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BYKE – Innovative Konkurrenz für metropolradruhr

Neue Systeme zur Ausleihe von Fahrrädern kommen in die Städte:

  • Neben metropolradruhr, gibt es in Essen jetzt BYKE, in Oberhausen LIDL-Bike
  • Die neuen Systeme arbeiten stationslos; die Ausleihtechnik steckt im Rad.
  • BYKE erfordert die Nutzung einer App in einem Smartphone mit Bluetooth. Die Ausleihe und Rückgabe ist sekundenschnell und einfach einfach möglich.
  • Die Rückgabe ist bequem ‚überall‘ möglich, aber der Kunde ist für den Abstellort am Ende der Fahrt verantwortlich.

Das metropolradruhr hat ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen. BYKE hat in Essen jetzt auch Räder aufgestellt. Und dieses Fahrradverleihsystem funktioniert anders: es ist stationslos.

BYKE und Nextbike im Vergleich

Das Modell von nextbike, dem Betreiber von metropolradruhr, besteht aus Stationen, an denen Räder selber ausgeliehen und zurückgegeben werden. Das läuft in Ruhr seit 6 Jahren so. Über die Stationsnummer weiß ein Computersystem, an welcher Station – also wo – das Fahrrad gerade steht. Per Telefon, SMS und dann auch APP werden Zugangscodes für Zahlenschlösser ausgetauscht.

BYKE setzt hingegen hohe Anforderungen an die Technik des Kunden. Es muss schon ein Smartphone sein, denn über die App und die Bluetooth-Verbindung wird das Schloss des Rades geöffnet. Und natürlich benötigt die App eine Internetverbindung, um GPS-Standort zu melden und Buchungsvorgänge zu beginnen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, dann klappt das schneller und weniger aufwändig als mit Nextbike. Hier macht sich eine echte Innivation bemerkbar: Den QR-Code scannen und alles läuft.
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62. Kurzfilmtage in Oberhausen

Vom 5. bis 10. Mai finden in Oberhausen die 62. Internationalen Filmtage statt. Und ich werde diesmal dabei sein. Das war mein Wunsch, seit dem ich das erst mal den Film Solino (Trailer auf YouTube)gesehen habe, bei dem Schlüsselszenen auf den Ruhrfilmtagen spielen. Und so eine Mischung aus Pott und Film erwarte ich? Nicht ganz.

Ich habe für den NRW-Wettbewerb Filmbeiträge gesehen. Und das Kurzfilmformat hat es mir angetan. Sei es eine Minute oder auch mehr lang, was ich da sehe. Besonders hat es mir eine Animtation zu Ehren von Hermann Zapf angetan, dem Künstler hinter der Truetype-Schriftart Zapf Dingbats, was so viel wie ‚Zapfs Zierrat‘ heißt. Wer kennt die Zeichen es Schriftsatzes nicht?
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EMSCHERKUNST.2013 – Ein Wiedersehen im neuen Vorgarten der Metropole Ruhr

Vom Hinterhof zum Vorgarten. So kann das Motto des Emscherumbaus
verstanden werden. Seit zwei Jahrzehnten wird der Abwasserkanal – volkstümlich
„Köttelbecke“ genannt – zu einer neuen Flusslandschaft umgebaut. 350 Kilometer
betonierter Abwasserkanäle werden wieder zu lebendigen Gewässern. Im Rahmen des
Projekts Emscher Landschaftspark wurden Industriebrachen zu Naturräumen und
Parks, zu neuen Ort für Arbeit, Wohnen und Freizeitgestaltung. Der exponierteste
exponierteste Standort in Bochum ist der Westpark rund um die Jahrhinderthalle.
Die Internationale Bauaustellung Emscher Park inszenierte das Flussareal in den
1990er Jahren. Zum Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr.2010 wurde diese
Inszenierung mit EMSCHERKUNST.2010, dem nach eigener Aussage größten Projekt von
Kunst im öffentlichen Raum fortgesetzt. Das vom Publikum angenommene Projekt
wird vom 22.06.2013 bis zum 06.10.2013 fortgesetzt.

Bei der Neuauflage als EMSCHERKUNST.2013 soll es ein Wiedersehen mit einigen
Ausstellungsobjekten geben. Die Emschergenossenschaft hatte einige Objekte
aufgekauft, zum Beispiel das begehbare Klo „Between The Waters“ und die
Beobachtungsstation der Amateur-Ornitologen. Aber auch neue Objekte wird es
geben. Eines der neuen Objekte trägt den Namen „Zauberlehrling“. So hat das
Berliner Künstlerkollektiv „Inges Idee“ seinen tanzenden Strommast getauft.
(Bild: Inges Idee/EMSCHERKUNST)

Tanzender Strommast
Tanzender Strommast, „Inges Idee“ – EMSCHERKUNST.2013
Der Ausstellungsraum auf der Emscher-Insel, dem schmalen Landstreifen
zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher, wird etwas nach Westen verschoben. Im
Fokus steht das Areal zwischen Gelsenkirchen über Essen und Bottrop bis
Oberhausen. Darüber hinaus sollen Duisburg und Dinslakne mit dem
Mündungsbereich in den Rhein miteinbezogen werden. Der Radrundweg zu dieser
Städte übergreifenden Ausstellung soll 43 km lang werden.

Die EmscherKunst gehört programmatisch zum Bereich „Urbane Künste“ der im
Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Kulturhautpstadtprojekts anteilig von
Land und Regionalverband Ruhr (RVR), dem Verband von 53 Kommunen der Metropole
Ruhr, finanziert wird. Weiterer Partner der Emscher-Ausstellung ist die
Emschergenossenschaft. Für die Weiterführung von Projekten der Ruhr.2010
stellen Land und NRW jeweils 2,4 Millionen € jährlich bereit. Die
EmscherKunst-Ausstellung soll mindestens bis 2020 in einem dreijährigen
Rhythmus wiederholt werden.

Dieser Beitrag erschien in den BO-Nachrichten im Dezember 2012.

Intransparente Geldverteilung der „freien Szene“ im Ruhrgebiet

Städte der Kulturregion Ruhrgebiet

Bei einer Veranstaltung zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtprojektes der Kommunalpolitischen Vereinigung Bochum in der Kunstwerkstatt am Hellweg in Wattenscheid, fiel es mir wieder auf: Die intransparente Verteilung der Gelder der regionalen Kulturförderung des Landes. Dr. Cebulla – quasi Chef der Kunstwerkstatt – berichtete, dass er keinerlei Förderung mehr von irgendwem erhalte. Das Hauptthema war jedoch die Enttäuschung der „freien Szene“ vom Kulturhauptstadtjahr, wo sie nicht berücksichtigt worden sei, und das dies für die Kulturhauptstadt- freie Szene sich auch danach fortsetze. Es zeigte sich aber auch, dass er und die Anwesenden von der Kulturförderung der „freien Szene“ nichts wussten.

Förderliste der „freien Szene“ werden zur Landesregierung durchgereicht
Das Land NRW hat verschiedene Kulturregionen. Die Karte zeigt die Kulturregion Ruhrgebiet. Die freie Szene berät darin jährlich für politische Gremien vor, wer da aus Kulturförderungsetats des Landeshaushalts Geld bekommt. Wie man in das Gremium kommt, weiss ich nicht. Ich habe mir sagen lassen, dass das Gremium von Gerd Spieckermann vom Bahnhof Langendreer morderiert wird. Der Bahnhof Langendreer hat den Ruf, „geschickt“ beim Einwerben von Fördermittel aus unterschiedlichen Quellen zu sein. In 2011 erhält der Bahnhof selber etwa 10% der regionalen Fördermittel. Die Regionalräte, also hier das Ruhrparlament des Regionalverbands Ruhr, empfehlen diesen Vorschlag dann der Landesregierung. Auf dem Weg von diesem Gremium der „freien Szene“ bis zum Landeshaushalt tut sich wenig.

Nachdem der RVR die Funktion des Regionalrats fürs Ruhrgebiet übernommen hat, hat das Ruhrparlament den Willen erklärt, beratende Mitglieder zu den Vorberatungen zu entsenden. Die Parlamentarier haben nach dem ersten Abnickenden Wunsch geäußert, zumindest nachrichtlich zu wissen, welche Projekte sie abnicken sollen und welche keine Förderung erhalten. Das hat dann auch im zweiten Jahr gleich nicht funktioniert, denn die Parlamentarier – hier Lothar Gräfingholt (CDU) aus Bochum und Monika Simshäuser (SPD) aus Hamm – sind nicht eingeladen worden. Statt die Empfehlung abzunicken, hat sich die CDU daher enthalten.

Wer agiert da eigentlich?
Das Vertreter der freien Szene die Entscheidungen ihrer, wie auch immer bestimmten, Vertreter nicht mitbekommen, ist das eine. Das andere ist, dass die offiziellen Entscheidungsträger das auch nicht mitbekommen. Der kommt mir schnell der Verdacht, dass da was ausgeklüngelt wird, was insbesondere den Beteiligten selber hilft.
Ein Bericht der Ruhrbarone xtranews (No, we can’t – Stille Haushaltssperre in NRW lähmt nicht nur die freie Kulturarbeit, 27.07.2011) zu den Problemen der „freien Szene“, Gelder in 2011 aus dem Landeshaushalt ausgezahlt zu bekommen, lässt nicht die Gefahr sehen, dass nur größere Insitutionen die Mittel zur Refinanzierung von Veranstaltungen heranziehen können, die sie eh machen würden. Das wäre dann keine Förderung zusätzlicher Projekte, sondern nur Mitnahmeffekte. Um das zu verifizieren, müsste ich mir die einzelnen Projekte mal ansehen. Ich kenne sie zu wenig, nicht einmal ein Datenblatt.

Nachfolgend einmal die aktuelle Förderliste (in der Reihenfolge) aus 2011. Wenige Projekte davon kenne ich.

 

Akademisches Förderungswerk (Kulturbüro), Bochum 21. Internationales Videofestival 12.000 €
ProJazz e.V., Dortmund jazzwerkruhr 36.400 €
Kulturzentrum Grend e.V., Essen Literatürk – 7. Deutsch-Türkisches Literaturfestival 22.000 €
Bahnhof Langendreer e.V., Bochum Odyssee – Kulturen der Welt. Musik der Metropolen ! 43.000 €
Pixelprojekt Ruhr, Herne Pixelprojekt Ruhrgebiet 46.500 €
Klack ZwoB e.V., Bochum 19.Blicke.Filmfestival des Ruhrgebiets 40.000 €
artscenico e.V., Dortmund LandTanz und DorfOrgien 11.800 €
30.000 € für 2012 angemeldet
open systems e.V., Essen upgrade 4.0 5.000 €
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V., Dortmund Hosgeldiniz! 6.740 €
Kunsthaus Essen, Essen dual 8.300 €
Jan Klare / Ludger Schmidt, Münster/Ennepetal Dorf-Feste 16.000 €
Studentische Initiative, Bochum MegaFon 2.000 €
JOE e.V., Oer-Erkenschwick SSBO Sun sucks brain out – Festival 7.900 €
Kultur im Ringlokschuppen e.V., Mülheim an der Ruhr Shiny Toys – interdisziplinäres Medienfestival 27.000 €
Deutsches Forum für Figurentheater, Bochum Ruhr-Kunst-Cashing 20.000 €
Rottstr. 5 e.V., Bochum Portait John Cage 1.550 €
Kultur im Ringlokschuppen e.V. + Literaturbüro Gladbeck, Mülheim Textrevolte – Literatur und Politik 15.000 €
Die Bühne e.V., Essen Inclusiv 18.200 €
Virtuell-Visuell, Dorsten Kunst bewegt Räume 16.500 €
99cent theater, Bochum Eintagsfliegen (kontinuierlich kopulierend) 10.000 €
Künstlersiedlung Halfmannshof e.V., Gelsenkirchen Zwischen Diktatur und Demokratie. Die Geschichte der Künstersiedlung Halfmannshof 1931-1956 17.000 €
Rita Maria Schwaigin, Dortmund Offene Ateliers Dortmund 4.000 €
Depot e.V., Dortmund Kunstbox 2.400 €

Die Liste enthält insgesamt 399.290 € und enthält mit Münster, Ennepetal, Oer-Erkenschwick und Dorsten vier Orte, die nicht zur Kulturregion Ruhrgebiet gehören.

 

Links
Seiten der Bezirksregieung Arnsberg mit Infos zur regionalen Kulturförderung und Antragsformularen

Drucksache des Regionalverbands Ruhr zur regionalen Kunst- und Kulturförderung 2011

Fällt der Kulturherbst 2011 für freie Träger und Projekte in NRW aus? (Gerd Herholz, Ruhrbarone, 20.03.2011)

 

Wahlkampferöffnung Oberhausen

Wahlkampfauftakt in Oberhausen
Wahlkampfauftakt in Oberhausen

Mit 6.000 erschienen Gästen eröffnete die CDU am Samstag in der Arena Oberhausen den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen. Am Programm wirkte auch eine Tanzgruppe aus Bochum und Herne mit: die Reckless Crew. Als Gastredner waren Deutschlands beliebtestes Politikerin, Bundesministerin Ursula von der Leyen, und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer erschienen.

Mit dabei in der Halle waren drei Busladung CDU-Anhänger aus den Kreisverbänden Bochum und Herne. Zahlreiche CDU-Mitglieder waren auch selber angreist, z. B. hatte die CDU Herne hierfür 39 Eintrittskarten direkt ausgegben.

Die Veranstaltung endete mit der Rede des CDU-Vorsitzenden und -Spitzenkandidaten, Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers MdL.  Er hob die Leistungen der CDU in den letzten fünf Jahren hervor, so die Schaffung von 250.000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen – trotz Wirtschaftskrise! Er warnte vor den von der Partei Die Linke geforderten Verstaatlichungen und Konzepten einer Einheitsschule. Als neues Ziel zur inidviduellen Förderung von Kindern benannte er kleinere Klasse. Als Zwischenziel sei eine Klassengröße von 25 Schülerinnen und Schülern angestrebt.

Im Anschluss an die Veranstaltung entstand diese Foto, das Carl Philipp mir von seinem iPhone sandte.