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Zeitraffer: Ein Tag der Ruhr-Universität

Und dann bin ich beim Surfen auf dieses Video aus 2015 gestoßen. Es zeigt im Zeitraffer einen Tag an der Ruhr-Universität. Allen die da mal studiert haben, dürfte der Film gefallen. Denn er zeigt viele bekannte Impressionen. Und die sind dann alle in schönen Bildern. Es ist ein Imagefilme der RUB.

Ganz so schön habe ich den Beton dann doch nicht in Erinnerung.

Brain-Drain: Metropole Ruhr bildet über Bedarf aus

Am 31.03.2014 fand der 2. Wissensgipfel Ruhr in das DASA in Dortmund statt. Das meiste Wissen zog ich aus den ersten beiden Vorträgen. Prof. Dr. Bernd Kriegesmann von der Hochschule Gelsenkirchen beantwortete Fragen, woher Studenten in der Metropole Ruhr stammen und wohin sie nach dem Studium gehen. Gibt es den Brain-Drain? Bildet das Ruhrgebiet über Bedarf auf? Die Antwort ist gemischt.

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Die wesentlichen Zahlen habe ich wie folgt notiert:

  • Werden alle Studierenden saldiert, dann bleiben am Ende 3% mehr in der Metropole. Das Studium bringt Akademiker, Fachkräfte in die Region. Das bezieht sich insbesondere aufs Wohnen.
  • Eine separate Betrachtung von Studiengängen, bringe aber ein differenzierteres Bild: Bei Naturwissenschaften, Mathematik und igenieurwissenschaftlichen Studiengängen betrage der Saldo -8%. Bei den Ingenieurwissenschaften betrage dieser „Brain-Drain“ sogar -14%. Die Zahlen bezögen sich aufs Arbeiten.
  • Prof. Kriegesmann habe ich so verstanden, dass die Menge derer recht groß ist, die hier wohnen, aber auspendeln. Wohin – in welche Nachbarregionen – wäre jetzt von Interesse zu wissen? Vielleicht ins stark industrialisierte – und diesbezüglich unterschätze – Sauerland.

Woher kommen die Studenten?
Im Wintersemester 2012/13 gab es 238.000 Studierende, das sind 37,7 % mehr als im WS 2002/03. Es gibt im Vergleich keine Region mit so vielen Studenten. Die Metropole Ruhr hat hier auch noch Wachstumspotenzial. Das Image von „strukturschwach und bildungsfern“ ist für die Metropole Ruhr falsch.

Die Studenten in der Metropole Ruhr stammen zu 83,1 % aus Nordrhein-Westfalen, darin zu 56,8 aus der Metropole Ruhr selber. 9,2 % kommen aus den übrigen Bundesländern, 7 % (?) aus dem Ausland.
Nach dem Studium verblieben 84,7 % in, NRW 65 % im Ruhrgebiet, 12,8 % ziehe es in die übrigen Bundesländer, 2,5 % ins Ausland.

In seinem Votrag war Prof. Kriegesmann bemüht dazustellen, dass es nicht negativ darzustellen sei, dass zu wenig Jobs für diese Fachkräfte in der Region wären, sondern dass die Region über Bedarf ausbilde. Hier werde zudem in Zukunft immer mehr ausgebildet. Die Hochschullandschaft in der Metropole sei noch im Wachstum. Fachkräfte sind ein Standortfaktor, der für die Metropole Ruhr spricht. Da klang die Vision an, dass Unternehmen, die über Fachkräftemangel klagen, ins Ruhrgebiet übersiedeln sollten.

Am Dienstag werden die Medien sicher berichten. Die WDR-Lokalzeit war auch zu sichten.

DerWesten: „Das Ruhrgebiet ist Deutschlands größter Bildungs-Exporteuer“ (30.03.2014)

Ruhrnachrichten: „Zu wenig Jobs für Fachkräfte im Ruhrgebiet“ (30.03.2014)

Pressemitteilung des Regionalverbands Ruhr (RVR) im Informationsdienst Ruhr (IDR)