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Essen: Edeka hebt Gummibärchen-Preis um 50%

Das war heute eine starke Überraschung: Bei meinem EDEKA umme Ecke im Essener Südviertel kostete die Tüte Gummibärchen der Marke Haribo 99 Cent. Das sah nach einem Sonderposten-Angebot aus. Vor den Sußwarenregalen stand der Tisch mit den angepriesenen Waren. Ende letzter Wochen betrug der Preis noch 66 Cent. Jetzt ist es kein günstiges Angebot mehr, sondern der laut Fernsehbericht überteuerte Preis. Mein Vertrauen in den Markt ist weg.

Die ARD-Sendung PlusMinus hatte aufgedeckt, dass der Preis einiger Artikel in isolierten EDEKA-Märkte höher liege im Vergleich zu Märkten mit Konkurrenten im Umfeld. In „meinem“ konkurrenzlosen EDEKA zahlte ich auch für die Bärchen den höheren Preis. Aber nach dem Fernsehbericht fiel der Preis auf 66 Cent, um dann in der gleichen Aufmachung auf einem Ramsch-Tisch wieder auf den höheren Preis zu steigen. Krass! Das sieht mir danach aus, dass hier bewusst das Preisempfinden der Kunden getäuscht werden soll. Denn was die Bärchen eigentlich kosten und bei der Konkurrenz, wird sich keiner gemerkt haben. Diese Süßwaren werden wohl eher beiläufig verkauft.

Hier die Bilder mit der geänderten Preisauszeichnung.

Gummibärchen Angebot? Nein, das ist der alte Preis.
Edeka hat übers Wochenende den Preis für Gummibärchen um 50 % erhöht (Bild 23.03.2015)
Haribo für 66 Cent
Haribo für 66 Cent (Bild 18:03.2015)

Edeka: Wie die ARD Dir Gummibärchen für 66 Cent verschafft

Heute war ich wieder bei EDEKA. Der Markt im Essener Südviertel ist konkurrenzlos und eine gute Option, um sich für die Mittagspause zu versorgen. Dass es da etwas teurer sein kann, in einem kleinen Laden, war mir immer klar. Dafür gibt es ihn hier aber. Und so kaufe ich hier seit einer Weile auch Gummibärchen. Der Trainer sagt, davon knacken meine Knie weniger. Zumindest nach einer Weile. Und ich meine der Preis dafür wären 99 Cent pro Tüte – in allen Variationen. Dann sah ich diesen Bericht der ARD-Sendung „PlusMinus„.

Die TV-Journalisten haben Preise in Filialen mit Konkurrenz und ohne Konkurrenz verglichen. Und da sind sie drauf gestoßen, dass die Bärchen in konkurrenzlosen Filialen teurer seien. Der Vergleich liefert 95 Cent zu 99 Cent. Bei einer Suppenterrine war der Unterschied noch krasser.

Der Vergleich fand in Essen statt. Da liegt auch das Südviertel. Heute kostet die Tüte Bärchen der Marke Haribo nicht 99… nicht 85… nein, nur 66 Cent. Als Aktionsware auf einem Tisch mit weiteren Süßwaren.
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Verbleib der Post in Wattenscheid-Höntrop: Umfrage auch online verfügbar

Umfrage - Aufforderung zur Beteiligung
Umfrage – Aufforderung zur Beteiligung
Angestoßen durch die vielen unterschiedlichen Rückmeldungen zur Schließung von Edeka und insbesondere der Post-Filiale in Höntrop unternehme ich derzeit zusammen mit der CDU eine Bürgerbefragung. Dafür werden in dieser Woche in Höntrop mehr als 2.000 Fragebögen verteilt. Gegenüber der Haltestelle „Höntrop Kirche“ wurde am ein Briefkasten für den Einwurf der ausgefüllten Bögen aufgestellt, ebenso im Vorgarten des Hauses Harenburg 9c. Mit dem Fragebogen soll ermittelt werden, wie stark die Unterstützung für eine Post am Wattenscheider Hellweg in Höntrop ist und welche Dienstleistungen dringend benötigt werden. An der Umfrage kann sich auch online beteiligt werden.

Unter den Reaktionen auf die Presseberichterstattung, in Emails an mich und in Facebook-Diskussionen, finden sich weitere Wünsche, zum Beispiel nach Fachärzten, nach einem Drogeriemarkt und mehrfach einem Netto-Markt. Auch ging eine Email bezüglich potentieller Nachfolgenutzer ein, aber auch eine Nachricht seitens des Betreibers der Immobilie. Dieser führt auch Gespräche hinsichtlich des Erhalt von Bäcker und Post-Filaile. Es tut sich also einiges.

Die Umfrage erfolgt bis zum 17.05.2014 einschließlich. In der Woche danach gibt es an den Briefkästen und online eine Auswertung. Auch hier auf dieser Seite und bei der CDU.

www.post-in-hoentrop.de

Links zur Post in Höntrop und zur Umfrage

CDU Bochum: CDU unternimmt Bürgerbefragung zur Post in Höntrop (04.05.2014)

Lokalkompass Bochum: Bürgerbefragung zur Post in Höntrop (Karsten Herlitz, 06.05.2014)

Lokalkompass Wattenscheid: Edeka und Post in Höntrop schließen (Dirk Schmidt, 28.04.2014)

Edeka und Post in Höntrop schließen

Zum September endet der laufende Mietvertrag der Edeka für den Supermarkt in Höntrop, an der Ecke Wattenscheider Hellweg / Höntroper Straße. Der Mietvertrag wird von der EDEKA Aktiengesellschaft nicht verlängert und die Filiale geschlossen. Davon betroffen ist die Post-Filiale, die in Höntrop neben Brief- und Paketdienstleistungen auch Postbankservice bietet. Auf dem Weg zur Schließung werden auch die Öffnungszeiten verkürzt. Schluss ist ab Mai dann bereits ab 19 Uhr.

Edeka-Supermarkt Wattencsheider Hellweg / Höntroper Straße
Edeka-Supermarkt Wattenscheider Hellweg / Höntroper Straße

Der Supermarkt, in dem auch ein weiterer Bäcker untergebracht ist, findet sich an exponierter Lage in Höntrop und ist der älteste Standort. Ursprünglich war an dieser Stelle ein Coop-Markt. Unweit der Grenze zwischen den Ortsteilen Höntrop und Westenfeld finden sich heute zwei weitere REWE-Supermärkte (vorher Real, Plaza) und der Discounter Aldi. Eine Unterversorgung bei der Nahversorgung ist nicht zu befürchten. Verschiedene Geschäfte nehmen auch Pakete für die Dienstleister UPS, DPD und Hermes an. Die Post-Filiale bietet im Vergleich zu andere Post-Stützpunkten besondere Dienstleistungen. Das Abholen von Paketen gehört nicht mehr dazu, aber fehlen werden auch der Standort von Postfächern und die Postbankdienstleistungen an dieser Stelle, die für viele Bürger gut zu erreichen ist.

Zuviel Konkurrenz, zu wenig Parpkplätze

Dass der Standort Probleme hat, wird bei einem vergleichenden Besuch der Märkte in der Umgebung schnell klar. Neben der Konkurrenzstellung untereinander kommt für den Edeka die unbefriedigende Parkplatzsituation erschwerend hinzu. Das Nahversorgungszentrum entlang des Wattenscheider Hellwegs bietet nur abgelegen vor der Sparkasse einige Parkflächen. Die Supermärkte verfügen alle über eigene Stellflächen, aber die des Edeka-Marktes sind am schwierigsten zu erreichen. Sie finden sich im Hof hinter einer Durchfahrt durch eine backsteinerne Häuserfront. Die Plätze sind hier auch für weitere Ärzte, Rechtsanwälte und andere Dauerparker belegt. Für automobile Kunden ist das wenig attraktiv. Der Markt wird auf Fußgänger angewiesen sein und den sogenannten „Frequenzbringer“ Post. Das wird sich aus Sicht der Konzernzentrale nicht als eine gute Perspektive für den Markt darstellen. Daher das Aus.

Post-Filiale mit Brief-, Paket-, und Bankservice
Post-Filiale mit Brief-, Paket-, und Bankservice

Und die Post?

Seitdem es in Höntrop keine Post mehr gibt hat es bereits eine andere Filial-Lösung gegeben. Das Geschäft (G.) mit der ersten Post-Filiale, die durch einen Subunternehmer betrieben wurde, gibt es inzwischen auch nicht mehr. In Gesprächen mit Betreibern von Ladenlokalen am Wattenscheider Hellweg werden Hinweise gegeben, dass die Deutsche Post nicht so viel an Miete zahlen wolle, dass sich der Betrieb lohne. Erst eine Mischkalkulation, die auch zusätzlich ins Geschäft geholte Kunden miteinbezieht, würde die Bereitstellung von Personal und Flächen für den Postbetrieb rechtfertigen. Das geht weder räumlich, noch wirtschaftlich für alle Einzelhändler und Dienstleister. Dem Vernehmen nach sei die Post jedoch sehr interessiert den Standort zu erhalten. Vor dem Schalter gibt es regelmäßig Schlangen.

Die Zukunft der Post ist kurzfristig das dringendste Problem und Teil der Gespräche auf der Straße und beim Friseur. Das Ausweichen auf Post-Stützpunkte hilft nur wenig. Mittel- bis langfristig wird sich dann die Frage stellen, was als Ersatz für den Edeka kommt. Ein lange anhaltender Leerstand an dieser exponierten Lagen tut dem Einzelhandelsstandort nicht gut.

Einkaufen mit dem Handscanner

Das Personal an der Kasse im Markt lässt sich reduzieren und damit Kosten sparen. Bei Ikea habe ich zum Beispiel die Möglichkeit, selber meine Waren zu scanne und bei vier solcher Scanner-Kassen steht dann nur eine Hilfsperson herum. Anstatt stationärer Kassen und Scanner-Systeme versucht es die französische Supermarktkette „Carrefour“ mit mobilen Systemen. Hier erhält der im hauseigenen Treueprogramm registrierte Kunde ein Handgerät gegen RFID-Identifizierung, um seine EInkäufe selber zwecks Abrechnung aufzulisten.

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Das ist ganz praktisch. Während des Einkauf sehe ich, wie viel ich bereits ausgegeben habe. Es ist aber auch zeitintensiv, jedes Mal den Barcode an der Ware zu suchen. Dabei habe ich den Eindruck, das französische Kassiere wie ich als ungelernte Kunde an den Barcode herangehen. Da wird jeder Barcode an der Ware einzeln gesucht. Kein Vergleich zu den Fachkräften, die genau wissen, wo jeder Code an jedem Artikel ist. Hier kann ein kultureller Unterschied bestehen, der deutsche Kassierer schneller arbeiten lässt.

Der Geschwindigkeitverlust wird ausgeglichen durch die genaue Kontrolle für den Kunden und das schnelle Bezahlen an der Kasse.

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Leider konnte ich das Bezahlen nicht ausprobieren. Plötzlich war unser Einkaufswagen weg. Nach Ausrufen im Supermarkt tauchte er wieder auf, aber ohne das Gerät. Warum so ein Gerät stehlen? Nachprüfungen ergaben, dass nicht mit dem Gerät bezahlt werden kann. Das Problem hat der Supermarkt dessen Handgeräte verschwinden. Da haben stationäre Kassen mit angekabelten Geräten einen Vorteil.

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Ich hab dann doch normal bezahlen müssen mit einem weiteren Scan jedes Artikels.

Die Technik eines solchen Handgeräts beherrscht jedes Smartphone: Scannen per Kamera, Barcode auslesen, Daten aus dem Internet holen. Die Geräte könnten sehr preiswert werden oder auf eine App reduziert werden, die aufs eigene Telefon geladen wird.

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Wenn der Supermarkt in Wetter-Wengern schließt … Drogerieartikel fehlen

Dirk Schmidt vor Supermarkt in Wengern
Dirk Schmidt vor Supermarkt in Wengern

Haupterkenntnisse der Bürgerbefragung:
1. Drogerieartikel fehlen besonders stark
2. Witten-Zentrum ist neben Alt-Wetter bevorzugtes Ausweichziel
3. Ältere und Frauen sind besonders betroffen, da weniger mobil
4. Insgesamt kein größerer Markt gewünscht, eher bei den Jüngeren
5. Wunsch nach etwas „Modernerem“ ist häufig

„Den Wengeranern werden nach dem Schließen des Edeka-Supermarktes im Dezember insbesondere Drogerieartikel fehlen, nachdem auch im letzten Jahr Schlecker aufgrund Konkurs geschlossen hatte“, erklärt Dirk Schmidt, Bürgermeisterkandidat der CDU Wetter. Dies ist Ergebnis einer Umfrage, die die CDU in Wengern zusammen mit Dirk Schmidt in der zweiten Augusthälfte unternommen hat. Dirk Schmidt dazu weiter: „Bei Körperpflegemitteln haben die Menschen vermutlich einen größeren Bedarf nach ihrer Marke. Und die ganze Bandbreite an Marken kann ein Discounter nicht abdecken, sondern nur ein Supermarkt mit Vollsortiment.“

Mit Markgröße zufrieden, aber ‚moderner‘

Die jetzt vorliegende Auswertung fördert auch zu Tage, dass es eher Jüngere sind, die sich einen größeren Markt wünschen. Insgesamt sind die Wengeraner jedoch mit der Marktgröße zufrieden. Allerdings müssen Marktgröße und Umsatz (Flächenumsatz) auch den Wünschen der Betreiber genügen. Dirk Schmidt sieht sich daher darin bestätigt, dass etwas für einen größeren Markt in Wengern getan werden muss. Eine Chance für einen neuen Markt sieht er, denn viele Wengeraner – hier wieder die Jüngeren voran – wünschten sich etwas Moderneres.

Frauen und Ältere besonders von Schließung des Supermarktes betroffen

„Leider bestätigt die Umfrage, an der 127 Bürger teilgenommen haben, dass gerade Ältere und Frauen stark unter dem Fortgang des jetzigen Supermarktes leiden werden. Sie sind weniger mobil und auch mehr auf das Ortszentrum in Wengern angewiesen. Gerade die Über-70-jährigen verlassen Wengern kaum noch“, so der 39-jährige Politikwissenschaftler. Ihn hat erstaunt, dass die Wengeraner offenbar häufiger in Witten-Zentrum einkaufen als in Witten-Bommern. Auch sei ein klarer Vorsprung von Alt-Wetter nicht zu erkennen.

Die Beteiligung an der Umfrage wertet die CDU als Erfolg und als Beleg für die Betroffenheit der Bürger.

Eine umfrangreiche Auswertung findet sich in diesem PDF-Dokument: Auswertung Umfrage ‚Supermarkt in Wengern‘.

Flohmarktmetropole Ruhr – Schaden für die Innenstädte oder Chance für Migranten?

Heute morgen waren wir shoppen auf dem Flohmarkt in Gelsenkirchen. Das sagt nicht viel, denn es gibt eine wahre Fülle an Flohmärkten in Gelsenkirchen und in der Metropole Ruhr. In Gelsenkirchen sollte es heute den Flohmarkt an der Veltins-Arena (auf Schalke) geben und den an der Trabrennbahn. Die liegt neben dem Revierpark Nienhausen unweit der Stadtgrenze zum Essener Norden. Dort ist etwa viermal die Woche Flohmarkt, auf den Parkplätzen des Revierparks zweimal die Wochen ein spezieller Flohmarkt für Baby- und Kindersachen sowie freitags ein Mittagsflohmarkt. Da war ich noch nicht. Mich zieht’s am Sonntag höchstens an die Ruhr-Universität, wo ein Flohmarkt diese Wochenende stattfindet. Manchmal ist am Sonntag aber auch einer hier bei Real an der A40.

'Flohmarkt' an der Trabrennbahn in Gelsenkirchen
‚Flohmarkt‘ an der Trabrennbahn in Gelsenkirchen

Ich geh da gerne mal ‚rüber. In Berlin gehört der Besuch des Floh- und anschließenden. Kunstmarkts sonntags auf der Straße des 17. Junis ab S-Bahnhof Tiergarten zum Standardprogramm, ggf. ergänzt um einen Bummel über den Markt am Ostbahnhof. Auch dort ist eine Spezialisierung in unterschiedliche Trödelrubriken erfolgt. Seltener sind die Stände mit dem gesammelten Dachgerümpel. An der Trabrennbahn in Gelsenkirchen fehlt dieses Sammelsortiment fast vollständig. Für die Händler wird beim laufenden Meter für 5 bis 11 Euro unterschieden, ob Trödel oder Neuwaren angeboten werden und an welchem Wochentag. Es soll auch Rabatte für Händler geben, aber insbesondere Sonderanmeldungen für Lebensmittel. Auf einem Wochenmarkt in Bochum ist der laufende Meter deutlich preiswerter.

Lebensmittel vom Flohmarkt
Lebensmittel auf Flohmärkten? Ja, genau. Und damit ist nicht die obligatorischen Bratwurstbude gemeint. Lebensmittel fallen unter Neuware. Zumindest hoffe ich das 🙂 Die führten mich auch dahin. Denn weniger Kleidung, Küchenkleingeräte, Mobiltelefonhüllen, Ersatzschlüssel, Süßwaren, Armaturen oder Hundefutter führten mich hierher, als vielmehr günstiges Obst. Wir wollen am Sonntag Apfelmus, Apfelgelee und Birnenkompott einkochenm Mit 1 bis 1,50 € pro Kilogramm Obst liegt der Preis hier um die Hälfte niedriger als im Supermarkt ‚um die Ecke‘. Das gilt auch für andere Waren.

Schaden oder Chance
Viele Händler und Käufer haben sichtlich und hörbar einen Migrationshintergrund. Ich bewundere beide. Die einen für das – freiwillige oder unfreiwillige – Preisbewusstsein, die anderen für ihr selbst hochgezogenes Geschäft, zum Beispiel den Schlüsselmacher, der seine Werkstatt in einen Marktwagen gebaut hat. Mir ist klar, dass mancher auch unfreiwillig selbständig wurde – aus Mangel an Optionen. Aber wo sonst als hier besteht die Möglichkeit mit wenig, ja geringem Kapitaleinsatz zu starten und zu wachsen? Ich hab großen Respekt vor jenen, die sich hier ihre Nische suchten. Sie verkaufen preiswerte Molkereiprodukte, Ersatzteile für Fahrräder oder Dessous – nicht die Miederwaren vom Wochenmarkt. A propos Wochenmarkt? Wo ist der Unterschied zum Wochenmarkt? Vielleicht in der fehlenden Sortimentsbegrenzung, in den höheren Standkosten, in Größe, Preishöhe und Häufigkeit der Märkte. Da wundert es nicht nur, dass in der Debatte um Einzelhandel auf der grünen Wiese, Zentrenrelevanz und Ladenöffnungszeiten auch die Märkte, die als Floh- und Trödelmärkte deklarierten Märkte, angegriffen werden. Auch sehe ich Diskussionen um die Zukunft der Wochenmärkter überall. Dabei wundert mich, dass die für die Händler auf den ersten Blick deutlich teurere Variante der Floh- und Trödelmärkte boomt, nicht aber der klassische Wochenmarkt.

Plaktae mit Hinweisen auf Flohmärkte
Plakate mit Hinweisen auf Flohmärkte am Gelände des Revierparks Nienhausen in Gelsenkirchen, gegenüber der Trabrennbahn

Es ist auffällig, dass Floh- und Trödelmärkte abseits von Reglementierungen durch Ladenöffnungszeiten, Sortimentslisten und Marktordnungen boomen, während klassische in zentraler Lage mir als problembehaftet erscheinen. Was macht den Floh- und Trödelmarkt (ohne Tödel und mit Neuwaren) so attraktiv für Händler wie für Käufer?