Schlagwort-Archive: Schwimmbrücke

4.847 Unterschriften für eine offene Schwimmbrücke

Am Dienstag, den 19. Januar 2016 tagte der Bochumer Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur, um über eine dauerhafte Schließung der Schwimmbrücke in Bochum-Dahlhausen zu beraten. Eine Entscheidung war nicht mehr vorgesehen, denn der Vorschlag der Verwaltung auf Schließung der Brücke war auf eine Mitteilung reduziert worden. Dazu beigetragen hatte eine Aufschrei der Bürgerschaft in Essen- Burgaltendorf, Hattingen-Niederwenigern, Bochum-Linden und Dahlhausen. In etwa sechs Wochen waren 4.847 Unterzeichner für eine Petition gegen die dauerhafte Schließung der Brücke zusammengekommen. Initiator und Ausschussmitglied Dirk Schmidt (CDU) – hier im Bild mit der Ausschussvorsitzenden Martina Schnell (SPD) – übermittelte die Petition dem Ausschuss.

Politiker und Petition
Ausschussvorsitzende Martina Schnell (SPD) werden von Dirk Schmidt (CDU) Kommentare von Unterzeichnern der Petition erläutert
Nach der Verschiebung der Entscheidung soll nach den Sommerferien erneut beraten werden. Bis zu den Ferien sind Bürger aufgerufen, Lösungsvorschläge für die Verkehrsicherheitsprobleme auf den Gleisen zu machen. 20 Vorschläge seinen bereits eingegangen, berichtete Stadtbaurat Dr. Manfred Bradtke. Er setzte einen Kasten Fiege Bier für die beste, geeignete Lösung aus – auf eigene Kosten. Die Vorschläge würden dann von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei geprüft und bewertet. Alle Vorschläge würden dem Ausschuss am Ende mit einem Vorschlag zur Entscheidung übermittelt.
Die Vertreter der Stadtverwaltung sagten auch zu, die Schließungszeiten der Brücke aufgrund im März beginnender Bauarbeiten gering halten zu wollen.
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Aufkleber „Schwimmbrücke Dahlhausen muss offen bleiben!“

Mit über 4.000 Unterzeichnern endete die Unterschriftensammlung für die Petition „Schwimmbrücke Dahlhausen muss offen bleiben!“. Einige weitere Unterschriftenbögen aus Arztpraxen und Geschäften sind in dieser Woche noch eingetroffen und werden noch ergänzt. Die Stadtverwaltung nimmt inzwischen von einer Entscheidung über ihren Vorschlag auf dauerhafte Schließung der Schwimmbrücke am 19. Januar 2016 Abstand. Erst nach einem Ideenwettbewerb für andere Lösungen soll Mitte 2016 entschieden werden. Allerdings wird die Brücke für Bauarbeiten an der Lewackerstraße geschlossen werden.

Als Aktion zur Unterstützung der politischen Forderung nach Offenhalten der Brücke hat die CDU einen Aufkleber fertigen lassen (siehe Bild). Am kommenden Freitag, den 15. Januar 2016 soll dieser erstmalig ab 8 Uhr an der Brücke verteilt werden. Auch Auslegen in einigen Geschäften ist vorgesehen.
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Entscheidung über Schließung der Schwimmbrücke verschoben

Die Bochumer Stadtverwaltung hat die Entscheidung über eine Schließung der Schwimmbrücke in Bochum-Dahlhausen auf die Jahresmitte 2016 verschoben. Das geht aus zwei Mitteilungen hervor, die jetzt dem städtischen Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur zu seiner Sitzung am 19. Januar 2016 übersandt wurden. Hier hätte bisher eine Entscheidung über den Verwaltungsvorschlag, die Brücke zu schließen, fallen sollen.

Die Stadtverwaltung will jetzt erst den Ideenwettbewerb zur Schwimmbrücke abwarten. Mitte 2016 sollen die Vorschläge verwaltungsseitig in Zusammenarbeit mit der Polizei bewertet werden. Dann soll es eine neue Vorlage für die Stadtbezirksvertretung Bochum-Südwest und den für Verkehrsfragen zuständigen städtischen Ausschuss geben.

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Online-Petition: Schwimmbrücke Dahlhausen muss offen bleiben!

Die Stadt Bochum will die Schwimmbrücke in Dahlhausen dauerhaft für den motorisierten Verkehr sperren. Nur noch Fußgänger und Radfahrer sollen die Brücke passieren dürfen.
Gegen den Vorschlag der Vollsperrung der Brücke für den Autoverkehr erhebt sich Protest. Kein Wunder, denn die Verwaltung beschreibt in ihrer Vorlage selber die Alternative: Die Brücke könnte zumindest in Richtung Bochum befahrbar bleiben. Nun gibt es online eine Unterschriftensammlung gegen die Vollsperrung (auf OpenPetition).
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Schwimmbrücke Dahlhausen soll gesperrt werden

Kommunalpolitiker an der Schwimmbrücke
Kommunalpolitiker an der Schwimmbrücke
„Kurzfristige Maßnahmen und Sachstand zur Findung einer langfristigen Lösung“ heißt es im Titel eines schriftlichen Vorschlags der Bochumer Stadtverwaltung. Zum einen geht es um den Weg zu einer neuen Brücke über die Ruhr, die dann auch wieder befahrbar sein soll. Zum anderen birgt die Vorlage einen überraschenden Beschlussvorschlag: Die Schwimmbrücke soll für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Nur noch Fahrradfahrer und Fußgänger sollen sie passieren dürfen.

Die Bochumer Stadtverwaltung hat noch eine andere Lösung erwogen, aber verworfen. Denkbar wäre die Befahrung in nur eine Richtung. Ziel auch dieser Variante ist, die Gefahren für auf den Schienen haltende Fahrzeuge zu reduzieren. Daher kommt die Einbahnstraßenregelung auch nur in Richtung Bochum infrage. Fahrbahnaufbauten würden nur auf der Hattinger Seite ein langsames passieren erzwingen. Auf der Bochumer Seite mit dem Bahnübergang könnte zügig passiert werden. Allerdings will die Verwaltung jetzt ganz auf Nummer sicher gehen, so dass nur nach links abgebogen werden kann. Da alle Fahrzeuge dann nach links abbiegen und schließlich auf die Kreuzung Lewackerstraße / Dr. C.Otto-Straße treffen, ist diese dann überlastet. Also kommt die Verwaltung zu einer Vorschlag: Besser als zuviel Verkehr ist kein Verkehr. Die Brücke soll gesperrt werden. Schwimmbrücke Dahlhausen soll gesperrt werden weiterlesen

Die denkmalgeschützte Schwimmbrücke in Dahlhausen lässt sich verschieben

„Die denkmalgeschützte Schwimmbrücke in Dahlhausen lässt sich verschieben und eine neue Brücke lässt sich am bisherigen Standort neu bauen“, stellt das Bochumer Ratsmitglied, Dirk Schmidt, fest. Ein Antwortschreiben des Eisenbahnbundesamtes an den Bochumer Bundestagsabgeordneten, Dr. Norbert Lammert, MdB (CDU) bestätigt jetzt, dass im Falle einer Verschiebung die niveaugleiche Kreuzung der Eisenbahnstrecke entlang der Ruhr weiter hin möglich ist (siehe Anlage). Die Kreuzung mit den Gleisen darf an gleicher Stelle sogar ausgebaut werden. Die Errichtung eines neuen Bahnübergangs an anderer Stelle wäre jedoch entsprechend nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz nur mit einem Brückenbauwerk über die Gleise zu erreichen.

Verschobene Schwimmbrücke mit neuer Nutzung
Verschobene Schwimmbrücke mit neuer Nutzung

Zielvorstellung: Erhalt der Brücke im Bestand

Im Mai 2014 haben Kommunalpolitiker aus Hattingen, Essen und Bochum die Dahlhauser Erklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Schwimmbrücke unterzeichnet. Dabei soll die Erneuerung dieser wichtigen, einzigen direkten Verbindung im Städtedreieck Vorrang vor unrealistischen Großprojekten gegeben werden.
Die Teilsperrung der 1952 errichteten Pontonbrücke behindert den Pkw-Verkehr erheblich. Das Befahren der Brücke ist für LKW verboten, ebenso für Busse. Dadurch besteht keine Linienbusverbindung zwischen Burgaltendorf und dem S-Bahn-Haltepunkt Dahlhausen mehr.
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Pontonbrücke Dahlhausen: Varianten, aber keine Lösung

Ein Vorankommen bei der Lösungsfindung für die nur noch eingeschränkt nutzbare Pontonbrücke in Bochum-Dahlhausen ist derzeit nicht erkennbar. Die Bochumer Stadtverwaltung führt weitere Gespräche mit den Akteuren wie Deutsche Bahn und den Nachbarstädten. Wie dem Bochumer Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur berichtet wurde, gibt es vier Varianten, wobei sich keine als bevorzugbare Lösung abzeichnet. Die Stadtverwaltung will nun zunächst Auskünfte vom Eisenbahnbundesamt, der Deutschen Bahn und neue Verkehrszählungen abwarten.

Die vier Varianten stellen sich derzeit wie folgt dar:

  1. Bau einer Brücke über die Eisenbahnstrecke hinweg, aber Dahlhauser Tiefbau. Allerdings kommt es dann auf Hattinger Seit zu Beeinträchtigung von Schutzgebieten. Die Stadt Hattingen lehnt das ab.
  2. Bau einer Verbindung über eine alte Eisenbahnbrücke auf Höhe des Eisenbahnmuseum. Die Brücke würde dann von Bochum auf Essener Stadtgebiet führen, nicht mehr auf Bochumer. Das würde Ausbauarbeiten auf Essener Stadtgebiet erfordern, die absehbar nicht erwartet werden können. Auf Bochumer Seite würden Planungen zum Eisenbahnmuseum und zum Ruhrauenpark „durchkreuzt“.
  3. Eine Erneuerung im Bestand, bei der eine neue Brücke nördlich oder südlich an die Schwimmbrücke anschließend errichtet wird. Wobei es hier mit der Bahn und dem Bundesamt übereinzukommen gilt. Problematisch ist, dass eine Kreuzungssituation wie jetzt nicht mehr zulässig wäre.
  4. Eine Variante bestände in der Errichtung einer neuen Brücke an der gleichen Stelle, allerdings müsste die jetzige Schwimmbrücke um einige Meter versetzt werden. Diese hat aber der Landschaftsverband Westfalen-Lippe kürzlich als bundesweit einmalig unter Schutz gestellt. Das war wenig hilfreich.

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Bochumer Tutehorn (13.12.2014)

Städtebau: Weitere 3,2 Mio. € Bundes- und Landesmittel erhielt die Stadt Bochum für Projekte des Städtebaus, zum Beispiel für die Innere Hustadt, das Westend und das Stadtumbaugebiet Dahlhausen. (Stadt Bochum)

Biotonne: Als Beitrag zu flächendeckenden Erfassung von Bioabfall können Bürger ab sofort die Biotonne zum neuen Preis ab 2015 beim USB ordern. (Stadt Bochum)

Datenschutz: Zu einem massiven Eingriff in die laufende Wahl zum 48. Studierendenparlament der Ruhr-Universität kam es, indem eine Email 40.000 Nutzer von Uni-Servern unter Verletzung des Datenschutzes versendet wurden. Es wird ermittelt. (Ruhrbarone)

Baumspenden: Das Spenden neuer Bäume durch Bürger läuft nur schleppend in Bochum. Jeder Bochum spendete im Schnitt 3 Cent. (RN)

Bus und Bahn: Der Stadtrat hat sich am Donnnerstag entschieden, den Betrieb des Nahverkehrs ab 2020 in Bochum unter Einbindung des VRR und EU-Recht konform an die BoGeStra zu vergeben. (WAZ)

Schwimmbrücke: Überraschend wurde die defekte Schwimmbrücke in Dahlhausen aufgrund einer Anordnung der Bezirksregierung Arnsberg unter Denkmalschutz gestellt. Eine Lösung der Probleme mit der Brücke macht das nicht einfacher. (WAZ)

Rattenbefall: Den befürchten die Bewohner der oberen Zollstraße in Höntrop. (WAZ)

Höhere Gebühren: In Bochum steigen zum Januar zahlreiche Gebühren. (WAZ)

Rauch im Rathaus: Zu einem Brand kam es am Donnerstag im Wattenscheider Rathaus. Auf einer Toilette war ein Bündel Papierhandtüher angezündet worden. Es kam zu einer Festnahme. Zeugen gesucht. (WAZ, POL-BO)

Luftverkehr: Hinweise werden gesucht auf die Täter, die am Mittwochabend Flugzeugpiloten im Bereich Hamme mit einem Laserpointer blendeten. (POL-BO)

Brückenposse von Bochum

Die Schwimmbrücke in Bochum-Dahlhausen ist eine der Brückenbauwerke, die die Stadt Bochum nicht in den Griff bekommt. SPD und Grüne haben über Jahre zu wenig in den Erhalt von Straßen und Brücken investiert. Die Liste ist lang, wo lange gewartet werden musste und wird: Brücke am Lohring, Buselohstraße, von-Waldthausen … Und dann immer diese Schikanen! (Ein Beitrag von Sat.1 mit der CDU-Politikerin Walburga Isenmann aus Essen-Burgaltendorf.)

Ruhr-Schwimmbrücke wieder frei nach Sperrung

Eine Meldung aus Burgaltendorf:

Nachdem ein Gutachter die Schwimmbrücke in Augenschein genommen hat, wurde die Brücke wieder freigegeben werden. Es konnten glücklicherweise keine Beschädigungen festgestellt werden. Da die Brücke heute in den frühen Morgenstunden von einem 40 Tonnen LKW befahren wurde, war diese den ganzen Tag zur Überprüfung gesperrt.

Ruhr-Schwimmbrücke mit Brückenuntersichgerät
Ruhr-Schwimmbrücke mit Brückenuntersichgerät, Bild: Marin von der Gathen

Außer Schrammen an den Schikanen und zerquetschtem Asphaltbelag, der auf Dahlhauser Erklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Schwimmbrücke_finalder Brückenzufahrt lag, scheint nichts Schlimmeres passiert zu sein. Strukturelle Schäden an der Brücke, eine weitere Beeinträchtigung der Statik der Brücke habe der Gutachter nicht feststellen können. Der 40 Tonner hatte die Brücke zweimal überquert, da er am Bochumer Ufer nicht weitergekommen war. Die Schäden waren glücklicherweise nicht der Rede wert.

Der Zustand der Brücke, die nur eingeschränkt nutzbar ist, ist unbefriedigend. Behelfsweise können zumindest PkW, die Brücke weiter nutzen. Dennoch muss es bei der Forderunn bleiben, dass die Brücker zügig erneuert wird. Dazu hatte sich einige CDU-Kommunalpolitiker heute – lange im Voraus verabredet – an der Schwimmbrücke getroffen. Hier der Link zu Ihrer Dahlhauser Erklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Schwimmbrücke (PDF).

Brückenuntersichtgerät an der Ruhr-Schwimmbrücke
Spezialgeräte zur Untersuchung der Schwimmbrücke, Bild: Martin von der Gathen

Sperrung: 40-Tonner beschädigt Ruhr-Schwimmbrücke in Dahlhausen

In den Morgenstunden versuchte ein 40-Tonner die Ruhr-Schwimmbrücke im Dreieck Bochum-Dahlhausen, Essen-Burgaltendorf und Hattingen-Niederwenigner zu überqueren. Nach Aussagen von Anwohnern soll der vermutlich aus Serbien stammende Sattelzug die Brücke von Essen auskommend passiert haben. Dazu schob er die Schikanen beiseite, die eine Überqueren durch Lkw verhindern soll. Auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke kam er aber an den dortigen festen Einbauten zur Zugangsbeschränkung nicht weiter und versucht zunächst auch über das Gleisbett der S-Bahn-Linien zu wenden. Das Manöver soll zwei Stunden gedauert haben, wobei der Lkw schließlich die Brücke rückwärts nochmal überquerte. Die Brücke soll dabei Geräusche von sich gegeben haben.

Schwimmbrücke bis 2.8 tDie Brücke ist derzeit gesperrt. Mit Hilfe eines Brückeuntersichtgeräts (siehe Foto) soll die Brücke, die Schäden unter anderem an der Fahrbahn genommen hat, hinsichtlich weiterer statischer Defekte untersucht werden. Dann wird entschieden, ob die Brücke weiterhin für den Pkw-Verkehr eingeschränkt genutzt freigeben wird. Bis dahin dürfen nur Fußgänger passieren.
Die bereits defekte Brücke wurde zuletzt trotz Einschränkungen von rund 4.000 Fahrzeugen pro Tag passiert. Sie stellt eine der kürzesten Verbindungen zwischen dem Bochumer Süden und Essen dar. Die nächsten Ruhr-Überquerungen sich ca. 10 km bzw. 12 km Fahrweg entfernt.

Brückenuntersichtgerät auf dem anlieferenden Sattelschlepper
Brückenuntersichtgerät auf dem anlieferenden Sattelschlepper

Politiker aus Bochum, Essen und Hattingen vereinbaren gemeinsames Vorgehen

Hier versuchte der Sattelschlepper zu wenden!
Hier versuchte der Sattelschlepper zu wenden!
Am gleichen Tag (19.05.) waren um 12 Uhr an der Schwimmbrücke CDU-Kommunalpolitiker aus seit längerer Zeit schon verabredet, um ein weiteres gemeinsames Vorgehen über Stadtgrenzen hinweg zu vereinbaren.
Den Politikern für die anliegenden Ortsteile Burgaltendorf, Dahlhausen und Niederwenigern war wichtig zu betonen, dass sie zuerst die zügige Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung aller beteiligten Verwaltungen erwarten. Dann könne mit vereinter Stimmen auch nach Fördermöglichkeiten im Bestand gesucht werden. Die CDU-Politiker streben eine Sanierung an Ort und Stelle an. Einer größeren, verkehrsreicheren Lösung an der Stelle der jetzigen, defekten Brücke erteilten sie eine Absage – auch einer Lösung weiter flussaufwärts oder abwärts. Andere Lösungen seien aufgrund verkehrlicher Mehrbelastungen für die Bürger auf beiden Seiten der Ruhr nicht gewünscht und auch finanziell unrealistisch.

Gemeinsame Erklärung zur Schwimmbrücke

In der Dahlhauser Erklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Schwimmbrücke vereinbarten die Politiker für diese Brücke in der Mitte der Metropole sich zukünftig gegenseitig zu informieren und ihr Vorgehen zu koordinieren, um ihre Verwaltungen gemeinsame in die gleiche Richtung zu bewegen.

Details zu politischen und verwaltungsseitigen Schwierigkeiten mit der Erneuerung der Ruhr-Schwimmbrücke finden sich auch im Beteitrag ‚Bochum, Essen, Hattingen und eine Brücke‘ vom 07.05.2014.

Bilder vom Manöver finden sich auf der Facebook-Seite von Burgaltendorf.

Ein erster und ausführlicher Zeitungsbereicht findet sich über DerWesten/Westfalenpost: „40-Tonner fuhr sich fest – Schwimmbrücke Dahlhausen gesperrt“.

Update: Nach Infos aus Burgaltendorf sollen die Gutachter keine Beschädigungen gefunden haben, die eine weitere Sperrung rechtfertigen. Die Brücke soll in Kürze wieder freigegeben werden.

Bochum, Essen, Hattingen und eine schwimmende Brücke

Schwimmbrücke im Städtedreieck Bochum-Dahlhausen, Essen-Burgaltendorf und Hattingen-Dumberg
Schwimmbrücke im Städtedreieck Bochum-Dahlhausen, Essen-Burgaltendorf und Hattingen-Dumberg
Für die Erneuerung der Schwimmbrücke zwischen Bochum, Essen und Hattingen ist kein Geld da. Viele Pendler nutzen die Brücke von Bochum nach Essen. Die auf einem Ponton ruhende Brücke verkürzt die Fahrzeiten über die Ruhr erheblich. Ist sie, wie leider oft, gesperrt, dann müssen Umwege über Hattingen-Mitte oder Essen-Steele gefahren werden. Viele Autofahrer meiden die Brücke bereits und es ist klar, dass bei einem Ausbau der Verbindung mit mehr als 10.000 Fahrzeugen pro Tag gerechnet werden muss. Aber ein Aus- oder Ersatzbau ist nicht in Sicht. Die betroffenen Städte und der Ennepe-Ruhr-Kreis bekommen das interkommunal nicht hin und auch die Finanzierung – untereinander oder mit Landesgeldern – steht nicht. Ein jahrelanges Trauerspiel in der Mitte der Metropole Ruhr.

Schild in Burgaltendorf
Weiträumig umfahren: Breiten und Gewichtsbeschränkung

Im Bau- und Verkehrsausschuss des Stadt Essen steht sie morgen wieder auf einer Tagesordnung (Drs. 617/2014). Die Essener Stadtverwaltung wird einen Bildervortrag abliefern und berichtet. Weshalb sollte sie mehr tun? Weder das Nord- noch das Südufer der Brücke über die Ruhr sind Essener Stadtgebiet. Ein Blick auf die Karte zeigt aber das Dilemma. Es sind gerade mal 700 bis 1.200 Meter von der Brücke bis zum Essener Stadtteil Burgaltendorf – je nachdem, ob Luftlinie herangezogen oder die Straße genommen wird, die entlang der Stadtgrenze läuft. Die Brücke ist eine direkte Verbindung nach Bochum für einen Ort, von dem aus in drei Himmelsrichtungen der Weg über die Ruhr führt.

Die Schwimmbrücke wurde nach dem zweiten Weltkrieg errichtet, zunächst provisorisch und dann in der heutigen Form. Sie ist eine technische Besonderheit, denn statt eines Mittelpfeilers lagert das Gewicht auf einem Schwimmkörper, dem Ponton. Ein Teil kann sogar ausgeschwenkt werden, um Schiffe passieren zu lassen. Eine Ruhrschleuse schließt sich unmittelbar an. Vor der Brücke liegt eine Eisenbahntrasse durchs Ruhrtal. Nur die Lewackerstraße trennt sie vom Hang. Es geht hier steil ins Ruhrtal hinunter. Nicht viel Platz für ein Bauwerk, dass den idealerweise den Bahndamm und die Ruhr gleichzeitig überbrücken sollte. Ein Verlegung der Brücke ist daher immer wieder im Gespräch. Allerdings würde das Verkehrsströme verändern oder auch die Beteiligten an der Brücke. Eigentümer der Brücke ist der Ennepe-Ruhr-Kreis, den Bau hat die seinerzeit reiche Stadt Bochum bezahlt, ebenso die Unterhaltung. Nutznießer eines Neubaus stromabwärts wäre auch die Stadt Essen, dann aber sicher auch an den Kosten beteiligt. Gegen eine Lösung stromaufwärts hat sich die Stadt Hattingen ausgesprochen (vgl. insgesamt Drs. Bo 20132463).

Für Busse gesperrt: Fahrgäste müssen zu Fuß über die Brücke

Nur eine Fahrspur, daher eine Ampelanlage
Nur eine Fahrspur, daher eine Ampelanlage
Für den Hattinger Stadtteil Dumberg hat die Anbindung nur bedingt Priorität. Die drei Kommunen finden nicht zueinander. Die Essener Ratsfrau Wallburga Isenburg (CDU) nennt das inzwischen eine „Posse“. Sie kommt aus Burgaltendorf und weiß um 12 bis 14 km Umweg, die gefahren werden muss. In Bochum-Dahlausen liegt der nächste S-Bahnhof für den Ort, aber die marode Brücke kann die Busse nicht der tragen. Die Busline wurde in einen Essener und einen Bochumer Teil geteilt. Die Passagiere müssen zwischen den Haltestellen beider Linien zu Fuß über die Brücke. Wenn sie nicht gerade wegen Hochwasser oder akuter Reparaturen gesperrt ist ….

Kein Geld für kommunale Straßen, kein Geld für Landesstraßen

Die Kommunen müssten sich auf eine Verteilung der Kosten einigen. Hilfreich wäre, wenn die Straße von einer Kreisstraße zu einer Landesstraße aufgestuft werden könnte. Dann – so das Kalkül – könnte das Land die Straße zumindest anteilig bezahlen. Das erwartet Verkehrsaufkommen einer neuen Brücke rechtfertigt das, aber es gibt bereits viele Landesstraßen in der Umgebung. Die Bauprogramme des Landes sind jedoch von der rot-grünen Landesregierung weiter reduziert worden. Die Programme sind völlig überzeichnet.

Auch bei der Bezuschussung kommunaler Straßen sieht es nicht besser aus. Mit Hinweis auf die Auseinandersetzungen mit dem Bund über die Nachfolge des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes ab 2020 werden keine Mittel mehr bewilligt. Landesverkehrsminister Michael Groschek MdL (SPD) hat von den dürftigen Resten des Programm noch einen Topf für ein Sonderprogramm bilden lassen. Dessen Titel lässt etwas hoffen, denn es geht um kommunale Großbrücken. Doch da sind viele marode, nicht nur im Dreistädteecke. Es wäre schon hilfreich, wenn die die Betroffenen sich gemeinsam ans Land wenden würden.

Schwimmbrücke im Dreieck Bochum-Essen-Hattingen