

Die Bewertungsmaßstäbe sind unklar

Wenn in einem Restaurant Mäuse durch die Küche laufen, gibt es drei Mängelpunkte. Fehlt hingegen die Dokumentation der regelmäßigen Temperaturmessung gibt es sechs Mängelpunkte. Und selbst eine fehlende Dokumentation der Reinigung ist mit vier Mängelpunkten belegt. Das steht in keinem Verhältnis. Und es hilft auch keinem Kunden weiter.

Bei den zugrunde gelegten Kriterien kann es passieren, dass einem Unternehmen die „Grüne Ampel“ verwehrt wird, obwohl es alle Hygienevorschriften zu 100 % erfüllt.

CDU: Das Gesetz richtet mehr Schaden an, als es den Verbrauchern nutzt

Die rot-grüne Landesregierung hat die Einwände von Fachleuten ignoriert. Wieder einmal bürdet Rot-Grün den Kommunen und Unternehmen ein Mehr an Bürokratie auf. Das Ziel, dem Verbraucher einen schnellen und einfachen Eindruck von der Qualität und dem hygienischen Zustand eines Lebensmittelbetriebs zu verschaffen, wird verfehlt.

Und mich erinnert an das unglückliche Vorgehen beim Nichtraucherschutz, wo Regelungen für Gaststätten nach kurzer Zeit wieder geändert wurden.

HelloFresh – Teures Fresspaket für Hipster

Einkaufen wird immer mehr zum Online-Shopping. Bei Lebensmitteln stellt das aber immer noch eine Herausforderung dar – für potentielle Käufer und Verkäufer. So haben wir schon verschiedene Konzepte diskutiert und einiges ausprobiert. Angefangen hat das mal mit der Entwicklung eines Speiseplans für eine Woche und Ideen, alles für eine Woche in einem Paket zu bekommen. Jetzt kam mit einer Amazon-Lieferung auch eine Gutschein über 20 € für den Lieferdienst HelloFresh. Das schien zunächst eine erste Lieferung preislich zu halbieren. Also haben wir den Test gewagt.

POSITIV

Screenshot HelloFresh: Bestellvorgang
Screenshot HelloFresh: Bestellvorgang

Die Internetseite von HelloFresh ist gut gestaltet und so war das Bestellen ein Klacks. Allerdings stellte sich heraus, dass es sich um ein Abonnement von Lieferungen handelt. Diese können unter anderem beliebig unterbrochen werden, der Dienst ist recht flexibel. Und für uns war es auch möglich einen abendlichen Liefertermin zu bekommen, so dass wir bei Paketankunft auch sicher zuhause sind. Ansonsten kann das Paket mit etwas Aufwand auch an einen Nachbarn geliefert werden, wenn man das will. Also kam am Vortag eine Email an:

Du erhältst Deine leckere HelloFresh Box diese Woche am:
Dienstag, den 10.03.2015 zwischen 18:00 und 20:00 Uhr.

Und das hat dann auch gut geklappt bei beiden Paketen. Die Waren beider Lieferungen waren in einem großen Karton verpackt samt Kühlakku für die leichter verderblichen Lebensmittel. Rezeptkarten waren dabei und über das Material und seine Qualität kann nicht geklagt werden.
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Edeka: Wie die ARD Dir Gummibärchen für 66 Cent verschafft

Heute war ich wieder bei EDEKA. Der Markt im Essener Südviertel ist konkurrenzlos und eine gute Option, um sich für die Mittagspause zu versorgen. Dass es da etwas teurer sein kann, in einem kleinen Laden, war mir immer klar. Dafür gibt es ihn hier aber. Und so kaufe ich hier seit einer Weile auch Gummibärchen. Der Trainer sagt, davon knacken meine Knie weniger. Zumindest nach einer Weile. Und ich meine der Preis dafür wären 99 Cent pro Tüte – in allen Variationen. Dann sah ich diesen Bericht der ARD-Sendung „PlusMinus„.

Die TV-Journalisten haben Preise in Filialen mit Konkurrenz und ohne Konkurrenz verglichen. Und da sind sie drauf gestoßen, dass die Bärchen in konkurrenzlosen Filialen teurer seien. Der Vergleich liefert 95 Cent zu 99 Cent. Bei einer Suppenterrine war der Unterschied noch krasser.

Der Vergleich fand in Essen statt. Da liegt auch das Südviertel. Heute kostet die Tüte Bärchen der Marke Haribo nicht 99… nicht 85… nein, nur 66 Cent. Als Aktionsware auf einem Tisch mit weiteren Süßwaren.
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