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Stuttgart 21: Der Bahnhof kommt!

Die Bürger in Baden-Württemberg haben den Ausstieg abgelehnt.
Das Bild mit dem Ergebnis und die Fragestellung waren kompliziert zu verstehen. Ein „Nein!“ war ein eine Stimme gegen den Ausstieg und damit für den Bau des Bahnhof im Rahmen von Stuttgart 21. Und das freut mich.

Das freut mich, …

  • weil ich mich mit weiteren Mitstreitern auch hier bei uns für Stuttgart 21 eingesetzt habe, so mit einer Demonstration. Wir lagen richtig!
  • weil ich mich mit der damaligen Demonstration gerade gegen die gewendet habe, die meinten, dass die Lautstärke und die veröffentlichte Meinung das entscheidende Element sei. Die Lautstärke allein zählt nicht, Entscheidungen fallen nicht auf der Straße.
  • weil das Ergebnis auch die rechtsstaatlich erfolgte Zustimmungen zum Projekt bestätigt.
  • weil das Ergebnis bzgl. Ausgang und Beteiligung zeigt, dass direkte Demokratie wie Volksabstimmungen nicht nur Projektgegner gefällt sind. So etwas kann aus deren Sicht auch nach hinten los gehen.
  • weil ich hoffe, dass den Projektgegnern jetzt der Zulauf wegbleibt. Allerdings wird es weiterhin einige Unverbesserliche geben. Die Parkschützer werden das Ergebnis voraussichtlich auf die Ablehnung eines Gesetzes reduzieren und versuchen einen Zustimmung zum Gesamtprojekt Suttgart 21 zu leugnen, was sie voraussichtlich unglaubhaft werden lässt.
  • Strecke des alten Orient-Express Paris-Budapestweil das Projekt gut für Deutschland, gut für den Eisenbahnverkehr der Zukunft in Mitteleuropa ist. Es geht hier um die Beschleunigung der Strecke Paris-Budapest (Orientexpress) und den europäischen Auftrag Deutschlands.
  • weil die Realisierung von Stuttgart 21 eben nicht ursächlich für das Stocken des Projektes des Rhein-Ruhr-Expresses ist. Auch wenn das gerne von Interessierten suggeriert wird, dann stecken die Problem noch nicht auf der Zeitschiene der Finanzierung; da würde ich gerne erst einmal hinkommen.
  • weil ich hoffe, dass es in Stuttgart friedlich wird und auch in den Stunden nach der Abstimmung friedlich bleibt. Da hängt viel von Signalen auf der Demonstration am auf die Abstimmung folgenden Montag ab.

4 Filme zu Stuttgart 21 und der neuen Bahntrasse nach Ulm

Bei Stuttgart 21 geht es im Kern um zwei Projekte: Den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhof zu einem Durchgangsbahnhof. Dadurch wird eine weitere Stadtentwicklung quasi im Stuttgarter Talkessel ermöglich. Zum anderen werden die Probleme von Kopfbahnhöfen gelösten, denn Hinten ist plötzlich nicht mehr Vorne und Kreuzungen im Gleisvorfeld werden vermieden.

Zum anderen muss man von Stuttgart nach Ulm durch die schwäbische Alb – einem Mittelgebirge. Die derzeitige (historische) Strecke kann nur mit 70 km/h befahren werden. Die Fahrzeit ließe sich bei einem Neubau um die Hälfte reduzieren. Beide Projekte haben erhebliche Verbesserungen für Stuttgart, Ulm und überhaupt den Schienenverkehr in Baden-Württemberg zur Folge.

Wo ist das Problem? Dies Video des SWR zeigt das Problem für die Bahnreisenden auf. Und hier versteht man, warum in Ulm ein SPD-Oberbürgermeister dafür ist. In der Gegend um Stuttgart haben sich kürzlich nochmals 21 Verwaltungschefs für das Projekt ausgesprochen.

Die Lösung: Stuttgart 21 und neue Bahntrasse
httpv://www.youtube.com/watch?v=rbM0RtOXmxI Dies Video stammt vom Projektbüro. Es stellt eine Animation der Fahrt über die neue Bahntrasse mit ihren Anbindungen dar. Zu sehen sind auch die Veränderungen für die Nahverkehrsanbindungen in Ulm und Stuttgart, wie auch der neue Durchgangsbahnhof.

Und hier noch ein Problemaufriss der ARD.

Medien & Kommuninkation
Und zu guter Letzt noch ein Video von NDR, konkret dem Medienmagazin, das die Rolle der Medien – der Zeitungen und des Internets – und von Kommunikation zum Projekt überhaupt zeigt.

Signal gesetzt für Stuttgart 21

Es gibt auch Andersdenkende und damit Befürworter der Realisierung von Stuttgart21 mit dem Neubau der Bahntrasse von Stuttgart nach Ulm. Das Signal haben wir mit der Kundgebung am 21. Oktober 2010 vor dem Bochumer Hauptbahnhof erfolgreich gesetzt. Linke, Kommunistenableger und andere Stillstandsutopisten werden jetzt nicht allein das Bild bestimmen, wie oft sie auch durch die Stadt stapfen. Es gibt auch andere Meinungen dazu.

Lassen wir Bilder sprechen!
Leider habe ich nur nach der Kundgebung ein paar Bilder gemacht. Die Erinnerungsfotos finden sich im Facebook-Album Pro Stuttgart21 in Bochum. Daraus ist auch das Bild hier auf der Seite mit Dr. Christoph Konrad, Vorsitzender der CDU Bochum, entnommen.
Neidisch blicke ich daher auf die Bilder in der Galerie von DerWesten.de und da gibt es noch ein Video. (Das auf diesem Rechner hier nicht spielt. Warum?)

Das war die erste Kundgebung, die ich selber gemacht habe. In der Form war ich vor 15 Jahren oder so schon mal auf einer. (Golfkrieg?). Für viele der Teilnehmer war es auch das erste Mal. Ich werde mir mal ein paar Notizen machen müssen. Irgendwer kam auf die Idee, das Transparent hoch zu halten. Sieht gut aus, aber es reißt im Wind. Auch hätte noch ein dritter Redner gut getan. Und wieso haben zwei Leute Kameras, machen dann aber erst am Ende Bilder- Hä? Vielleicht kann ich das Wissen ja in ein paar Jahren nochmal gebrauchen oder amüsier mich bei der Lektüre.

Und dann was aus der Zeitung.
Wenig Protestler bei Stuttgart 21-Demos in Bochum (Sabine Vogt, WAZ Bochum, 21.10.2010)

Ich freu mich mich über alle Bilder, die mir geschickt werden. Danke an alle die gekommen sind. Ich hab 32 Hände geschüttelt. Danke auch an die Polizeibeamten. Und eine Bitte: Verbreitet das Wort und Eure Bilder. Drückt „gefallen“ und „Teilen“ in Eurem Facebook, damit Bekannte und Freunde Eure Bilder und Meinung sehen.

Und aufgrund von Nachfragen: Das war eine Aktion. Nächste Woche stehe ich nicht auf der Straße. Demonstrieren ist keine Kernkompetenz von Christdemokraten 🙂 Draußen auf der Straße herumkrakeelen, sollen mal die Anderen machen. Oder wie hier auf der Vuvuzela und Trillerpfeife blasen. Unsere und meine Meinung wurden auf diese Art hinreichend verbreitet.

DerWesten.de hat ein Video zu den „Demos“ in Bochum gefertigt.

Nachtrag: Im Video ist auch eine Fahne der MLPD zu sehen und der Vorsitzende der Stadtratsfraktion „Soziale Liste“, einem DKP-Ableger. Da stehen dann also Die Linke, MLPD und DKP zusammen.

DüBoDo: Die ewig Gestrigen, die immer überall gegen Alles sind – in Zukunft S21

Sie kommen mit Traktoren aus dem Wendland und demonstrieren in Stuttgart gegen das Projekt Stuttgart 21. Es sind Atomkraftgegener aus dem Wendland, aus Gorleben und Umgegbung, die auch in Stuttgart gegen das Projekt demonstrieren. In Bochum vereinen sich Linkspartei und die Bürgerinitiative Bochum gegen DüBoDo, darunter der ehemalige grüne Bundestagesabgeordnete Eckhard Stratmann-Mertens. Die einen lehnen den Baus des Großprojektes Stuttgart 21 ab und die anderen musste sich zwischenzeitlich geschlagen geben, beim Widerstand gegen den Autobahnbau. Aber keine Sorge, es gilt: „Chronische Verhinderer aller Projekte vereinigt Euch!“ Unterschiedliche Gruppierungen mit unterschiedlichen Zielen vereinigen sich unter ihrem gemeinsamen Ziel, dass sie gegen etwas sind.

Aber mal wieder ernsthafter. Hier ein Ausschnitt aus dem aktuellen Spendenaufruf der „Bürgerinitiative“ Bochum (gefunden via hier bo-alternativ.de)gegen die DüBoDo, mit dem die noch fehlenden 15.000 € für fehlende Anwaltshonorare beglichen werden sollen, auf denen sie sonst sitzen bleiben würden:

  • Nach den Aussagen des Landesverkehrsministers Clement Anfang 1996 sollte die Querspange im Jahre 2000 unter Verkehr sein. Wir haben dieses Unheil viele Jahre lang aufgehalten.
  • […]
  • Nach den Aussagen des Landesverkehrsministers Clement Anfang 1996 sollte die Querspange im Jahre 2000 unter Verkehr sein. Wir haben dieses Unheil viele Jahre lang aufgehalten.

Das steht noch mehr im Flugblatt. An anderer Stelle schrieben Sie, das sie Verbesserungen für die Umwelt und Tierwelt bewerkstelligen konnten. Aber entscheidend sind dies beiden Punkte, die sie als fundamentalistische Verweigerer entlarven. Ihre Letzbegründung mündet im Verhindern von Unheil, also quasi im Eigenen Kampf für das Gute. Das ist doch etwas wenig. Ich hatte die Bürgerinitiative früher nicht so platt erlebt. Früher hatte ich auch nicht so die Nähe zur Linkspartei gesehen.

Für die Zukunft habe die Aktivisten noch ein neues Betätigungsfeld gefunden, oder?